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Presseaussendungen 2017

 


Neues Projekt soll Arbeitsplätze in digitaler Zukunft sichern

Initiative LET´S GO DIGITAL des Fundraising Verbands Austria startet und fördert Integration und Inklusion durch digitale Bildung in ganz Österreich.

Wien, 21.6.2018. Laut einer aktuellen Studie sind 9% aller Jobs in Österreich kurzfristig durch die Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt gefährdet. Wer sich nicht mit den digitalen Arbeitsmedien auseinandersetzt, läuft umso mehr Gefahr aus dem Arbeitsmarkt herauszufallen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften in der Informations- und Kommunikationstechnik. Mit dem Projekt „Let´s go digital“ startet der Fundraising Verband Austria gemeinsam mit der Plattform Stifter-helfen.at österreichweit eine neue Bildungsinitiative. Ziel ist es, Aktivitäten im Bereich Digitalisierung hierzulande besser zu vernetzen und den Helfern zu helfen, ihre Zielgruppen noch besser zu unterstützen. Vor allem Menschen, die im Hinblick auf die Digitalisierung und den digitalen Arbeitsmarkt der Zukunft derzeit benachteiligt sind, sollen davon profitieren.

Der Abbau von Ängsten und ein sicherer Umgang mit digitalen Medien sind für den Arbeitsmarkt der Zukunft unabdingbar. Insbesondere Hilfsarbeitskräfte, HandwerkerInnen, MaschinenbedienerInnen und Personen in Dienstleitungsberufen sind laut mehreren Studien von der Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt besonders betroffen. Das vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort geförderte Projekt „Let´s go digital“ des Fundraising Verbands Austria setzt genau hier an. Durch das neue Projekt werden die einzelnen Digitalisierungsinitiativen bundesweit besser vernetzt und die entsprechenden Hilfsorganisationen mit Software, Hardware und Trainerausbildungen unterstützt. „Gemeinnützige Organisationen werden auf diese Weise dabei unterstützt, noch mehr für Betroffene tun zu können und sie fit für die digitale Arbeitswelt der nahen Zukunft zu machen. Wir möchten damit Arbeitsplätze in Österreich sichern und neue Jobs schaffen.“, hebt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen – hervor. Besonders niedrig Qualifizierte, Lernbeeinträchtigte und Menschen mit Migrationshintergrund  sollen von der Initiative profitieren. Technische Infrastruktur und das entsprechende Know-how sind für gemeinnützige Organisationen grundlegend, um Menschen für den digitalen Arbeitsmarkt weiterbilden zu können. Hier setzt „Let´s go digital“ an, damit Betroffene den digitalen Anschluss nicht verlieren!“, so Lutschinger.

Knapp 30 Partner-Organisationen aus ganz Österreich bei LET´S GO DIGITAL
Die Vielfalt unter den beteiligten Organisationen ist groß und reicht vom „Bündnis Arbeit für Best Ager“, das arbeitssuchende Frauen und Männer ab 45 Jahren unterstützt, über den Verein „ich bin aktiv“, der Menschen mit Lernschwierigkeiten begleitet und fördert, die in Vorarlberg ansässige „Plattform für digitale Initiativen“, das „Mädchenzentrum Klagenfurt“ oder „migrare – Zentrum für MigrantInnen OÖ“, das unter anderem die Integration von MigrantInnen in den Arbeitsmarkt fördert.„Die Initiative LET’S GO DIGITAL eröffnet neue Perspektiven in der beruflichen Integration von Menschen im besten Lebensalter und stellt eine ideale Ergänzung zur Arbeit unserer Organisation dar.“, betont Dr. Kurt Pongruber, Obmann von Bündnis Arbeit für Best Ager.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at



Fundraising Verband weist Kritik der Gewerkschaft an Fundraising-Jobs zurück

Wien, 15.6.2018. „Die kürzlich getätigten öffentlichen Aussagen der Gewerkschaft im Kontext von Ferialjobs und Provisionsarbeit rücken das Berufsbild des Fundraisers für gemeinnützige Organisationen in ein schlechtes Licht und erwecken den Anschein rechtlich unsauberer Rahmenbedingungen entsprechender Jobs, was der Realität klar widerspricht.“, macht Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen – deutlich. Fördererwerbung von FundraiserInnen im öffentlichen Raum zählt seit jeher zu den wichtigsten Standbeinen gemeinnütziger Organisationen in der Ansprache von UnterstützerInnen. Für tausende engagierte junge Menschen ergeben sich dadurch attraktive Jobmöglichkeiten. „Anders als von der Gewerkschaft dargestellt, sind die meisten Fundraiser in Österreich festangestellt. Außerdem ist es eines der Qualitätskriterien der Qualitätsinitiative Fördererwerbung, dass keine Personen unter 18 beschäftigt werden. Dazu gehört im Übrigen auch die faire Entlohnung: Unsere Fundraiser werden wesentlich besser entlohnt als es bei vielen Ferialjobs in Österreich üblich ist.“, führt Günther Lutschinger aus.
Zu den Mitgliedern der Qualitätsinitiative Fördererwerbung zählen unter anderem renommierte Organisationen wie Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Greenpeace, Kinderhilfswerk, ROTE NASEN Clowndoctors oder das Österreichische Rote Kreuz. www.qualitaetsinitiative.at

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at


 

Fundraising Verband Austria - Bestürzung über das Ableben von Sissy Mayerhoffer

Wien. 8.6.2018. Mit dem überraschenden Ableben von Sissy Mayerhoffer verliert der österreichische gemeinnützige Sektor eine bedeutende Fürsprecherin. Als Leiterin der humanitären Aufgaben des ORF, vor allem der Aktionen „Licht ins Dunkel“ und „Nachbar in Not“, war sie mit großem Einsatz da, wenn es darum ging Not zu lindern und Unterstützung für zahllose gemeinnütziger Projekte zu generieren. Der Fundraising Verband Austria, Dachverband der Spendenorganisationen, bedankt sich bei einer großen Förderin des Spendenwesens in Österreich und für die langjährige gute Zusammenarbeit. Der wunderbare Fußabdruck, den sie in einer Landschaft der Menschlichkeit hinterlassen hat, und ihr unermüdlicher Einsatz werden uns in Erinnerung bleiben.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at



Private Millionen für Kunst und Kultur in Österreich

Kultur-Fundraising in Österreich mit Wachstumspotential. Fundraising Verband informiert bei internationaler Fachtagung am 14. Juni.

Wien, 8.6.2018. International gewinnt private Kulturförderung immer mehr an Bedeutung. In Deutschland, der Schweiz oder den Niederlanden ist Spenden für Kultur bereits wesentlich stärker verbreitet als in Österreich. Die privaten Fundraising-Einnahmen im Kultursektor sind hierzulande noch gering. Durch die Erweiterung der steuerlichen Absetzbarkeit auf Kultureinrichtungen im Jahr 2016 hat das Thema „Spenden für Kunst und Kultur“ zwar an Relevanz gewonnen, mit den derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen wird das Potential jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft. Im Rahmen der 4. Fachtagung für Kulturfundraising und –Sponsoring greifen internationale ReferentInnen aktuelle Entwicklungen in der privaten Kulturfinanzierung auf und zeigen, was SpenderInnen, Mäzene und Sponsoren heute motiviert, Kulturarbeit zu unterstützen.

Rund 15 Mio. Euro, also etwas mehr als 2 % des Gesamtspendenvolumens von 630 Mio. Euro wurden in Österreich zuletzt für Kultur gespendet. Wissenschaft und Forschung unterstützen die ÖsterreicherInnen hingegen mit rund 40 Mio. Euro. In den Niederlanden, wo der Anreiz der steuerlichen Absetzbarkeit von Kulturspenden schon lange besteht, entfallen jährlich ca. 8 % auf Kultur. Auch in Deutschland, der Schweiz und allen voran bekanntlich Großbritannien sind alternative Finanzierungsformen im Kunst- und Kultursektor bereits wesentlich besser etabliert. Private Mittel ermöglichen vielfach Projekte, die sonst nie entstehen könnten: einerseits publikumswirksame, kommerziell erfolgreiche, andererseits viel öfter noch innovative, experimentelle – international, aber auch regional ausgerichtete - Kulturinitiativen. Ebenfalls helfen private Unterstützer oftmals mit Ankäufen und Schenkungen, dort wo es staatliche Stellen nicht mehr können. „Österreich ist ein Land der staatlichen Förderungskultur, in dem Kultur ausschließlich im Verantwortungsbereich der öffentlichen Hand gesehen wird. Dabei böten private Mittel zusätzlich zu öffentlichen Subventionen einen solch immensen Mehrwert für die Kultur.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. „Bedingt durch Sparmaßnahmen und bestenfalls gleichbleibende Kulturetats droht die Vielfalt an kleinen Kulturinitiativen und innovativen Projekten verloren zu gehen. Besonders diese sind auf Drittmittel angewiesen. Seitens der Bundesregierung braucht es jetzt ein klares kulturpolitisches Bekenntnis für mehr private Kulturförderung neben staatlichen Förderungen sowie die rasche Umsetzung der nötigen ordnungs- und steuerpolitischen Rahmenbedingungen. Kofinanzierungen, wie die Verdoppelung jeder Spende durch den Staat, oder Erleichterungen bei der Spendenabsetzbarkeit für Kulturspenden sind nur einige Ansätze“, weiß Günther Lutschinger. Kultureinrichtungen sind bei der Spendenabsetzbarkeit derzeit deutlich benachteiligt, müssen sie doch wesentlich höhere Auflagen erfüllen als Organisationen aus anderen Bereichen. Von den tausenden Kultureinrichtungen in Österreich haben es daher nur knapp 110 auf die Liste spendenbegünstigter Einrichtungen des BMF geschafft. „Die Bundesregierung ist jetzt gefordert zu handeln, um das Kulturland Österreich nicht ins Hintertreffen geraten zu lassen!“unterstreicht  Lutschinger den Handlungsbedarf. Die Bereitschaft zu mehr gesellschaftlichem Engagement für Kultur ist jedenfalls gegeben: Laut einer Studie sind 6% der ÖsterreicherInnen bereit, für Kunst und Kultur zu spenden (Quelle: Public Opinion).

Kulturfundraising mit großem Wachstumspotential in Österreich
Um private Kulturfinanzierung in Österreich weiterzuentwickeln, versammelt der Fundraising Verband Austria am 14. Juni zum vierten Mal ausgewiesene internationale ExpertInnen für Kunst- und Kulturfundraising in Wien. Die 4. Fachtagung für Kulturfundraising und –Sponsoring befasst sich mit aktuellen Trends und innovativen Herangehensweisen im Bereich der privaten Kulturförderung. Im Vortrag  „Kulturförderung im Zusammenwirken von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft“ setzt sich Stephan Frucht mit den hinter privater Kulturförderung liegenden kulturpolitischen Zusammenhängen auseinander: Der studierte Violinist, Dirigent und Humanmediziner leitet heute das Siemens Arts Program. Dominik Winterling von der Stiftung Elbphilharmonie spricht über die mehr als substanzielle Hilfe von Wirtschaftspartnern und bürgerschaftlichem Engagement bei der Finanzierung des erfolgreichen Hamburger Konzerthauses. Die Beraterin Nicole Newman, die zuvor u.a. in der Tate, dem Victoria & Albert Museum, beim English National Ballet und Londons Opernhaus tätig war, zeigt internationale Trends und kreative Strategien im Bereich „Private Giving“ auf. In weiteren Vorträgen und Workshops sind Julia Müller von den Salzburger Festspielen, Peter Nömaier und Natascha Halbauer vom Sigmund Freud Museum, Tomáš Mikeska vom Filmarchiv Austria oder Anna Schwanhäußer vom Verein Freunde und Förderer der Staatsoper Unter den Linden in Berlin zu erleben, sowie viele weitere ExpertInnen aus Österreichs Kulturszene. Alle Informationen: kultur.fundraising.at

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at
 



Straßenwerbung für den guten Zweck startet wieder!
Qualitätsinitiative Fördererwerbung des Fundraising Verbands garantiert auch 2018 höchste Standards bei NGO-Straßenwerbung.

Wien, 7.6.2018. Die engagierten Mitarbeiter gemeinnütziger Organisationen werben bei den sommerlichen Temperaturen wieder verstärkt auf öffentlichen Plätzen für den guten Zweck. Fördererwerbung im öffentlichen Raum zählt seit jeher zu den wichtigsten Standbeinen gemeinnütziger Organisationen in der Ansprache weiterer Unterstützer. Die vom Fundraising Verband organisierte „Qualitätsinitiative Fördererwerbung“ sorgt seit Jahren für einheitlich hohe Qualitätsstandards im Umgang mit Passanten und eine Koordination der Standplätze von Organisationen. Ein positiver Nebeneffekt von Fördererwerbung sind die entstehenden Jobmöglichkeiten für engagierte junge Menschen.

Spendenwerbung im öffentlichen Raum und an der Haustüre ist eine bewährte Methode zur Ansprache neuer Interessenten: Mehr als 100.000 Mitglieder und Förderer pro Jahr werden auf diese Weise für gemeinnützige Projekte gewonnen. Das sind knapp zehn Prozent der Menschen, mit denen ein Gespräch geführt wird. Etwa 80% von ihnen werden langfristige SpenderInnen und bleiben den Organisationen mehrere Jahre treu. Damit ist die Fördererwerbung eines der wichtigsten Standbeine gemeinnütziger Organisationen.

Mit der „Qualitätsinitiative Fördererwerbung“ wird die Spendenwerbung in der Öffentlichkeit seit Jahren in einer qualitätsvollen und professionellen Weise sichergestellt. Die Mitgliederorganisationen verpflichten sich zu einem umfangreichen Regelwerk, zur laufenden Weiterentwicklung, Kontrolle und Evaluation. „Dadurch können wir höchste Qualitätsstandards garantieren und unsere Mitglieder-NGOs von jeglicher unseriösen Straßenwerbung abgrenzen.“, betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, der die Initiative ins Leben gerufen hat. „Mit der Qualitätsinitiative Fördererwerbung setzen wir vom Fundraising Verband klare Maßstäbe für eine nachhaltig qualitätsvolle Mitgliederwerbung im Interesse der NGOs, der Bürgerinnen und Bürger und unserer Gesellschaft!“ Zu den Mitgliedern der Qualitätsinitiative zählen Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, CARE Österreich, GLOBAL2000, Greenpeace, Kinderhilfswerk, Pro Juventute, ROTE NASEN Clowndoctors, Österreichische Rote Kreuz, SOS-Kinderdorf, Vier Pfoten, World Vision Österreich, WWF und die Agenturen jener renommierten Organisationen.

"Viele Menschen lernen Greenpeace durch den Dialog mit Greenpeace MitarbeiterInnen auf der Straße kennen und schätzen. Für uns ist das die persönlichste Möglichkeit, Menschen über Umweltschutz zu informieren und für unsere Kampagnen zur Rettung der Schönheit und Vielfalt unseres Planeten zu begeistern. Es ist wichtig, diese Möglichkeit zu haben. Darum haben wir auch gemeinsam mit dem Fundraising Verband die Qualitätsinitiative Fördererwerbung gegründet. Damit sich Menschen weiterhin auf Gespräche einlassen, müssen für alle die höchsten Standards gelten. Dabei geht es um die Seriosität und Transparenz ebenso wie um Höflichkeit und angemessenes Verhalten.“, so Susanne Winter von Greenpeace.

Ombudsstelle für Behörden, Unternehmer und Spender:
Sollte ein Problem oder eine Frage zu einer spendenwerbenden Organisation entstehen, empfiehlt der Fundraising Verband, sich an die eigens dafür geschaffene Ombudsstelle zu wenden. Diese ist unter der kostenfreien Hotline 0800/100 382erreichbar. Alle Informationen zur Qualitätsinitiative Fördererwerbung finden Interessierte unter: www.qualitaetsinitiative.at

Rückfragehinweis:

Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at


 

Testamentsspenden in Österreich immer beliebter
Initiative Vergissmeinnicht informiert in der „Woche des guten Testaments“ ab 23. Mai in ganz Österreich über die Möglichkeiten beim Vererben.

Wien, 22. Mai 2018. Im Vorjahr haben die Österreicher gemeinnützige Organisationen mit einem neuen Höchststand von rund 60 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt. Eine neue Umfrage des market Instituts zeigt, dass bereits 76% der Österreicher über 40 wissen, dass man auch gemeinnützige Organisationen im Nachlass berücksichtigen kann – ein positives Signal für „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“, die seit 2012 über diese Möglichkeit informiert. Insgesamt ist der Informationsbedarf beim Thema Erben jedoch groß: Nur 30% der Bevölkerung über 40 Jahren hat bereits ein Testament gemacht. Die wenigsten wissen über die rechtlichen Rahmenbedingungen seit der Einführung des neuen Erbrechts 2017 bescheid. Teils große Unterschiede beim Erstellen eines Testaments sowie beim Vererben für den guten Zweck herrschen in den einzelnen Bundesländern sowie zwischen Personen mit und ohne Kinder. 

Um das große Informationsbedürfnis der Bevölkerung beim Thema Erben zu stillen und Interessierten zu zeigen, was zu beachten ist, wenn man eine gemeinnützige Organisation im Testament bedenken möchte, hat Vergissmeinnicht die „Woche des guten Testaments“ ins Leben gerufen. Ab 23. Mai informieren die Initiative und ihre 78 Mitgliederorganisationen bei Veranstaltungen in ganz Österreich. „Da nur 30% der Menschen über 40 hierzulande ein Testament verfasst haben, ist uns die Aufklärungsarbeit über die Wichtigkeit eines Testaments ein besonderes Anliegen.“, betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht. Liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft automatisch an den Staat (2012-2015 über 12 Mio. Euro). „Mit einem Vermächtnis für den guten Zweck kann nicht nur selbst bestimmt werden, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht, es eröffnet auch die außergewöhnliche Möglichkeit, Anliegen, die einem schon immer wichtig waren, über das eigene Leben hinaus zu unterstützen.“, so Lutschinger.

Eine in Kooperation mit der Österreichischen Notariatskammer durchgeführte Meinungsumfrage zeigt, dass sich 13% der ÖsterreicherInnen ein Vermächtnis für den guten Zweck vorstellen können. 1% hat schon ein Testament zugunsten einer gemeinnützigen Organisation gemacht. Bei Personen ohne Kinder ist die Bereitschaft wesentlich höher: 21% können es sich vorstellen, 3% haben bereits ein gemeinnütziges Testament gemacht.  Am größten ist das Interesse an einer Testamentsspende in Wien und Salzburg, am niedrigsten in Vorarlberg. Hier ist auch der Informationsstand zum Thema am geringsten. Besonders hoch ist die Bereitschaft in den Städten, vergleichsweise gering hingegen im ländlichen Raum. 

Große Unterschiede in den Bundesländern
Ein Testament bereits erstellt haben hierzulande 36% der Männer und 24% der Frauen. Insgesamt am verbreitetsten sind Testamente in Oberösterreich. 42% der Menschen haben dort ein Testament verfasst. In Tirol sind es hingegen nur 16%. Den TirolerInnen ist das Thema Testament auch gemeinsam mit den BurgenländerInnen am unangenehmsten. Bei der Testamentserstellung ist der Notar in ganz Österreich erster Ansprechpartner. In Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark ist der Gang zum Notar am stärksten etabliert. In Wien verlässt man sich am häufigsten auf die gesetzlichen Regelungen. 

Gute Gründe für ein Testament
47% der Befragten geben an, durch ein Testament „ein gutes Gefühl der Ordnung“ zu haben, 41% möchten durch die Regelung des Nachlasses Streit unter den Angehörigen vermeiden und 40% wollen, dass die Aufteilung des Nachlasses nicht dem Zufall überlassen wird.
Für ein gemeinnütziges Testament spricht bei den Befragten mit 47% vor allem der Wunsch, über das eigene Leben hinaus etwas Gutes zu tun. Bei kinderlosen Personen liegt dieser Wert sogar bei 67%.
Insgesamt liegen den TestamentsspenderInnen Tier- und Umweltschutz sowie Hilfe für Kinder und Jugendliche besonders am Herzen. 39% der ÖsterreicherInnen können sich ein Legat aufgrund des persönlichen Bezugs zu einer Organisation vorstellen. 

Testamentsspenden in Österreich
Rund 60 Millionen Euro betrugen 2017 die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen. Dies sind beinahe 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich. „Jeder 10. Spendeneuro wird also mittlerweile über Testamente gespendet!“, zeigt sich Günther Lutschinger beeindruckt. 

Über Vergissmeinnicht
„Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 78 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tun kann.

Im Rahmen der „Woche des guten Testaments“ informiert Vergissmeinnicht ab 22. Mai bei zahlreichen Veranstaltungen – so etwa am 23. Mai ab 16.30 Uhr im Wiener Konzerthaus oder am 29. Mai ab 18 Uhr in der Claudiana Innsbruck (Altes Rathaus).

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at



 

Neuer Höchststand: 60 Millionen Euro Testamentsspenden in Österreich 2017
Gemeinnützige Organisationen sagen DANKE an ihre Testamentsspender

Wien, 12.4.2018. Die Österreicher haben gemeinnützige Organisationen im Vorjahr mit rund 60 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt – ein neuer Höchststand hierzulande. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Als Zeichen des großen Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ heute im Schlossgarten Schönbrunn symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. Die 78 Mitglieder-Organisationen sagten damit gemeinsam DANKE an ihre Testamentsspender. Mit ihren Vermächtnissen ermöglichen sie wichtige gemeinnützige Projekte und gestalten so die Zukunft für kommende Generationen mit.

Rund 60 Millionen Euro betrugen 2017 die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen. Dies sind beinahe 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich. Jeder 10. Spendeneuro wird also mittlerweile über Testamente gespendet!, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht, beeindruckt.

Testamentsspenden bei den Österreichern immer beliebter:
Rund 14 Prozent der ÖsterreicherInnen über 40 Jahren können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. Im Jahr 2012 waren es vergleichsweise erst  8 %. Umgerechnet in absolute Zahlen sind heute über 650.000 Personen und damit um 291.000 mehr als 2012 am Testamentsspenden interessiert., zieht Lutschinger Bilanz.  Wichtigstes Motiv hinter einer Testamentsspende ist der „gute Wille“ sowie die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen.

Informationsbedarf beim Thema Erben:
Nur 35 % der ÖsterreicherInnen über 60 Jahren haben ein Testament verfasst und viel zu wenige Menschen wissen, dass man neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation in seinem Testament bedenken kann. „Mit unserer Initiative möchten wir in neutraler Form informieren und auf diese Möglichkeit aufmerksam machen.“, so Günther Lutschinger.

Vergissmeinnicht im Schlossgarten Schönbrunn - ein geschichtsträchtiger Ort:
In Erinnerung an die Legatare wird heuer erstmals der Schlossgarten Schönbrunn mit den blau blühenden Vergissmeinnicht-Pflanzen bereichert, und zwar an einem besonders geschichtsträchtigen Ort – beim Familienmonument von Maria Karolina, Tochter von Maria-Theresia und Königin von Sizilien. Ihr Wunsch war es, dass rund um ihr Denkmal vier Blumenbeete ausschließlich mit Rosen, Vergissmeinnicht und der sogenannten Gedächtnisblume in Erinnerung an vier ihrer Kinder gepflanzt werden.
Nach ihrem Tod geriet diese große Habsburgerin in Vergessenheit. Umso mehr freut es mich, dass ihr und der vielen Vermächtnisgeber, die mit ihrer Testamentsspende Großes bewirken, mit der Pflanzaktion von Vergissmeinnicht gedacht  und ihnen dadurch die Liebe, der Respekt, die Dankbarkeit und die Anerkennung zu Teil wird, die sie verdienen., führte Kunsthistorikerin Eva Maria Baumgartner aus.

Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender:
Eindrucksvoll schilderte Legatarin Elfriede Chmelik, warum sie ihr Erbe der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen vermacht: Mein Vater war bereits aufgrund seiner Sehschwäche Mitglied in der Hilfsgemeinschaft. Seine positiven Erfahrungen und die Hilfe, die ihm zuteil wurde, haben auch mich bewogen, Testamentsspenderin zu werden. Mein Bruder hat sein eigenes Einkommen, er braucht meinen Nachlass nicht. Dem Staat möchte ich mein Erspartes auch nicht hinterlassen. So gebe ich dort, wo ich weiß, dass anderen geholfen wird. Ich freue mich, dass die Hilfsgemeinschaft mit meinem Erbe einmal das Leben blinder Menschen verbessern kann.

Über Vergissmeinnicht:
„Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 78 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tun kann.

Pressefotos: 
stehen am 12.4.2018 ab ca. 14 Uhr unter diesem Link zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at



Antraglose Arbeitnehmerveranlagung: Kritik an BMF für Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit
Fundraising Verband fordert von Finanzminister Löger jetzt zu handeln, um unnötige Bürokratie und Ineffizienzen zu beseitigen

Wien, 27.3.2018.
Mit der Arbeitnehmerveranlagung für 2017 kommt die im Vorjahr eingeführte Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit zurzeit erstmals zur Anwendung. Spendenorganisationen wurden damit verpflichtet, Spenderdaten zu sammeln und an die Finanzbehörden weiterzuleiten. Bis in den Herbst 2017 sahen sich Organisationen jedoch mit einer unzureichend funktionierenden und ineffizienten technischen Infrastruktur zur Datenweiterleitung konfrontiert. Kleinere NPOs scheitern noch jetzt an den viel zu komplexen technischen Anforderungen des BMF. Der Fundraising Verband Austria fordert von BM Löger eine rasche Lösung, damit Österreichs SpenderInnen nicht auf ihren Steuervorteil warten müssen.

Durch die Änderungen im Rahmen der antraglosen Arbeitnehmerveranlagung können die Österreicher ihre Spenden nicht mehr selbst in der Steuererklärung geltend machen. Dies übernehmen die Spendenorganisationen, die vom BMF verpflichtet wurden, die Daten ihrer SpenderInnen zu sammeln und verschlüsselt an die Finanzbehörden weiterzuleiten. Tausende betroffene Organisationen in Österreich sahen sich dadurch mit einem immensen Mehraufwand konfrontiert, der durch die monatelang nicht funktionstüchtige und insbesondere für kleine NPOs bis heute viel zu komplexe technische Infrastruktur des BMF noch vervielfacht wurde. Anstatt frühzeitig auf Erfolge zu verweisen, fordert der Fundraising Verband Austria von Finanzminister Löger, endlich auf die Ineffizienzen und Doppelgleisigkeiten im bestehenden Datenübermittlungssystem einzugehen und den unnötigen bürokratischen Aufwand für die NPOs in Millionen-Höhe einzudämmen. Nur so können sich Spendenorganisationen wieder auf das Wesentliche, ihre sozialen Anliegen und Aufgaben, konzentrieren.

Um das System zur Spenderdatenübermittlung zu verbessern, hat der Fundraising Verband Austria bereits zahlreiche technischen, juristische und administrative Vorschläge beim BMF vorgelegt, stieß jedoch bislang auf keine Gesprächsbereitschaft seitens BM Löger.
„Finanzminister Löger hat es in der Hand, durch eine rasche Endbürokratisierung bei der Datenweiterleitung, eine bessere Aufklärungsarbeit für Spender und Spendenorganisationen und einen Kostenersatz für den immensen Mehraufwand für NPOs einen Schaden für das Österreichische Spendenwesen zu verhindern. Im Namen der Spendenorganisationen appellieren wir an das BMF, Österreichs Spender nicht auf ihren Steuervorteil warten zu lassen.“, so Geschäftsführer Günther Lutschinger, der sich an das Chaos rund um die Einführung der Registrierkassa erinnert fühlt.

Zusätzlich erschwert wird die Arbeit der Spendenorganisationen durch die viel zu spät gestartete Informationskampagne des BMF. Spendenorganisationen und der Fundraising Verband warnten das BMF bereits im Vorjahr vor der steigenden Verunsicherung unter den SpenderInnen, die das Sammeln der notwenigen Spenderdaten erschwerte. Bis jetzt fühlen sich ein Teil der  SpenderInnen schlecht informiert. 

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at

 



HOFER KG, MEDIACOM VIENNA und BÄCKEREI GRIMM für gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet
Fundraising Verband Austria verleiht „Aktion Wirtschaft hilft!“ - Awards für vorbildliches Engagement um das Gemeinwohl in Österreich

Wien, 22.3.2018. Heute Abend
verleiht der Fundraising Verband bereits zum dritten Mal die „Aktion Wirtschaft hilft!“ - Awards. Diese renommierte Auszeichnung wird an Unternehmen für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement vergeben und prämiert die innovativsten und nachhaltigsten Spendenprojekte zugunsten heimischer NPOs. Zahlreiche namhafte Unternehmen stellten sich einer Expertenjury. Als Gewinner überzeugten die HOFER KG in der Kategorie Großunternehmen und die Firma MEDIACOM VIENNA in der Kategorie KMU. Erstmals wurde in Kooperation mit dem BMASGK auch das ehrenamtliche Engagement von Unternehmen in Form von Mitarbeiter-Zeitspenden ausgezeichnet. In dieser neuen Kategorie „Corporate Volunteering“ entschied die Wiener BÄCKEREI GRIMM den Award für sich.

