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STATUTEN


STAND: 29. März 2011

FUNDRAISING VERBAND AUSTRIA

 

STATUTEN



Sämtliche Begriffe für Funktionen, Ämter oder Personen in dieser Satzung beziehen sich auf beide Geschlechter.



§ 1 NAME, SITZ UND TÄTIGKEITSBEREICH

1. Der Verein führt den Namen "Fundraising Verband Austria“

2. Er hat seinen Sitz in Wien und erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Österreich



§ 2 ZWECK

Der Verein ist gemeinnützig, politisch und weltanschaulich nicht gebunden und nicht auf Gewinn ausgerichtet.
Zweck des Vereines ist

a) die Förderung und die Entwicklung des Berufsstandes der FundraiserInnen - das sind
jene Personen, die für die Beschaffung von finanziellen Mitteln für alle
öffentlichrechtlichen und privatrechtlichen Organisationen zuständig sind;

b) die Beratung, Berufsaus- und Weiterbildung von FundraiserInnen, mit dem Ziel, dass sie auf professionelle Art und Weise die Aufbringung finanzieller Mittel entsprechend den
Methoden und Erkenntnissen eines zeitgemäßen Marketings, unter Anwendung
ethischer Maßstäbe, durchzuführen in der Lage sind;

c) die Verbesserung der wirtschaftlichen, legislativen und sozialen Rahmenbedingungen für gemeinnützige Organisationen und im Fundraising tätige Unternehmen
sowie die Interessensvertretung für die Mitglieder des Vereines;

d) die Förderung von mehr Transparenz im Spendenwesen

e) die Förderung von Wissenschaft und Forschung betreffend den österreichischen und internationalen Fundraising Markt.


Das Geschäftsjahr des Vereines beginnt jeweils am 1.1. und endet am 31.12. des laufenden Kalenderjahres.



§ 3 MITTEL ZUR ERREICHUNG DES VEREINSZWECKES

Der Vereinszweck soll durch die in den folgenden Absätzen angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

Als ideelle Mittel dienen:

a) Vorträge und Seminare

b) Workshops, Symposien und Kongresse

c) sonstige Veranstaltungen zur Weiterbildung von Fundraisern und zur Entwicklung des Berufsstandes

d) Ausstellungen und Projekte

e) Herausgabe von Medien aller Art im Rahmen des Vereinszwecks

f) Errichtung von Archiven und Bibliotheken

g) Öffentlichkeitsarbeit und internationale Kontakte

h) Kontakte zu öffentlichen Stellen

i) Initiierung, Koordination und Beratung bei innovativen Fundraising-Kooperationen und Gemeinschaftsprojekten insbesondere die Durchführung gemeinnütziger Lotterien österreichischer gemeinnütziger spendenwerbender Organisationen

Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch:

a) Mitgliedsbeiträge und Aufnahmegebühren

b) Erträge aus Veranstaltungen

c) Erträgnisse aus unentbehrlichen Hilfsbetrieben (§ 45(2) BAO)

d) Drittmittel (Subventionen) öffentlicher Stellen, privater Organisationen sowie
natürlicher und juristischer Personen

e) Spenden, Sammlungen, Vermächtnisse und sonstige Zuwendungen

f) die Veranstaltung einer gemeinnützigen Lotterie

Die Mittel des Vereins dürfen nur für die statutenmäßigen Zwecke des Vereins verwendet werden. Dies schließt die Zahlung angemessener Verwaltungskosten ein, welche im
Zusammenhang mit dem Statutenzweck des Vereins anfallen.



§ 4 MITGLIEDER

1. Ordentliche Mitglieder können natürliche Personen werden, die

a) im Fundraising tätig sind,

b) Non-Profit Organisationen beraten oder bei der Durchführung des Fundraisings unterstützen.

2. Weiters können ordentliche Mitglieder auch juristische Personen (insbesondere Non-Profit Organisationen, aber auch juristische Personen im Bereich von Wissenschaft und Kunst, etc) werden, die

a) im Fundraising tätig sind,

b) Non-Profit Organisationen beraten oder bei der Durchführung des Fundraisings
unterstützen.

3. Außerordentliche Mitglieder können alle juristischen oder natürlichen Personen werden, die nicht die Voraussetzungen von §4 Abs. 1 und Abs.2 erfüllen und die den FVA finanziell oder ideell unterstützen.

4. Ehrenmitglieder: natürliche oder juristische Personen, die für besondere Verdienste um
den Verein ausgezeichnet werden.



§ 5 ERWERB DER MITGLIEDSCHAFT


1. Ordentliches Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, welche die in § 4, Abs. 1 und Abs. 2 genannten Voraussetzungen erfüllt und die Aufnahme auf schriftlichem Weg beantragt; über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

2. Die Aufnahme als außerordentliches Mitglied erfolgt ebenfalls durch den Vorstand, wenn die in § 4, Abs. 3 genannten Voraussetzungen erfüllt sind und die Aufnahme auf schriftlichem Weg beantragt wird.

3. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt durch den Vorstand.



