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Steuertipps
Hier erhalten Sie monatlich Steuertipps für NPOs. Dieses besondere Service wird durch die Kooperation des FVA mit der renommierten Steuerberatungskanzlei Hübner&Hübner, die einen ihrer Arbeitsschwerpunkte im NPO-Bereich hat.

Die Steuer- und Rechtstipps werden laufend auf dieser Seite sowie im FVA-Newsletter veröffentlicht. Sind auch Ihre KollegInnen an Steuer- und Rechtstipps interessiert? Der FVA-Newsletter ist natürlich auch für Nicht-FundraiserInnen gratis beziehbar.

 
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Steuertipps
Viele Vereine erwirtschaften mit Hilfe von Charity Aktionen Gelder, die sie ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwenden.

Aber Achtung: Auch wenn die Einnahmen unmittelbar der guten Sache zukommen, sieht die Finanzbehörde Charity Aktionen als Veranstaltungen an, die nur mittelbar den begünstigten Zwecken dienen.

Sprich: Werden solche Veranstaltungen öfter als ein Mal im Jahr durchgeführt bzw. dauern sie länger als 24 h, liegt aus Sicht des Finanzamtes eine begünstigungsschädliche Tätigkeit vor. Diese führt zum Verlust sämtlicher abgabenrechtlichen Begünstigungen für den gesamten Verein (Beispiel: Verlust des Vorteils nur 10 % Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen) und kann sowohl zu einer Umsatzsteuer- bzw. Körperschaftsteuerpflicht der Veranstaltung an sich führen.

Da dieses Ergebnis konträr zu den Beweggründen von Wohltätigkeits- bzw. Benefizveranstaltungen („charities”) steht, bedarf es einer besonderen Maßnahme:

Der Verein muss eine „Ausnahmegenehmigung” beim Finanzamt beantragen.

Adressat:
Finanzamt, das für die Einhebung der Umsatzsteuer zuständig ist (wäre)
Inhalt:
Offenlegung der Benefizveranstaltung (Art, Dauer, Einnahmen ...)
Ersuchen:
von der Abgabenpflicht gänzlich abzusehen
Voraussetzung:
Verfolgung gemeinnütziger Zwecke ist einwandfrei erkennbar und die Zuführung der Gewinne zum begünstigten Zweck ist gesichert

Die „Ausnahmegenehmigung” wird vom Finanzamt mit Bescheid erteilt. Gerade bei Charity Aktionen wird diese „Ausnahmegenehmigung“ durch die Finanzbehörde großzügig erteilt: Charity-Aktionen bleiben (anders als begünstigungsschädliche Betriebe, Beispiel: Kantine) dann steuerfrei und der Verein behält seine abgabenrechtlichen Begünstigungen.

Fazit:
Ein Antrag auf „Ausnahmegenehmigung“ beim Finanzamt lohnt sich im Regelfall.
Nur bestimmte Einkünfte von gemeinnützigen Vereinen sind steuerpflichtig. Dazu zählen etwa Zinserträge aus Geldeinlagen bei Kreditinstituten oder sonstigen Forderungen, denen ein Bankgeschäft zugrunde liegt (Beispiele: Sparbücher, Anleihen, Wandelschuldverschreibungen und Investmentzertifikate).

In diesen Fällen behält bereits die Bank 25 % Kapitalertragsteuer ein und führt diese an das Finanzamt ab (beschränkte Steuerpflicht). Für den Verein besteht kein weiterer Handlungsbedarf.

Ob die Kapitalertragsteuer für den Verein vermieden werden kann, hängt von der Art der Kapitalerträge ab.

Gewinnanteile aus österreichischen Aktien oder GmbH Anteilen

Bei der Auszahlung von Dividenden an einen Verein, hängt die Betrachtung von der Höhe der Beteiligung ab. Ist der Verein zu mehr als 25 % beteiligt, wird die Ausschüttung nicht mit KESt belastet – es besteht auch kein weiterer Handlungsbedarf.

Ist die Beteiligung allerdings geringer als 25 %, wird von den Kapitalerträgen eine KESt von 25 % einbehalten. Der Verein kann sich diese vom zuständigen Finanzamt wieder zurückholen, da inländische Dividenden für Vereine jedenfalls steuerfrei sind.

Zinserträge Einlagen bei österreichischen Kreditinstituten und Erträge aus Forderungswertpapieren, die in Österreich ausbezahlt werden

Können solche Erträge dem Betriebsvermögen eines Vereins zugerechnet werden, kann der Verein eine Befreiungserklärung abgeben und ist damit von der KESt befreit. Voraussetzung ist, dass das Kapitalvermögen im Verein betrieblich, also nicht nur zu Zwecken der Vermögensverwaltung, verwendet wird. Eine Befreiungserklärung steht daher jedenfalls zu bei:
  • Wertpapieren, die zur Deckung der Pensionsrückstellung dienen
  • Kapitalerträgen, die den jährlichen Bedarf an liquiden Mitteln decken
  • Bankguthaben, die als Rücklagen für konkrete Projekte dienen
Die Befreiungserklärung muss bei der auszahlenden Stelle (idR Bank) abgegeben werden und wirkt ab dem Zeitpunkt der Abgabe.

 
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