Die HOFER KG beschäftigt in knapp 480 Filialen mehr als 11.000 MitarbeiterInnen und zählt zu den beliebtesten Lebensmitteleinzelhändlern Österreichs. HOFER steht aber auch für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung.  Im Rahmen von „Projekt 2020“ pflegt HOFER seit 2015 eine langfristige Partnerschaft mit der Diakonie Österreich. Mit der großzügigen Spende des Unternehmens werden seit drei Jahren fünf ausgewählte Projekte der Diakonie gefördert. Neben dem „Mum&Baby-Treff“, der alleinerziehenden Müttern in schwierigen Lebenslagen die Möglichkeit zu Unterstützung und Austausch bietet, kann unter anderem auch das Projekt „Gartenhof“ zur sozialen Integration von Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft realisiert werden.
Der umfangreiche Spendenansatz, der mit den Schwerpunkten Bildung, Soziales, Ernährung und Landwirtschaft eine hohe Nähe zum Lebensmittelhandel aufweist sowie die langfristige Ausrichtung der Kooperation waren für die Jury der „Aktion Wirtschaft hilft!“ - Awards ausschlaggebend, die Auszeichnung in der Kategorie Großunternehmen an die HOFER KG zu verleihen
„Verantwortlich zu agieren ist einer unserer Kernwerte, den wir durch unser gesellschaftliches Engagement im Rahmen von ‚Projekt 2020’ täglich leben. Es freut mich deshalb besonders, dass wir gemeinsam mit der Diakonie einen sichtbaren und langfristigen Mehrwert schaffen und Betroffene unterstützen können.“, so HOFER-CEO Günther Helm.
„Mit der breit angelegten und nachhaltigen Spendenbereitschaft ist HOFER ein Vorbild für unternehmerisches Gemeinwohl-Engagement in Österreich.“, betonte Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, beim Verlesen der Jurybegründung.

Die Auszeichnung in der Kategorie KMU erhielt die Firma MediaCom Vienna für ihr Bildungsprojekt in Äthiopien gemeinsam mit der Hilfsorganisation SONNE-International. Mit Unterstützung von MediaCom konnten seit 2005 30 mobile Schulklassen betrieben werden. 15.000 Kinder und Jugendliche wurden alphabetisiert, mehr als 2.000 Kinder haben eine mehrjährige Ausbildung erhalten. Zusätzlich erzielte MediaCom bei einer Charity-Aktion 96.400,- Euro, womit die Wiederaufstockung von Ziegen in einer der ärmsten Regionen Äthiopiens finanziert wird. 
„Für MediaCom ist soziales Engagement tief in der Unternehmenskultur verankert. Diese Auszeichnung ehrt uns sehr und ist ein starkes Zeichen für die positive Wirkung unserer jahrelangen erfolgreichen Zusammenarbeit mit SONNE-International, durch die vieles bewegt werden konnte.“, zeigt sich Andreas Vretscha, CEO von MediaCom, begeistert. 

Betriebliche Freiwilligenprogramme sind eine wichtige Basis für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Mit dem Award für Corporate Volunteering wird erstmals die Förderung des Mitarbeiterengagements in Unternehmen in Kooperation mit dem BMASGK prämiert.
„Seitens des Fundraising Verbands Austria möchten wir mit diesem Award auf die vielen neuen Chancen und positiven Effekte aufmerksam machen, die betriebliche Corporate Volunteering – Programme für Freiwilligenorganisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen mit sich bringen.“, betont Günther Lutschinger. Die Jury, bestehend aus Vertretern des FVA, CSR-Experten aus der Wirtschaft, der NPO-Szene und dem BMASGK, wählte in dieser Kategorie die Bäckerei Grimm in Wien für ihre jahrelange herausragende Zusammenarbeit mit der CS Caritas Socialis als Gewinner.
Die Bäckerei Grimm sorgt für Backzauber im Pflegeheim der CS Rennweg: Gemeinsam mit hochbetagten Menschen mit Demenz backen fünf Mitarbeiter  der Bäckerei Semmerl und Brioche-Tiere und bereichern damit den Alltag im Pflegeheim. Zutaten, Materialien und die Zeit der Mitarbeiter werden von der Bäckerei Grimm gespendet. Daneben unterstützen
Geschäftsführer und Inhaber Andreas Maderna  und Seniorchef Günter Maderna das CS Hospiz Rennweg auch finanziell, in dem sie Spenden für den Umbau des Hospizes sammeln.
„Die CS Caritas Socialis leistet Unermessliches in der Betreuung und Unterstützung pflegebedürftiger und kranker Menschen. Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zu leisten.“, so Geschäftsführer Andreas Maderna. 

Zwtl.: Über die „Aktion Wirtschaft hilft!“ 
Ziel des Fundraising Verbands Austria als Initiator der 2014 gestarteten „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer UnternehmerInnen für gemeinnütziges Engagement zu stärken und das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Zentrales Serviceinstrument ist der „Spendenguide für Unternehmen“. Das Magazin präsentiert NPOs in ausführlichen Portraits, Interviews erfolgreicher Manager über ihre Spendenprojekte und ihre Beweggründe, beispielhafte Spendenprojekte sowie Expertentipps zu Rechtsfragen oder zur Spendenabsetzbarkeit. Als jährlicher Höhepunkt der Initiative werden heute Abend die „Aktion Wirtschaft hilft!“ – Awards vergeben. Alle Infos unter: www.wirtschaft-hilft.at


Zwtl.: Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen 
Mit rund 100. Mio. Euro an Spenden pro Jahr unterstützen Österreichs Unternehmen gemeinnützige Einrichtungen. 83% der Unternehmen engagieren sich in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. 
Durchschnittlich spendet ein mittelständisches Unternehmen in Österreich zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Das Engagement läuft vornehmlich auf lokaler und nationaler Ebene ab. Geldspenden werden am liebsten für die Kinderhilfe, den Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland gegeben. Als Motiv  geben ca. 35% der Unternehmen an, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen. Für ebenso viele ist die Sympathie für die Organisation ausschlaggebend.

Pressefotos:
Fotomaterial von der Award-Verleihung steht ab ca. 22 Uhr hier zum Download bereit:
https://www.dropbox.com/sh/eh6kveegonxwygg/AAD9jH5iwIgWcYJy4kpHU420a?dl=0
Fotocredit: Rene Wallentin 

Sperrfrist bis Freitag 23.3.2018, 9.30 Uhr.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




Erste internationale Fachtagung zur Rolle gemeinnütziger Stiftungen in der Entwicklungszusammenarbeit
Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, Fundraising Verband Austria und Verband für gemeinnütziges Stiften laden zur ersten Stiftungsfachtagung mit internationalen Experten in Wien.

Heute ab 16.30 Uhr findet die erste Fachtagung zur Rolle und zum Potential gemeinnütziger Stiftungen in der nationalen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit in Wien statt. Bei der vom Fundraising Verband Austria gemeinsam mit dem BMEIA und dem Verband für gemeinnütziges Stiften organisierten Veranstaltung in der Oesterreichischen Kontrollbank geben internationale Experten wie der Fürstl. Rat Hans Brunhart, Präsident der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen, Einblick in den europäischen Stiftungssektor. Stifter und Mäzene sprechen über die Beweggründe hinter ihrem Engagement und über die Zusammenarbeit mit NPOs. Darüber hinaus thematisieren Vertreter österreichischer NPOs ihre Erfahrungen sowie die Herausforderungen und Chancen in der Zusammenarbeit mit internationalen Stiftungen.


Mit dem neuen, gemeinnützigen Stiftungsrecht 2016 wurde der Stiftungsstandort Österreich weiter belebt. Dies zeigen mehr Neugründungen als in den letzten 10 Jahren. Europaweit fördern etwa 140.000 Stiftungen das Gemeinwohl mit jährlich rund 60 Mrd. Euro. Dabei wächst die internationale Rolle von Stiftungen zusehends. Die Herausforderungen unserer Zeit – von Klimawandel über Digitalisierung bis hin zu Migrationsbewegungen – können vielfach nur in enger Kooperation von staatlichen und privaten Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bewältigt werden.
Die erste Fachtagung zur Rolle gemeinnütziger Stiftungen in der Entwicklungszusammenarbeit setzt genau hier an und beleuchtet den internationalen Stiftungssektor aus unterschiedlichen Perspektiven, zeigt die Unterstützungsbereiche in der internationalen EZA sowie Chancen und Grenzen der Zusammenarbeit von Stiftungen und NPOs.
„Seitens des Fundraising Verbands Austria freuen wir uns, diese besondere Veranstaltung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und dem Verband für gemeinnütziges Stiften heute realisieren zu können. Die große Nachfrage nach der mittlerweile völlig ausgebuchten Tagung belegt eindrucksvoll den großen Informations- und Diskussionsbedarf rund um das Thema gemeinnützige Stiftungen!“  zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen – sehr erfreut.

Blick auf Nachbarstaaten offenbart Nachholbedarf in Österreich
Als einer der internationalen Experten für die Tagung konnte der Fürstl. Rat Hans Brunhart, Präsident der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen, gewonnen werden, der einen Einblick in das vielfältige und weltweite Engagement der gemeinnützigen Stiftungen Liechtensteins gibt.
Mit rund 1.300 gibt es in Liechtenstein fast doppelt so viele gemeinnützige Stiftungen wie in Österreich. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl sind auch in Deutschland noch dreimal so viele Stiftungen und in der Schweiz sogar zwanzigmal so viele angesiedelt. Im Vergleich mit den Nachbarstaaten hat Österreich somit noch großen Aufholbedarf.
Daher geht die Fachtagung auch der Frage nach, wie der Stiftungsstandort Österreich am besten weiterentwickelt werden kann und wie Stifter, staatliche Stellen und NPOs im Hinblick auf EZA-Projekte hierzulande besser zusammengeführt werden können.   

Als Best-Practice-Beispiel wird eine neue, staatlich finanzierte Initiative aus Deutschland vorgestellt, die Stiftungen mit EZA-Durchführungsorganisationen vernetzt. Dafür wurde eine Servicestelle für Stiftungen und Philanthropen beim deutschen Entwicklungsministerium (BMZ) sowie der Engagement Global eingerichtet. Zudem werden EZ-Scouts eingesetzt, die Ansprechpartner für alle Themen rund um die EZ sind und die an stiftungsnahe Organisationen entsandt sind.
„Auch für Österreich könnte dieser innovative Zugang, Stifter und Projekte der internationalen Entwicklungszusammenarbeit von staatlicher Seite beratend zusammen zu führen, ein zukunftsweisender Weg sein.“, so Günther Lutschinger.

Was bewegt Stifter und Mäzene?
Einen Einblick in die Motive und Beweggründe für eine finanzielle Unterstützung internationaler Projekte gewähren im Rahmen der Tagung österreichische Mäzene wir Samira Rauter (PeopleShare Privatstiftung), Martin Essl (Essl Foundation) und Stefan Pleger (RED CHAIRity). Diese sprechen darüber, was ihnen besonders am Herzen liegt und wie sich die Zusammenarbeit mit NPOs gestaltet.

Alle Informationen zur Veranstaltung im Detail sowie das Programm finden Sie unter:
http://www.fundraising.at/VERANSTALTUNGEN/StiftungenEZA/tabid/1151/language/de-DE/Default.aspx

ReferentInnen  im Überblick:

·         Fürstl. Rat Hans Brunhart, Präsident der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen (VLGS)

·         Dr. Annette Kleinbrod, EZ-Scout der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beim Deutschen Stiftungsverband

·         Mag. Verena Ringler, Stiftung Mercator (Deutschland)


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   

 



Top-Kommunikations-Experten beim NPO Communication Summit in Wien
Fundraising Verband Austria präsentierte heute international besetzte Kommunikations-Tagung.

Nach dem großen Erfolg 2017 lud der Fundraising Verband Austria in
Kooperation mit Stifter-helfen.at heute zum zweiten Mal zum „NPO Communication Summit“. Unter dem Motto „The Next Big Thing?“ beleuchteten am 7. März internationale ExpertInnen, welche der digitalen Innovationen und Trends einen zweiten Blick wert sind und das Potential haben, die Kommunikation nachhaltig zu verändern. Teilnehmer aus ganz Österreich erhielten Einblick in die Chancen und Herausforderungen für Non-Profit-Organisationen und erfuhren, wie neue Technologien für gesellschaftliche Anliegen genutzt und Menschen mobilisiert werden können. Dazu und zu weiteren spannenden Fragestellungen referierten beim 2. NPO Communication Summit hochkarätige Fachleute aus dem In- und Ausland.

Betrachtet man die technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre, so wird deutlich, dass sich Kommunikationsparadigmen immer schneller ändern und aus den Innovationen ständig neue Trends entspringen. Doch genau so schnell wie manche Trends aufgekommen sind, verschwinden sie oft wieder. Der 2. NPO Communication Summit des FVA warf einen Blick auf die zukunftsträchtigsten digitalen Kommunikationsmedien und zeigte, wie SpenderInnen damit optimal angesprochen werden können.

Innovations- und Kommunikationsexpertin Andrea Köhler-Ludescher führte vor Augen, welche Aspekte der fünf Axiome von Kommunikationsforscher Paul Watzlawick wir angesichts des Hypes der Digitalisierung kommunikativ berücksichtigen sollten. Thilo Hagendorff von der Universität Tübingen befasste sich mit Virtual-Reality-Datenbrillenund ihrem Potential, mediale Inhalte emotional nachempfindbar zu machen. In seinem Vortrag zeigte Hagendorff, wie NPOs die VR-Technologie nutzen können und was ihr Einsatz mit sich bringt. Der professionelle Fake News Verfasser Fritz Jergitsch – Gründer der Satireseite „Die Tagespresse“ – verriet, inwieweit Fake News das Weltgeschehen manipulieren, was man gegen sie tun kann und welche Herausforderungen sie auch für NPOs mit sich bringen. In der abschließenden Keynote thematisierte Datenschutzexpertin Ursula Illibauer von der Wirtschaftkammer Österreich die neue ePrivacy Verordnung der Europäischen Kommission und welche Regelungen für Webtracking, Cookies und unerbetene elektronische Kommunikation diese mit sich bringt.

Zusätzlich zu den vielfältigen Vorträgen konnten TeilnehmerInnen Perspektiven, Ideen und Wissen austauschen und in spannenden Workshops unmittelbar von ExpertInnen lernen.
Moderiert wurde der NPO Communication Summit von der bekannten Poetry Slam – Organisatorin und – Moderatorin Diana Köhle. Alle Informationen unter communication.fundraising.at.

Der Fundraising Verband Austria
(FVA)
Der Fundraising Verband Austria ist Plattform und Dienstleister für FundraiserInnen in Organisationen und Agenturen sowie für Berater des Non-Profit Sektors. Mit über 315 Mitgliedsorganisationen ist er die größte Plattform für spendenwerbende Organisationen Österreichs.
Als Informations- und Vernetzungsplattform der FundraiserInnen schafft der FVA Rahmenbedingungen für die zunehmende Professionalisierung und bietet anerkannte Ausbildungsmöglichkeiten, wie die WIFI-Ausbildung zum diplomierten Fundraiser oder die European Fundraising School.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   




SMS-Spenden bei Regierungsarbeit in der Warteschleife
Fundraising Verband fordert von Bundesregierung rasches Handeln, um rechtliche Klarheit für dieses wichtige Spendeninstrument zu schaffen.

Wien, 15.1.2018. 70% der Österreicher spendet gerne und regelmäßig. SMS-Spenden via Mobiltelefon sind für viele Menschen ein beliebtes und praktisches Mittel – insbesondere bei Spendenaufrufen unmittelbar nach Natur- und humanitären Katastrophen. Aufgrund rechtlicher Unklarheiten sind Spenden über Österreichs Mobilfunkanbieter zuletzt allerdings zum Erliegen gekommen. Das Zahlungsdienstegesetz 2018 soll die erforderliche Rechtssicherheit bringen und SMS-Spenden für gemeinnützige Organisationen wieder möglich machen. Laut europäischer Richtlinie – die Spenden dezidiert wieder ermöglicht – hätte das Gesetz bis 13.1.2018 umgesetzt werden müssen, Österreichs Gesetzgeber ist jedoch säumig.

Per SMS über das Mobiltelefon zu spenden ist eine praktische Möglichkeit im Bedarfsfall schnell und unkompliziert zu helfen. Rechtliche Unklarheiten im bisherigen Zahlungsdienstegesetz haben jedoch dazu geführt, dass diese wichtige Spendenform über Mobilfunkanbieter in Österreich zurzeit nicht möglich ist. Große Hilfsorganisationen wie das Österreichische Rote Kreuz, die Caritas ebenso wie die ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“ konnten deshalb zuletzt keine SMS-Spendenaufrufe tätigen.

Mit der Umsetzung der Zahlungsdienste-Richtlinie II im Zahlungsdienstegesetz 2018 sollte diese Unsicherheit beseitigt werden und das Spenden per SMS wieder ermöglicht werden. Die entsprechende europäische Richtlinie ist im Jänner 2016 in Kraft getreten und hätte in Österreich bis 13. Jänner 2018 umgesetzt werden sollen. Diese Frist hat der Gesetzgeber jedoch versäumt.

„Die Bundesregierung hat es in der Hand, durch Erlassung des Umsetzungsgesetzes die rechtliche Basis für SMS-Spenden zu gewährleisten und einen Schaden für das Österreichische Spendenwesen zu verhindern. Im Namen der Spendenorganisationen hierzulande appellieren wir an den Gesetzgeber nun rasch zu handeln.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   
 





FVA: Freiwilligenwesen und Gemeinnützigkeit im neuen Regierungsprogramm
Fundraising Verband Austria begrüßt Bekenntnis der neuen Bundesregierung zum Ausbau der Gemeinnützigkeit, fordert aber rasche Konkretisierung und Umsetzung angekündigter Maßnahmen.
 
Wien, 19. Dezember 2017. Heute hat die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufgenommen. Im Regierungsprogramm haben ÖVP und FPÖ einige zentrale Forderungen des Fundraising Verbands Austria zur Stärkung von Freiwilligenwesen und Gemeinnützigkeit aufgegriffen. Der Fundraising Verband begrüßt das Bekenntnis zur Ausweitung der Spendenabsetzbarkeit sowie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Ehrenamt. Gleichzeitig fordert der Dachverband Österreichs Spendenorganisationen den vielfach unkonkret formulierten Vorhaben rasch konkrete Pläne und Maßnahmen in der Regierungsarbeit folgen zu lassen.
 
„Der Wille zur Unterstützung des privaten Engagements für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen lässt sich im neuen Regierungsprogramm herauslesen.“, schickt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, voraus. In ihrem Programm für die kommenden fünf Jahre sieht die gestern angelobte Bundesregierung eine Ausweitung der Spendenabsetzbarkeit für Spenden an gemeinnützige GmbHs und Stiftungen sowie weitere Felder wie Bildung und Kultur vor. Die Absetzbarkeit soll außerdem für Sport und andere Bereiche gemeinnützigen Engagements geprüft werden. Für das Ehrenamt sollen bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden und ein Ehrenamt-Gütesiegel eingeführt werden, durch das im Zuge des Freiwilligeneinsatzes erworbene Qualifikationen dokumentiert und zertifiziert werden. „Als Dachverband Österreichs Spendenorganisationen begrüßen wir dieses Bekenntnis, einige längst notwendige Weiterentwicklungen des gemeinnützigen Sektors in Österreich anzugehen. Umso mehr hoffen wir auf eine rasche und konsequente Umsetzung dieser und weiterer wichtiger Schritte.“, gibt sich Lutschinger optimistisch.

Spendenabsetzbarkeit für alle und Entbürokratisierung gefordert:
Hunderte Bildungseinrichtungen, Tierschutzvereine sowie große Teile der Kultureinrichtungen sind aufgrund nicht nachvollziehbarer Bestimmungen derzeit von der Spendenabsetzbarkeit ausgeschlossen. Der FVA fordert von der neuen Bundesregierung, dass dieser Benachteiligung durch die dringend notwendige Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeitsgesetzes ein Ende gesetzt wird.
"Durch die Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit auf alle Zwecke und eine ernsthafte Entbürokratisierung könnte das Spendenaufkommen hierzulande bis 2022 auf 800 Mio. gesteigert werden und die Gemeinnützigkeit in Österreich ungemein fördern.“, so Günther Lutschinger.
Dass innerhalb des Regierungsprogramms in Zusammenhang mit Gemeinnützigkeit und Freiwilligenwesen der Schwerpunkt eindeutig auf das Thema Sport gelegt wird, sieht der Fundraising Verband kritisch und weist auf die Wichtigkeit gleichwertiger Rahmenbedingungen und Regelungen für alle Bereiche hin.

Bedeutung des gemeinnützigen Sektors in Österreich:
Fast die Hälfte der österreichischen Bevölkerung ist ehrenamtlich tätig. Damit leisten Freiwillige das Äquivalent von rund 200.000 Vollzeitarbeitsplätzen. Am häufigsten engagieren sich Menschen zwischen 50 und 59 Jahren, gefolgt von den über 60-jährigen. Trotz der 3,5 Millionen Menschen, die in Österreich ehrenamtlich tätig sind, spielte der Sektor in der Politik bislang nur eine untergeordnete Rolle. Dringend notwendig sind der Ausbau der Infrastruktur durch Freiwilligenzentren und –messen sowie die Bereitstellung einer Unfall- und Haftpflichtversicherung für alle ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Chaos bei Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit befürchtet:
Über 6500 Organisationen, von den Freiwilligen Feuerwehren bis zu den großen Hilfswerken, sind ab heuer verpflichtet, Namen und Geburtsdaten ihrer Spender zu sammeln und nach einem komplizierten Verfahren verschlüsselt an das Finanzamt zu melden. Nur so können die Spenden der Österreicher künftig steuerlich abgesetzt werden. Bislang wurde seitens des BMF allerdings noch immer kein einfaches und unkompliziertes Verfahren für die Spendenmeldung umgesetzt, was ein Chaos bei der Arbeitnehmerveranlagung für 2017 befürchten lässt. Zudem wurden die Spender nach wie vor nicht ausreichend über die Neuerungen informiert.
 
Der Fundraising Verband Austria appelliert an den neuen Finanzminister Löger hier rasch eine Lösung herbeizuführen, um ein Chaos bei der Spendenmeldung im Jahr 2018 zu verhindern.
 
Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





Österreichs Unternehmer machen sich mit Weihnachtsspende selbst glücklich
Fundraising Verband informiert vor Weihnachten über Spendenmöglichkeiten für Unternehmen und warum Spenden glücklich macht.

Wien, 12. Dezember 2017. Weihnachten ist auch für Österreichs Unternehmer die Zeit des Gebens. Viele entscheiden jetzt darüber, welche gemeinnützigen Organisationen sie mit ihrer Weihnachtsspende unterstützen. Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ – eine Initiative des Fundraising Verbands Austria – informiert Wirtschaftstreibende vor Weihnachten über gemeinnützige Projekte und wie sie Organisationen am besten unterstützen können. Als positiver Nebeneffekt werden beim Spenden Glücks-Botenstoffe im Gehirn freigesetzt – das beweist eine neue wissenschaftliche Studie.
 
Die Weihnachtsspenden von Österreichs UnternehmerInnen geben für viele Spendenorganisationen den Ausschlag darüber, ob ihre wichtigen Anliegen und Projekte auch im kommenden Jahr umgesetzt werden können. „Mit der Aktion Wirtschaft hilft! möchten wir die Wirtschaftsreibenden hierzulande jetzt vor Weihnachten auf die großartigen Leistungen des gemeinnützigen Sektors aufmerksam machen und zum Spenden motivieren.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband der Spendenorganisationen. Insgesamt ließ sich zuletzt ein steigendes soziales Verantwortungsbewusstsein der Betriebe in Österreich verzeichnen. „83% der österreichischen Unternehmen engagieren sich in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden für den guten Zweck. Pro Jahr spenden Unternehmen rund 100 Millionen Euro.“, weiß Lutschinger.

Spendenmotive und –themen der Unternehmen:
35% der UnternehmerInnen engagieren sich gemeinnützig, weil sie der Gesellschaft etwas zurückgeben möchten. Für ebenso viele ist die Sympathie gegenüber einer Organisation ausschlaggebend. Geld wird in erster Linie für Kinderhilfe, Sport, Natur-, Klima- und Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland gespendet. Die meisten Sachspenden gehen an Projekte für Bedürftige, Kinder und Menschen mit Behinderung. „Insgesamt beschränkt sich das Engagement von Unternehmen nicht nur auf Geld- und Sachspenden. In der Wahrnehmung ihrer sozialen Verantwortung beschreiten immer mehr Unternehmen neue und oft auch kreative Wege.“, so Bernhard Hofer, Geschäftsführer Umfrageinstitut Public Opinion.
 
Kreative Spendenprojekte von Österreichs Unternehmen:
Die Formen des Enagements der Wirtschaftsbetriebe hierzulande sind vielfältig. Die steirische Schokoladenmanufaktur Zotter hat im Rahmen einer Spendenkooperation mit der Kindernothilfe Österreich beispielsweise eine eigene Schokolade kreiert. „Schokolade macht Schule“ titelt das Projekt, mit dem jeder, der gerne Schokolade isst, arbeitenden Kindern in Peru zu einer Schulbildung verhelfen kann. Denn 50 Cent pro verkaufter Schokolade fließen direkt in das entsprechende Kindernothilfe-Projekt. Kinder, die schon im Volksschulalter in Ziegeleien und Steinbrüchen schuften müssen, erhalten damit die Möglichkeit, in die Schule zu gehen. „Bildung ist der sicherste Ausweg aus Armut und Ausbeutung. Ich hoffe, dass wir möglichst vielen Kindern ermöglichen können, diese Chance zu bekommen“, erklärt Chocolatier und Andersmacher Josef Zotter den Hintergedanken seines Engagements für das Schulprojekt in Peru.
 
Das Technologieunternehmen ABB AG verbindet seine jährliche weihnachtliche Spendenaktion mit einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit für die wichtige Arbeit des Sterntalerhofes. Der Sterntalerhof bietet eine liebevolle Herberge sowie eine ganzheitliche therapeutische Betreuung für Familien mit einem schwer oder unheilbar kranken Kind. Die ABB AG unterstützt den Sterntalerhof heuer einerseits wieder mit einer Spendenaktion: Im Zuge eines Fotowettbewerbs lädt ABB SchülerInnen dazu ein, Fotos und Videos auf Facebook zu posten. Pro Foto oder Video spendet das Unternehmen 30 €, für jedes Like nochmals 1 € sowie für jedes Teilen 2,50 €. Andererseits unterstützt ABB den Sterntalerhof mit einer vielfältigen medialen Präsenz, um den Bekanntheitsgrad zu steigern und damit mehr SpenderInnen erreichen zu können.

Neuoökonomie beweist: Spenden macht glücklich!
Eine aktuelle Studie von Neuroökonomen an der Universität Zürich hat ergeben, dass großzügige Menschen glücklicher leben. Beim Geben wird ein Bereich im Gehirn aktiviert, der ein wohliges Gefühl auslöst, das Forscher „Warm Glow“ bezeichnen. Die Neuroökonomie ist ein relativ junges wissenschaftliches Gebiet, das untersucht, was im Gehirn geschieht, wenn wir ökonomische Entscheidungen treffen. Wie eine Studie in diesem Forschungsfeld nun zeigt, kann die Verbindung zwischen Großzügigkeit und Glücksgefühlen auf neuronaler Ebene nachgewiesen werden. Unser Gehirn schüttet Botenstoffe aus, die bewirken, dass wir uns selbst gut fühlen wenn wir anderen etwas Gutes tun.
 
Über die „Aktion Wirtschaft hilft!“ und das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“:
Ziel der „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer UnternehmerInnen für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Servicemagazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde heuer zum vierten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Unternehmen werden darin über die Arbeit und Projekte von gemeinnützigen Organisationen informiert und erhalten Tipps, wie sie ihre Spende effizient und zur Unternehmensphilosophie passend einsetzen können. Alle Informationen unter: www.wirtschaft-hilft.at
 
Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at 




FVA: Richtig spenden zur Weihnachtszeit
Fundraising Verband gibt Tipps zum richtigen Spenden in der Weihnachtszeit.

Wien, 7.11.2017. Gutes zu tun ist den Österreichern besonders in der Vorweihnachtszeit ein wichtiges Anliegen. Nur mit ihrer Unterstützung können die gemeinnützigen Organisationen hierzulande ihre wichtigen Anliegen auch im kommenden Jahr verfolgen. Mit den wichtigsten Tipps und Informationen unterstützt der Fundraising Verband Spender jetzt in ihrer Entscheidung für eine Organisation.
 