§ 6 BEENDIGUNG DER MITGLIEDSCHAFT

1. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, durch freiwilligen Austritt, durch Streichung oder durch Ausschluss; bei juristischen Personen zusätzlich durch Verlust der Rechtspersönlichkeit.

2. Ein ordentliches Mitglied kann jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstandes aus dem Verein austreten. Die fälligen Mitgliedsbeiträge sind ungeachtet des Austritts zu bezahlen.

3. Die Streichung eines ordentlichen Mitgliedes kann der Vorstand vornehmen, wenn dieses trotz schriftlicher Mahnung und Nachfristsetzung keine finanzielle und /oder ideelle Unterstützung mehr leistet. Die fälligen Mitgliedsbeiträge sind ungeachtet der Streichung zu bezahlen.

4. Ein ordentliches Mitglied und ein Ehrenmitglied kann wegen Verletzung der Vereinsinteressen und wegen unehrenhaften Verhaltens ausgeschlossen werden. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Gegen den Ausschluss ist innerhalb von 14 Tagen ab schriftlicher Mitteilung des Ausschlusses die Berufung an die Generalversammlung zulässig - bis zu deren Entscheidung ruht die Mitgliedschaft.

5. Die Mitgliedschaft eines außerordentlichen Mitgliedes endet automatisch, wenn die in § 4, Abs. 3 genannten Voraussetzungen über einen Zeitraum von 6 Monaten nicht mehr erfüllt
sind. Die Streichung durch den Vorstand hat in der Folge lediglich feststellenden Charakter.



§ 7 RECHTE UND PFLICHTEN DER MITGLIEDER

1. Rechte der ordentlichen Mitglieder:

a) Sitz und Stimmrecht in der Generalversammlung; juristische Personen werden durch einen Bevollmächtigten vertreten.

b) aktives und passives Wahlrecht bei allen Wahlen. Passives Wahlrecht haben nur natürliche Personen.

c) Einsichtnahme in die Protokolle der Generalversammlung.

d) Inanspruchnahme von Vergünstigungen und Serviceleistungen des Vereines.

e) Antragstellung in der Generalversammlung.

f) Verlangen der Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung binnen vier Wochen, durch mindestens ein Zehntel der Mitglieder

g) Einsichtnahme in die Geschäftsordnung des Vorstandes.

2. Pflichten der ordentlichen Mitglieder

a) Ordentliche Mitglieder sind zur fristgerechten Zahlung des Mitgliedsbeitrags, dessen Höhe von der Generalversammlung festgesetzt wird, verpflichtet.

b) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Ziele des Vereins zu fördern. Sie anerkennen die geltenden Statuten und beachten die Beschlüsse der Vereinsorgane.

c) Die Mitglieder verpflichten sich, ethische Grundsätze des Fundraisings, die von der
Generalversammlung beschlossen werden, einzuhalten.


3. Rechte und Pflichten der außerordentlichen Mitglieder

a) Inanspruchnahme von besonders für sie ausgewiesenen Vergünstigungen und Serviceleistungen des Vereines.

b) Teilnahme ohne Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung.

c) Die außerordentlichen Mitglieder verpflichten sich, ethische Grundsätze des Fundraisings, die von der Generalversammlung beschlossen werden, einzuhalten.

4. Rechte und Pflichten der Ehrenmitglieder

a) Teilnahme ohne Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung.

b) Die Ehrenmitglieder verpflichten sich ethische Grundsätze des Fundraisings, die von der Generalversammlung beschlossen werden, einzuhalten.



§ 8 VEREINSORGANE

Organe des Vereins sind:

1. die Generalversammlung;

2. der Vorstand;

3. die Geschäftsführung;

4. die Rechnungsprüfer;

5. das Schiedsgericht.


§ 9 DIE GENERALVERSAMMLUNG

1. Die Generalversammlung (=Mitgliederversammlung) ist das oberste Organ des Vereins.
Den Vorsitz in der Generalversammlung führen, abgesehen von den Ausnahmen in Ziffer 1 lit b), entweder der Vorsitzende oder ein Stellvertreter oder, im Falle deren Verhinderung, das älteste anwesende Vorstandsmitglied.

Es obliegt ihr:

a) die Wahl eines Vorsitzenden der Generalversammlung aus dem Kreise der anwesenden ordentlichen Mitglieder, der während der Behandlung des Tagesordnungspunktes b) den Vorsitz führt; diese Person darf selbst nicht Wahlwerber sein

b) die Wahl der Mitglieder des Vorstandes. Während des Tagesordnungspunktes führt das gem. lit. a) gewählte Mitglied den Vorsitz

c) auf Antrag von mehr als 10% der anwesenden, stimmberechtigten Mitglieder müssen die Wahlen ad lit. b) geheim und schriftlich erfolgen.

d) die Wahl zweier Rechnungsprüfer

e) die Genehmigung des mit dem Testat des Rechnungsprüfers versehenen
Jahresabschlusses für das vorangegangene Geschäftsjahr

f) die Entlastung des Vorstandes

g) die Festsetzung der Höhe der Aufnahmegebühren und des Mitgliedsbeitrages

h) die Änderung der Statuten

i) die Auflösung des Vereins und die Beschlussfassung über die Zuweisung des
Vereinsvermögens

j) die Entlastung des Vorstandes

k) die Entscheidung über die Zulässigkeit von außerordentlichen sowie Initiativanträgen

l) die Entscheidung über die Berufung gegen den Ausschluss eines Vereinsmitgliedes

2. Innerhalb eines Geschäftsjahres muss mindestens eine ordentliche Generalversammlung einberufen werden. Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf Beschluss des Vorstandes, der ordentlichen Generalversammlung oder auf schriftlichen begründeten Antrag von mindestens einem Zehntel der stimmberechtigten Mitglieder (§ 7 Zi. 1) oder auf Verlangen der Rechnungsprüfer binnen vier Wochen ab Eingang des Antrags beim Vorstand statt.