Ob Kindernothilfe, Tier- und Umweltschutz oder Katastrophenhilfe – die Möglichkeiten, mit einer Spende Gutes zu tun, sind vielfältig. Was kann man tun, um das Spenden möglichst wirkungsvoll zu gestalten? „Entscheiden Sie sich für zwei bis drei Organisationen und unterstützen Sie sowohl langfristige als auch akute Projekte!“, bringt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, die wichtigsten Kriterien für eine wirkungsvolle Spende auf den Punkt. „So helfen Sie, einerseits die langfristigen Hilfsprojekte zu sichern und andererseits die Katastrophensoforthilfe zu ermöglichen.“, ergänzt der Geschäftsführer des Dachverbands Österreichs Spendenorganisationen.
Für den Erfolg von wohltätigen Projekten ist es nämlich wichtig, dass diese nachhaltig durchgeführt werden können. Dazu muss deren Finanzierung abgesichert sein. „Zu Weihnachten entscheidet sich oft, ob ein Projekt im nächsten Jahr durchgeführt werden kann oder nicht.“
Mit der Spendenabsetzbarkeit ist es außerdem möglich, mehr zu spenden, ohne dass es unbedingt mehr kostet: „Setzen Sie Ihre Spende steuerlich ab! So können Sie ohne Mehrkosten mehr spenden, denn das Finanzamt ersetzt bis zu 50 % Ihrer Spende.“, weist Lutschinger auf die Idee hinter der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hin. Ein Qualitätskriterium für Organisationen ist das Spendengütesiegel. Wenn SpenderInnen eine Organisation nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Gütesiegel zu achten, das einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern garantiert.
 
Die 5 wichtigsten Spendentipps im Überblick:
1) Hören Sie beim Spenden auf Ihr Herz! Was ist Ihnen persönlich wichtig, was möchten Sie mit Ihrer Spende erreichen?
2) Geben Sie eine Mindestspende: Einzelne großzügige Spenden sind effizienter als viele kleine Beträge und ermöglichen den Organisationen eine längerfristige Planung. Zu Weihnachten wird eine Spendenhöhe von 30 bis 50 Euro pro Organisation empfohlen. Mit drei bis vier Spenden pro Jahr kann noch nachhaltiger geholfen werden.
3) Entscheiden Sie sich für 1 bis 3 Organisationen: Suchen Sie sich eine oder wenige Organisationen aus, die Sie besonders gerne fördern wollen, und bleiben Sie ihr treu. So bleibt der Verwaltungsaufwand möglichst gering.
4) Teilen Sie ihren Steuervorteil: Mit der Spendenabsetzbarkeit können Sie bis zu 50% der Spende vom Finanzamt zurückerhalten. Geben Sie diesen Vorteil in Form einer höheren Spende an die gemeinnützige Organisation weiter! Unter www.spenden.at finden Sie einen Online-Spendenrechner. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.
5) Achten Sie auf das Spendengütesiegel: Das Österreichische Spendengütesiegel steht für geprüfte Spendensicherheit durch strenge Qualitätsstandards, Transparenz und laufende Kontrolle. Alle Organisationen finden Sie unter www.osgs.at.

Fakten zum Spenden in der Weihnachtszeit: 
Die Vorweihnachtszeit ist für spendenwerbende Organisationen die wichtigste Zeit des Jahres. Rund 25 bis 30 Prozent des jährlichen Aufkommens von zuletzt 640 Mio. Euro werden in dieser Zeit gespendet. Die ÖsterreicherInnen spenden dabei rund ein Drittel an Kinder- und Jugendprojekte gefolgt von Tier- und Umweltschutz sowie Katastrophenhilfe im Inland. 62 Prozent der ÖsterreicherInnen unterstützen regelmäßig die Arbeit von gemeinnützigen Organisationen. Weltweit werden in der Weihnachtszeit Initiativen gesetzt.
 
www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden:
Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet das Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verbands. Die Website bietet SpenderInnen eine neutrale Informationsquelle mit Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement, liefert aktuelle Informationen über zahlreiche NGO’s und ihre Projekte sowie Informationen für spendeninteressierte Unternehmen.
 
Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at 




FVA: ÖsterreicherInnen spenden 630 Millionen Euro 2017
Spendenaufkommen stagniert erstmals seit Jahren - Fundraising Verband fordert engagiertere Spendenpolitik von der nächsten Bundesregierung.

Wien, 29.11.2017. Heute Vormittag präsentierte der Fundraising Verband Austria (FVA) den Spendenbericht 2017. Das österreichische Rekord-Spendenaufkommen von 640 Millionen Euro im Jahr 2016 konnte nicht ganz gehalten werden. Die Verunsicherung wegen der Spendenabsetzbarkeit NEU zeigt ihre Wirkung. Mit 630 Millionen Euro an Spenden freuen sich Österreichs Organisationen dennoch über einen hohen Wert. Im Bundesländervergleich wurden die Südösterreicher an der Spitze abgelöst: Am meisten spenden die Oberösterreicher mit durchschnittlich 126 Euro. Am spendenfreudigsten sind die Niederösterreicher und Burgenländer, besonders viele von ihnen geben.


Über mehr Spenden als jemals zuvor freuten sich Österreichs gemeinnützige Organisationen im Vorjahr. „Das von uns errechnete Spendenvolumen von 640 Millionen im Jahr 2016 hat alle Erwartungen deutlich übertroffen. Nie zuvor hat die heimische Bevölkerung mehr für den gemeinnützigen Zweck gespendet.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen. Mit gemischten Gefühlen blickt Lutschinger auf das Jahr 2017: Mit 630 Mio. wird 2017 zwar neuerlich ein gutes Ergebnis erwartet, allerdings zeichnet sich erstmals eine Stagnation nach dem Wachstum der letzten Jahre ab.


Jede Spende zählt
Nach einer fortwährenden Steigerung des Spendenaufkommens von 460 Mio. im Jahr 2010 auf über 570 Mio. 2014 bis hin zum Rekordwert von 640 Mio. 2016 prognostiziert der Fundraising Verband im Spendenbericht 2017 erstmals einen leichten Spendenrückgang. Die Gründe macht Günther Lutschinger insbesondere an der Verunsicherung der Bevölkerung durch die Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit fest: „Seit Anfang des Jahres hat sich die Absetzbarkeit grundlegend geändert. Österreichs Spender wurden allerdings bislang völlig unzureichend darüber informiert, was sich für sie ändert und was zu beachten ist.“ Weitere Gründe sind weniger Aufrufe rund um die Flüchtlingshilfe und andere Elementarereignisse, aber auch die Tatsache, dass das Spendenthema im Wahljahr 2017 medial im Hintergrund gestanden ist. „Umso wichtiger sind besonders heuer die Spenden in der Weihnachtszeit, die in der Regel 25 bis 30 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen. Ich rufe die Österreicherinnen und Österreicher dazu auf: Helfen Sie mit Ihrer Weihnachtsspende jetzt, um gemeinnützige Projekte auch in Zukunft zu sichern!“, so Lutschinger.

Österreichs Spendenorganisationen sagen Danke!
„Das hohe Spendenaufkommen zeigt den wichtigen Beitrag, den die Menschen leisten, damit wir in Österreich und weltweit da helfen können, wo Hilfe benötigt wird. Im Namen aller Spendenorganisationen Österreichs möchte ich Danke sagen. Für uns sind Spenden ein großer Vertrauensbeweis, der deutlich macht, dass die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen geschätzt wird “, sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes.

So spendet Österreich – Motive, Themen und Spendenhöhe
„Die Beweggründe für das Spenden sind vielfältiger Natur. Als Hauptmotive geben die Österreicher Sympathie mit der Organisation, Betroffenheit von der Not, Anteilnahme an Schicksalen sowie Sicherheit, dass die Spende auch zweckgerichtet ankommt, an. Spitzenreiter bei den Spendenthemen, die den Menschen am Herzen liegen, sind Kinder, Tiere sowie die Katastrophenhilfe im Inland.“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion.

Oberösterreicher spenden viel, Niederösterreicher und Burgenländer häufig
Unter den 62% der Österreicher, die spenden, liegt die Durchschnittsspende derzeit bei 113 € pro Spender. Im Bundesländervergleich liegt Oberösterreich mit durchschnittlich 126 € heuer am weitesten über dem bundesweiten Durchschnitt vor Salzburg/Tirol/Vorarlberg mit 121 €. Schlusslicht in dieser Wertung ist Wien mit 99 €. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind Niederösterreich und das Burgenland klar vorne. Hier spenden mit 74 Prozent so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Bei der Spendenhöhe befindet sich Österreich international im Mittelfeld. Zwar spenden hierzulande 62% der Bevölkerung, das Spendenaufkommen pro Einwohner ist allerdings wesentlich geringer als beispielsweise in Deutschland, in der Schweiz oder in Großbritannien.

Spendenabsetzbarkeit zeigt Wirkung
Über eine Million Österreicher nutzen bereits die Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit und machen mittlerweile 227 Mio. € an Spenden steuerlich geltend. Jeder dritte Spenden-Euro wird damit in Österreich steuerlich abgesetzt. Seit 1. Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit die neuen Vorschriften: Nicht mehr die Spender müssen ihre Spende beim Finanzamt geltend machen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen. Spender müssen den Organisationen jedoch ihren vollständigen Namen laut Meldezettel sowie ihr Geburtsdatum übermitteln. Dies bedeutet einen immensen, personalintensiven Adaptierungs- und Investitionsbedarf für die Organisationen.

Forderungen an neue Bundesregierung
Von der nächsten Bundesregierung verlangt der Fundraising Verband rasch Schritte zu setzen, um das Österreichische Spendenwesen zu stärken und fit für die Zukunft zu machen:

- Ausbau und mehr Fairness bei der Spendenbegünstigung

Wie in Deutschland oder der Schweiz sollte die Spendenbegünstigung für alle Bereiche der Gemeinnützigkeit gelten. Derzeit sind in Österreich Bildung oder Sport nicht, Kunst und Kultur nur sehr eingeschränkt spendenbegünstigt – eine massive Ungleichbehandlung und Benachteiligung. Spenden für Bildung in Afrika sind begünstigt, für Bildung in Österreich hingegen nicht. Es ist Aufgabe der nächsten Bundesregierung, die Vorschriften zu vereinheitlichen, alle gemeinnützigen Zwecke zu begünstigen und die überbordende Bürokratie bei der Spender-Datenweiterleitung zu entschärfen.

- Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeitsgesetzes

Die Steuervorschriften für gemeinnützige Einrichtungen sind immer unübersichtlicher geworden. Allein die Vereinsrichtlinie des BMF umfasst 250 Seiten. In der nächsten Legislaturperiode müssen die Rechtsvorschriften vereinfacht und vereinheitlicht werden. Damit hat es die neue Bundesregierung in der Hand, das gemeinnützige Engagement in Österreich wieder auf einen Wachstumskurs zu bringen.

- Stärkung des gemeinnützigen Stiftungssektors

Das Gemeinnützigkeitsgesetz 2015 hat deutliche Verbesserungen für den Stiftungsstandort Österreich gebracht. Eine Angleichung an das Niveau in Deutschland oder der Schweiz hinsichtlich der steuerlichen Rahmenbedingungen wurde damit noch nicht erreicht. Insbesondere die KESt-Befreiung von gemeinnützigem Vermögen ist eine absolut notwenige Maßnahme für die weitere Stärkung des Sektors.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
M: 0676 421 47 06, E: presse@fundraising.at, I: www.fundraising.at

Der Spendenbericht steht im Pressebereich unter
http://spendenbericht.fundraising.at zum Download zur Verfügung.




Österreichs Unternehmen spenden 100 Mio. Euro jährlich.
Die von Bundespräsident a.D. Heinz Fischer unterstützte „Aktion Wirtschaft hilft!“ startet heute und informiert Unternehmen vor Weihnachten über Spendenmöglichkeiten.  

Wien, 15. November 2017. Mit rund 100. Mio. Euro an Spenden pro Jahr unterstützen Österreichs Unternehmen gemeinnützige Einrichtungen. Damit kommt ihnen eine wachsende Bedeutung zu. 83% der Unternehmen engagieren sich in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Dies spricht für die steigende soziale Verantwortung von Österreichs Betrieben. Mit der heute startenden „Aktion Wirtschaft hilft!“ und dem damit verbundenen „Spendenguide für Unternehmen“ informiert der Fundraising Verband Austria zielgruppenorientiert über gemeinnützige Projekte und gibt Österreichs Wirtschaftstreibenden rechtzeitig vor Weihnachten Tipps, wie sie Organisationen unterstützen können. Mit diesem Service möchte der Fundraising Verband  Unternehmen zum Spenden und zur Zusammenarbeit mit NGOs anregen und motivieren.  

Durchschnittlich spendet ein mittelständisches Unternehmen in Österreich zwischen 2.000 und 2.500 Euro.  Die zahlreichen und oft regelmäßigen Spenden der kleinen und mittleren Betriebe sind damit der Spendenmotor in der Wirtschaft. Das Engagement von Unternehmen läuft vornehmlich auf lokaler und nationaler Ebene ab. Geldspenden werden am liebsten für die Kinderhilfe, die Sportförderung, den Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland gegeben. 50% der Betriebe unterstützen Hilfsorganisationen durch Sponsoring und etwa 25% führen Veranstaltungen zugunsten karitativer Zwecke durch. Bei rund 14% werden die durch Mitarbeiteraktivitäten erzielten Spenden vom Unternehmen verdoppelt. Als Motiv, sich für die Gemeinnützigkeit zu engagieren, geben ca. 35% der Unternehmen an, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen. Für ebenso viele ist die Sympathie für die Organisation ausschlaggebend.  

Mehr soziales Engagement im Rahmen der Aktion Wirtschaft hilft!:
Ein prominenter Unterstützer der „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer, der im Vorwort des „Spendenguides“ Österreichs Unternehmen dazu aufruft, sich über die darin vorgestellten Projekte und Organisationen zu informieren und noch stärker für die Gemeinnützigkeit in Österreich zu engagieren. „Das Engagement unserer Unternehmerinnen und Unternehmer für Soziales, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Katastrophenhilfe, Kunst und Kultur, Natur und Umwelt bedeutet einen wesentlichen Beitrag für die Österreichische Gesellschaft und ist eine nachhaltige Investition in eine positive Zukunft!“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Initiator der heute startenden „Aktion Wirtschaft hilft!“. „Mit der Initiative möchten wir das Bewusstsein für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement weiter stärken und möglichst viele Wirtschaftstreibende in unserem Land überzeugen, noch bis Jahresende für wohltätige Zwecke zu spenden.“ „Wirtschaft hilft!“ informiert in den kommenden Wochen Unternehmen über Spenden und andere Möglichkeiten, einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Serviceinstrument liefert der neue Spendenguide einen Überblick über gemeinnützige Organisationen und ihre Projekte und gibt Tipps, wie Betriebe ihre Spende effizient und zur Unternehmensphilosophie passend einsetzen können.

Ein Unternehmen, bei dem soziale Verantwortung seit jeher gelebt wird, ist die Erste Group Bank AG – mit rund 47.000 Mitarbeitern und 16,1 Mio. Kunden einer der größten Finanzdienstleister in Zentral- und Osteuropa. Neben ihrem vielfältigen Einsatz für Initiativen aus dem sozialen, kulturellen und Bildungsbereich gründete die Erste Group bereits vor elf Jahren die Zweite Sparkasse, eine Sozialbank für Obdach- und Mittellose in Österreich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern.    
„Es tut gut, wenn man das Gefühl hat, man macht wirklich etwas. Wir merken das auch in der Erste Bank: Wenn man als Finanzdienstleister einen Beitrag leisten kann, der weit darüber hinausgeht, für Menschen Vermögen zu verwalten, ist das extrem motivierend. Und das ist gut.“, so Erste-Group-Chef Andreas Treichl.

Über die Aktion „Wirtschaft hilft!“ und das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“:
Ziel des Fundraising Verbands Austria als Initiator der 2014 gestarteten „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde heuer zum vierten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Unternehmen werden darin über die Arbeit und Projekte von gemeinnützigen Organisationen informiert. Die Website www.wirtschaft-hilft.at liefert Zusatzinformationen und die Onlineversion des Magazins „Spendenguide“. Als Höhepunkt der Initiative werden im Frühjahr 2018 die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ vergeben, um besonders engagierte Unternehmen und ihre Spendenprojekte vor den Vorhang zu holen.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




40 Millionen Euro Spenden für Wissenschaft und Forschung
Utl.: Fundraising Verband präsentiert Aufkommen anlässlich heutiger Fachtagung für Sciencefundraising.

Wien, 9.11.2017. Anlässlich der heutigen Fachtagung Sciencefundraising zieht der Fundraising Verband Austria  Bilanz über das Spendenengagement für Wissenschaft, Forschung und Bildung. Laut Hochrechnung stieg das Engagement an Universitäten und Hochschulen im Jahr 2016 auf rund 40 Millionen Euro, rund 7 Prozent des gesamten Spendenvolumens in Österreich. Dies entspricht einem Wachstum von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das Jahr 2017 prognostiziert der Fundraising Verband ein gleich bleibendes Aufkommen. Den größten Anteil erhalten die Wiener Universitäten, das Aufkommen der Universitäten in den Bundesländern ist im Steigen. Der Fundraising Verband rechnet bei weiterer Optimierung der Rahmenbedingungen mit einem weiteren Wachstum in den nächsten Jahren.


Exzellente Beispiele für Fundraising im Hochschulsektor gibt es auch abseits der 75 Millionen Euro von Dietrich Mateschitz an die PMU Salzburg. So sammelte die Universität Graz mit der Kampagne „430 Sessel für die Uni Graz“ erfolgreich private Spenden und der Krebsforschungslauf der Medizinischen Universität mobilisiert nicht nur Läufer sondern auch Spender. Die Medizinische Universität Wien betreibt auch aktuell eine sehr ambitionierte Kampagne. Das Zentrum für Präzisionsmedizin soll bis 2022 entstehen und mit 65 Millionen Euro aus privaten Zuwendungen finanziert werden.


Der Fundraising Verband Austria führt diesen Anstieg auf eine Professionalisierung des Fundraisings an Hochschulen und im Forschungssektor zurück. Ein stärkeres Bewusstsein auf Rektorenebene, dass Fundraising von der Institution als Ganzes mitgetragen werden muss, unterstützte diese Entwicklung massiv. „Gerade jene Universitäten, die eigene Abteilungen und Personal für ein professionelles Fundraising geschaffen haben, konnten ihr Spendenvolumen deutlich steigern“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria. Besonderes Potenzial sieht Lutschinger im Stiftungssektor und bei Großspendern. Vermögende sind derzeit bei Spenden unterrepräsentiert und haben ein dementsprechendes Potenzial, wie auch der internationale Vergleich zeigt.


Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft hat der Fundraising Verband Austria ein Ausbildungsprogramm für Fundraiser im Bereich Wissenschaft und Forschung ins Leben gerufen und einen Code of Conduct für Fundraising entwickelt. „Ein Code of Conduct im Fundraising schafft nicht nur Vertrauen in die spendenwerbende Institution bzw. den gesamten Sektor, er stellt auch Leitlinien für den ethisch korrekten Umgang mit Spenden dar.“, stellt Lutschinger fest. Zahlreiche Institutionen haben diesen auf die eigenen Bedürfnisse adaptiert und implementiert.
 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer
Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria
T: +43 / 676/ 914 66 25
E:
presse@fundraising.at




Private Kulturförderung benötigt bessere Rahmenbedingungen!
Utl.: Kommende Bundesregierung ist gefordert, Spendenabsetzbarkeit für Kultur zu erleichtern sowie sich zu privater Kulturförderung zu bekennen.

Wien, 8.11.2017. Private Kulturförderung hat sich international längst zu einer wichtigen Ergänzung zur bestehenden Finanzierung entwickelt und wird künftig auch den Erfolg von Kultureinrichtungen in Österreich maßgeblich mitbestimmen. Immer mehr Institutionen erkennen das Potential und können Förderer im In- und Ausland von ihrem kulturellen Schaffen überzeugen. Insgesamt hat Österreichs Kulturwesen jedoch im internationalen Vergleich großen Aufholbedarf. Die Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring thematisierte heute in Wien neue Wege in der privaten Kulturförderung. In einer angeregten Diskussion sprachen u.a. Agnes Husslein, Rudolf Scholten und Sabine Haag über Chancen und Risiken von mehr privatem Engagement und wie eine österreichische Kulturpolitik der Zukunft aussehen kann. Der Fundraising Verband Austria erwartet von der  kommenden Bundesregierung ein klares Bekenntnis zu privater Kulturförderung und die rasche Umsetzung von Erleichterungen bei der Spendenabsetzbarkeit für diesen Bereich.

Kernstück der Fachtagung war die kulturpolitische Podiumsdiskussion über die Frage, ob Österreichs Kulturschaffende und Kulturpolitiker mehr privates Engagement für Kunst und Kultur anregen wollen oder die bestehende Förderpolitik mit staatlichen Mitteln beibehalten werden soll. Eine Expertenrunde aus Kultur, Politik und dem NGO-Sektor diskutierte über die Möglichkeiten, Bedingungen und Grenzen von mehr privater Kulturfinanzierung. Brisantes Thema war auch die Frage, was sich in der österreichischen Kulturförderung ändern soll.

„Ein klares kulturpolitisches Bekenntnis zu mehr privatem Engagement im österreichischen Kulturwesen sowie längst überfällige Erleichterungen bei der Erlangung der Spendenabsetzbarkeit für Kultureinrichtungen sind dringend notwendig.“, zog Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, ein Resümee. Nur so könne das – derzeit noch eher verhaltene – private Engagement in diesem Bereich nachhaltig angeregt werden. „Für die Kulturnation Österreich gilt es bei diesem wichtigen Zukunftsthema den Anschluss nicht zu verlieren.“ Nach wie vor sind große Teile der Kultureinrichtungen aufgrund nicht nachvollziehbarer Bestimmungen von der Spendenabsetzbarkeit ausgeschlossen, was höhere Spendeneinnahmen für die Kultur verhindert. Von der nächsten Bundesregierung fordert der Fundraising Verband daher, dass das Projekt „Spendenabsetzbarkeit für Alle“, das 2009 begonnen wurde und das Spendenaufkommen jährlich um 10% steigen ließ, schnellstmöglich zu einem Abschluss gebracht wird. „Die derzeit willkürliche Bindung der Absetzbarkeit im Kultursektor an eine Bundes- oder Landesförderung bedeutet eine klare Benachteiligung.“, stellt Lutschinger klar. Von den rund 6700 Einrichtungen auf der BMF-Liste kommen nur 1% oder 59 aus dem Kulturbereich. 

Zwtl.: Internationaler Vergleich: Österreich hat Aufholbedarf beim Spenden für Kultur:
Einige österreichische Kulturinstitutionen wie insbesondere die Bundesmuseen können im Fundraising bereits Erfolge verbuchen. Im Vergleich zu Ländern wie Deutschland, Schweiz oder den Niederlanden hat Österreich beim Spenden für Kultur allerdings großen Aufholbedarf. Zwischen 10 und 15 Mio. Euro, also etwa 2 % des Gesamtspendenvolumens von 625 Mio. Euro wurden in Österreich 2016 für Kultur gespendet. In den Niederlanden, wo der Anreiz der Spendenabsetzbarkeit schon länger besteht, liegt der Wert dagegen bei jährlich ca. 8 %.

Zwtl.: Internationale Trends und Knowhow bei der Fachtagung in Wien:
Im Rahmen der vielfältigen Vorträge und Workshops konnten Marketing-, Sponsoring- und Fundraisingverantwortliche aus dem Kulturbereich neue Ideen, Trends und das praktische Knowhow von anderen Spendensektoren kennenlernen. Fundraisingexperte Bernard Ross von der Arts Fundraising School London machte deutlich, welche Rolle Zwischenmenschlichkeit und damit Psychologie in der Zusammenarbeit mit Großspendern spielt. Was man im Kulturfundraising von karitativen Organisationen lernen kann, zeigte Katharina Steinkellner vom Science Museum in Großbritannien. Außerdem wurden im Fundraising international erfolgreiche Kulturinitiativen vorgestellt: Die gemeinnützige Schweizer Stiftung „Erbprozent Kultur“ lädt SchweizerInnen seit 2015 dazu ein, 1 Prozent ihres Vermögens der Kultur zu vermachen. Das Tanzfestival „Ich bin OK“ und die Initiative „Superar“ sind zwei Beispiele für Organisationen, die in ihrer Ausrichtung den kulturellen mit dem sozialen Auftrag verbinden und genau damit erfolgreich private Geldgeber ansprechen.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




Freiwilligengesetz: Fundraising Verband begrüßt Beschluss im Nationalrat
Nächstes Regierungsprogramm muss Ausbau des Freiwilligenwesens und Stärkung der Gemeinnützigkeit beinhalten.

Wien, 13.10.2017. Gestern wurde im Nationalrat einstimmig eine Novelle zum Freiwilligengesetz beschlossen. Damit wurde das Freiwillige Sozialjahr rechtzeitig vor dem Auslaufen per Jahresende abgesichert und die finanziellen Mittel für Gedenk-, Friedens- und Sozialdienste im Ausland garantiert. Zusätzlich wurde die soziale Absicherung der Freiwilligen verbessert. Von der nächsten Bundesregierung fordert der Fundraising Verband eine konsequente Freiwilligenpolitik und eine breite Unterstützung für den Ausbau der Freiwilligen-Infrastruktur.

Rund 3,3 Millionen Menschen oder 46% der über 15-Jährigen in unserem Land sind Tag für Tag freiwillig und unentgeltlich in allen gesellschaftlichen Bereichen aktiv. Mit der gestern beschlossenen Gesetzesnovelle wurde im Nationalrat ein erster Schritt für die Sicherung des vielfältigen Freiwilligen-Engagements in Österreich gesetzt. Aufgabe der nächsten Bundesregierung wird es sein, notwendige Weiterentwicklungen schnellstmöglich umzusetzen. Der Fundraising Verband – Dachverband der spendenwerbenden Organisationen – fordert den weiteren Ausbau der Infrastruktur durch Freiwilligenzentren und -messen, Rechtssicherheit bei der Sozialversicherungseinstufung von Freiwilligenarbeit, eine nationale Validierung der im Freiwilligeneinsatz erworbenen Qualifikationen sowie Erleichterungen bei der betrieblichen Freistellung von Mitarbeitern für freiwilliges Engagement. Auch sollte der im BMASK angesiedelte Anerkennungsfonds neu ausgerichtet werden und – analog zur Innovationsstiftung für Bildung – gemeinsam mit privaten Förderern neue Initiativen initiieren.  

Zwtl.: Rechtssicherheit und Endbürokratisierung:
Mit dem Gemeinnützigkeitsgesetz 2015 wurde eine erste Maßnahme in Richtung Rechtssicherheit für Gemeinnützige umgesetzt, jedoch nur auf dem Sektor der gemeinnützigen Stiftungen. Der FVA sieht die Notwendigkeit, weitere wichtige Schritte folgen zu lassen und neben der Verbesserung der Rechtssicherheit für Vereine endlich das Gemeinnützigkeitsrecht zu entbürokratisieren. Allein die Vereinsrichtlinie des BMF umfasst mehr als 250 Seiten und ist nur für Experten lesbar. Die Forderung nach Abbau bürokratischer Hürden betrifft auch die Spendenabsetzbarkeit. Über 6500 Organisationen, von den Freiwilligen Feuerwehren bis zu den großen Hilfswerken, sind ab heuer verpflichtet, Spenderdaten im großen Umfang zu sammeln und nach einem komplizierten Verfahren verschlüsselt an das Finanzamt zu melden. Der Fundraising Verband hat sich mit zahlreichen Vereinfachungsvorschlägen an das BMF gewandt, ist aber an den bürokratischen Hürden bislang gescheitert. „Wir fordern die neue Bundesregierung auf, unverzüglich ein einfaches und unkompliziertes Verfahren für die Spendermeldung umzusetzen, um einen Schaden für das österreichische Spendenwesen zu verhindern! Vorschläge liegen seit Monaten auf dem Tisch.“, berichtet Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, und warnt vor einem Chaos bei der Arbeitnehmerveranlagung für 2017: „Tausende Bescheide könnten angefochten werden, da die Spender nach wie vor nicht ausreichend über die Neuerungen informiert wurden und zahlreiche datenschutz- und steuerrechtliche Fragen nicht geklärt sind.“ so Lutschinger.  

Zwtl.: Spendenabsetzbarkeit für Alle:
Hunderte Bildungseinrichtungen, Tierschutzvereine sowie große Teile der Kultureinrichtungen sind aufgrund nicht nachvollziehbarer Bestimmungen von der Spendenabsetzbarkeit ausgeschlossen. Auch hier fordert der FVA, dass das Projekt „Spendenabsetzbarkeit für Alle“, das 2009 begonnen wurde, in der 26. Gesetzgebungsperiode zu einem Abschluss gebracht wird. Die Spendenabsetzbarkeit hat dazu beigetragen, dass das Spendenaufkommen jährlich um 10% gestiegen ist. „Die 625 Mio. Euro, die in Österreich jährlich an Spenden gesammelt werden, könnten durch die Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit auf alle Zwecke und eine ernsthafte Endbürokratisierung bis 2022 auf 800 Mio. gesteigert werden und die Gemeinnützigkeit in Österreich ungemein fördern.“, so Günther Lutschinger.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   
 



Sabine Haag ist Fundraiserin des Jahres
Fundraising Verband zeichnet KHM-Generaldirektorin für ihre Verdienste um das Spendenwesen im Kultursektor aus und vergibt die Fundraising Awards für besondere Leistungen in der Spenderkommunikation.