3. Ort, und Tagesordnung dieser Versammlung werden vom Vorstand beschlossen und schriftlich bekannt gemacht. Die Einladung zu einer Generalversammlung hat mindestens 14 Tage vorher zu erfolgen. Die Benachrichtigung kann via Brief, Fax oder elektronisch erfolgen.

4. Ordentliche Anträge müssen 7 Tage vor Beginn der GV schriftlich eingebracht werden.

a) Außerordentliche Anträge sind nach dieser Frist vor Beginn der GV eingebrachte
Anträge.

b) Initiativanträge sind auf der GV eingebrachte Anträge.

c) Über die Zulassung von außerordentlichen und Initiativanträgen zur Tagesordnung
entscheidet die GV mit einfacher Mehrheit.

5. Gültige Beschlüsse - ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung - können nur zur Tagesordnung gefasst werden.

6. Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind nur die ordentlichen Mitglieder mit je einer Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes ordentliches Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung (auch per Fax oder E-Mail) ist zulässig.

7. Die Generalversammlung ist bei statutengemäßer Einberufung ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden stimm- und wahlberechtigten Mitglieder beschlussfähig. Alle Beschlüsse werden, sofern die Statuten nichts anderes vorsehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

8. Eine Änderung der Vereinsstatuten und die Auflösung des Vereines kann nur mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen werden.

9. Über die Beschlüsse der Generalversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Leiter der GV zu unterzeichnen ist.



§ 10 VORSTAND

1. Der Vorstand besteht aus mindestens drei, höchstens aber neun Mitgliedern, und zwar aus dem/der Vorsitzenden, dem/der SchriftführerIn und dem/der Kassier und gegebenenfalls ihren StellvertreterInnen.

2. Weitere Vorstandsmitglieder können durch Kooptierung durch den Vorstand während des Vereinsjahres und darauf folgende Wahl durch die nächste Generalversammlung bestellt werden.

3. Die Funktionsdauer des Vorstandes beträgt drei Jahre. Auf jeden Fall währt sie bis zur Wahl eines neuen Vorstandes. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind wieder wählbar.

4. Der Vorstand wählt aus seiner Mitte eine/n Vorsitzende/n, eine/n SchriftführerIn deren/dessen StellvertreterIn sowie den Kassier.

5. Der Vorstand wird vom/von der Vorsitzenden, in deren/dessen Verhinderung von seinem/ihrer StellvertreterIn schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch diese/r auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.

6. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mind. zwei von ihnen anwesend sind.

7. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

8. Den Vorsitz führt der/die Vorsitzende/r, bei Verhinderung ihr/sein/e StellvertreterIn. Ist auch diese/r verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied.

9. Der Vorstand kann Beschlüsse auch im Wege der schriftlichen Abstimmung per Telefax oder Email fassen. Die Abstimmungsvorlage muss jedem Vorstandsmitglied schriftlich per Fax oder Email an die zuletzt bekannt gegebene Faxnummer oder Emailadresse zugestellt werden. Für die Abgabe einer gültigen Stimme muss die Zustimmung oder Ablehnung schriftlich per Fax oder Email innerhalb von zehn Tagen ab dem Tag der Zusendung beim Vorstand oder der in der Aussendung genannten Geschäftsstelle eingehen. Äußert sich ein Vorstandsmitglied nicht innerhalb dieser Frist, so gilt das als Stimmenthaltung.

10. Außer durch Tod oder Ablauf der Funktionsperiode (§ 10 Abs 3) erlischt die Funktion eines
Vorstandsmitgliedes durch Enthebung (§ 10 Abs 11) und durch Rücktritt (§ 10 Abs 12).

11. Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner
Mitglieder im Rahmen einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung mit Zweidrittel-Mehrheit entheben.

12. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die
Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktrittes des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung zu richten. Wird die Mindestanzahl von drei unterschritten oder tritt der gesamte Vorstand zurück sind unverzüglich Neuwahlen anzusetzen



§ 11 AUFGABE DES VORSTANDES

Der Vorstand ist das Leitungsorgan des Vereins. Dem Vorstand kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinem Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

1. Bestellung und Abberufung eines/r Geschäftsführers/in. Der Vorstand muß dazu auch eine „Geschäftsordnung für die Geschäftsführung“ festlegen.

2. Überprüfung und Überwachung der Vereinsgeschäfte.