Wien, 9.10.2017. Der Fundraising Verband zeichnet heute im Rahmen einer feierlichen Abendgala hervorragende Leistungen in der Spender­kommunikation mit den Fundraising Awards 2017 aus. Zahlreiche namhafte NGOs und Agenturen gingen in das Ren­nen um den renommierten Preis in den Kategorien Spendenspot, Innovation, Online-Kampagne, Fundraising Aktion, Spendenmailing sowie Unternehmenspartnerschaft des Jahres 2017. Als Höhepunkt des Abends wird Dr. Sabine Haag – Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums Wien – zur Fundraiserin des Jahres gekürt.

Sabine Haag ist bekannt für ihren unermüdlichen Einsatz für die Weiterentwicklung des Kunsthistorischen Museums Wien. Als Generaldirektorin ist es ihr seit jeher ein zentrales Anliegen, neue Werbekanäle zu öffnen und zusätzliche Finanzierungsquellen für das Museum zu generieren. Dazu unterstützte sie die Umsetzung ausgesprochen vielfältiger, innovativer sowie kreativer Fundraising-Methoden. Aber auch selbst war sie engagiert im Einsatz, Menschen zur Unterstützung zu begeistern und zu motivieren. Damit ist es ihr gelungen, erfolgreich private Fördermittel zu akquirieren. Diese ermöglichten Projekte wie die Kunstkammer-Wiedereröffnung oder sehbehinderten Menschen den Zugang zu Kunst zu erleichtern.

„Sabine Haag hat sowohl auf künstlerischer wie auf wirtschaftlicher Seite Großartiges für das Kunsthistorische Museum und den Kulturstandort Wien geleistet und maßgeblich zum exzellenten internationalen Ruf des Hauses beigetragen. Mit ihrer konsequenten und kreativen Arbeit im Fundraising hat sie zusätzliche finanzielle Mittel gesichert und damit die Zukunft des Museums nachhaltig mitgestaltet.“, unterstrich die Generaldirektorin der Österreichischen Lotterien, Bettina Glatz-Kremsner, in ihrer Laudatio die Verdienste Sabine Haags.

Zuletzt wurden 2016 der langjährige CARITAS-Präsident Franz Küberl, 2015 Alexander Wrabetz in Vertretung für die ORF-Hilfsaktion „HELFEN. WIE WIR“, 2014 Karlheinz Böhm posthum für sein Lebenswerk, 2013 Willi Resetarits, 2012 Chris Lohner und 2011 Gery Keszler für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Zwtl.: Fundraising Awards – Preisträger in den weiteren Kategorien:
Als bester Fundraising Spot des Jahres 2017 setzte sich der Spot „Hilf Hannah“ von Kinderhospitz Netz  durch. Der von der Agentur Direct Mind entwickelte Spot führt vor Augen, wie wichtig gerade für schwerkranke Kinder eine fachgerechte Betreuung im gewohnten und liebevollen Umfeld ihrer Familien und des eigenen Zuhauses ist. 

Die Onlinedienstleister Formunauts und RaiseNow punkteten bei der Jury in der Kategorie beste Fundraising Innovation (in Kooperation mit VSG Direkt) mit dem „Quality Widget“. Dieses Online-Tool ermöglicht ein einfaches und direktes Feedback von SpenderInnen für Face-to-Face Fundraiser. Dies steigert die Gesprächsqualität und senkt die Kosten. 

Den Fundraising Award für die Partnerschaft des Jahres (in Kooperation mit ERSTE Bank) erhält DEBRA Austria gemeinsam mit dem Spezialpapierhersteller delfort. Unglaubliche 21.564 Papierschmetterlinge wurden für „Schmetterlingskinder“ gefaltet und damit nicht nur ein Weltrekord aufgestellt, sondern vor allem eine großartige Spende erzielt: Für jeden gefalteten Schmetterling spendete delfort 1 Euro. 

Ebenfalls siegreich ist DEBRA Austria in diesem Jahr beim besten Direct Mailing des Jahres (in Kooperation mit Österreichische Post AG). Mit dem von der Agentur Direct Mind entwickelten Spendenbrief, in dem  „Schmetterlingskinder“ ihre größten Wünsche ans Christkind sandten, ist der Organisation ein außerordentlich erfolgreiches Weihnachtsmailing gelungen.

Der Fundraising Award für die Fundraising Aktion des Jahres (In Kooperation mit Sextant) geht an SOS Kinderdorf für die Spendenaktion im Rahmen der Nivea-Familienfest Tour 2017. Die Veranstaltung hat sich zu Österreichs größter Sommer-Ferien-Tour entwickelt – mit mittlerweile rund 200.000 Gästen pro Jahr. Die Erlöse aus dem großen Spendenmarathon kommen den SOS-Kinderdörfern zugute.

In der Kategorie Fundraising Online Kampagne des Jahres (In Kooperation mit Grün Software) gibt es gleich zwei Gewinner: Diakonie Österreich wird für das Integrations-Memo und WWF Österreich für ihre Initiative zum Schutz der Wölfe in Österreich ausgezeichnet. Das Integrations-Memo (Agentur Identum) bildet 32 ausgewählte Begriffe sowohl auf Deutsch als auch auf Arabisch ab und unterstützt spielerisch das Erlernen unserer Sprache und Kultur. Persönlichkeiten wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen oder Conchita Wurst haben Texte beigesteuert. Die von Direct Mind konzipierte WWF-Kampagne „Jetzt droht eine Hexenjagd!“ zielt auf den Schutz der seit über 100 Jahren ersten in Österreich ansässigen Wölfe und ein friedliches Miteinander mit Menschen und Nutztieren. 

Zwtl.: Über die Fundraising Awards:
Zum 24. Mal vergibt der Fundraising Verband Austria dieses Jahr die Fundraising Awards. Ziel der in sieben Kategorien vergebenen Awards ist es, hervorragende Leistungen in der Kommunikation mit SpenderInnen vor den Vorhang zu holen. Der Fundraiser des Jahres wird vom Vorstand des Fundraising Verbands ernannt. Die Kür der anderen sechs Kategorien erfolgt durch eine international besetzte Fachjury. Insgesamt wurden heuer 40 Projekte eingereicht.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) – Dachverband der Spendenorganisationen mit über 300 Mitgliedern – hat das Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

Fotomaterial steht auf der Website http://t1p.de/43la ab ca. 23 Uhr zur Verfügung.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: andreas.anker@fundraising.at




Rekord an Neugründungen gemeinnütziger Stiftungen – neues Bundesstiftungsgesetz zeigt Wirkung.
Fundraising Verband Austria zieht anlässlich des Europäischen Tags der Stiftungen am 1. Oktober Bilanz über eineinhalb Jahre neues Stiftungsrecht.

Wien, 29.9.2017. Anfang 2016 ist das neue, gemeinnützige Stiftungsrecht in Kraft getreten. Damit hat die österreichische Bundesregierung nicht nur steuerliche Verbesserungen für den gemeinnützigen Stiftungssektor, sondern ein insgesamt schlankes neues Stiftungsrecht auch Schiene gebracht. Der Stiftungsstandort Österreich wurde dadurch stark belebt. Mehr Neugründungen seit dem Inkrafttreten 2016 als in den letzten 10 Jahren bestätigen die positiven Auswirkungen eindrucksvoll. Der Fundraising Verband Austria erwartet für 2017 25 bis 30 neue gemeinnützige Stiftungen.

Dass die internationale Rolle von Stiftungen wächst, zeigt nicht zuletzt die europaweit steigende Zahl an Stiftungsgründungen und ihr wachsendes Engagement. Etwa 140.000 europäische Stiftungen fördern das Gemeinwohl mit jährlich rund 60 Mrd. Euro. Österreich verfügt neben dem vorwiegend für private Zwecke eingeführten Privatstiftungsgesetz seit dem Vorjahr über ein modernes und international anerkanntes Bundesstiftungsrecht, das positive Wirkung für den gemeinnützigen Sektor zeigt. „In den vergangenen eineinhalb Jahren konnte Österreich ein starkes Wachstum bei den gemeinnützigen Stiftungsgründungen verzeichnen und im internationalen Vergleich aufholen.“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria – Dachverband spendenwerbender Organisationen – mit dieser Entwicklung zufrieden. Allein 2016 erfolgte ein Zuwachs von 21 Stiftungen. Die Freude über die positive Entwicklung wird allerdings getrübt durch einen Blick auf die Nachbarstaaten: Im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es in Deutschland immer noch dreimal so viele Stiftungen und in der Schweiz zwanzigmal so viele. Absolut betrachtet sind in Österreich 706, in Deutschland 21.806 und in der Schweiz 13.075 gemeinnützige Stiftungen eingetragen. Österreich hat somit noch großen Aufholbedarf. In Liechtenstein gibt es mit rund 1.300 Stiftungen fast doppelt so viele wie in Österreich. (Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen) 

Zwtl.: Gemeinnützige Stiftungen weiter auf Wachstumskurs halten:
Um die positive Entwicklung der vergangenen eineinhalb Jahre fortzusetzen, ist die Bundesregierung jetzt gefordert: Während in unseren Nachbarstaaten an weiteren Verbesserungen für die jeweiligen Stiftungsstandorte gearbeitet wird, harrt in Österreich die Novelle zum Privatstiftungsgesetz noch der Beschlussfassung. Ein wichtiger Punkt des Begutachtungs-Entwurfes sieht vor, Änderungen des Stiftungszwecks auf gemeinnützige und mildtätige Zwecke zu erleichtern. Neben weiteren administrativen Erleichterungen für gemeinnützige Bundesstiftungen sollte auch die Absetzbarkeit von Stiftungszuwendungen von derzeit max. 500.000 Euro auf das deutsche Niveau von 1. Mio. Euro angehoben werden. Nur so kann sich der Philanthropie-Standort Österreich zukünftig behaupten.

Zwtl.: Gemeinnützige Stiftungen in Österreich:
Stiftungen spielen eine wesentliche Rolle für die Förderung des Gemeinwohls. Aktuell gewinnen die Bereiche Kultur und Wissenschaft neben dem sozialen Sektor zunehmend an Bedeutung. So wurden 2017 die Otto Nicolai Jubiläumsstiftung der Wiener Philharmoniker, die Stiftung Hohenlohe zur Förderung biologischer und psychosomatischer Medizin in Österreich oder die EFIS Stiftung - Europäische Stiftung für Innovation und soziale Verantwortung ins Leben gerufen. Letztere sichert dem südburgenländischen „jOPERA Jennersdorf Festivalsommer“ durch den Kauf des Schlosses Tabor nachhaltig seine Spielstätte. Die private Forschungsstiftung „Wings for Life“, von Dietrich Mateschitz gegründet, hat das Ziel, Heilmethoden für Querschnittspatienten weltweit zu erforschen.

Nicht nur als Träger und Finanzier gemeinnütziger Projekte spielen Stiftungen eine wichtige Rolle, sie sichern auch tausende Arbeitsplätze in Österreich.

Zwtl.: Europäischer Tag der Stiftungen – 1. Oktober 2017:
DAFNE – der Dachverband von 25 Stiftungsverbänden und rund 7500 gemeinnützigen Stiftungen ruft heuer zum dritten Mal zum „Tag der Stiftungen“ auf. Europaweit stellen Stiftungen ihre Leistungen vor und werben für ihr Anliegen. Weitere Infos unter https://dafne-online.eu
 

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 

T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




„Woche des guten Testaments“ startet Österreichweit
69 gemeinnützige Organisationen informieren ab 11.9. über gemeinnütziges Vererben im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 6.9.2017. Am Montag (11.9.) startet die zweite „Woche des guten Testaments“ in Österreich. Nach dem breiten Interesse an der Veranstaltungsserie im Frühjahr hat die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ eine zweite Themenwoche mit mehr als 30 Veranstaltungen in ganz Österreich organisiert. Experten von der Österreichischen Notariatskammer informieren dabei in neutraler Form, was beim neuen Erbrecht beachtet werden muss und wie man etwas für den guten Zweck hinterlassen kann. Bei freiem Eintritt können BesucherInnen in den Veranstaltungen gemeinnützige Organisationen näher kennenlernen und sich in rechtlichen Fragen von Experten beraten lassen.

Im September werden in vielen Ländern die „International Legacy Days“ begangen – mit einer Reihe an Aktivitäten zum Thema Erben. Bereits zum fünften Mal beteiligt sich auch Österreich mit der „Woche des guten Testaments“ daran. Zu diesem Anlass lädt die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ gemeinsam mit ihren 69 Mitgliederorganisationen zu Informationsveranstaltungen in Wien, Linz, Graz, St. Pölten, Salzburg, Innsbruck oder Dornbirn. Seit genau fünf Jahren macht es sich „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ zur Aufgabe, die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit zu informieren, neben Angehörigen einen Teil des Nachlasses auch einer gemeinnützigen Organisation zu hinterlassen. Fast 15% der über 40-jährigen können sich dies mittlerweile vorstellen.
 
Zwtl.: Infoveranstaltungen in ganz Österreich:
Was beim Vererben für den guten Zweck zu beachten ist und wie man sich im neuen Erbrecht zu Recht findet, darüber beraten Notare im Rahmen der Infoveranstaltungen der „Woche des guten Testaments“. Diese bieten außerdem die Gelegenheit, viele gemeinnützige Organisationen und deren Projekte – ungezwungen und unverbindlich – kennenzulernen. In Wien informieren unter anderem Notar Dr. Christoph Beer am 11. Sept. in den Räumlichkeiten des Naturhistorischen Museums oder Notar Dr. Christoph Mondel am 12. Sept. in der Volksoper. Alle Teilnehmer sind dabei zu einer Führung hinter die Kulissen der Volksoper eingeladen. Erstmals findet in diesem Jahr auch eine Vergissmeinnicht-Veranstaltung in Linz statt: Am 21.9. berät Notarpartner Dr. Roland Gintenreiter Interessierte im Seminarraum des Botanischen Gartens. Als Rahmenprogramm wird eine Führung durch die Gartenanlage geboten. Informationen zu diesen und allen weiteren Veranstaltungen in Österreich finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at/termine.
 
Zwtl.: Mit Testamentsspenden die Zukunft mitgestalten:
„Testamentsspenden bieten die außergewöhnliche Möglichkeit, Anliegen, die einem schon immer wichtig waren, über das eigene Leben hinaus zu unterstützen. Jede Österreicherin und jeder Österreicher kann damit nachhaltig Positives für die Zukunft bewirken.“, verdeutlicht Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigste Motivation für Testamentsspender. In unterschiedlichsten Bereichen und Spendenorganisationen konnte durch den Beitrag Österreichischer TestamentsspenderInnen bereits nachhaltig Positives geschaffen werden.
 
Der Tierschutzverein „Animal Spirit“ konnte durch die großzügige Hinterlassenschaft einer Tierfreundin aus Wien-Gerasdorf zuletzt den neuen Gnadenhof „Engelberg“ in Oberösterreich eröffnen, der für die älteren Pferde-Semester ein ideales Zuhause bietet. „Die tierliebende Dame hatte uns bereits davor viele, viele Jahre immer wieder mit kleineren Spenden unterstützt, dass sie uns dann aber auch ihr Haus vermachen würde, das haben wir in keiner Weise ahnen können.“, so Obmann Dr. Franz-Joseph Plank.

Ein tragisches und zugleich außergewöhnliches Beispiel ist Krankenschwester Christine Gruber, die 2013 im Alter von 54 Jahren bei ihrem Freiwilligeneinsatz für „Jugend eine Welt“ in Ecuador zusammen mit einer Ärztin tödlich verunglückt ist. „Der Schock und die Trauer in unserer Organisation waren unbeschreiblich, als wir von dem Unglück erfuhren. Eine Volontärin zu verlieren, ist die größte Angst, wenn man Menschen zu einem Auslandseinsatz verabschiedet. Überrascht und betroffen erfuhren wir einige Wochen später, dass Christine Gruber vor ihrer Abreise nach Ecuador ein Testament verfasst hatte und darin neben ihren Kindern eine namhafte Summe auch Jugend Eine Welt vermacht hat.“, verrät Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt. Die Legatarin verfügte, dass der Betrag für die gemeinnützige Arbeit mit VolontärInnen verwendet werden soll. Selbst viel zu früh aus dem Leben gerissen, hat Christine Gruber etwas Bleibendes für den guten Zweck hinterlassen und dazu beigetragen, dass benachteiligte Kinder und Jugendliche auch in Zukunft Hilfe erfahren.
 
Zwtl.: Fakten zum gemeinnützigen Vererben:
Erbschaften sind längst ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. 50-55 Millionen Euro werden jährlich auf diesem Wege gespendet. Fast jeder 10. Spendeneuro ist damit eine Testaments-spende. Begründet werden Vermächtnisse zugunsten gemeinnütziger Organisationen vorwiegend mit dem Wunsch, über das eigene Leben Gutes zu leisten. „Vielen Menschen ist es auch ein großes Bedürfnis, selbst zu bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod passiert.“, erklärt Günther Lutschinger. Denn liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft an den Staat (2012-2015 über 12 Mio. Euro).
 
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Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





Fundraising als Impuls zur Stärkung des Kulturstandortes Österreich
Fundraising Verband informiert über Möglichkeiten und Chancen für private Kulturfinanzierung in Österreich und blickt auf erfolgreiche Beispiele.

Wien, 9.8.2017. Private Kulturförderung gewinnt international immer mehr an Bedeutung. In Ländern wie den Niederlanden, Deutschland oder der Schweiz ist Spenden für Kultur bereits wesentlich stärker verbreitet als in Österreich. Hierzulande sind die Einnahmen, die im Kulturbereich durch Fundraising erzielt werden, noch relativ gering. Durch die Erweiterung der steuerlichen Absetzbarkeit auf Kultureinrichtungen im Jahr 2016 hat das Thema „Spenden für Kunst und Kultur“ zwar an Relevanz gewonnen, mit den derzeitigen Bestimmungen wird das Potential jedoch nicht ausgeschöpft. Der FVA zeigt aktuelle Entwicklungen in der privaten Kulturfinanzierung, wie sich Österreich im internationalen Vergleich präsentiert sowie Beispiele für erfolgreiches Kulturfundraising.

Zwischen 10 und 15 Mio. Euro, also etwa 2 % des Gesamtspendenvolumens von 625 Mio. Euro wurden in Österreich 2016 für Kultur gespendet. In den Niederlanden, wo der Anreiz der Absetzbarkeit schon länger besteht, entfallen dagegen jährlich ca. 8 % der Spenden auf kulturelle Zwecke. Im Vergleich zu Deutschland oder der Schweiz haben sich in Österreich bislang noch wenig alternative Finanzierungsformen im Kunst- und Kultursektor etabliert. „Dies liegt sicher auch daran, dass in Österreich Kultur primär als Staatsaufgabe gesehen wird.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. Für die Kulturnation Österreich gilt es hier den Anschluss nicht zu verlieren und die brach liegenden Möglichkeiten neben der staatlichen Finanzierung zu nützen. „Ein klares kulturpolitisches Bekenntnis für mehr private Kulturförderung ist vonnöten. Privates Engagement ist niemals ein Ersatz für staatliche Förderungen, soll jedoch eine wichtige Ergänzung darstellen. Um Kulturbetriebe stärker zu Fundraising- und Sponsoringaktivitäten zu motivieren, sollten Kofinanzierungen, wie die Verdoppelung jeder Spende durch den Staat, ebenso wie Erleichterungen bei der Spendenabsetzbarkeit angedacht werden.“, ist Günther Lutschinger überzeugt.

Zwtl.: Eineinhalb Jahre Spendenabsetzbarkeit für Kultureinrichtungen – Eine Zwischenbilanz:
Mit der Erweiterung der Absetzbarkeit wurde 2016 ein erster Schritt gesetzt, um das Spendenaufkommen im Kunst- und Kultursektor anzukurbeln. Doch die geltenden Kriterien zur Erlangung der Absetzbarkeit sind sehr einschränkend. „Mit ihrer Komplexität und der Bindung an eine Bundes- oder Landesförderung fördert die Absetzbarkeit derzeit die großen Einrichtungen und frustriert die kleineren.“, stellt Lutschinger klar. Auf der BMF-Liste begünstigter Einrichtungen stehen eineinhalb Jahre nach Einführung erst 58 Kultureinrichtungen, vorwiegend große Institutionen wie das Burgtheater, die Salzburger Festspiele oder Bundesmuseen. Im Verhältnis zur Gesamtzahl von über 5800 Einrichtungen ist dies gerade einmal 1%. Die Zwischenbilanz fällt also sehr dürftig aus. Mangelnde Informationen und die oft willkürlichen Einschränkungen bei der Erlangung der Absetzbarkeit dürften entscheidende Gründe sein.
Die Bereitschaft zu mehr gesellschaftlichem Engagement für Kultur ist jedenfalls gegeben: Laut aktueller Studie sind 6% der ÖsterreicherInnen bereit für Kunst und Kultur zu spenden (Quelle: Public Opinion).

Zwtl.: Kulturfundraising in und außerhalb von Österreich:
Welche Möglichkeiten Kulturfundraising heute bietet, weiß der gebürtige Österreicher Max Hollein – seit 2016 Direktor der Fine Arts Museums of San Francisco. Bis 2016 leitete Hollein höchst erfolgreich die drei Frankfurter Museen Schirn Kunsthalle, Städel-Museum und Liebieghaus-Skulpturensammlung. Mit Feingespür für bürgerliches Engagement, der gezielten Ansprache von Unternehmen und innovativen Fundraising-Kampagnen schaffte es Hollein unter anderem die Hälfte der Gesamtkosten für den Erweiterungsbau des Städel (52 Mio. Euro) aus privaten Spenden zu akquirieren.

Einige Kulturinstitutionen konnten in Österreich bereits große Erfolge im Fundraising verzeichnen. Breite Unterstützung finden etwa die Projekte des KHM-Museumsverbands oder der Salzburger Festspiele, die mit einer Palette an Fundraising-Instrumenten zahlreiche Förderer und Sponsoren überzeugen und nachhaltig private Mittel generieren.
Einen besonders wichtigen Beitrag zur Kulturförderung leisten in Österreich einzelne Großspender wie Peter Pühringer, der mit der POK Pühringer Privatstiftung unter anderem den 15 Mio. Euro teuren Bau des 2012 eröffneten Konzertsaals „MuTh“ der Wiener Sängerknaben finanziert hat und auch für den laufenden Spielbetrieb aufkommt. Ebenfalls beispielhaft ist das Engagement von Helmut und Kathryn List, deren AVL Cultural Foundation Privatstiftung zahllose innovative Projekte aus den Bereichen Kunst und Wissenschaft ermöglicht. Ein wichtiger Beitrag zur Belebung der Grazer Kulturszene wurde von der Familie List mit dem Bau der Helmut List Halle in einer intensiven Zusammenarbeit von Technikern und Künstlern geleistet.

Ein Beispiel für private Kulturfinanzierung im großen Stil sind die Tiroler Festspiele Erl, die von Gustav Kuhn mit Unterstützung des langjährigen Mäzens Hans Peter Haselsteiner zu einem international renommierten Kulturstandort aufgebaut wurden. Der Bau und die nötige Infrastruktur des Festspielhauses in der Höhe von rund 36 Mio. Euro wurden zum Großteil durch die Haselsteiner Familien-Privatstiftung ermöglicht, die auch die laufenden Betriebskosten trägt. Der finanzielle Beitrag von Bund und Land Tirol beläuft sich auf je 8 Mio. Euro. Erst kürzlich wurden die Festspiele in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht und ihre Finanzierung somit für die Zukunft abgesichert. Stifter sind Bund, Land, die Strabag SE, die Haselsteiner Familien-Privatstiftung sowie der Verein Festspiele Erl. Die Festspiele Erl sind damit ein wunderbares Beispiel für eine fruchtbare Symbiose aus staatlicher und privater Kulturfinanzierung. Zudem zeigt Erl, dass der Philanthropie-Standort Österreich durch das neue, gemeinnützige Stiftungsrecht seit 2016 auch im Kulturbereich belebt wurde.
Das große Engagement von Großspendern wie den Familien Haselsteiner, Pühringer oder List belegen die Chancen für den Kultursektor, stellt in Österreich aber gleichzeitig noch eine Ausnahme dar.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





5-Jahres-Jubiläum der Initiative Vergissmeinnicht.at des Fundraising Verbands
Initiative für das gute Testament informiert seit 2012 über das Thema Erben – FVA sagt Danke und zieht Bilanz.

Wien, 1.8.2017. Vergissmeinnicht.at – die Initiative des Fundraising Verbands Austria für das gute Testament – feiert ihr 5-jähriges Bestehen. Seit Sommer 2012 informiert Vergissmeinnicht.at gemeinsam mit mittlerweile 69 Mitgliederorganisationen, darunter Caritas, WWF, Kindernothilfe Österreich oder Österreichisches Rotes Kreuz, über das sensible Thema Erben und die immer beliebter werdende Möglichkeit, einen Teil des Nachlasses einer gemeinnützigen Organisation zu hinterlassen. Heute werden in Österreich 50-55 Millionen Euro jährlich in Form von Testamentsspenden gespendet. Damit sind Erbschaften längst ein zentraler Faktor im Spendenaufkommen und in Zukunft von noch größerer Bedeutung. Einerseits werden immer mehr Vermögenswerte vererbt und andererseits steigt die Zahl der Menschen ohne Erben. Laut Studie des WU-Ökonomen Stefan Humer wird die Zahl der vererbten Vermögenswerte insgesamt bis 2030 auf 18,2 Mrd. Euro steigen.

 

Die Initiative Vergissmeinnicht wurde 2012 gemeinsam mit 28 Organisationen gegründet, um dem Bedürfnis der ÖsterreicherInnen nach neutralen Informationen zu den Möglichkeiten beim Vererben nachzukommen. „Viele Menschen überlegen, neben Familienangehörigen auch eine gemeinnützige Organisation in ihrem Testament zu bedenken, wissen jedoch nicht was sie dafür tun und beachten müssen.“, berichtet Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. Vergissmeinnicht.at stellt dieses rechtliche Informationsbedürfnis in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Notariatskammer seit nunmehr 5 Jahren sicher. In dieser Zeit ist das Interesse der ÖsterreicherInnen kontinuierlich angestiegen. Mittlerweile können sich fast 15% der über 40-jährigen  vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – 2012 waren es noch 8%.

Dass sich Vergissmeinnicht.at als Informationsplattform etabliert hat, zeigt auch das große Interesse an den Service-Angeboten. Jährlich organisiert die Initiative mehrere Gemeinschaftsveranstaltungen sowie zahlreiche Info-Abende. Insgesamt wurden dabei bisher mehr als 5.000 Interessenten angesprochen. Tausende Menschen konnten darüber hinaus bei mehreren Seniorenmessen pro Jahr erreicht werden. Fast 100.000 Infofolder in mehreren Auflagen wurden seit Bestehen von Vergissmeinnicht.at unter den ÖsterreicherInnen verbreitet.

Zwtl.: Testamentsspenden bewirken Gutes in unterschiedlichsten Bereichen:

Die wichtigste Motivation für Testamentsspender ist der Wunsch, dass die Anliegen, die ihnen schon zu Lebzeiten wichtig waren, auch nach ihrem Leben sichergestellt werden. Die Bereiche, in denen Testamentsspenden nachhaltig Positives bewirken, sind vielfältig und reichen von der Kinderhilfe über Tier- und Umweltschutz bis zur Förderung von Bildungs-, Kunst- und Kultureinrichtungen.
Der Architektin und Autorin Elisabeth Baudisch ist die Unterstützung von Kindern schon seit Jahrzehnten ein großes Anliegen. Durch einen Schicksalsschlag selbst kinderlos, übernahm sie mehrere Patenschaften für notleidende Kinder. Um ihr Vermögen einmal Kindern zugutekommen lassen zu können, bedachte Baudisch 2015 das SOS-Kinderdorf Moosburg in ihrem Testament. So kann die großzügige Spenderin selbst noch miterleben, welche Projekte mit Spendengeldern umgesetzt werden.
Auch der Einsatz für den Schutz unserer Umwelt ist für immer mehr ÖsterreicherInnen ein über den eigenen Tod hinausgehendes Bedürfnis. Vermächtnisse einzelner engagierter Menschen ermöglichen es beispielsweise dem WWF wegweisende Umweltschutz-Projekte in Thailand zu realisieren, wo die wirtschaftliche Entwicklung drastische Folgen für die Natur mit sich bringt. Im Zoo Salzburg konnte der Neubau des Löwenhauses mithilfe der großzügigen Testamentsspende einer Katzenliebhaberin realisiert werden.

Zwtl.: FVA sagt Danke und zieht Bilanz:

„Die ersten 5 Jahre unserer Initiative Vergissmeinnicht.at waren geprägt von dem gemeinsamen Bestreben, Aufklärungsarbeit zum sensiblen Thema Erben zu leisten und Menschen für die Möglichkeit zu sensibilisieren einen Teil ihres Vermögens einer gemeinnützigen Organisation zu vermachen.“, so Günther Lutschinger. „Bei allen, die sich bereits für eine Testamentsspende entschieden haben, möchten wir uns herzlich bedanken!“


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E:
presse@fundraising.at





Datenschutznovelle: „Pfusch“ zu Lasten der NPOs

Fundraising Verband kritisiert Durchpeitschen im Parlament und mangelnde Rechtssicherheit für NPOs.

Wien, 27.6.2017. Eine der wichtigsten und sensibelsten Bereiche des Rechts wird derzeit in Österreich im Schnellverfahren durch die Gesetzgebung gepeitscht. Die teils massiven Bedenken von Experten aus allen Gesellschaftsbereichen werden dabei ignoriert und nicht gehört. Damit ist die Chance vertan, eine moderne Rechtsgrundlage in Österreich zu schaffen. Der Fundraising Verband Austria appelliert daher an alle Nationalratsabgeordneten, am Donnerstag dem Vorschlag in dieser Form nicht zuzustimmen und befürchtet sonst eine massive Rechtsunsicherheit mit diesem Gesetz.

War zunächst unverständlich, warum eine derart wichtige und sensible Rechtsmaterie in einem äußerst kurzem Begutachtungsverfahren vor dem Sommer durchgepeitscht werden muss, ist nun vielmehr nicht akzeptabel, warum keine einzige Position der 109 abgegebenen Stellungnahmen in irgendeiner Form berücksichtigt wurden. „Dies zeigt einmal mehr ein mangelndes Demokratieverständnis im Gesetzgebungsprozess“ ist Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria, erschüttert. Die Datenschutznovelle bringe keine Klärung sondern vielmehr Rechtsunsicherheit für die gemeinnützigen Organisationen. „Wir fordern daher die Nationalratsabgeordneten auf, diesem Gesetzesvorschlag nicht zuzustimmen, um einen Prozess für ein modernes innovatives Datenschutzrecht mit internationaler Vorbildwirkung zu ermöglichen.“


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband
T: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at

 





Saisonstart für qualitätsvolle Straßenwerbung für den guten Zweck

Qualitätsinitiative des Fundraising Verbands garantiert höchste Standards bei NGO-Straßenwerbung.

Wien, 13.6.2017. Bei den immer sommerlicheren Temperaturen begegnet man im öffentlichen Raum vermehrt engagierten MitarbeiterInnen gemeinnütziger Organisationen beim Werben für den guten Zweck. Mitgliederwerbung an öffentlichen Plätzen ist bis heute eines der wichtigsten Standbeine gemeinnütziger Organisationen in der Ansprache und Information neuer UnterstützerInnen. Die in der Fördererwerbung entstehenden Jobs sind eine wichtige Arbeitschance besonders für StudentInnen. Um einheitlich hohe Qualitätsstandards im Umgang mit Passanten zu gewährleisten und Standplatzkonzentrationen der Vereine zu verhindern, organisiert der Fundraising Verband auch 2017 die „Qualitätsinitiative Fördererwerbung“.

Neue Interessenten im öffentlichen Raum anzusprechen, zählt zu den ältesten Formen der Spendenwerbung. Der Erfolg gibt der Methode bis heute recht: Im Schnitt werden zehn Prozent der Menschen, mit denen ein Gespräch geführt wird, als Förderer gewonnen. 80% von ihnen werden langfristige SpenderInnen und bleiben den Organisationen mehrere Jahre treu.

„Mit der Qualitätsinitiative Fördererwerbung setzen wir vom Fundraising Verband klare Maßstäbe für eine nachhaltig qualitätsvolle Mitgliederwerbung im Interesse der NGOs, der Bürgerinnen und Bürger und unserer Gesellschaft!“, betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, der die Initiative ins Leben gerufen hat. „Die NGOs, die sich dem umfangreichen Regelwerk unterwerfen, wollen sich bewusst von jeglicher unprofessioneller Straßenwerbung durch höchste Qualitätsstandards abgrenzen.“, so Lutschinger. Durch die Initiative wurden in den letzten Jahren Standards geschaffen, die die Fördererwerbung in einer qualitätsvollen und professionellen Weise sicherstellen. Dazu zählt auch die laufende Weiterentwicklung und Evaluation. „Die Einhaltung der Standards wird heuer mittels zahlreicher ‚Mystery Shopper‘, die sich testweise in Gesprächssituationen begeben, laufend überprüft.“, führt Lutschinger weiter aus.

Zu den Mitgliedern der Qualitätsinitiative zählen Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Care Österreich, Ärzte ohne Grenzen , Global 2000, Greenpeace, Kinderhilfswerk, Pro Juventute, Global 2000, ROTE NASEN Clowndoctors, Österreichisches Rotes Kreuz, SOS-Kinderdorf, Vier Pfoten, World Vision Österreich, WWF und die Agenturen jener renommierten Organisationen.

„Auch für den WWF ist Straßenwerbung ein wichtiges Standbein im Fundraising. Nirgendwo sonst sind wir so persönlich an den Menschen dran, können im direkten Gespräch über unsere Naturschutzprojekte informieren und neue Unterstützer für unsere Anliegen gewinnen. Als Mitglied der Qualitätsinitiative Fördererwerbung verpflichten wir uns, besonders hohe Standards zu halten und laufend weiterzuentwickeln", erklärt Katharina Jungwirth, Teamleiterin Public Fundraising beim WWF Österreich.

Viele ÖsterreicherInnen schätzen diese Möglichkeit, mit NGOs ins Gespräch zu kommen. Zudem zählt die Spendenform auch zu den beliebtesten in Österreich. Dies zeigt sich in Umfragen zur Zufriedenheit der Mitglieder, aber auch anhand der geringen Beschwerdequote.

Zwtl.: Ombudsstelle für Behörden, Unternehmer und Spender

Sollte ein Problem oder eine Frage zu einer spendenwerbenden Organisation entstehen, empfiehlt der Fundraising Verband, sich an die eigens dafür geschaffene Ombudsstelle zu wenden. Diese ist unter der kostenfreien Hotline 0800/100 382 erreichbar. Alle Informationen zur Qualitätsinitiative Fördererwerbung finden Interessierte unter: www.qualitaetsinitiative.at
 

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





Infowoche zu Erbrecht NEU und Vererben für den guten Zweck startet heute

69 gemeinnützige Organisationen informieren ab 29. Mai über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 29.5.2017. Im Jänner 2017 ist die umfassendste Erbrechtsreform in Österreich seit 1811 in Kraft getreten. Was beim neuen Erbrecht beachtet werden muss und wie man in seinem letzten Willen auch gemeinnützige Organisationen bedenken kann, thematisiert ab Montag „Vergissmeinnicht.at – die Initiative für das gute Testament“ im Rahmen einer großen Informationswoche. Bei Veranstaltungen in Wien, Graz und Klagenfurt informieren Experten von der Österreichischen Notariatskammer in neutraler und umfassender Form. Besucher können dabei gemeinnützige Organisationen, ihre Vertreter und Projekte kennenlernen. Der Eintritt ist frei.

„Bei der Gestaltung eines Testaments entstehen viele Fragen. Durch die mit 1.1.2017 in Kraft getretenen Änderungen im Erbrecht steigt der Informationsbedarf zu diesem Thema weiter.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria. Obwohl unter den Österreichern vielfach der Wunsch besteht, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht, haben nur 35% der über 60-jährigen überhaupt ein Testament verfasst (Umfrage des Market-Institutes). Denn Erben zählt bei den Österreichern noch immer zu den Themen, mit denen man sich nicht auseinandersetzen möchte. Insbesondere im Hinblick auf das neue Erbrecht wissen viele Menschen noch nicht, was sich geändert hat und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind. Ebenfalls wissen noch viel zu wenige Menschen, dass man im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann.

Zwtl.: Vergissmeinnicht klärt auf

„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ lädt daher ab Montag 29.5. gemeinsam mit den 69 teilnehmenden Organisationen aus ganz Österreich zu einer Vielzahl an Infoveranstaltungen ein. „Durch den großen Zuspruch im Vorjahr bieten wir heuer sogar eine verlängerte Infowoche, die sich bis 8. Juni erstreckt.“, freut sich Günther Lutschinger. Im Zentrum der Veranstaltungen steht die rechtliche Beratung durch ExpertInnen über die komplexen Fragen des Erbrechts sowie über die Möglichkeit eines gemeinnützigen Testaments. Im Schnitt werden jährlich mittlerweile 50-55 Millionen Euro an gemeinnützige Organisationen in Form von Vermächtnissen gespendet. Rund 14 Prozent der über 40-jährigen können es sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. „Mit der Vergissmeinnicht-Infowoche möchten wir noch mehr Österreicherinnen und Österreicher auf die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen, aufmerksam machen und neutrale Informationen bieten.“, so Lutschinger. 

Zwtl.: Themenabende zu „Erbrecht, Testament und Patientenverfügung“ in Wien, Klagenfurt und Graz

Am 29. Mai geben Notarsubstitut Mag. Andreas Tschugguel (Notariat Dr. Beer) sowie Notar Mag. Harald Stockinger im Sommerrefektorium der Salvatorianer (Michaelerkirche) in Wien Einblicke in das Erbrecht. Anschließend findet eine Führung durch die Michaelerkirche und das Sommerrefektorium statt. Am 30. Mai folgt eine Infoveranstaltung im Europahaus in Klagenfurt mit Notarsubstitutin Mag. Katharina Haiden und anschließender Führung durch die aktuelle Ausstellung der Stadtgalerie Klagenfurt „Ordnung und Obsession“. Beim Themenabend in Graz informiert Notarsubstitutin Mag. Astrid Leopold im Grazer Glockenspielhaus. Danach wird zur Führung durch die aktuelle Ausstellung des Diözesanmuseums Graz geladen. Den Abschluss bildet ein Infoabend mit Notar Mag. Harald Stockinger und anschließender Führung im mumok – Museum moderner Kunst Wien am 8. Juni. Die Teilnehmer haben bei den Veranstaltungen die Möglichkeit zahlreiche Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenzulernen.

Alle Veranstaltungsinfos finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at. Ein neuer Erbrechtsratgeber zu den Änderungen des Erbrechts und zum Vererben für den guten Zweck kann kostenlos unter 0800 700 111 oder per Email an info@vergissmeinnicht.at bestellt werden.

Zwtl.: Gemeinnütziges Vererben in Österreich

Für immer mehr Österreicher ist es eine Option, gemeinnützige Organisationen im Testament in Form eines Vermächtnisses zu bedenken. Mit 50-55 Millionen Euro jährlich ist mittlerweile fast jeder 10. Spendeneuro eine Testamentsspende. Begründet werden Spenden an gemeinnützige Organisationen vorwiegend mit dem Wunsch, Gutes zu leisten, aber auch als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben. Liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft an den Staat (2012-2015 über 12 Mio. Euro).

Zwtl.: Über Vergissmeinnicht.at

„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 69 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das eigene Leben hinaus Gutes tut.


Rückfragehinweis:

Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at
 


 

Spendenabsetzbarkeit NEU: Fundraising Verband begrüßt BMF-Informationsoffensive!
Utl.: BM Schellings Initiative sorgt für umfassende Information der Bevölkerung über die Neuerungen der Sonderausgaben

Wien, 19.5.2017. Ab sofort startet ein breit angelegter Informationsschwerpunkt des Finanzministeriums zu der mit 1. Jänner eingeführten Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit. Österreichs Spendenorganisationen begrüßen diese Initiative. 6 von 10 Österreichern wissen laut einer aktuellen Umfrage nicht, was sich geändert hat und was sie ab sofort für die steuerliche Absetzbarkeit ihrer Spenden tun müssen. Die Informationsoffensive wird einen wichtigen Beitrag leisten, diese Kluft zu schließen. Durch die Änderungen müssen die Österreicher ihre Spenden nicht mehr selbst in der Steuererklärung geltend machen. Dies übernehmen die Spendenorganisationen, wenn die Spender ihnen die notwendigen Informationen übermittelt haben. Der Fundraising Verband Austria hofft nun auf eine zügige Umsetzung der noch ausstehenden technischen Infrastruktur durch das BMF.

Vor etwa zwei Jahren wurde die antraglose Arbeitnehmerveranlagung mit dem Ziel beschlossen, Erleichterungen für all jene zu bringen, die ihre Spende steuerlich absetzen möchten. Damit wurden Spendenorganisationen verpflichtet, entsprechende Spendendaten zu sammeln und an die Finanzbehörden weiterzuleiten. Dafür müssen SpenderInnen den Organisationen einmalig ihren vollständigen Namen laut Meldezettel und ihr Geburtsdatum übermitteln.Laut aktueller Umfrage wissen 4 von 10 Befragten ansatzweise über diese Änderungen Bescheid (Quelle: Public Opinion). Lediglich 29 Prozent fühlen sich bisher ausreichend vom Finanzamt informiert. Besonders in der für Spendenorganisationen wichtigen Gruppe der über 60 Jährigen herrscht ein hoher Informationsbedarf. Aufgrund des geringen Wissensstandes sind viele ÖsterreicherInnen verunsichert: Auf die Frage, ob sie der Spendenorganisation Geburtsdatum und vollständigen Namen mitteilen würden, antworteten knapp zwei Drittel der Befragten mit Nein. „Umso begrüßenswerter ist der Schritt des BMF, die Österreicherinnen und Österreicher umfassend zu informieren und damit eine gelebte Zivilgesellschaft zu unterstützen.“, macht Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, deutlich.

Zwtl.: Technische Infrastruktur

Durch die Verpflichtung zur Sammlung und Weiterleitung von Spendendaten sehen sich 5.300 betroffene Organisationen in Österreich mit einem immensen Mehraufwand konfrontiert. Damit dieser Aufwand nicht weiter explodiert, appelliert der Fundraising Verband an das BMF, die technische Infrastruktur ebenso rasch bereit zu stellen. „Wir als Dachverband spendenwerbender Organisationen in Österreich appellieren daher an BM Schelling, auch hier schnellstmöglich die Weichen für die noch fehlende Infrastruktur im FinanzOnline zu stellen. Nur so können die Spendenorganisationen die geforderte Abwicklung zeitgerecht und korrekt leisten.“, so Lutschinger. Lutschinger sieht noch weiteren Anpassungs- und Klärungsbedarf bei den rechtlichen Rahmenbedingungen.

Zwtl.: Fakten zur Spendenabsetzbarkeit

Die Spendenabsetzbarkeit wurde 2009 in Österreich eingeführt. Die Absicht des Gesetzgebers war, das Spenden für die Österreicher attraktiver zu machen. Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den SpenderInnen seither eindeutig angekommen und hat sich sehr positiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt: Mit insgesamt 187 Millionen Euro wurde 2016 in Österreich bereits jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht, knapp 1 Mio. Steuerpflichtige machen Spenden geltend.
Seit 1. Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit die neuen Vorschriften: Damit müssen nicht mehr die SpenderInnen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen die Spenden bei den Finanzbehörden melden. SpenderInnen müssen den Organisationen jedoch ihren genauen und vollständigen Namen laut Meldezettel sowie ihr Geburtsdatum übermitteln.

Zwtl.: www.spenden.at  – Das neue Infoportal des FVA rund um das Thema Spenden


Um die zahlreichen Fragen innerhalb der Bevölkerung rund um das Thema Spenden umfassend und neutral beantworten zu können, hat der Fundraising Verband das Infoportal www.spenden.at ins Leben gerufen. Dieses liefert SpenderInnen wichtige Informationen zum Spenden allgemein, insbesondere aber auch zur Spendenabsetzbarkeit NEU. Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet www.spenden.at. Darüber hinaus liefert das Portal aktuelle Informationen über zahlreiche NGOs und ihre Projekte sowie Informationen für spendeninteressierte Unternehmen.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at

 


 

Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender 
Utl.: 69 Vergissmeinnicht.at - Mitglieder setzen Zeichen des Danks im Wiener Volksgarten

Wien, 6.4.2017. Testamentsspenden werden bei den Österreichern immer beliebter. Im Schnitt werden jährlich mittlerweile 50-55 Millionen Euro an gemeinnützige Organisationen in Form von Vermächtnissen gespendet. TestamentsspenderInnen sichern damit gemeinnützige Projekte nachhaltig und gestalten die Zukunft für kommende Generationen mit. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ heute im Wiener Volksgarten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen.


Zwtl.: Jeder zehnte Spendeneuro eine Testamentsspende

Fast 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich (625 Mio. Euro 2016) sind bereits Testamentsspenden. „Mit 50-55 Millionen Euro jährlich haben die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen ein beeindruckendes Niveau erreicht. Jeder 10. Spendeneuro wird mittlerweile über Testamente gespendet!“ zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, erfreut. „Rund 14 Prozent der über 40-jährigen können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – und es werden erfreulicherweise mehr.“ zeigt Lutschinger weiter auf.

Für TestamentsspenderInnen sind der „gute Wille“ und die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen, die wichtigsten Motive. Zudem besteht vielfach der Wunsch, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht. Trotzdem wissen viele Menschen nicht, welche Möglichkeiten es beim Vererben gibt und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind. Denn Erben zählt bei den Österreichern noch immer zu den Themen, mit denen man sich nicht auseinandersetzen möchte. Nur 35 % der über 60-jährigen haben überhaupt ein Testament verfasst und viel zu wenige Menschen wissen, dass man im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann. „Mit der Initiative Vergissmeinnicht.at möchten wir daher ein neutrales Informationspaket bieten und auf diese Möglichkeit aufmerksam machen“, so Lutschinger.


Zwtl.: Über das Leben hinaus Gutes tun mit einer Testamentsspende

Die mittlerweile verstorbene Frau S. und ihr Mann haben der CS Caritas Socialis einen Erbteil vermacht. „Durch diese große Unterstützung konnten wir ein Jahr lang drei Palliativmediziner beschäftigen. Der Wunsch des Ehepaars, auch anderen Menschen eine schmerzfreie und liebevolle Betreuung im Hospiz zu ermöglichen, wurde durch ihre Testamentsspenden erfüllt. Ein großes Dankeschön an Menschen wie diese, die uns mit ihrem Vermächtnis nachhaltig unterstützen.“, erklärte dazu heute Dr. Christine Schäfer, Vorständin der CS Caritas Socialis Privatstiftung. 

Eindrucksvoll schildert auch die Burgschauspielerin Eva Fichte ihre Beweggründe: „Ich möchte selbst bestimmen, was mit meinem Vermögen nach meinem Tod passiert. Mit einem Vermächtnis zugunsten der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen kann ich mich über mein Leben hinaus für blinde und sehschwache Menschen engagieren!“ 

Was Spenden bewirken können, stellt Dr. Suzanne Rödler, Professorin an der MedUni Wien und Fundraising-Verantwortliche für das Zentrum für Präzisionsmedizin, eindrucksvoll dar: "Mit einem Vermächtnis an das Zentrum für Präzisionsmedizin ermöglichen SpenderInnen eine exakt auf die Erkrankung abgestimmte Diagnostik und die Erforschung von Therapien für eine Vielzahl von bisher unheilbaren Erkrankungen. Dies kommt den Patientinnen und Patienten unmittelbar zu Gute und ist ein bedeutender Schritt in die medizinische Zukunft – sowohl für die Ausbildung unserer zukünftigen Ärzte als auch für die zeitgemäße Behandlung der österreichischen Gesamtbevölkerung.“

Zwtl.: Über Vergissmeinnicht.at

Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 69 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das eigene Leben hinaus Gutes tut.


Rückfragehinweis:

FOTOS stehen ab 6.4.2017 ca. 12 Uhr unter folgendem Link http://bit.ly/2mYb54P zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung.

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at

 


Kostenloser Erbrechtsratgeber der Initiative für das gute Testament
Utl.: Vergissmeinnicht.at präsentiert neuen und kostenlosen Erbrechtsratgeber 

Wien, 28.3.2017. Für die meisten ÖsterreicherInnen zählt Erben noch immer zu den Themen, über die man nicht gerne spricht und mit denen man sich nicht auseinandersetzen möchte. Dementsprechend gering ist auch der Wissensstand darüber. Vergissmeinnicht.at – die Initiative für das gute Testament – präsentiert deswegen den neuen kostenfreien Erbrechtsratgeber „Von mir bleibt nur Gutes“. Interessierte erfahren darin, was sie beim Vererben beachten müssen – insbesondere mit den seit Jahresbeginn in Kraft getretenen Neuerungen – und wie sie gemeinnützige Organisationen im Testament bedenken können.

Laut der Studie „Erben in Österreich – privat und geschäftlich“ der Rechtsanwaltskammer Niederösterreich haben sich 47 % der ÖsterreicherInnen über das Thema Erben noch überhaupt keine Gedanken gemacht. Nur 13 % der über 18-jährigen haben definitiv ein Testament verfasst. Wie wichtig ein Testament allerdings ist, zeigt die Tatsache, dass zwischen 2012 und 2015 mehr als 12 Mio. Euro an den Staat fielen, weil kein Testament und keine gesetzlichen Erben gegeben waren.

„Zwar besteht unter den Österreicherinnen und Österreichern vielfach der Wunsch, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht, trotzdem ist der Wissensstand der Bevölkerung zum Thema Erben und Testament sehr gering“, zeigt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, unter Bezug auf die Studie der RAK NÖ auf. 30 % der Bevölkerung wissen etwa nicht, dass auch Schulden vererbt werden können oder wer erbt, wenn kein Testament vorhanden ist. Ebenfalls sehr gering ist der Kenntnisstand über die heuer in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen.

Zwtl.: Testamentsratgeber von Vergissmeinnicht.at klärt auf

Mit dem ab Ende März verfügbaren Testamentsratgeber bietet Vergissmeinnicht.at gemeinsam mit der Österreichischen Notariatskammer ein Serviceinstrument, um den Wissensstand zum Thema Erben zu verbessern. Der kostenfreie Ratgeber informiert über die gesetzliche Erbfolge und das Pflichtteilsrecht ebenso wie über die zentralen Änderungen im Erbrecht. Die ab 1. Jänner geltenden Neuregelungen bringen unter anderem eine Berücksichtigung von Pflegeleistungen durch nahe Angehörige, ein außerordentliches Erbrecht für Lebensgefährten oder neue Formvorschriften für fremdhändige Testamente. Darüber hinaus zeigt der neue Ratgeber „Von mir bleibt nur Gutes“, wie man eine gemeinnützige Organisation im Testament berücksichtigen kann und was dabei zu beachten ist.
Der Ratgeber ist ab sofort unter www.vergissmeinnicht.at oder unter der Hotline 0800 700 111 kostenlos zu bestellen.

Zwtl.: Über „Vergissmeinnicht.at“

Für immer mehr Österreicher ist es eine Option, gemeinnützige Organisationen im Testament in Form eines Vermächtnisses zu bedenken. 2016 wurden durch Testamentsspenden rund 55 Millionen Euro gespendet. Begründet werden Spenden an gemeinnützige Organisationen vorwiegend mit dem Wunsch, Gutes zu leisten, aber auch als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben.

Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint 69 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
T: 0676 914 66 25
E: presse@fundraising.at

 


 

Wien Holding und Variotherm Heizsysteme für gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet
Utl.: Fundraising Verband Austria verleiht „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ für vorbildliches Engagement um das Gemeinwohl in Österreich

Wien, 21.2.2017. Heute Abend verleiht der Fundraising Verband die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“. Diese renommierte Auszeichnung wird an Unternehmen für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement vergeben und prämiert die innovativsten und nachhaltigsten Spendenprojekte. Auch 2016 stellten sich zahlreiche namhafte Unternehmen mit ihren Initiativen einer Expertenjury. Als Gewinner konnten die Wien Holding GmbH und die Variotherm Heizsysteme GmbH überzeugen. Im Rahmen der heutigen Gala findet die offizielle Preisverleihung statt.


Die Wien Holding ist mit über 2.900 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Wien und steht für zukunftsorientierte und nachhaltige Projekte, die den Wirtschaftsstandort sichern und Arbeitsplätze schaffen. Der Konzern steht aber auch für vorbildliches gesellschaftliches Engagement: Durch die Spendeninitiative der Wien Holding wurden ein Kinderhospiz sowie ein Reintegrationsprojekt für Suchtkranke maßgeblich unterstützt. Der Verein Kinderhospiz Netz kann dank dieser Unterstützung ein erweitertes Angebot für schwerstkranke Kinder in neuen Räumlichkeiten zu Verfügung stellen. Die Ausstattung dieser neuen Einrichtung wurde in Zusammenarbeit mit der Organisation gabarage upcycling design umgesetzt, wodurch gleichzeitig die Arbeit mit suchtkranken Menschen unterstützt werden konnte.

Für die Jury der „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ war dies Grund genug, jenes weitsichtige Spendenprojekt der Wien Holding in der Kategorie Großunternehmen zu prämieren. „Unsere MitarbeiterInnen haben das Projekt von der Idee bis zum Ende eigenverantwortlich und selbstorganisiert umgesetzt, was für die Geschäftsführung natürlich eine tolle Erfahrung ist. Umso größer ist nun unsere Freude über diesen Preis. Er zeigt uns, dass sich gesellschaftliches Engagement lohnt.“, so DI Sigrid Oblak, Geschäftsführerin der Wien Holding GmbH.

„Mit ihrem gesellschaftlichen Wirken haben die Wien Holding und ihre MitarbeiterInnen Vorbildcharakter. Ich bin überzeugt der Award wird auch in Zukunft zu solch engagierten Projekten motivieren.“, betonte Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, beim Verlesen der Jurybegründung.

Die Auszeichnung in der Kategorie der Klein- und Mittelunternehmen erhielt das Unternehmen Variotherm für seine Initiative einer Lohn- und Gehalts-Spendenrundung. Die MitarbeiterInnen runden dabei monatlich den Netto-Betrag ihres Entgelts ab. Die so gesammelte Spendensumme wird von Variotherm verdoppelt und kommt regionalen Projekten zugute. Insbesondere werden mit den gesammelten Spenden bedürftige Kinder unterstützt.

„Für unser Unternehmen ist gesellschaftliche Verantwortung schon immer gelebte Praxis und Kultur. Diese Auszeichnung für die Variotherm Lohn- und Spendenrundung ist eine große Ehre für uns. Ich hoffe, dass wir damit für viele andere Projekte beispielgebend sein dürfen.“, zeigt sich Eva Demuth, CSR-Beauftragte von Variotherm, begeistert.

Über die „Aktion Wirtschaft hilft!“ 
Ziel des Fundraising Verbands Austria als Initiator der 2014 gestarteten „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde 2016 zum dritten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Unternehmen werden drin über die Arbeit und Projekte von 50 gemeinnützigen Organisationen informiert. Die Webpage www.wirtschaft-hilft.at liefert Zusatzinformationen und die Onlineversion des Magazins „Spendenguide“. Als Höhepunkt der Initiative werden heute die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ vergeben. 27 Projekte traten in den zwei Kategorien KMU und Großunternehmen an. Eine Jury bestehend aus VertreterInnen des Fundraising Verbands entschied über die Einreichungen. Alle Infos dazu unter: www.wirtschaft-hilft.at

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen.
Jährlich spenden Österreichs Unternehmen rund 100 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke. 73% der Unternehmen engagieren sich durch Geld-, Sach- oder Personalspenden für die Gesellschaft. Das Engagement läuft dabei vornehmlich auf lokaler und nationaler Ebene ab. Durchschnittlich spendet ein Unternehmen knapp 1000€ in Österreich. Für 41% der Unternehmen gehört Spenden zur Unternehmensphilosophie. Geld als Spende geben Unternehmen am liebsten für die Kinderhilfe, für die Sportförderung, für den Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland.

Pressefotos:
Fotomaterial von der Award-Verleihung steht ab ca. 22 Uhr unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.katharinaschiffl.com/170221_WirtschaftHilftAwards.zip 


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
T: 0676 914 66 25
E: presse@fundraising.at
 

 


 

Erbrecht NEU: „Vergissmeinnicht.at“ informiert
Utl. Änderung des Erbrechtsgesetzes mit 1.1. in Kraft. „Vergissmeinnicht.at“ klärt über die wichtigsten Neuerungen und die Möglichkeit des Vererbens für den guten Zweck auf.

Wien, 02.02.2017. Im Jänner 2017 ist die umfassendste Reform des österreichischen Erbrechts seit  1811 in Kraft getreten. Die neuen Regelungen gelten bei Todesfällen ab dem 1. Jänner 2017 und bringen unter anderem eine Berücksichtigung von Pflegeleistungen durch nahe Angehörige, ein außerordentliches Erbrecht für Lebensgefährten, eine Modernisierung des Pflichtteils oder eine automatische Aufhebung von Testamenten bei Scheidungen. Was Sie mit dem neuen Erbrecht beachten müssen und wie Sie gemeinnützige Organisationen im Testament bedenken können, erfahren Sie auf Vergissmeinnicht.at.

 „Das neue Erbrecht bringt mehr Klarheit in die Errichtung von Testamenten und stärkt die Möglichkeiten des Erblassers selbst zu entscheiden, was mit seinem Vermögen geschehen soll.“, weiß Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband spendenwerbender Organisationen. Die neuen erbrechtlichen Rahmenbedingungen unterstützen damit auch den Wunsch vieler Menschen, eine gemeinnützige Organisation testamentarisch zu berücksichtigen.