3. Erstellung des Jahresprogramms, des Jahresvoranschlages, des Rechenschaftsberichtes
und des Rechnungsabschlusses.

4. Vorbereitung und Einberufung der Generalversammlung sowie die Durchführung von schriftlichen Abstimmungen.

5. Information der Mitglieder über Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereines in den Generalversammlungen.

6. Aufnahme, Ausschluss und Streichung von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern.

7. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge zur Vorlage bei der Generalversammlung

8. Zu- und Aberkennung von Ehrenmitgliedschaften.

9. Verwaltung des Vereinsvermögens.

10. Bestellung und Abberufung von Beiräten.

11. Erstellung einer Geschäftsordnung für den Vorstand.

12. Konstituierung und Führung von fachspezifischen
Arbeitsgemeinschaften.

13. Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern sowie dem/der Geschäftsführer/in und dem Verein bedürfen der Genehmigung sämtlicher übrigen Vorstandsmitglieder.



§ 12 BESONDERE OBLIEGENHEITEN EINZELNER VORSTANDSMITGLIEDER

1. Der/die Vorsitzende führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand. Bei Gefahr in Verzug, ist er/sie berechtigt, auch in den Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstandes fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; diese bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.

2. Ist der/die Vorsitzende verhindert, so tritt an seine/ihre Stelle sein/ihr/e StellvertreterIn; ist auch er/sie verhindert, das an Jahren älteste Vorstandsmitglied.

3. Der Vorstand kann seine Aufgaben und Obliegenheiten in Form einer Geschäftsordnung samt Geschäftsverteilungsplan regeln.

4. Dem/der SchriftführerIn obliegt die Führung der Protokolle der Generalversammlung und des Vorstandes

5. Der/die Kassier ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.

6. Im Falle der Verhinderung treten an die Stelle des/der SchriftführerIn und des/der Kassier ihre StellvertreterInnen.

7. Der/die Vorsitzende und der/die SchriftführerIn sowie der/die Vorsitzende und der/die Kassier vertreten den Verein gemeinsam nach außen.

8. Soweit Vorstandsmitglieder mit Arbeiten betraut werden, die über ihre ehrenamtliche Vereinsfunktion hinausgehen, können sie diese Leistungen (wie andere Mitglieder oder außenstehende Personen) dem Verein gegenüber werkvertraglich oder dienstvertraglich abrechnen, sofern über die anfallenden Kosten ein Angebot erstellt und vom Vorstand ein zustimmender Beschluss gefasst wurde.


§ 13 GESCHÄFTSFÜHRUNG 

1. Der/die GeschäftsführerIn wird vom Vorstand bestellt. Wenn ein Vorstandsmitglied zum Geschäftsführer/Geschäftsführerin bestellt werden soll, so ist die Zustimmung aller übrigen Vorstandsmitglieder erforderlich.

2. Dem/der GeschäftsführerIn obliegt die Vertretung des Vereines, insbesondere nach außen, gegenüber Behörden und dritte Personen, die Leitung des Büros und er/sie ist für die Abwicklung der laufenden Geschäfte des Vereines verantwortlich. Seine/Ihre Aufgaben und Befugnisse sind in einer Geschäftsordnung zu regeln.

3. Die Funktionsperiode beträgt drei Jahre, die Wiederbestellung ist möglich



§ 14 RECHNUNGSPRÜFERINNEN

1. Die zwei RechnungsprüferInnen werden von der Generalversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.

2. Den RechnungsprüferInnen obliegt die Überprüfung des Rechnungsabschlusses im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den RechnungsprüferInnen die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die RechnungsprüferInnen haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

3. Rechtsgeschäfte zwischen RechnungsprüferInnen und dem Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung. Im Übrigen gelten für die RechnungsprüferInnen die Bestimmungen des § 10 Abs 10 bis 12 sinngemäß.



§ 15 SCHIEDSGERICHT

1. Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine Schlichtungseinrichtung im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach § 577 ff ZPO.

2. In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet das Schiedsgericht.

3. Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von zehn Tagen dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter namhaft macht. Diese wählen mit Stimmemehrheit einen Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.

4. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen nach beiderseitigem Gehör und bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.




§ 16 AUFLÖSUNG DES VEREINS

1. Die freiwillige Auflösung des Vereines kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung und nur mit Zweidrittel-Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

2. Der letzte Vereinsvorstand hat die freiwillige Auflösung binnen vier Wochen nach Beschlussfassung der zuständigen Vereinsbehörde schriftlich anzuzeigen. Er ist auch verpflichtet, die freiwillige Auflösung innerhalb derselben Frist in einem amtlichen Blatt zu verlautbaren.

3. Das im Falle der Auflösung des Vereines oder bei Wegfall des begünstigten Vereinszweckes allenfalls vorhandene Vereinsvermögen muss zur Gänze einer von der Generalversammlung zu bestimmenden Organisation zufallen, die eine vom Finanzamt als gemeinnützig im Sinne der BAO anerkannte Körperschaft ist und gleiche oder ähnliche Zwecke wie der Verein Fundraising Verband Austria verfolgt und die dieses Vermögen ausschließlich für gemeinnützige Zwecke iSd §§34 ff BAO zu verwenden ist..