Die wichtigsten Punkte des neuen Erbrechts:

  • Lebensgefährten kommt unter bestimmten Voraussetzungen ein außerordentliches Erbrecht zu: nämlich vor dem außerordentlichen Erbrecht der Vermächtnisnehmer und der Aneignung durch den Bund (bisher Heimfall an den Staat).

  • Pflegeleistungen, die am Erblasser drei Jahre vor seinem Tod erbracht wurden, werden berücksichtigt. Das Verlassenschaftsverfahren kann als Gelegenheit benützt werden, Pflegeleistungen, die durch Angehörige erbracht wurden, entsprechend abzugelten und damit einen Ausgleich unter Angehörigen herzustellen.

  • Der Pflichtteilsanspruch der Eltern des Erblassers wird abgeschafft. Somit sind nur noch die Nachkommen des Erblassers sowie der Ehe- oder eingetragene Partner pflichtteilsberechtigt, nicht aber dessen Eltern. Liegt kein Testament vor, so tritt das gesetzliche Erbrecht in Kraft.

  • Neu ist, dass Schenkungen zum Schenkungszeitpunkt zu bewerten sind. Anschließend wird aber eine Aufwertung anhand des Verbraucherpreisindex bis zum Todeszeitpunkt vorgenommen.

  • Testamente zu Gunsten des Ehe- oder eingetragenen Partners werden bei Aufhebung dieser gesetzlichen Gemeinschaft (z.B. Ehescheidung) automatisch mit aufgelöst – auch bei nicht abgeschlossenen Scheidungsverfahren.

    Sämtliche Informationen finden Sie im Detail unter: vergissmeinnicht.at


Zwtl. Tipps für das Vererben für den guten Zweck
Für immer mehr Österreicher ist es eine Option, gemeinnützige Organisationen im Testament in Form eines Vermächtnisses zu bedenken. Wichtig ist dabei, dass der Name der Organisation korrekt geschrieben und eine eindeutige Zuordnung möglich ist. Außerdem empfiehlt der Fundraising Verband, die ausgewählte Organisation über das beabsichtigte Vermächtnis zu informieren. Damit kann sichergestellt werden, dass die Wünsche des Spenders erfüllt werden. Liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft an den Staat. (2012-2015 über 12 Mio. Euro).

Zwtl. Gemeinnütziges Vererben in Österreich
2015 wurden durch Testamentsspenden rund 55 Millionen Euro gespendet. Insgesamt gab es 2016 44.000 Erbfälle mit einem Gesamtvolumen von 12 Mrd. Euro. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der vererbten Vermögenswerte laut einer Studie des WU-Ökonomen Stefan Humer auf 18,2  Mrd. Euro steigen. 14 Prozent der über 40-jährigen Österreicher können sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation testamentarisch zu berücksichtigen. Begründet wird dieser Schritt vorwiegend mit dem Wunsch, Gutes zu leisten, aber auch als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben.

Zwtl. Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint 70 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. 


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at   


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FVA: Spendenabsetzbarkeit NEU mit Jahreswechsel in Österreich gestartet
Absetzbarkeit von Spenden seit 1.1.2017 neu geregelt – mit grundlegenden Änderungen für Steuerpflichtige wie für Spendenorganisationen

Wien, 17.01.2017. Seit 1. Jänner 2017 gelten in Österreich neue Regelungen der Spendenabsetzbarkeit. Dies bringt geänderte Bestimmungen für all jene, die ihre Spende steuerlich geltend machen möchten. Vielen SpenderInnen ist das allerdings noch nicht bekannt. Laut einer aktuellen Umfrage wissen acht von zehn ÖsterreicherInnen noch gar nicht darüber Bescheid. Doch was wird eigentlich anders? Was ist ab 2017 zu beachten? Der Fundraising Verband Austria (FVA) beantwortet die wichtigsten Fragen zu den neuen Bestimmungen.


Spenden wurden bisher steuerlich geltend gemacht, indem SpenderInnen belegbare Zahlungen im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung selbst angegeben haben. Dies gilt auch noch für das Jahr 2016, jedoch nicht für Spenden ab 2017: „Die wesentliche Änderung bei der am 1. Jänner in Kraft getretenen Spendenabsetzbarkeit NEU besteht darin, dass ab 2017 nicht mehr die Spenderinnen und Spender, sondern die von ihnen bedachte Organisation die entsprechenden Daten zur geleisteten Spende an die Finanzbehörden weiter gibt“, klärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, auf. 

Durch diese Neuerung werden sowohl Steuerpflichtige als auch die Finanzverwaltung entlastet: SpenderInnen müssen der mit ihrer Spende bedachten Spendenorganisation neben der Spendenhöhe dann nur mehr ihren genauen und vollständigen Namen sowie ihr Geburtsdatum bekannt geben. Diese Daten werden dann automatisch in die ArbeitnehmerInnenveranlagung für das Jahr 2017 übernommen und steuerlich geltend gemacht. Um den Datenschutz zu sichern, werden diese Daten verschlüsselt übertragen und sind ausschließlich vom Finanzamt verwertbar.

Auf die rund 1000 spendenbegünstigten Vereine kommt durch diese Verpflichtung zur Datensammlung und -weitergabe ab 2017 allerdings ein erheblicher Mehraufwand zu. Günther Lutschinger bittet die SpenderInnen daher umso mehr: „Erleichtern Sie den Organisationen die Arbeit, indem Sie sich gut informieren und Ihre Daten korrekt angeben. Damit helfen Sie nicht nur den Spendenorganisationen, sondern haben zukünftig auch selbst weniger Arbeit damit, Ihre Spende steuerlich abzusetzen. Wichtige Informationen zum Thema Spenden und insbesondere zur Spendenabsetzbarkeit NEU bietet ab sofort unser neutrales Infoportal www.spenden.at.“

Spendenabsetzbarkeit auch weiterhin nutzen!

Den SpenderInnen rät Lutschinger in jedem Fall, sich die Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit auch in Zukunft nicht entgehen zu lassen: „Nutzen Sie diese tolle Chance, mehr zu spenden, ohne unterm Strich mehr auszugeben! Wer seine Spende absetzt, erhält vom Finanzamt je nach Steuerklasse zwischen 25 und 55 Prozent wieder zurück!“  

Aktuell wird hierzulande jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen bereits die Möglichkeit, Spenden steuerlich abzusetzen. Die neuen Vorschriften und entsprechenden Vorgangsweisen zur Spendenabsetzbarkeit sind innerhalb der Bevölkerung jedoch noch weitgehend unbekannt. Der Fundraising Verband Austria fordert daher eine rasche und breit angelegte Informationskampagne. Erste Informationen und ein Infofolder werden seitens des BMF erst seit kurzem angeboten („Spendenabsetzbarkeit ab 1.1.2017 – einfach automatisch“).


Die wichtigsten Fragen zur Spendenabsetzbarkeit NEU im Überblick: 


1. Was ist neu ab 2017?

Ab 1. Jänner 2017 werden SpenderInnen, die ihre Spende steuerlich absetzen möchten, entlastet: Nicht mehr sie selbst, sondern die von ihnen bedachten Organisationen sammeln und übermitteln die Spendensumme (aus datenschutzrechtlichen Gründen verschlüsselt) des vergangenen Jahres (also erstmals 2018 für das Jahr 2017) für die Geltendmachung ihrer Spendenabsetzbarkeit im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung . 

 2. Worauf muss ich als Spenderin/Spender in Zukunft achten?
Wer ab dem Jahr 2017 seine Spenden steuerlich als Sonderausgaben geltend machen will, muss seinen Vor- und Zunamen sowie sein Geburtsdatum an die unterstützte Spendenorganisation melden. Wichtig ist, dass der Name so geschrieben wird, wie er auf dem Meldezettel angegeben ist. Wer zum Beispiel „Hans Meier“ angibt,  aber im Melderegister als „Johann Meier“ gemeldet ist,  erschwert den gemeinnützigen Organisationen die Arbeit.
Selbstverständlich können Sie aber in Zukunft auch ohne Bekanntgabe von Name und Geburtsdatum spenden. Wie auch bisher verzichten Sie dadurch allerdings auf die Möglichkeit, Ihre Spende steuerlich absetzen zu können.

 3. Welche Spenden sind von der Steuer absetzbar?
Abgesetzt werden können alle Spenden, die an eine der spendenbegünstigten gemeinnützigen Organisationen gespendet worden sind. Eine Liste finden Sie auf der Website des Finanzministeriums (unter: https://service.bmf.gv.at/Service/allg/spenden/_start.asp).
Auch Kirchenbeiträge sind steuerlich absetzbar. 

 4. Was muss ich bei meiner Steuererklärung für 2016 machen?
Bitte beachten Sie, dass beim Steuerausgleich für das Jahr 2016 noch die „alten“ Regeln gelten. Das bedeutet, dass Sie Ihre in diesem Jahr getätigten Spenden wie bisher selbst an das Finanzamt melden müssen. 


www.spenden.at – Das neue Infoportal rund um das Thema Spenden 

Um die zahlreichen Fragen innerhalb der Bevölkerung rund um das Thema Spenden umfassend und neutral beantworten zu können, hat der Fundraising Verband das Infoportal www.spenden.at ins Leben gerufen. Dieses liefert SpenderInnen wichtige Informationen zum Spenden allgemein, insbesondere aber auch zur Spendenabsetzbarkeit NEU. Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet www.spenden.at. Darüber hinaus liefert das Portal aktuelle Informationen über zahlreiche NGO’s und ihre Projekte sowie Informationen für spendeninteressierte Unternehmen. 

Fakten zur Spendenabsetzbarkeit

Die Spendenabsetzbarkeit wurde 2009 in Österreich eingeführt. Die Absicht des Gesetzgebers war, das Spenden für die Österreicherinnen und Österreicher attraktiver zu machen. Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den SpenderInnen seither eindeutig angekommen und hat sich massiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt: Mit insgesamt 187 Millionen Euro wurde 2016 in Österreich bereits jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Seit 1. Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit neue Vorschriften. 


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at   


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Neues Projekt soll Arbeitsplätze in digitaler Zukunft sichern

Initiative LET´S GO DIGITAL des Fundraising Verbands Austria startet und fördert Integration und Inklusion durch digitale Bildung in ganz Österreich.

Wien, 21.6.2018. Laut einer aktuellen Studie sind 9% aller Jobs in Österreich kurzfristig durch die Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt gefährdet. Wer sich nicht mit den digitalen Arbeitsmedien auseinandersetzt, läuft umso mehr Gefahr aus dem Arbeitsmarkt herauszufallen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften in der Informations- und Kommunikationstechnik. Mit dem Projekt „Let´s go digital“ startet der Fundraising Verband Austria gemeinsam mit der Plattform Stifter-helfen.at österreichweit eine neue Bildungsinitiative. Ziel ist es, Aktivitäten im Bereich Digitalisierung hierzulande besser zu vernetzen und den Helfern zu helfen, ihre Zielgruppen noch besser zu unterstützen. Vor allem Menschen, die im Hinblick auf die Digitalisierung und den digitalen Arbeitsmarkt der Zukunft derzeit benachteiligt sind, sollen davon profitieren.

Der Abbau von Ängsten und ein sicherer Umgang mit digitalen Medien sind für den Arbeitsmarkt der Zukunft unabdingbar. Insbesondere Hilfsarbeitskräfte, HandwerkerInnen, MaschinenbedienerInnen und Personen in Dienstleitungsberufen sind laut mehreren Studien von der Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt besonders betroffen. Das vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort geförderte Projekt „Let´s go digital“ des Fundraising Verbands Austria setzt genau hier an. Durch das neue Projekt werden die einzelnen Digitalisierungsinitiativen bundesweit besser vernetzt und die entsprechenden Hilfsorganisationen mit Software, Hardware und Trainerausbildungen unterstützt. „Gemeinnützige Organisationen werden auf diese Weise dabei unterstützt, noch mehr für Betroffene tun zu können und sie fit für die digitale Arbeitswelt der nahen Zukunft zu machen. Wir möchten damit Arbeitsplätze in Österreich sichern und neue Jobs schaffen.“, hebt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen – hervor. Besonders niedrig Qualifizierte, Lernbeeinträchtigte und Menschen mit Migrationshintergrund  sollen von der Initiative profitieren. Technische Infrastruktur und das entsprechende Know-how sind für gemeinnützige Organisationen grundlegend, um Menschen für den digitalen Arbeitsmarkt weiterbilden zu können. Hier setzt „Let´s go digital“ an, damit Betroffene den digitalen Anschluss nicht verlieren!“, so Lutschinger.

Knapp 30 Partner-Organisationen aus ganz Österreich bei LET´S GO DIGITAL
Die Vielfalt unter den beteiligten Organisationen ist groß und reicht vom „Bündnis Arbeit für Best Ager“, das arbeitssuchende Frauen und Männer ab 45 Jahren unterstützt, über den Verein „ich bin aktiv“, der Menschen mit Lernschwierigkeiten begleitet und fördert, die in Vorarlberg ansässige „Plattform für digitale Initiativen“, das „Mädchenzentrum Klagenfurt“ oder „migrare – Zentrum für MigrantInnen OÖ“, das unter anderem die Integration von MigrantInnen in den Arbeitsmarkt fördert.„Die Initiative LET’S GO DIGITAL eröffnet neue Perspektiven in der beruflichen Integration von Menschen im besten Lebensalter und stellt eine ideale Ergänzung zur Arbeit unserer Organisation dar.“, betont Dr. Kurt Pongruber, Obmann von Bündnis Arbeit für Best Ager.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at



Fundraising Verband weist Kritik der Gewerkschaft an Fundraising-Jobs zurück

Wien, 15.6.2018. „Die kürzlich getätigten öffentlichen Aussagen der Gewerkschaft im Kontext von Ferialjobs und Provisionsarbeit rücken das Berufsbild des Fundraisers für gemeinnützige Organisationen in ein schlechtes Licht und erwecken den Anschein rechtlich unsauberer Rahmenbedingungen entsprechender Jobs, was der Realität klar widerspricht.“, macht Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen – deutlich. Fördererwerbung von FundraiserInnen im öffentlichen Raum zählt seit jeher zu den wichtigsten Standbeinen gemeinnütziger Organisationen in der Ansprache von UnterstützerInnen. Für tausende engagierte junge Menschen ergeben sich dadurch attraktive Jobmöglichkeiten. „Anders als von der Gewerkschaft dargestellt, sind die meisten Fundraiser in Österreich festangestellt. Außerdem ist es eines der Qualitätskriterien der Qualitätsinitiative Fördererwerbung, dass keine Personen unter 18 beschäftigt werden. Dazu gehört im Übrigen auch die faire Entlohnung: Unsere Fundraiser werden wesentlich besser entlohnt als es bei vielen Ferialjobs in Österreich üblich ist.“, führt Günther Lutschinger aus.
Zu den Mitgliedern der Qualitätsinitiative Fördererwerbung zählen unter anderem renommierte Organisationen wie Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Greenpeace, Kinderhilfswerk, ROTE NASEN Clowndoctors oder das Österreichische Rote Kreuz. www.qualitaetsinitiative.at

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Fundraising Verband Austria - Bestürzung über das Ableben von Sissy Mayerhoffer

Wien. 8.6.2018. Mit dem überraschenden Ableben von Sissy Mayerhoffer verliert der österreichische gemeinnützige Sektor eine bedeutende Fürsprecherin. Als Leiterin der humanitären Aufgaben des ORF, vor allem der Aktionen „Licht ins Dunkel“ und „Nachbar in Not“, war sie mit großem Einsatz da, wenn es darum ging Not zu lindern und Unterstützung für zahllose gemeinnütziger Projekte zu generieren. Der Fundraising Verband Austria, Dachverband der Spendenorganisationen, bedankt sich bei einer großen Förderin des Spendenwesens in Österreich und für die langjährige gute Zusammenarbeit. Der wunderbare Fußabdruck, den sie in einer Landschaft der Menschlichkeit hinterlassen hat, und ihr unermüdlicher Einsatz werden uns in Erinnerung bleiben.

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Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
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Private Millionen für Kunst und Kultur in Österreich

Kultur-Fundraising in Österreich mit Wachstumspotential. Fundraising Verband informiert bei internationaler Fachtagung am 14. Juni.

Wien, 8.6.2018. International gewinnt private Kulturförderung immer mehr an Bedeutung. In Deutschland, der Schweiz oder den Niederlanden ist Spenden für Kultur bereits wesentlich stärker verbreitet als in Österreich. Die privaten Fundraising-Einnahmen im Kultursektor sind hierzulande noch gering. Durch die Erweiterung der steuerlichen Absetzbarkeit auf Kultureinrichtungen im Jahr 2016 hat das Thema „Spenden für Kunst und Kultur“ zwar an Relevanz gewonnen, mit den derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen wird das Potential jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft. Im Rahmen der 4. Fachtagung für Kulturfundraising und –Sponsoring greifen internationale ReferentInnen aktuelle Entwicklungen in der privaten Kulturfinanzierung auf und zeigen, was SpenderInnen, Mäzene und Sponsoren heute motiviert, Kulturarbeit zu unterstützen.

Rund 15 Mio. Euro, also etwas mehr als 2 % des Gesamtspendenvolumens von 630 Mio. Euro wurden in Österreich zuletzt für Kultur gespendet. Wissenschaft und Forschung unterstützen die ÖsterreicherInnen hingegen mit rund 40 Mio. Euro. In den Niederlanden, wo der Anreiz der steuerlichen Absetzbarkeit von Kulturspenden schon lange besteht, entfallen jährlich ca. 8 % auf Kultur. Auch in Deutschland, der Schweiz und allen voran bekanntlich Großbritannien sind alternative Finanzierungsformen im Kunst- und Kultursektor bereits wesentlich besser etabliert. Private Mittel ermöglichen vielfach Projekte, die sonst nie entstehen könnten: einerseits publikumswirksame, kommerziell erfolgreiche, andererseits viel öfter noch innovative, experimentelle – international, aber auch regional ausgerichtete - Kulturinitiativen. Ebenfalls helfen private Unterstützer oftmals mit Ankäufen und Schenkungen, dort wo es staatliche Stellen nicht mehr können. „Österreich ist ein Land der staatlichen Förderungskultur, in dem Kultur ausschließlich im Verantwortungsbereich der öffentlichen Hand gesehen wird. Dabei böten private Mittel zusätzlich zu öffentlichen Subventionen einen solch immensen Mehrwert für die Kultur.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. „Bedingt durch Sparmaßnahmen und bestenfalls gleichbleibende Kulturetats droht die Vielfalt an kleinen Kulturinitiativen und innovativen Projekten verloren zu gehen. Besonders diese sind auf Drittmittel angewiesen. Seitens der Bundesregierung braucht es jetzt ein klares kulturpolitisches Bekenntnis für mehr private Kulturförderung neben staatlichen Förderungen sowie die rasche Umsetzung der nötigen ordnungs- und steuerpolitischen Rahmenbedingungen. Kofinanzierungen, wie die Verdoppelung jeder Spende durch den Staat, oder Erleichterungen bei der Spendenabsetzbarkeit für Kulturspenden sind nur einige Ansätze“, weiß Günther Lutschinger. Kultureinrichtungen sind bei der Spendenabsetzbarkeit derzeit deutlich benachteiligt, müssen sie doch wesentlich höhere Auflagen erfüllen als Organisationen aus anderen Bereichen. Von den tausenden Kultureinrichtungen in Österreich haben es daher nur knapp 110 auf die Liste spendenbegünstigter Einrichtungen des BMF geschafft. „Die Bundesregierung ist jetzt gefordert zu handeln, um das Kulturland Österreich nicht ins Hintertreffen geraten zu lassen!“unterstreicht  Lutschinger den Handlungsbedarf. Die Bereitschaft zu mehr gesellschaftlichem Engagement für Kultur ist jedenfalls gegeben: Laut einer Studie sind 6% der ÖsterreicherInnen bereit, für Kunst und Kultur zu spenden (Quelle: Public Opinion).

Kulturfundraising mit großem Wachstumspotential in Österreich
Um private Kulturfinanzierung in Österreich weiterzuentwickeln, versammelt der Fundraising Verband Austria am 14. Juni zum vierten Mal ausgewiesene internationale ExpertInnen für Kunst- und Kulturfundraising in Wien. Die 4. Fachtagung für Kulturfundraising und –Sponsoring befasst sich mit aktuellen Trends und innovativen Herangehensweisen im Bereich der privaten Kulturförderung. Im Vortrag  „Kulturförderung im Zusammenwirken von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft“ setzt sich Stephan Frucht mit den hinter privater Kulturförderung liegenden kulturpolitischen Zusammenhängen auseinander: Der studierte Violinist, Dirigent und Humanmediziner leitet heute das Siemens Arts Program. Dominik Winterling von der Stiftung Elbphilharmonie spricht über die mehr als substanzielle Hilfe von Wirtschaftspartnern und bürgerschaftlichem Engagement bei der Finanzierung des erfolgreichen Hamburger Konzerthauses. Die Beraterin Nicole Newman, die zuvor u.a. in der Tate, dem Victoria & Albert Museum, beim English National Ballet und Londons Opernhaus tätig war, zeigt internationale Trends und kreative Strategien im Bereich „Private Giving“ auf. In weiteren Vorträgen und Workshops sind Julia Müller von den Salzburger Festspielen, Peter Nömaier und Natascha Halbauer vom Sigmund Freud Museum, Tomáš Mikeska vom Filmarchiv Austria oder Anna Schwanhäußer vom Verein Freunde und Förderer der Staatsoper Unter den Linden in Berlin zu erleben, sowie viele weitere ExpertInnen aus Österreichs Kulturszene. Alle Informationen: kultur.fundraising.at

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Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
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Straßenwerbung für den guten Zweck startet wieder!
Qualitätsinitiative Fördererwerbung des Fundraising Verbands garantiert auch 2018 höchste Standards bei NGO-Straßenwerbung.

Wien, 7.6.2018. Die engagierten Mitarbeiter gemeinnütziger Organisationen werben bei den sommerlichen Temperaturen wieder verstärkt auf öffentlichen Plätzen für den guten Zweck. Fördererwerbung im öffentlichen Raum zählt seit jeher zu den wichtigsten Standbeinen gemeinnütziger Organisationen in der Ansprache weiterer Unterstützer. Die vom Fundraising Verband organisierte „Qualitätsinitiative Fördererwerbung“ sorgt seit Jahren für einheitlich hohe Qualitätsstandards im Umgang mit Passanten und eine Koordination der Standplätze von Organisationen. Ein positiver Nebeneffekt von Fördererwerbung sind die entstehenden Jobmöglichkeiten für engagierte junge Menschen.

Spendenwerbung im öffentlichen Raum und an der Haustüre ist eine bewährte Methode zur Ansprache neuer Interessenten: Mehr als 100.000 Mitglieder und Förderer pro Jahr werden auf diese Weise für gemeinnützige Projekte gewonnen. Das sind knapp zehn Prozent der Menschen, mit denen ein Gespräch geführt wird. Etwa 80% von ihnen werden langfristige SpenderInnen und bleiben den Organisationen mehrere Jahre treu. Damit ist die Fördererwerbung eines der wichtigsten Standbeine gemeinnütziger Organisationen.

Mit der „Qualitätsinitiative Fördererwerbung“ wird die Spendenwerbung in der Öffentlichkeit seit Jahren in einer qualitätsvollen und professionellen Weise sichergestellt. Die Mitgliederorganisationen verpflichten sich zu einem umfangreichen Regelwerk, zur laufenden Weiterentwicklung, Kontrolle und Evaluation. „Dadurch können wir höchste Qualitätsstandards garantieren und unsere Mitglieder-NGOs von jeglicher unseriösen Straßenwerbung abgrenzen.“, betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, der die Initiative ins Leben gerufen hat. „Mit der Qualitätsinitiative Fördererwerbung setzen wir vom Fundraising Verband klare Maßstäbe für eine nachhaltig qualitätsvolle Mitgliederwerbung im Interesse der NGOs, der Bürgerinnen und Bürger und unserer Gesellschaft!“ Zu den Mitgliedern der Qualitätsinitiative zählen Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, CARE Österreich, GLOBAL2000, Greenpeace, Kinderhilfswerk, Pro Juventute, ROTE NASEN Clowndoctors, Österreichische Rote Kreuz, SOS-Kinderdorf, Vier Pfoten, World Vision Österreich, WWF und die Agenturen jener renommierten Organisationen.

"Viele Menschen lernen Greenpeace durch den Dialog mit Greenpeace MitarbeiterInnen auf der Straße kennen und schätzen. Für uns ist das die persönlichste Möglichkeit, Menschen über Umweltschutz zu informieren und für unsere Kampagnen zur Rettung der Schönheit und Vielfalt unseres Planeten zu begeistern. Es ist wichtig, diese Möglichkeit zu haben. Darum haben wir auch gemeinsam mit dem Fundraising Verband die Qualitätsinitiative Fördererwerbung gegründet. Damit sich Menschen weiterhin auf Gespräche einlassen, müssen für alle die höchsten Standards gelten. Dabei geht es um die Seriosität und Transparenz ebenso wie um Höflichkeit und angemessenes Verhalten.“, so Susanne Winter von Greenpeace.

Ombudsstelle für Behörden, Unternehmer und Spender:
Sollte ein Problem oder eine Frage zu einer spendenwerbenden Organisation entstehen, empfiehlt der Fundraising Verband, sich an die eigens dafür geschaffene Ombudsstelle zu wenden. Diese ist unter der kostenfreien Hotline 0800/100 382erreichbar. Alle Informationen zur Qualitätsinitiative Fördererwerbung finden Interessierte unter: www.qualitaetsinitiative.at

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Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at


 

Testamentsspenden in Österreich immer beliebter
Initiative Vergissmeinnicht informiert in der „Woche des guten Testaments“ ab 23. Mai in ganz Österreich über die Möglichkeiten beim Vererben.

Wien, 22. Mai 2018. Im Vorjahr haben die Österreicher gemeinnützige Organisationen mit einem neuen Höchststand von rund 60 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt. Eine neue Umfrage des market Instituts zeigt, dass bereits 76% der Österreicher über 40 wissen, dass man auch gemeinnützige Organisationen im Nachlass berücksichtigen kann – ein positives Signal für „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“, die seit 2012 über diese Möglichkeit informiert. Insgesamt ist der Informationsbedarf beim Thema Erben jedoch groß: Nur 30% der Bevölkerung über 40 Jahren hat bereits ein Testament gemacht. Die wenigsten wissen über die rechtlichen Rahmenbedingungen seit der Einführung des neuen Erbrechts 2017 bescheid. Teils große Unterschiede beim Erstellen eines Testaments sowie beim Vererben für den guten Zweck herrschen in den einzelnen Bundesländern sowie zwischen Personen mit und ohne Kinder. 

Um das große Informationsbedürfnis der Bevölkerung beim Thema Erben zu stillen und Interessierten zu zeigen, was zu beachten ist, wenn man eine gemeinnützige Organisation im Testament bedenken möchte, hat Vergissmeinnicht die „Woche des guten Testaments“ ins Leben gerufen. Ab 23. Mai informieren die Initiative und ihre 78 Mitgliederorganisationen bei Veranstaltungen in ganz Österreich. „Da nur 30% der Menschen über 40 hierzulande ein Testament verfasst haben, ist uns die Aufklärungsarbeit über die Wichtigkeit eines Testaments ein besonderes Anliegen.“, betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht. Liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft automatisch an den Staat (2012-2015 über 12 Mio. Euro). „Mit einem Vermächtnis für den guten Zweck kann nicht nur selbst bestimmt werden, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht, es eröffnet auch die außergewöhnliche Möglichkeit, Anliegen, die einem schon immer wichtig waren, über das eigene Leben hinaus zu unterstützen.“, so Lutschinger.

Eine in Kooperation mit der Österreichischen Notariatskammer durchgeführte Meinungsumfrage zeigt, dass sich 13% der ÖsterreicherInnen ein Vermächtnis für den guten Zweck vorstellen können. 1% hat schon ein Testament zugunsten einer gemeinnützigen Organisation gemacht. Bei Personen ohne Kinder ist die Bereitschaft wesentlich höher: 21% können es sich vorstellen, 3% haben bereits ein gemeinnütziges Testament gemacht.  Am größten ist das Interesse an einer Testamentsspende in Wien und Salzburg, am niedrigsten in Vorarlberg. Hier ist auch der Informationsstand zum Thema am geringsten. Besonders hoch ist die Bereitschaft in den Städten, vergleichsweise gering hingegen im ländlichen Raum. 

Große Unterschiede in den Bundesländern
Ein Testament bereits erstellt haben hierzulande 36% der Männer und 24% der Frauen. Insgesamt am verbreitetsten sind Testamente in Oberösterreich. 42% der Menschen haben dort ein Testament verfasst. In Tirol sind es hingegen nur 16%. Den TirolerInnen ist das Thema Testament auch gemeinsam mit den BurgenländerInnen am unangenehmsten. Bei der Testamentserstellung ist der Notar in ganz Österreich erster Ansprechpartner. In Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark ist der Gang zum Notar am stärksten etabliert. In Wien verlässt man sich am häufigsten auf die gesetzlichen Regelungen. 

Gute Gründe für ein Testament
47% der Befragten geben an, durch ein Testament „ein gutes Gefühl der Ordnung“ zu haben, 41% möchten durch die Regelung des Nachlasses Streit unter den Angehörigen vermeiden und 40% wollen, dass die Aufteilung des Nachlasses nicht dem Zufall überlassen wird.
Für ein gemeinnütziges Testament spricht bei den Befragten mit 47% vor allem der Wunsch, über das eigene Leben hinaus etwas Gutes zu tun. Bei kinderlosen Personen liegt dieser Wert sogar bei 67%.
Insgesamt liegen den TestamentsspenderInnen Tier- und Umweltschutz sowie Hilfe für Kinder und Jugendliche besonders am Herzen. 39% der ÖsterreicherInnen können sich ein Legat aufgrund des persönlichen Bezugs zu einer Organisation vorstellen. 

Testamentsspenden in Österreich
Rund 60 Millionen Euro betrugen 2017 die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen. Dies sind beinahe 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich. „Jeder 10. Spendeneuro wird also mittlerweile über Testamente gespendet!“, zeigt sich Günther Lutschinger beeindruckt. 

Über Vergissmeinnicht
„Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 78 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tun kann.

Im Rahmen der „Woche des guten Testaments“ informiert Vergissmeinnicht ab 22. Mai bei zahlreichen Veranstaltungen – so etwa am 23. Mai ab 16.30 Uhr im Wiener Konzerthaus oder am 29. Mai ab 18 Uhr in der Claudiana Innsbruck (Altes Rathaus).

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at



 

Neuer Höchststand: 60 Millionen Euro Testamentsspenden in Österreich 2017
Gemeinnützige Organisationen sagen DANKE an ihre Testamentsspender

Wien, 12.4.2018. Die Österreicher haben gemeinnützige Organisationen im Vorjahr mit rund 60 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt – ein neuer Höchststand hierzulande. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Als Zeichen des großen Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ heute im Schlossgarten Schönbrunn symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. Die 78 Mitglieder-Organisationen sagten damit gemeinsam DANKE an ihre Testamentsspender. Mit ihren Vermächtnissen ermöglichen sie wichtige gemeinnützige Projekte und gestalten so die Zukunft für kommende Generationen mit.

Rund 60 Millionen Euro betrugen 2017 die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen. Dies sind beinahe 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich. Jeder 10. Spendeneuro wird also mittlerweile über Testamente gespendet!, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht, beeindruckt.

Testamentsspenden bei den Österreichern immer beliebter:
Rund 14 Prozent der ÖsterreicherInnen über 40 Jahren können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. Im Jahr 2012 waren es vergleichsweise erst  8 %. Umgerechnet in absolute Zahlen sind heute über 650.000 Personen und damit um 291.000 mehr als 2012 am Testamentsspenden interessiert., zieht Lutschinger Bilanz.  Wichtigstes Motiv hinter einer Testamentsspende ist der „gute Wille“ sowie die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen.

Informationsbedarf beim Thema Erben:
Nur 35 % der ÖsterreicherInnen über 60 Jahren haben ein Testament verfasst und viel zu wenige Menschen wissen, dass man neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation in seinem Testament bedenken kann. „Mit unserer Initiative möchten wir in neutraler Form informieren und auf diese Möglichkeit aufmerksam machen.“, so Günther Lutschinger.

Vergissmeinnicht im Schlossgarten Schönbrunn - ein geschichtsträchtiger Ort:
In Erinnerung an die Legatare wird heuer erstmals der Schlossgarten Schönbrunn mit den blau blühenden Vergissmeinnicht-Pflanzen bereichert, und zwar an einem besonders geschichtsträchtigen Ort – beim Familienmonument von Maria Karolina, Tochter von Maria-Theresia und Königin von Sizilien. Ihr Wunsch war es, dass rund um ihr Denkmal vier Blumenbeete ausschließlich mit Rosen, Vergissmeinnicht und der sogenannten Gedächtnisblume in Erinnerung an vier ihrer Kinder gepflanzt werden.
Nach ihrem Tod geriet diese große Habsburgerin in Vergessenheit. Umso mehr freut es mich, dass ihr und der vielen Vermächtnisgeber, die mit ihrer Testamentsspende Großes bewirken, mit der Pflanzaktion von Vergissmeinnicht gedacht  und ihnen dadurch die Liebe, der Respekt, die Dankbarkeit und die Anerkennung zu Teil wird, die sie verdienen., führte Kunsthistorikerin Eva Maria Baumgartner aus.

Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender:
Eindrucksvoll schilderte Legatarin Elfriede Chmelik, warum sie ihr Erbe der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen vermacht: Mein Vater war bereits aufgrund seiner Sehschwäche Mitglied in der Hilfsgemeinschaft. Seine positiven Erfahrungen und die Hilfe, die ihm zuteil wurde, haben auch mich bewogen, Testamentsspenderin zu werden. Mein Bruder hat sein eigenes Einkommen, er braucht meinen Nachlass nicht. Dem Staat möchte ich mein Erspartes auch nicht hinterlassen. So gebe ich dort, wo ich weiß, dass anderen geholfen wird. Ich freue mich, dass die Hilfsgemeinschaft mit meinem Erbe einmal das Leben blinder Menschen verbessern kann.

Über Vergissmeinnicht:
„Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 78 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tun kann.

Pressefotos: 
stehen am 12.4.2018 ab ca. 14 Uhr unter diesem Link zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at



Antraglose Arbeitnehmerveranlagung: Kritik an BMF für Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit
Fundraising Verband fordert von Finanzminister Löger jetzt zu handeln, um unnötige Bürokratie und Ineffizienzen zu beseitigen

Wien, 27.3.2018.
Mit der Arbeitnehmerveranlagung für 2017 kommt die im Vorjahr eingeführte Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit zurzeit erstmals zur Anwendung. Spendenorganisationen wurden damit verpflichtet, Spenderdaten zu sammeln und an die Finanzbehörden weiterzuleiten. Bis in den Herbst 2017 sahen sich Organisationen jedoch mit einer unzureichend funktionierenden und ineffizienten technischen Infrastruktur zur Datenweiterleitung konfrontiert. Kleinere NPOs scheitern noch jetzt an den viel zu komplexen technischen Anforderungen des BMF. Der Fundraising Verband Austria fordert von BM Löger eine rasche Lösung, damit Österreichs SpenderInnen nicht auf ihren Steuervorteil warten müssen.

Durch die Änderungen im Rahmen der antraglosen Arbeitnehmerveranlagung können die Österreicher ihre Spenden nicht mehr selbst in der Steuererklärung geltend machen. Dies übernehmen die Spendenorganisationen, die vom BMF verpflichtet wurden, die Daten ihrer SpenderInnen zu sammeln und verschlüsselt an die Finanzbehörden weiterzuleiten. Tausende betroffene Organisationen in Österreich sahen sich dadurch mit einem immensen Mehraufwand konfrontiert, der durch die monatelang nicht funktionstüchtige und insbesondere für kleine NPOs bis heute viel zu komplexe technische Infrastruktur des BMF noch vervielfacht wurde. Anstatt frühzeitig auf Erfolge zu verweisen, fordert der Fundraising Verband Austria von Finanzminister Löger, endlich auf die Ineffizienzen und Doppelgleisigkeiten im bestehenden Datenübermittlungssystem einzugehen und den unnötigen bürokratischen Aufwand für die NPOs in Millionen-Höhe einzudämmen. Nur so können sich Spendenorganisationen wieder auf das Wesentliche, ihre sozialen Anliegen und Aufgaben, konzentrieren.

Um das System zur Spenderdatenübermittlung zu verbessern, hat der Fundraising Verband Austria bereits zahlreiche technischen, juristische und administrative Vorschläge beim BMF vorgelegt, stieß jedoch bislang auf keine Gesprächsbereitschaft seitens BM Löger.
„Finanzminister Löger hat es in der Hand, durch eine rasche Endbürokratisierung bei der Datenweiterleitung, eine bessere Aufklärungsarbeit für Spender und Spendenorganisationen und einen Kostenersatz für den immensen Mehraufwand für NPOs einen Schaden für das Österreichische Spendenwesen zu verhindern. Im Namen der Spendenorganisationen appellieren wir an das BMF, Österreichs Spender nicht auf ihren Steuervorteil warten zu lassen.“, so Geschäftsführer Günther Lutschinger, der sich an das Chaos rund um die Einführung der Registrierkassa erinnert fühlt.

Zusätzlich erschwert wird die Arbeit der Spendenorganisationen durch die viel zu spät gestartete Informationskampagne des BMF. Spendenorganisationen und der Fundraising Verband warnten das BMF bereits im Vorjahr vor der steigenden Verunsicherung unter den SpenderInnen, die das Sammeln der notwenigen Spenderdaten erschwerte. Bis jetzt fühlen sich ein Teil der  SpenderInnen schlecht informiert. 

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at

 



HOFER KG, MEDIACOM VIENNA und BÄCKEREI GRIMM für gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet
Fundraising Verband Austria verleiht „Aktion Wirtschaft hilft!“ - Awards für vorbildliches Engagement um das Gemeinwohl in Österreich

Wien, 22.3.2018. Heute Abend
verleiht der Fundraising Verband bereits zum dritten Mal die „Aktion Wirtschaft hilft!“ - Awards. Diese renommierte Auszeichnung wird an Unternehmen für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement vergeben und prämiert die innovativsten und nachhaltigsten Spendenprojekte zugunsten heimischer NPOs. Zahlreiche namhafte Unternehmen stellten sich einer Expertenjury. Als Gewinner überzeugten die HOFER KG in der Kategorie Großunternehmen und die Firma MEDIACOM VIENNA in der Kategorie KMU. Erstmals wurde in Kooperation mit dem BMASGK auch das ehrenamtliche Engagement von Unternehmen in Form von Mitarbeiter-Zeitspenden ausgezeichnet. In dieser neuen Kategorie „Corporate Volunteering“ entschied die Wiener BÄCKEREI GRIMM den Award für sich.

Die HOFER KG beschäftigt in knapp 480 Filialen mehr als 11.000 MitarbeiterInnen und zählt zu den beliebtesten Lebensmitteleinzelhändlern Österreichs. HOFER steht aber auch für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung.  Im Rahmen von „Projekt 2020“ pflegt HOFER seit 2015 eine langfristige Partnerschaft mit der Diakonie Österreich. Mit der großzügigen Spende des Unternehmens werden seit drei Jahren fünf ausgewählte Projekte der Diakonie gefördert. Neben dem „Mum&Baby-Treff“, der alleinerziehenden Müttern in schwierigen Lebenslagen die Möglichkeit zu Unterstützung und Austausch bietet, kann unter anderem auch das Projekt „Gartenhof“ zur sozialen Integration von Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft realisiert werden.
Der umfangreiche Spendenansatz, der mit den Schwerpunkten Bildung, Soziales, Ernährung und Landwirtschaft eine hohe Nähe zum Lebensmittelhandel aufweist sowie die langfristige Ausrichtung der Kooperation waren für die Jury der „Aktion Wirtschaft hilft!“ - Awards ausschlaggebend, die Auszeichnung in der Kategorie Großunternehmen an die HOFER KG zu verleihen
„Verantwortlich zu agieren ist einer unserer Kernwerte, den wir durch unser gesellschaftliches Engagement im Rahmen von ‚Projekt 2020’ täglich leben. Es freut mich deshalb besonders, dass wir gemeinsam mit der Diakonie einen sichtbaren und langfristigen Mehrwert schaffen und Betroffene unterstützen können.“, so HOFER-CEO Günther Helm.
„Mit der breit angelegten und nachhaltigen Spendenbereitschaft ist HOFER ein Vorbild für unternehmerisches Gemeinwohl-Engagement in Österreich.“, betonte Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, beim Verlesen der Jurybegründung.

Die Auszeichnung in der Kategorie KMU erhielt die Firma MediaCom Vienna für ihr Bildungsprojekt in Äthiopien gemeinsam mit der Hilfsorganisation SONNE-International. Mit Unterstützung von MediaCom konnten seit 2005 30 mobile Schulklassen betrieben werden. 15.000 Kinder und Jugendliche wurden alphabetisiert, mehr als 2.000 Kinder haben eine mehrjährige Ausbildung erhalten. Zusätzlich erzielte MediaCom bei einer Charity-Aktion 96.400,- Euro, womit die Wiederaufstockung von Ziegen in einer der ärmsten Regionen Äthiopiens finanziert wird. 
„Für MediaCom ist soziales Engagement tief in der Unternehmenskultur verankert. Diese Auszeichnung ehrt uns sehr und ist ein starkes Zeichen für die positive Wirkung unserer jahrelangen erfolgreichen Zusammenarbeit mit SONNE-International, durch die vieles bewegt werden konnte.“, zeigt sich Andreas Vretscha, CEO von MediaCom, begeistert. 

Betriebliche Freiwilligenprogramme sind eine wichtige Basis für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Mit dem Award für Corporate Volunteering wird erstmals die Förderung des Mitarbeiterengagements in Unternehmen in Kooperation mit dem BMASGK prämiert.
„Seitens des Fundraising Verbands Austria möchten wir mit diesem Award auf die vielen neuen Chancen und positiven Effekte aufmerksam machen, die betriebliche Corporate Volunteering – Programme für Freiwilligenorganisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen mit sich bringen.“, betont Günther Lutschinger. Die Jury, bestehend aus Vertretern des FVA, CSR-Experten aus der Wirtschaft, der NPO-Szene und dem BMASGK, wählte in dieser Kategorie die Bäckerei Grimm in Wien für ihre jahrelange herausragende Zusammenarbeit mit der CS Caritas Socialis als Gewinner.
Die Bäckerei Grimm sorgt für Backzauber im Pflegeheim der CS Rennweg: Gemeinsam mit hochbetagten Menschen mit Demenz backen fünf Mitarbeiter  der Bäckerei Semmerl und Brioche-Tiere und bereichern damit den Alltag im Pflegeheim. Zutaten, Materialien und die Zeit der Mitarbeiter werden von der Bäckerei Grimm gespendet. Daneben unterstützen
Geschäftsführer und Inhaber Andreas Maderna  und Seniorchef Günter Maderna das CS Hospiz Rennweg auch finanziell, in dem sie Spenden für den Umbau des Hospizes sammeln.
„Die CS Caritas Socialis leistet Unermessliches in der Betreuung und Unterstützung pflegebedürftiger und kranker Menschen. Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zu leisten.“, so Geschäftsführer Andreas Maderna. 

Zwtl.: Über die „Aktion Wirtschaft hilft!“ 
Ziel des Fundraising Verbands Austria als Initiator der 2014 gestarteten „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer UnternehmerInnen für gemeinnütziges Engagement zu stärken und das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Zentrales Serviceinstrument ist der „Spendenguide für Unternehmen“. Das Magazin präsentiert NPOs in ausführlichen Portraits, Interviews erfolgreicher Manager über ihre Spendenprojekte und ihre Beweggründe, beispielhafte Spendenprojekte sowie Expertentipps zu Rechtsfragen oder zur Spendenabsetzbarkeit. Als jährlicher Höhepunkt der Initiative werden heute Abend die „Aktion Wirtschaft hilft!“ – Awards vergeben. Alle Infos unter: www.wirtschaft-hilft.at


Zwtl.: Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen 
Mit rund 100. Mio. Euro an Spenden pro Jahr unterstützen Österreichs Unternehmen gemeinnützige Einrichtungen. 83% der Unternehmen engagieren sich in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. 
Durchschnittlich spendet ein mittelständisches Unternehmen in Österreich zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Das Engagement läuft vornehmlich auf lokaler und nationaler Ebene ab. Geldspenden werden am liebsten für die Kinderhilfe, den Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland gegeben. Als Motiv  geben ca. 35% der Unternehmen an, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen. Für ebenso viele ist die Sympathie für die Organisation ausschlaggebend.

Pressefotos:
Fotomaterial von der Award-Verleihung steht ab ca. 22 Uhr hier zum Download bereit:
https://www.dropbox.com/sh/eh6kveegonxwygg/AAD9jH5iwIgWcYJy4kpHU420a?dl=0
Fotocredit: Rene Wallentin 

Sperrfrist bis Freitag 23.3.2018, 9.30 Uhr.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




Erste internationale Fachtagung zur Rolle gemeinnütziger Stiftungen in der Entwicklungszusammenarbeit
Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, Fundraising Verband Austria und Verband für gemeinnütziges Stiften laden zur ersten Stiftungsfachtagung mit internationalen Experten in Wien.

Heute ab 16.30 Uhr findet die erste Fachtagung zur Rolle und zum Potential gemeinnütziger Stiftungen in der nationalen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit in Wien statt. Bei der vom Fundraising Verband Austria gemeinsam mit dem BMEIA und dem Verband für gemeinnütziges Stiften organisierten Veranstaltung in der Oesterreichischen Kontrollbank geben internationale Experten wie der Fürstl. Rat Hans Brunhart, Präsident der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen, Einblick in den europäischen Stiftungssektor. Stifter und Mäzene sprechen über die Beweggründe hinter ihrem Engagement und über die Zusammenarbeit mit NPOs. Darüber hinaus thematisieren Vertreter österreichischer NPOs ihre Erfahrungen sowie die Herausforderungen und Chancen in der Zusammenarbeit mit internationalen Stiftungen.


Mit dem neuen, gemeinnützigen Stiftungsrecht 2016 wurde der Stiftungsstandort Österreich weiter belebt. Dies zeigen mehr Neugründungen als in den letzten 10 Jahren. Europaweit fördern etwa 140.000 Stiftungen das Gemeinwohl mit jährlich rund 60 Mrd. Euro. Dabei wächst die internationale Rolle von Stiftungen zusehends. Die Herausforderungen unserer Zeit – von Klimawandel über Digitalisierung bis hin zu Migrationsbewegungen – können vielfach nur in enger Kooperation von staatlichen und privaten Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bewältigt werden.
Die erste Fachtagung zur Rolle gemeinnütziger Stiftungen in der Entwicklungszusammenarbeit setzt genau hier an und beleuchtet den internationalen Stiftungssektor aus unterschiedlichen Perspektiven, zeigt die Unterstützungsbereiche in der internationalen EZA sowie Chancen und Grenzen der Zusammenarbeit von Stiftungen und NPOs.
„Seitens des Fundraising Verbands Austria freuen wir uns, diese besondere Veranstaltung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und dem Verband für gemeinnütziges Stiften heute realisieren zu können. Die große Nachfrage nach der mittlerweile völlig ausgebuchten Tagung belegt eindrucksvoll den großen Informations- und Diskussionsbedarf rund um das Thema gemeinnützige Stiftungen!“  zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen – sehr erfreut.

Blick auf Nachbarstaaten offenbart Nachholbedarf in Österreich
Als einer der internationalen Experten für die Tagung konnte der Fürstl. Rat Hans Brunhart, Präsident der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen, gewonnen werden, der einen Einblick in das vielfältige und weltweite Engagement der gemeinnützigen Stiftungen Liechtensteins gibt.
Mit rund 1.300 gibt es in Liechtenstein fast doppelt so viele gemeinnützige Stiftungen wie in Österreich. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl sind auch in Deutschland noch dreimal so viele Stiftungen und in der Schweiz sogar zwanzigmal so viele angesiedelt. Im Vergleich mit den Nachbarstaaten hat Österreich somit noch großen Aufholbedarf.
Daher geht die Fachtagung auch der Frage nach, wie der Stiftungsstandort Österreich am besten weiterentwickelt werden kann und wie Stifter, staatliche Stellen und NPOs im Hinblick auf EZA-Projekte hierzulande besser zusammengeführt werden können.   

Als Best-Practice-Beispiel wird eine neue, staatlich finanzierte Initiative aus Deutschland vorgestellt, die Stiftungen mit EZA-Durchführungsorganisationen vernetzt. Dafür wurde eine Servicestelle für Stiftungen und Philanthropen beim deutschen Entwicklungsministerium (BMZ) sowie der Engagement Global eingerichtet. Zudem werden EZ-Scouts eingesetzt, die Ansprechpartner für alle Themen rund um die EZ sind und die an stiftungsnahe Organisationen entsandt sind.
„Auch für Österreich könnte dieser innovative Zugang, Stifter und Projekte der internationalen Entwicklungszusammenarbeit von staatlicher Seite beratend zusammen zu führen, ein zukunftsweisender Weg sein.“, so Günther Lutschinger.

Was bewegt Stifter und Mäzene?
Einen Einblick in die Motive und Beweggründe für eine finanzielle Unterstützung internationaler Projekte gewähren im Rahmen der Tagung österreichische Mäzene wir Samira Rauter (PeopleShare Privatstiftung), Martin Essl (Essl Foundation) und Stefan Pleger (RED CHAIRity). Diese sprechen darüber, was ihnen besonders am Herzen liegt und wie sich die Zusammenarbeit mit NPOs gestaltet.

Alle Informationen zur Veranstaltung im Detail sowie das Programm finden Sie unter:
http://www.fundraising.at/VERANSTALTUNGEN/StiftungenEZA/tabid/1151/language/de-DE/Default.aspx

ReferentInnen  im Überblick:

·         Fürstl. Rat Hans Brunhart, Präsident der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen (VLGS)

·         Dr. Annette Kleinbrod, EZ-Scout der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beim Deutschen Stiftungsverband

·         Mag. Verena Ringler, Stiftung Mercator (Deutschland)


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   

 



Top-Kommunikations-Experten beim NPO Communication Summit in Wien
Fundraising Verband Austria präsentierte heute international besetzte Kommunikations-Tagung.

Nach dem großen Erfolg 2017 lud der Fundraising Verband Austria in
Kooperation mit Stifter-helfen.at heute zum zweiten Mal zum „NPO Communication Summit“. Unter dem Motto „The Next Big Thing?“ beleuchteten am 7. März internationale ExpertInnen, welche der digitalen Innovationen und Trends einen zweiten Blick wert sind und das Potential haben, die Kommunikation nachhaltig zu verändern. Teilnehmer aus ganz Österreich erhielten Einblick in die Chancen und Herausforderungen für Non-Profit-Organisationen und erfuhren, wie neue Technologien für gesellschaftliche Anliegen genutzt und Menschen mobilisiert werden können. Dazu und zu weiteren spannenden Fragestellungen referierten beim 2. NPO Communication Summit hochkarätige Fachleute aus dem In- und Ausland.

Betrachtet man die technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre, so wird deutlich, dass sich Kommunikationsparadigmen immer schneller ändern und aus den Innovationen ständig neue Trends entspringen. Doch genau so schnell wie manche Trends aufgekommen sind, verschwinden sie oft wieder. Der 2. NPO Communication Summit des FVA warf einen Blick auf die zukunftsträchtigsten digitalen Kommunikationsmedien und zeigte, wie SpenderInnen damit optimal angesprochen werden können.

Innovations- und Kommunikationsexpertin Andrea Köhler-Ludescher führte vor Augen, welche Aspekte der fünf Axiome von Kommunikationsforscher Paul Watzlawick wir angesichts des Hypes der Digitalisierung kommunikativ berücksichtigen sollten. Thilo Hagendorff von der Universität Tübingen befasste sich mit Virtual-Reality-Datenbrillenund ihrem Potential, mediale Inhalte emotional nachempfindbar zu machen. In seinem Vortrag zeigte Hagendorff, wie NPOs die VR-Technologie nutzen können und was ihr Einsatz mit sich bringt. Der professionelle Fake News Verfasser Fritz Jergitsch – Gründer der Satireseite „Die Tagespresse“ – verriet, inwieweit Fake News das Weltgeschehen manipulieren, was man gegen sie tun kann und welche Herausforderungen sie auch für NPOs mit sich bringen. In der abschließenden Keynote thematisierte Datenschutzexpertin Ursula Illibauer von der Wirtschaftkammer Österreich die neue ePrivacy Verordnung der Europäischen Kommission und welche Regelungen für Webtracking, Cookies und unerbetene elektronische Kommunikation diese mit sich bringt.

Zusätzlich zu den vielfältigen Vorträgen konnten TeilnehmerInnen Perspektiven, Ideen und Wissen austauschen und in spannenden Workshops unmittelbar von ExpertInnen lernen.
Moderiert wurde der NPO Communication Summit von der bekannten Poetry Slam – Organisatorin und – Moderatorin Diana Köhle. Alle Informationen unter communication.fundraising.at.

Der Fundraising Verband Austria
(FVA)
Der Fundraising Verband Austria ist Plattform und Dienstleister für FundraiserInnen in Organisationen und Agenturen sowie für Berater des Non-Profit Sektors. Mit über 315 Mitgliedsorganisationen ist er die größte Plattform für spendenwerbende Organisationen Österreichs.
Als Informations- und Vernetzungsplattform der FundraiserInnen schafft der FVA Rahmenbedingungen für die zunehmende Professionalisierung und bietet anerkannte Ausbildungsmöglichkeiten, wie die WIFI-Ausbildung zum diplomierten Fundraiser oder die European Fundraising School.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   




SMS-Spenden bei Regierungsarbeit in der Warteschleife
Fundraising Verband fordert von Bundesregierung rasches Handeln, um rechtliche Klarheit für dieses wichtige Spendeninstrument zu schaffen.

Wien, 15.1.2018. 70% der Österreicher spendet gerne und regelmäßig. SMS-Spenden via Mobiltelefon sind für viele Menschen ein beliebtes und praktisches Mittel – insbesondere bei Spendenaufrufen unmittelbar nach Natur- und humanitären Katastrophen. Aufgrund rechtlicher Unklarheiten sind Spenden über Österreichs Mobilfunkanbieter zuletzt allerdings zum Erliegen gekommen. Das Zahlungsdienstegesetz 2018 soll die erforderliche Rechtssicherheit bringen und SMS-Spenden für gemeinnützige Organisationen wieder möglich machen. Laut europäischer Richtlinie – die Spenden dezidiert wieder ermöglicht – hätte das Gesetz bis 13.1.2018 umgesetzt werden müssen, Österreichs Gesetzgeber ist jedoch säumig.

Per SMS über das Mobiltelefon zu spenden ist eine praktische Möglichkeit im Bedarfsfall schnell und unkompliziert zu helfen. Rechtliche Unklarheiten im bisherigen Zahlungsdienstegesetz haben jedoch dazu geführt, dass diese wichtige Spendenform über Mobilfunkanbieter in Österreich zurzeit nicht möglich ist. Große Hilfsorganisationen wie das Österreichische Rote Kreuz, die Caritas ebenso wie die ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“ konnten deshalb zuletzt keine SMS-Spendenaufrufe tätigen.

Mit der Umsetzung der Zahlungsdienste-Richtlinie II im Zahlungsdienstegesetz 2018 sollte diese Unsicherheit beseitigt werden und das Spenden per SMS wieder ermöglicht werden. Die entsprechende europäische Richtlinie ist im Jänner 2016 in Kraft getreten und hätte in Österreich bis 13. Jänner 2018 umgesetzt werden sollen. Diese Frist hat der Gesetzgeber jedoch versäumt.

„Die Bundesregierung hat es in der Hand, durch Erlassung des Umsetzungsgesetzes die rechtliche Basis für SMS-Spenden zu gewährleisten und einen Schaden für das Österreichische Spendenwesen zu verhindern. Im Namen der Spendenorganisationen hierzulande appellieren wir an den Gesetzgeber nun rasch zu handeln.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   
 





FVA: Freiwilligenwesen und Gemeinnützigkeit im neuen Regierungsprogramm
Fundraising Verband Austria begrüßt Bekenntnis der neuen Bundesregierung zum Ausbau der Gemeinnützigkeit, fordert aber rasche Konkretisierung und Umsetzung angekündigter Maßnahmen.
 
Wien, 19. Dezember 2017. Heute hat die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufgenommen. Im Regierungsprogramm haben ÖVP und FPÖ einige zentrale Forderungen des Fundraising Verbands Austria zur Stärkung von Freiwilligenwesen und Gemeinnützigkeit aufgegriffen. Der Fundraising Verband begrüßt das Bekenntnis zur Ausweitung der Spendenabsetzbarkeit sowie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Ehrenamt. Gleichzeitig fordert der Dachverband Österreichs Spendenorganisationen den vielfach unkonkret formulierten Vorhaben rasch konkrete Pläne und Maßnahmen in der Regierungsarbeit folgen zu lassen.
 
„Der Wille zur Unterstützung des privaten Engagements für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen lässt sich im neuen Regierungsprogramm herauslesen.“, schickt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, voraus. In ihrem Programm für die kommenden fünf Jahre sieht die gestern angelobte Bundesregierung eine Ausweitung der Spendenabsetzbarkeit für Spenden an gemeinnützige GmbHs und Stiftungen sowie weitere Felder wie Bildung und Kultur vor. Die Absetzbarkeit soll außerdem für Sport und andere Bereiche gemeinnützigen Engagements geprüft werden. Für das Ehrenamt sollen bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden und ein Ehrenamt-Gütesiegel eingeführt werden, durch das im Zuge des Freiwilligeneinsatzes erworbene Qualifikationen dokumentiert und zertifiziert werden. „Als Dachverband Österreichs Spendenorganisationen begrüßen wir dieses Bekenntnis, einige längst notwendige Weiterentwicklungen des gemeinnützigen Sektors in Österreich anzugehen. Umso mehr hoffen wir auf eine rasche und konsequente Umsetzung dieser und weiterer wichtiger Schritte.“, gibt sich Lutschinger optimistisch.