Wien, am 29. März 2011


STAND: 29. März 2011

FUNDRAISING VERBAND AUSTRIA

 

STATUTEN



Sämtliche Begriffe für Funktionen, Ämter oder Personen in dieser Satzung beziehen sich auf beide Geschlechter.



§ 1 NAME, SITZ UND TÄTIGKEITSBEREICH

1. Der Verein führt den Namen "Fundraising Verband Austria“

2. Er hat seinen Sitz in Wien und erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Österreich



§ 2 ZWECK

Der Verein ist gemeinnützig, politisch und weltanschaulich nicht gebunden und nicht auf Gewinn ausgerichtet.
Zweck des Vereines ist

a) die Förderung und die Entwicklung des Berufsstandes der FundraiserInnen - das sind
jene Personen, die für die Beschaffung von finanziellen Mitteln für alle
öffentlichrechtlichen und privatrechtlichen Organisationen zuständig sind;

b) die Beratung, Berufsaus- und Weiterbildung von FundraiserInnen, mit dem Ziel, dass sie auf professionelle Art und Weise die Aufbringung finanzieller Mittel entsprechend den
Methoden und Erkenntnissen eines zeitgemäßen Marketings, unter Anwendung
ethischer Maßstäbe, durchzuführen in der Lage sind;

c) die Verbesserung der wirtschaftlichen, legislativen und sozialen Rahmenbedingungen für gemeinnützige Organisationen und im Fundraising tätige Unternehmen
sowie die Interessensvertretung für die Mitglieder des Vereines;

d) die Förderung von mehr Transparenz im Spendenwesen

e) die Förderung von Wissenschaft und Forschung betreffend den österreichischen und internationalen Fundraising Markt.


Das Geschäftsjahr des Vereines beginnt jeweils am 1.1. und endet am 31.12. des laufenden Kalenderjahres.



§ 3 MITTEL ZUR ERREICHUNG DES VEREINSZWECKES

Der Vereinszweck soll durch die in den folgenden Absätzen angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

Als ideelle Mittel dienen:

a) Vorträge und Seminare

b) Workshops, Symposien und Kongresse

c) sonstige Veranstaltungen zur Weiterbildung von Fundraisern und zur Entwicklung des Berufsstandes

d) Ausstellungen und Projekte

e) Herausgabe von Medien aller Art im Rahmen des Vereinszwecks

f) Errichtung von Archiven und Bibliotheken

g) Öffentlichkeitsarbeit und internationale Kontakte

h) Kontakte zu öffentlichen Stellen

i) Initiierung, Koordination und Beratung bei innovativen Fundraising-Kooperationen und Gemeinschaftsprojekten insbesondere die Durchführung gemeinnütziger Lotterien österreichischer gemeinnütziger spendenwerbender Organisationen

Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch:

a) Mitgliedsbeiträge und Aufnahmegebühren

b) Erträge aus Veranstaltungen

c) Erträgnisse aus unentbehrlichen Hilfsbetrieben (§ 45(2) BAO)

d) Drittmittel (Subventionen) öffentlicher Stellen, privater Organisationen sowie
natürlicher und juristischer Personen

e) Spenden, Sammlungen, Vermächtnisse und sonstige Zuwendungen

f) die Veranstaltung einer gemeinnützigen Lotterie

Die Mittel des Vereins dürfen nur für die statutenmäßigen Zwecke des Vereins verwendet werden. Dies schließt die Zahlung angemessener Verwaltungskosten ein, welche im
Zusammenhang mit dem Statutenzweck des Vereins anfallen.



§ 4 MITGLIEDER

1. Ordentliche Mitglieder können natürliche Personen werden, die

a) im Fundraising tätig sind,

b) Non-Profit Organisationen beraten oder bei der Durchführung des Fundraisings unterstützen.

2. Weiters können ordentliche Mitglieder auch juristische Personen (insbesondere Non-Profit Organisationen, aber auch juristische Personen im Bereich von Wissenschaft und Kunst, etc) werden, die

a) im Fundraising tätig sind,

b) Non-Profit Organisationen beraten oder bei der Durchführung des Fundraisings
unterstützen.

3. Außerordentliche Mitglieder können alle juristischen oder natürlichen Personen werden, die nicht die Voraussetzungen von §4 Abs. 1 und Abs.2 erfüllen und die den FVA finanziell oder ideell unterstützen.

4. Ehrenmitglieder: natürliche oder juristische Personen, die für besondere Verdienste um
den Verein ausgezeichnet werden.



§ 5 ERWERB DER MITGLIEDSCHAFT


1. Ordentliches Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, welche die in § 4, Abs. 1 und Abs. 2 genannten Voraussetzungen erfüllt und die Aufnahme auf schriftlichem Weg beantragt; über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

2. Die Aufnahme als außerordentliches Mitglied erfolgt ebenfalls durch den Vorstand, wenn die in § 4, Abs. 3 genannten Voraussetzungen erfüllt sind und die Aufnahme auf schriftlichem Weg beantragt wird.

3. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt durch den Vorstand.



§ 6 BEENDIGUNG DER MITGLIEDSCHAFT

1. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, durch freiwilligen Austritt, durch Streichung oder durch Ausschluss; bei juristischen Personen zusätzlich durch Verlust der Rechtspersönlichkeit.

2. Ein ordentliches Mitglied kann jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstandes aus dem Verein austreten. Die fälligen Mitgliedsbeiträge sind ungeachtet des Austritts zu bezahlen.

3. Die Streichung eines ordentlichen Mitgliedes kann der Vorstand vornehmen, wenn dieses trotz schriftlicher Mahnung und Nachfristsetzung keine finanzielle und /oder ideelle Unterstützung mehr leistet. Die fälligen Mitgliedsbeiträge sind ungeachtet der Streichung zu bezahlen.

4. Ein ordentliches Mitglied und ein Ehrenmitglied kann wegen Verletzung der Vereinsinteressen und wegen unehrenhaften Verhaltens ausgeschlossen werden. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Gegen den Ausschluss ist innerhalb von 14 Tagen ab schriftlicher Mitteilung des Ausschlusses die Berufung an die Generalversammlung zulässig - bis zu deren Entscheidung ruht die Mitgliedschaft.

5. Die Mitgliedschaft eines außerordentlichen Mitgliedes endet automatisch, wenn die in § 4, Abs. 3 genannten Voraussetzungen über einen Zeitraum von 6 Monaten nicht mehr erfüllt
sind. Die Streichung durch den Vorstand hat in der Folge lediglich feststellenden Charakter.



§ 7 RECHTE UND PFLICHTEN DER MITGLIEDER

1. Rechte der ordentlichen Mitglieder:

a) Sitz und Stimmrecht in der Generalversammlung; juristische Personen werden durch einen Bevollmächtigten vertreten.

b) aktives und passives Wahlrecht bei allen Wahlen. Passives Wahlrecht haben nur natürliche Personen.

c) Einsichtnahme in die Protokolle der Generalversammlung.

d) Inanspruchnahme von Vergünstigungen und Serviceleistungen des Vereines.

e) Antragstellung in der Generalversammlung.

f) Verlangen der Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung binnen vier Wochen, durch mindestens ein Zehntel der Mitglieder

g) Einsichtnahme in die Geschäftsordnung des Vorstandes.

2. Pflichten der ordentlichen Mitglieder

a) Ordentliche Mitglieder sind zur fristgerechten Zahlung des Mitgliedsbeitrags, dessen Höhe von der Generalversammlung festgesetzt wird, verpflichtet.

b) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Ziele des Vereins zu fördern. Sie anerkennen die geltenden Statuten und beachten die Beschlüsse der Vereinsorgane.

c) Die Mitglieder verpflichten sich, ethische Grundsätze des Fundraisings, die von der
Generalversammlung beschlossen werden, einzuhalten.


3. Rechte und Pflichten der außerordentlichen Mitglieder

a) Inanspruchnahme von besonders für sie ausgewiesenen Vergünstigungen und Serviceleistungen des Vereines.

b) Teilnahme ohne Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung.

c) Die außerordentlichen Mitglieder verpflichten sich, ethische Grundsätze des Fundraisings, die von der Generalversammlung beschlossen werden, einzuhalten.

4. Rechte und Pflichten der Ehrenmitglieder

a) Teilnahme ohne Stimm- und Wahlrecht an der Generalversammlung.

b) Die Ehrenmitglieder verpflichten sich ethische Grundsätze des Fundraisings, die von der Generalversammlung beschlossen werden, einzuhalten.



§ 8 VEREINSORGANE

Organe des Vereins sind:

1. die Generalversammlung;

2. der Vorstand;

3. die Geschäftsführung;

4. die Rechnungsprüfer;

5. das Schiedsgericht.


§ 9 DIE GENERALVERSAMMLUNG

1. Die Generalversammlung (=Mitgliederversammlung) ist das oberste Organ des Vereins.
Den Vorsitz in der Generalversammlung führen, abgesehen von den Ausnahmen in Ziffer 1 lit b), entweder der Vorsitzende oder ein Stellvertreter oder, im Falle deren Verhinderung, das älteste anwesende Vorstandsmitglied.

Es obliegt ihr:

a) die Wahl eines Vorsitzenden der Generalversammlung aus dem Kreise der anwesenden ordentlichen Mitglieder, der während der Behandlung des Tagesordnungspunktes b) den Vorsitz führt; diese Person darf selbst nicht Wahlwerber sein

b) die Wahl der Mitglieder des Vorstandes. Während des Tagesordnungspunktes führt das gem. lit. a) gewählte Mitglied den Vorsitz

c) auf Antrag von mehr als 10% der anwesenden, stimmberechtigten Mitglieder müssen die Wahlen ad lit. b) geheim und schriftlich erfolgen.

d) die Wahl zweier Rechnungsprüfer

e) die Genehmigung des mit dem Testat des Rechnungsprüfers versehenen
Jahresabschlusses für das vorangegangene Geschäftsjahr

f) die Entlastung des Vorstandes

g) die Festsetzung der Höhe der Aufnahmegebühren und des Mitgliedsbeitrages

h) die Änderung der Statuten

i) die Auflösung des Vereins und die Beschlussfassung über die Zuweisung des
Vereinsvermögens

j) die Entlastung des Vorstandes

k) die Entscheidung über die Zulässigkeit von außerordentlichen sowie Initiativanträgen

l) die Entscheidung über die Berufung gegen den Ausschluss eines Vereinsmitgliedes

2. Innerhalb eines Geschäftsjahres muss mindestens eine ordentliche Generalversammlung einberufen werden. Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf Beschluss des Vorstandes, der ordentlichen Generalversammlung oder auf schriftlichen begründeten Antrag von mindestens einem Zehntel der stimmberechtigten Mitglieder (§ 7 Zi. 1) oder auf Verlangen der Rechnungsprüfer binnen vier Wochen ab Eingang des Antrags beim Vorstand statt.

3. Ort, und Tagesordnung dieser Versammlung werden vom Vorstand beschlossen und schriftlich bekannt gemacht. Die Einladung zu einer Generalversammlung hat mindestens 14 Tage vorher zu erfolgen. Die Benachrichtigung kann via Brief, Fax oder elektronisch erfolgen.

4. Ordentliche Anträge müssen 7 Tage vor Beginn der GV schriftlich eingebracht werden.

a) Außerordentliche Anträge sind nach dieser Frist vor Beginn der GV eingebrachte
Anträge.

b) Initiativanträge sind auf der GV eingebrachte Anträge.

c) Über die Zulassung von außerordentlichen und Initiativanträgen zur Tagesordnung
entscheidet die GV mit einfacher Mehrheit.

5. Gültige Beschlüsse - ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung - können nur zur Tagesordnung gefasst werden.

6. Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind nur die ordentlichen Mitglieder mit je einer Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes ordentliches Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung (auch per Fax oder E-Mail) ist zulässig.

7. Die Generalversammlung ist bei statutengemäßer Einberufung ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden stimm- und wahlberechtigten Mitglieder beschlussfähig. Alle Beschlüsse werden, sofern die Statuten nichts anderes vorsehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

8. Eine Änderung der Vereinsstatuten und die Auflösung des Vereines kann nur mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen werden.

9. Über die Beschlüsse der Generalversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Leiter der GV zu unterzeichnen ist.



§ 10 VORSTAND

1. Der Vorstand besteht aus mindestens drei, höchstens aber neun Mitgliedern, und zwar aus dem/der Vorsitzenden, dem/der SchriftführerIn und dem/der Kassier und gegebenenfalls ihren StellvertreterInnen.

2. Weitere Vorstandsmitglieder können durch Kooptierung durch den Vorstand während des Vereinsjahres und darauf folgende Wahl durch die nächste Generalversammlung bestellt werden.

3. Die Funktionsdauer des Vorstandes beträgt drei Jahre. Auf jeden Fall währt sie bis zur Wahl eines neuen Vorstandes. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind wieder wählbar.

4. Der Vorstand wählt aus seiner Mitte eine/n Vorsitzende/n, eine/n SchriftführerIn deren/dessen StellvertreterIn sowie den Kassier.

5. Der Vorstand wird vom/von der Vorsitzenden, in deren/dessen Verhinderung von seinem/ihrer StellvertreterIn schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch diese/r auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.

6. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mind. zwei von ihnen anwesend sind.

7. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

8. Den Vorsitz führt der/die Vorsitzende/r, bei Verhinderung ihr/sein/e StellvertreterIn. Ist auch diese/r verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied.

9. Der Vorstand kann Beschlüsse auch im Wege der schriftlichen Abstimmung per Telefax oder Email fassen. Die Abstimmungsvorlage muss jedem Vorstandsmitglied schriftlich per Fax oder Email an die zuletzt bekannt gegebene Faxnummer oder Emailadresse zugestellt werden. Für die Abgabe einer gültigen Stimme muss die Zustimmung oder Ablehnung schriftlich per Fax oder Email innerhalb von zehn Tagen ab dem Tag der Zusendung beim Vorstand oder der in der Aussendung genannten Geschäftsstelle eingehen. Äußert sich ein Vorstandsmitglied nicht innerhalb dieser Frist, so gilt das als Stimmenthaltung.

10. Außer durch Tod oder Ablauf der Funktionsperiode (§ 10 Abs 3) erlischt die Funktion eines
Vorstandsmitgliedes durch Enthebung (§ 10 Abs 11) und durch Rücktritt (§ 10 Abs 12).

11. Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner
Mitglieder im Rahmen einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung mit Zweidrittel-Mehrheit entheben.

12. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die
Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktrittes des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung zu richten. Wird die Mindestanzahl von drei unterschritten oder tritt der gesamte Vorstand zurück sind unverzüglich Neuwahlen anzusetzen



§ 11 AUFGABE DES VORSTANDES

Der Vorstand ist das Leitungsorgan des Vereins. Dem Vorstand kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinem Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

1. Bestellung und Abberufung eines/r Geschäftsführers/in. Der Vorstand muß dazu auch eine „Geschäftsordnung für die Geschäftsführung“ festlegen.

2. Überprüfung und Überwachung der Vereinsgeschäfte.

3. Erstellung des Jahresprogramms, des Jahresvoranschlages, des Rechenschaftsberichtes
und des Rechnungsabschlusses.

4. Vorbereitung und Einberufung der Generalversammlung sowie die Durchführung von schriftlichen Abstimmungen.

5. Information der Mitglieder über Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereines in den Generalversammlungen.

6. Aufnahme, Ausschluss und Streichung von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern.

7. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge zur Vorlage bei der Generalversammlung

8. Zu- und Aberkennung von Ehrenmitgliedschaften.

9. Verwaltung des Vereinsvermögens.

10. Bestellung und Abberufung von Beiräten.

11. Erstellung einer Geschäftsordnung für den Vorstand.

12. Konstituierung und Führung von fachspezifischen
Arbeitsgemeinschaften.

13. Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern sowie dem/der Geschäftsführer/in und dem Verein bedürfen der Genehmigung sämtlicher übrigen Vorstandsmitglieder.



§ 12 BESONDERE OBLIEGENHEITEN EINZELNER VORSTANDSMITGLIEDER

1. Der/die Vorsitzende führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand. Bei Gefahr in Verzug, ist er/sie berechtigt, auch in den Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstandes fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; diese bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.

2. Ist der/die Vorsitzende verhindert, so tritt an seine/ihre Stelle sein/ihr/e StellvertreterIn; ist auch er/sie verhindert, das an Jahren älteste Vorstandsmitglied.

3. Der Vorstand kann seine Aufgaben und Obliegenheiten in Form einer Geschäftsordnung samt Geschäftsverteilungsplan regeln.

4. Dem/der SchriftführerIn obliegt die Führung der Protokolle der Generalversammlung und des Vorstandes

5. Der/die Kassier ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.

6. Im Falle der Verhinderung treten an die Stelle des/der SchriftführerIn und des/der Kassier ihre StellvertreterInnen.

7. Der/die Vorsitzende und der/die SchriftführerIn sowie der/die Vorsitzende und der/die Kassier vertreten den Verein gemeinsam nach außen.

8. Soweit Vorstandsmitglieder mit Arbeiten betraut werden, die über ihre ehrenamtliche Vereinsfunktion hinausgehen, können sie diese Leistungen (wie andere Mitglieder oder außenstehende Personen) dem Verein gegenüber werkvertraglich oder dienstvertraglich abrechnen, sofern über die anfallenden Kosten ein Angebot erstellt und vom Vorstand ein zustimmender Beschluss gefasst wurde.


§ 13 GESCHÄFTSFÜHRUNG 

1. Der/die GeschäftsführerIn wird vom Vorstand bestellt. Wenn ein Vorstandsmitglied zum Geschäftsführer/Geschäftsführerin bestellt werden soll, so ist die Zustimmung aller übrigen Vorstandsmitglieder erforderlich.

2. Dem/der GeschäftsführerIn obliegt die Vertretung des Vereines, insbesondere nach außen, gegenüber Behörden und dritte Personen, die Leitung des Büros und er/sie ist für die Abwicklung der laufenden Geschäfte des Vereines verantwortlich. Seine/Ihre Aufgaben und Befugnisse sind in einer Geschäftsordnung zu regeln.

3. Die Funktionsperiode beträgt drei Jahre, die Wiederbestellung ist möglich



§ 14 RECHNUNGSPRÜFERINNEN

1. Die zwei RechnungsprüferInnen werden von der Generalversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.

2. Den RechnungsprüferInnen obliegt die Überprüfung des Rechnungsabschlusses im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den RechnungsprüferInnen die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die RechnungsprüferInnen haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

3. Rechtsgeschäfte zwischen RechnungsprüferInnen und dem Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung. Im Übrigen gelten für die RechnungsprüferInnen die Bestimmungen des § 10 Abs 10 bis 12 sinngemäß.



§ 15 SCHIEDSGERICHT

1. Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine Schlichtungseinrichtung im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach § 577 ff ZPO.

2. In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet das Schiedsgericht.

3. Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von zehn Tagen dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter namhaft macht. Diese wählen mit Stimmemehrheit einen Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.

4. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen nach beiderseitigem Gehör und bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.




§ 16 AUFLÖSUNG DES VEREINS

1. Die freiwillige Auflösung des Vereines kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung und nur mit Zweidrittel-Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

2. Der letzte Vereinsvorstand hat die freiwillige Auflösung binnen vier Wochen nach Beschlussfassung der zuständigen Vereinsbehörde schriftlich anzuzeigen. Er ist auch verpflichtet, die freiwillige Auflösung innerhalb derselben Frist in einem amtlichen Blatt zu verlautbaren.

3. Das im Falle der Auflösung des Vereines oder bei Wegfall des begünstigten Vereinszweckes allenfalls vorhandene Vereinsvermögen muss zur Gänze einer von der Generalversammlung zu bestimmenden Organisation zufallen, die eine vom Finanzamt als gemeinnützig im Sinne der BAO anerkannte Körperschaft ist und gleiche oder ähnliche Zwecke wie der Verein Fundraising Verband Austria verfolgt und die dieses Vermögen ausschließlich für gemeinnützige Zwecke iSd §§34 ff BAO zu verwenden ist..


Wien, am 29. März 2011

 
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