Spendenabsetzbarkeit für alle und Entbürokratisierung gefordert:
Hunderte Bildungseinrichtungen, Tierschutzvereine sowie große Teile der Kultureinrichtungen sind aufgrund nicht nachvollziehbarer Bestimmungen derzeit von der Spendenabsetzbarkeit ausgeschlossen. Der FVA fordert von der neuen Bundesregierung, dass dieser Benachteiligung durch die dringend notwendige Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeitsgesetzes ein Ende gesetzt wird.
"Durch die Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit auf alle Zwecke und eine ernsthafte Entbürokratisierung könnte das Spendenaufkommen hierzulande bis 2022 auf 800 Mio. gesteigert werden und die Gemeinnützigkeit in Österreich ungemein fördern.“, so Günther Lutschinger.
Dass innerhalb des Regierungsprogramms in Zusammenhang mit Gemeinnützigkeit und Freiwilligenwesen der Schwerpunkt eindeutig auf das Thema Sport gelegt wird, sieht der Fundraising Verband kritisch und weist auf die Wichtigkeit gleichwertiger Rahmenbedingungen und Regelungen für alle Bereiche hin.

Bedeutung des gemeinnützigen Sektors in Österreich:
Fast die Hälfte der österreichischen Bevölkerung ist ehrenamtlich tätig. Damit leisten Freiwillige das Äquivalent von rund 200.000 Vollzeitarbeitsplätzen. Am häufigsten engagieren sich Menschen zwischen 50 und 59 Jahren, gefolgt von den über 60-jährigen. Trotz der 3,5 Millionen Menschen, die in Österreich ehrenamtlich tätig sind, spielte der Sektor in der Politik bislang nur eine untergeordnete Rolle. Dringend notwendig sind der Ausbau der Infrastruktur durch Freiwilligenzentren und –messen sowie die Bereitstellung einer Unfall- und Haftpflichtversicherung für alle ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Chaos bei Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit befürchtet:
Über 6500 Organisationen, von den Freiwilligen Feuerwehren bis zu den großen Hilfswerken, sind ab heuer verpflichtet, Namen und Geburtsdaten ihrer Spender zu sammeln und nach einem komplizierten Verfahren verschlüsselt an das Finanzamt zu melden. Nur so können die Spenden der Österreicher künftig steuerlich abgesetzt werden. Bislang wurde seitens des BMF allerdings noch immer kein einfaches und unkompliziertes Verfahren für die Spendenmeldung umgesetzt, was ein Chaos bei der Arbeitnehmerveranlagung für 2017 befürchten lässt. Zudem wurden die Spender nach wie vor nicht ausreichend über die Neuerungen informiert.
 
Der Fundraising Verband Austria appelliert an den neuen Finanzminister Löger hier rasch eine Lösung herbeizuführen, um ein Chaos bei der Spendenmeldung im Jahr 2018 zu verhindern.
 
Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





Österreichs Unternehmer machen sich mit Weihnachtsspende selbst glücklich
Fundraising Verband informiert vor Weihnachten über Spendenmöglichkeiten für Unternehmen und warum Spenden glücklich macht.

Wien, 12. Dezember 2017. Weihnachten ist auch für Österreichs Unternehmer die Zeit des Gebens. Viele entscheiden jetzt darüber, welche gemeinnützigen Organisationen sie mit ihrer Weihnachtsspende unterstützen. Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ – eine Initiative des Fundraising Verbands Austria – informiert Wirtschaftstreibende vor Weihnachten über gemeinnützige Projekte und wie sie Organisationen am besten unterstützen können. Als positiver Nebeneffekt werden beim Spenden Glücks-Botenstoffe im Gehirn freigesetzt – das beweist eine neue wissenschaftliche Studie.
 
Die Weihnachtsspenden von Österreichs UnternehmerInnen geben für viele Spendenorganisationen den Ausschlag darüber, ob ihre wichtigen Anliegen und Projekte auch im kommenden Jahr umgesetzt werden können. „Mit der Aktion Wirtschaft hilft! möchten wir die Wirtschaftsreibenden hierzulande jetzt vor Weihnachten auf die großartigen Leistungen des gemeinnützigen Sektors aufmerksam machen und zum Spenden motivieren.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband der Spendenorganisationen. Insgesamt ließ sich zuletzt ein steigendes soziales Verantwortungsbewusstsein der Betriebe in Österreich verzeichnen. „83% der österreichischen Unternehmen engagieren sich in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden für den guten Zweck. Pro Jahr spenden Unternehmen rund 100 Millionen Euro.“, weiß Lutschinger.

Spendenmotive und –themen der Unternehmen:
35% der UnternehmerInnen engagieren sich gemeinnützig, weil sie der Gesellschaft etwas zurückgeben möchten. Für ebenso viele ist die Sympathie gegenüber einer Organisation ausschlaggebend. Geld wird in erster Linie für Kinderhilfe, Sport, Natur-, Klima- und Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland gespendet. Die meisten Sachspenden gehen an Projekte für Bedürftige, Kinder und Menschen mit Behinderung. „Insgesamt beschränkt sich das Engagement von Unternehmen nicht nur auf Geld- und Sachspenden. In der Wahrnehmung ihrer sozialen Verantwortung beschreiten immer mehr Unternehmen neue und oft auch kreative Wege.“, so Bernhard Hofer, Geschäftsführer Umfrageinstitut Public Opinion.
 
Kreative Spendenprojekte von Österreichs Unternehmen:
Die Formen des Enagements der Wirtschaftsbetriebe hierzulande sind vielfältig. Die steirische Schokoladenmanufaktur Zotter hat im Rahmen einer Spendenkooperation mit der Kindernothilfe Österreich beispielsweise eine eigene Schokolade kreiert. „Schokolade macht Schule“ titelt das Projekt, mit dem jeder, der gerne Schokolade isst, arbeitenden Kindern in Peru zu einer Schulbildung verhelfen kann. Denn 50 Cent pro verkaufter Schokolade fließen direkt in das entsprechende Kindernothilfe-Projekt. Kinder, die schon im Volksschulalter in Ziegeleien und Steinbrüchen schuften müssen, erhalten damit die Möglichkeit, in die Schule zu gehen. „Bildung ist der sicherste Ausweg aus Armut und Ausbeutung. Ich hoffe, dass wir möglichst vielen Kindern ermöglichen können, diese Chance zu bekommen“, erklärt Chocolatier und Andersmacher Josef Zotter den Hintergedanken seines Engagements für das Schulprojekt in Peru.
 
Das Technologieunternehmen ABB AG verbindet seine jährliche weihnachtliche Spendenaktion mit einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit für die wichtige Arbeit des Sterntalerhofes. Der Sterntalerhof bietet eine liebevolle Herberge sowie eine ganzheitliche therapeutische Betreuung für Familien mit einem schwer oder unheilbar kranken Kind. Die ABB AG unterstützt den Sterntalerhof heuer einerseits wieder mit einer Spendenaktion: Im Zuge eines Fotowettbewerbs lädt ABB SchülerInnen dazu ein, Fotos und Videos auf Facebook zu posten. Pro Foto oder Video spendet das Unternehmen 30 €, für jedes Like nochmals 1 € sowie für jedes Teilen 2,50 €. Andererseits unterstützt ABB den Sterntalerhof mit einer vielfältigen medialen Präsenz, um den Bekanntheitsgrad zu steigern und damit mehr SpenderInnen erreichen zu können.

Neuoökonomie beweist: Spenden macht glücklich!
Eine aktuelle Studie von Neuroökonomen an der Universität Zürich hat ergeben, dass großzügige Menschen glücklicher leben. Beim Geben wird ein Bereich im Gehirn aktiviert, der ein wohliges Gefühl auslöst, das Forscher „Warm Glow“ bezeichnen. Die Neuroökonomie ist ein relativ junges wissenschaftliches Gebiet, das untersucht, was im Gehirn geschieht, wenn wir ökonomische Entscheidungen treffen. Wie eine Studie in diesem Forschungsfeld nun zeigt, kann die Verbindung zwischen Großzügigkeit und Glücksgefühlen auf neuronaler Ebene nachgewiesen werden. Unser Gehirn schüttet Botenstoffe aus, die bewirken, dass wir uns selbst gut fühlen wenn wir anderen etwas Gutes tun.
 
Über die „Aktion Wirtschaft hilft!“ und das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“:
Ziel der „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer UnternehmerInnen für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Servicemagazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde heuer zum vierten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Unternehmen werden darin über die Arbeit und Projekte von gemeinnützigen Organisationen informiert und erhalten Tipps, wie sie ihre Spende effizient und zur Unternehmensphilosophie passend einsetzen können. Alle Informationen unter: www.wirtschaft-hilft.at
 
Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at 




FVA: Richtig spenden zur Weihnachtszeit
Fundraising Verband gibt Tipps zum richtigen Spenden in der Weihnachtszeit.

Wien, 7.11.2017. Gutes zu tun ist den Österreichern besonders in der Vorweihnachtszeit ein wichtiges Anliegen. Nur mit ihrer Unterstützung können die gemeinnützigen Organisationen hierzulande ihre wichtigen Anliegen auch im kommenden Jahr verfolgen. Mit den wichtigsten Tipps und Informationen unterstützt der Fundraising Verband Spender jetzt in ihrer Entscheidung für eine Organisation.
 
Ob Kindernothilfe, Tier- und Umweltschutz oder Katastrophenhilfe – die Möglichkeiten, mit einer Spende Gutes zu tun, sind vielfältig. Was kann man tun, um das Spenden möglichst wirkungsvoll zu gestalten? „Entscheiden Sie sich für zwei bis drei Organisationen und unterstützen Sie sowohl langfristige als auch akute Projekte!“, bringt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, die wichtigsten Kriterien für eine wirkungsvolle Spende auf den Punkt. „So helfen Sie, einerseits die langfristigen Hilfsprojekte zu sichern und andererseits die Katastrophensoforthilfe zu ermöglichen.“, ergänzt der Geschäftsführer des Dachverbands Österreichs Spendenorganisationen.
Für den Erfolg von wohltätigen Projekten ist es nämlich wichtig, dass diese nachhaltig durchgeführt werden können. Dazu muss deren Finanzierung abgesichert sein. „Zu Weihnachten entscheidet sich oft, ob ein Projekt im nächsten Jahr durchgeführt werden kann oder nicht.“
Mit der Spendenabsetzbarkeit ist es außerdem möglich, mehr zu spenden, ohne dass es unbedingt mehr kostet: „Setzen Sie Ihre Spende steuerlich ab! So können Sie ohne Mehrkosten mehr spenden, denn das Finanzamt ersetzt bis zu 50 % Ihrer Spende.“, weist Lutschinger auf die Idee hinter der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hin. Ein Qualitätskriterium für Organisationen ist das Spendengütesiegel. Wenn SpenderInnen eine Organisation nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Gütesiegel zu achten, das einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern garantiert.
 
Die 5 wichtigsten Spendentipps im Überblick:
1) Hören Sie beim Spenden auf Ihr Herz! Was ist Ihnen persönlich wichtig, was möchten Sie mit Ihrer Spende erreichen?
2) Geben Sie eine Mindestspende: Einzelne großzügige Spenden sind effizienter als viele kleine Beträge und ermöglichen den Organisationen eine längerfristige Planung. Zu Weihnachten wird eine Spendenhöhe von 30 bis 50 Euro pro Organisation empfohlen. Mit drei bis vier Spenden pro Jahr kann noch nachhaltiger geholfen werden.
3) Entscheiden Sie sich für 1 bis 3 Organisationen: Suchen Sie sich eine oder wenige Organisationen aus, die Sie besonders gerne fördern wollen, und bleiben Sie ihr treu. So bleibt der Verwaltungsaufwand möglichst gering.
4) Teilen Sie ihren Steuervorteil: Mit der Spendenabsetzbarkeit können Sie bis zu 50% der Spende vom Finanzamt zurückerhalten. Geben Sie diesen Vorteil in Form einer höheren Spende an die gemeinnützige Organisation weiter! Unter www.spenden.at finden Sie einen Online-Spendenrechner. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.
5) Achten Sie auf das Spendengütesiegel: Das Österreichische Spendengütesiegel steht für geprüfte Spendensicherheit durch strenge Qualitätsstandards, Transparenz und laufende Kontrolle. Alle Organisationen finden Sie unter www.osgs.at.

Fakten zum Spenden in der Weihnachtszeit: 
Die Vorweihnachtszeit ist für spendenwerbende Organisationen die wichtigste Zeit des Jahres. Rund 25 bis 30 Prozent des jährlichen Aufkommens von zuletzt 640 Mio. Euro werden in dieser Zeit gespendet. Die ÖsterreicherInnen spenden dabei rund ein Drittel an Kinder- und Jugendprojekte gefolgt von Tier- und Umweltschutz sowie Katastrophenhilfe im Inland. 62 Prozent der ÖsterreicherInnen unterstützen regelmäßig die Arbeit von gemeinnützigen Organisationen. Weltweit werden in der Weihnachtszeit Initiativen gesetzt.
 
www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden:
Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet das Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verbands. Die Website bietet SpenderInnen eine neutrale Informationsquelle mit Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement, liefert aktuelle Informationen über zahlreiche NGO’s und ihre Projekte sowie Informationen für spendeninteressierte Unternehmen.
 
Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at 




FVA: ÖsterreicherInnen spenden 630 Millionen Euro 2017
Spendenaufkommen stagniert erstmals seit Jahren - Fundraising Verband fordert engagiertere Spendenpolitik von der nächsten Bundesregierung.

Wien, 29.11.2017. Heute Vormittag präsentierte der Fundraising Verband Austria (FVA) den Spendenbericht 2017. Das österreichische Rekord-Spendenaufkommen von 640 Millionen Euro im Jahr 2016 konnte nicht ganz gehalten werden. Die Verunsicherung wegen der Spendenabsetzbarkeit NEU zeigt ihre Wirkung. Mit 630 Millionen Euro an Spenden freuen sich Österreichs Organisationen dennoch über einen hohen Wert. Im Bundesländervergleich wurden die Südösterreicher an der Spitze abgelöst: Am meisten spenden die Oberösterreicher mit durchschnittlich 126 Euro. Am spendenfreudigsten sind die Niederösterreicher und Burgenländer, besonders viele von ihnen geben.


Über mehr Spenden als jemals zuvor freuten sich Österreichs gemeinnützige Organisationen im Vorjahr. „Das von uns errechnete Spendenvolumen von 640 Millionen im Jahr 2016 hat alle Erwartungen deutlich übertroffen. Nie zuvor hat die heimische Bevölkerung mehr für den gemeinnützigen Zweck gespendet.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen. Mit gemischten Gefühlen blickt Lutschinger auf das Jahr 2017: Mit 630 Mio. wird 2017 zwar neuerlich ein gutes Ergebnis erwartet, allerdings zeichnet sich erstmals eine Stagnation nach dem Wachstum der letzten Jahre ab.


Jede Spende zählt
Nach einer fortwährenden Steigerung des Spendenaufkommens von 460 Mio. im Jahr 2010 auf über 570 Mio. 2014 bis hin zum Rekordwert von 640 Mio. 2016 prognostiziert der Fundraising Verband im Spendenbericht 2017 erstmals einen leichten Spendenrückgang. Die Gründe macht Günther Lutschinger insbesondere an der Verunsicherung der Bevölkerung durch die Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit fest: „Seit Anfang des Jahres hat sich die Absetzbarkeit grundlegend geändert. Österreichs Spender wurden allerdings bislang völlig unzureichend darüber informiert, was sich für sie ändert und was zu beachten ist.“ Weitere Gründe sind weniger Aufrufe rund um die Flüchtlingshilfe und andere Elementarereignisse, aber auch die Tatsache, dass das Spendenthema im Wahljahr 2017 medial im Hintergrund gestanden ist. „Umso wichtiger sind besonders heuer die Spenden in der Weihnachtszeit, die in der Regel 25 bis 30 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen. Ich rufe die Österreicherinnen und Österreicher dazu auf: Helfen Sie mit Ihrer Weihnachtsspende jetzt, um gemeinnützige Projekte auch in Zukunft zu sichern!“, so Lutschinger.

Österreichs Spendenorganisationen sagen Danke!
„Das hohe Spendenaufkommen zeigt den wichtigen Beitrag, den die Menschen leisten, damit wir in Österreich und weltweit da helfen können, wo Hilfe benötigt wird. Im Namen aller Spendenorganisationen Österreichs möchte ich Danke sagen. Für uns sind Spenden ein großer Vertrauensbeweis, der deutlich macht, dass die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen geschätzt wird “, sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes.

So spendet Österreich – Motive, Themen und Spendenhöhe
„Die Beweggründe für das Spenden sind vielfältiger Natur. Als Hauptmotive geben die Österreicher Sympathie mit der Organisation, Betroffenheit von der Not, Anteilnahme an Schicksalen sowie Sicherheit, dass die Spende auch zweckgerichtet ankommt, an. Spitzenreiter bei den Spendenthemen, die den Menschen am Herzen liegen, sind Kinder, Tiere sowie die Katastrophenhilfe im Inland.“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion.

Oberösterreicher spenden viel, Niederösterreicher und Burgenländer häufig
Unter den 62% der Österreicher, die spenden, liegt die Durchschnittsspende derzeit bei 113 € pro Spender. Im Bundesländervergleich liegt Oberösterreich mit durchschnittlich 126 € heuer am weitesten über dem bundesweiten Durchschnitt vor Salzburg/Tirol/Vorarlberg mit 121 €. Schlusslicht in dieser Wertung ist Wien mit 99 €. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind Niederösterreich und das Burgenland klar vorne. Hier spenden mit 74 Prozent so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Bei der Spendenhöhe befindet sich Österreich international im Mittelfeld. Zwar spenden hierzulande 62% der Bevölkerung, das Spendenaufkommen pro Einwohner ist allerdings wesentlich geringer als beispielsweise in Deutschland, in der Schweiz oder in Großbritannien.

Spendenabsetzbarkeit zeigt Wirkung
Über eine Million Österreicher nutzen bereits die Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit und machen mittlerweile 227 Mio. € an Spenden steuerlich geltend. Jeder dritte Spenden-Euro wird damit in Österreich steuerlich abgesetzt. Seit 1. Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit die neuen Vorschriften: Nicht mehr die Spender müssen ihre Spende beim Finanzamt geltend machen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen. Spender müssen den Organisationen jedoch ihren vollständigen Namen laut Meldezettel sowie ihr Geburtsdatum übermitteln. Dies bedeutet einen immensen, personalintensiven Adaptierungs- und Investitionsbedarf für die Organisationen.

Forderungen an neue Bundesregierung
Von der nächsten Bundesregierung verlangt der Fundraising Verband rasch Schritte zu setzen, um das Österreichische Spendenwesen zu stärken und fit für die Zukunft zu machen:

- Ausbau und mehr Fairness bei der Spendenbegünstigung

Wie in Deutschland oder der Schweiz sollte die Spendenbegünstigung für alle Bereiche der Gemeinnützigkeit gelten. Derzeit sind in Österreich Bildung oder Sport nicht, Kunst und Kultur nur sehr eingeschränkt spendenbegünstigt – eine massive Ungleichbehandlung und Benachteiligung. Spenden für Bildung in Afrika sind begünstigt, für Bildung in Österreich hingegen nicht. Es ist Aufgabe der nächsten Bundesregierung, die Vorschriften zu vereinheitlichen, alle gemeinnützigen Zwecke zu begünstigen und die überbordende Bürokratie bei der Spender-Datenweiterleitung zu entschärfen.

- Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeitsgesetzes

Die Steuervorschriften für gemeinnützige Einrichtungen sind immer unübersichtlicher geworden. Allein die Vereinsrichtlinie des BMF umfasst 250 Seiten. In der nächsten Legislaturperiode müssen die Rechtsvorschriften vereinfacht und vereinheitlicht werden. Damit hat es die neue Bundesregierung in der Hand, das gemeinnützige Engagement in Österreich wieder auf einen Wachstumskurs zu bringen.

- Stärkung des gemeinnützigen Stiftungssektors

Das Gemeinnützigkeitsgesetz 2015 hat deutliche Verbesserungen für den Stiftungsstandort Österreich gebracht. Eine Angleichung an das Niveau in Deutschland oder der Schweiz hinsichtlich der steuerlichen Rahmenbedingungen wurde damit noch nicht erreicht. Insbesondere die KESt-Befreiung von gemeinnützigem Vermögen ist eine absolut notwenige Maßnahme für die weitere Stärkung des Sektors.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
M: 0676 421 47 06, E: presse@fundraising.at, I: www.fundraising.at

Der Spendenbericht steht im Pressebereich unter
http://spendenbericht.fundraising.at zum Download zur Verfügung.




Österreichs Unternehmen spenden 100 Mio. Euro jährlich.
Die von Bundespräsident a.D. Heinz Fischer unterstützte „Aktion Wirtschaft hilft!“ startet heute und informiert Unternehmen vor Weihnachten über Spendenmöglichkeiten.  

Wien, 15. November 2017. Mit rund 100. Mio. Euro an Spenden pro Jahr unterstützen Österreichs Unternehmen gemeinnützige Einrichtungen. Damit kommt ihnen eine wachsende Bedeutung zu. 83% der Unternehmen engagieren sich in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Dies spricht für die steigende soziale Verantwortung von Österreichs Betrieben. Mit der heute startenden „Aktion Wirtschaft hilft!“ und dem damit verbundenen „Spendenguide für Unternehmen“ informiert der Fundraising Verband Austria zielgruppenorientiert über gemeinnützige Projekte und gibt Österreichs Wirtschaftstreibenden rechtzeitig vor Weihnachten Tipps, wie sie Organisationen unterstützen können. Mit diesem Service möchte der Fundraising Verband  Unternehmen zum Spenden und zur Zusammenarbeit mit NGOs anregen und motivieren.  

Durchschnittlich spendet ein mittelständisches Unternehmen in Österreich zwischen 2.000 und 2.500 Euro.  Die zahlreichen und oft regelmäßigen Spenden der kleinen und mittleren Betriebe sind damit der Spendenmotor in der Wirtschaft. Das Engagement von Unternehmen läuft vornehmlich auf lokaler und nationaler Ebene ab. Geldspenden werden am liebsten für die Kinderhilfe, die Sportförderung, den Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland gegeben. 50% der Betriebe unterstützen Hilfsorganisationen durch Sponsoring und etwa 25% führen Veranstaltungen zugunsten karitativer Zwecke durch. Bei rund 14% werden die durch Mitarbeiteraktivitäten erzielten Spenden vom Unternehmen verdoppelt. Als Motiv, sich für die Gemeinnützigkeit zu engagieren, geben ca. 35% der Unternehmen an, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen. Für ebenso viele ist die Sympathie für die Organisation ausschlaggebend.  

Mehr soziales Engagement im Rahmen der Aktion Wirtschaft hilft!:
Ein prominenter Unterstützer der „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer, der im Vorwort des „Spendenguides“ Österreichs Unternehmen dazu aufruft, sich über die darin vorgestellten Projekte und Organisationen zu informieren und noch stärker für die Gemeinnützigkeit in Österreich zu engagieren. „Das Engagement unserer Unternehmerinnen und Unternehmer für Soziales, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Katastrophenhilfe, Kunst und Kultur, Natur und Umwelt bedeutet einen wesentlichen Beitrag für die Österreichische Gesellschaft und ist eine nachhaltige Investition in eine positive Zukunft!“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Initiator der heute startenden „Aktion Wirtschaft hilft!“. „Mit der Initiative möchten wir das Bewusstsein für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement weiter stärken und möglichst viele Wirtschaftstreibende in unserem Land überzeugen, noch bis Jahresende für wohltätige Zwecke zu spenden.“ „Wirtschaft hilft!“ informiert in den kommenden Wochen Unternehmen über Spenden und andere Möglichkeiten, einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Serviceinstrument liefert der neue Spendenguide einen Überblick über gemeinnützige Organisationen und ihre Projekte und gibt Tipps, wie Betriebe ihre Spende effizient und zur Unternehmensphilosophie passend einsetzen können.

Ein Unternehmen, bei dem soziale Verantwortung seit jeher gelebt wird, ist die Erste Group Bank AG – mit rund 47.000 Mitarbeitern und 16,1 Mio. Kunden einer der größten Finanzdienstleister in Zentral- und Osteuropa. Neben ihrem vielfältigen Einsatz für Initiativen aus dem sozialen, kulturellen und Bildungsbereich gründete die Erste Group bereits vor elf Jahren die Zweite Sparkasse, eine Sozialbank für Obdach- und Mittellose in Österreich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern.    
„Es tut gut, wenn man das Gefühl hat, man macht wirklich etwas. Wir merken das auch in der Erste Bank: Wenn man als Finanzdienstleister einen Beitrag leisten kann, der weit darüber hinausgeht, für Menschen Vermögen zu verwalten, ist das extrem motivierend. Und das ist gut.“, so Erste-Group-Chef Andreas Treichl.

Über die Aktion „Wirtschaft hilft!“ und das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“:
Ziel des Fundraising Verbands Austria als Initiator der 2014 gestarteten „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde heuer zum vierten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Unternehmen werden darin über die Arbeit und Projekte von gemeinnützigen Organisationen informiert. Die Website www.wirtschaft-hilft.at liefert Zusatzinformationen und die Onlineversion des Magazins „Spendenguide“. Als Höhepunkt der Initiative werden im Frühjahr 2018 die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ vergeben, um besonders engagierte Unternehmen und ihre Spendenprojekte vor den Vorhang zu holen.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




40 Millionen Euro Spenden für Wissenschaft und Forschung
Utl.: Fundraising Verband präsentiert Aufkommen anlässlich heutiger Fachtagung für Sciencefundraising.

Wien, 9.11.2017. Anlässlich der heutigen Fachtagung Sciencefundraising zieht der Fundraising Verband Austria  Bilanz über das Spendenengagement für Wissenschaft, Forschung und Bildung. Laut Hochrechnung stieg das Engagement an Universitäten und Hochschulen im Jahr 2016 auf rund 40 Millionen Euro, rund 7 Prozent des gesamten Spendenvolumens in Österreich. Dies entspricht einem Wachstum von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das Jahr 2017 prognostiziert der Fundraising Verband ein gleich bleibendes Aufkommen. Den größten Anteil erhalten die Wiener Universitäten, das Aufkommen der Universitäten in den Bundesländern ist im Steigen. Der Fundraising Verband rechnet bei weiterer Optimierung der Rahmenbedingungen mit einem weiteren Wachstum in den nächsten Jahren.


Exzellente Beispiele für Fundraising im Hochschulsektor gibt es auch abseits der 75 Millionen Euro von Dietrich Mateschitz an die PMU Salzburg. So sammelte die Universität Graz mit der Kampagne „430 Sessel für die Uni Graz“ erfolgreich private Spenden und der Krebsforschungslauf der Medizinischen Universität mobilisiert nicht nur Läufer sondern auch Spender. Die Medizinische Universität Wien betreibt auch aktuell eine sehr ambitionierte Kampagne. Das Zentrum für Präzisionsmedizin soll bis 2022 entstehen und mit 65 Millionen Euro aus privaten Zuwendungen finanziert werden.


Der Fundraising Verband Austria führt diesen Anstieg auf eine Professionalisierung des Fundraisings an Hochschulen und im Forschungssektor zurück. Ein stärkeres Bewusstsein auf Rektorenebene, dass Fundraising von der Institution als Ganzes mitgetragen werden muss, unterstützte diese Entwicklung massiv. „Gerade jene Universitäten, die eigene Abteilungen und Personal für ein professionelles Fundraising geschaffen haben, konnten ihr Spendenvolumen deutlich steigern“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria. Besonderes Potenzial sieht Lutschinger im Stiftungssektor und bei Großspendern. Vermögende sind derzeit bei Spenden unterrepräsentiert und haben ein dementsprechendes Potenzial, wie auch der internationale Vergleich zeigt.


Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft hat der Fundraising Verband Austria ein Ausbildungsprogramm für Fundraiser im Bereich Wissenschaft und Forschung ins Leben gerufen und einen Code of Conduct für Fundraising entwickelt. „Ein Code of Conduct im Fundraising schafft nicht nur Vertrauen in die spendenwerbende Institution bzw. den gesamten Sektor, er stellt auch Leitlinien für den ethisch korrekten Umgang mit Spenden dar.“, stellt Lutschinger fest. Zahlreiche Institutionen haben diesen auf die eigenen Bedürfnisse adaptiert und implementiert.
 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer
Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria
T: +43 / 676/ 914 66 25
E:
presse@fundraising.at




Private Kulturförderung benötigt bessere Rahmenbedingungen!
Utl.: Kommende Bundesregierung ist gefordert, Spendenabsetzbarkeit für Kultur zu erleichtern sowie sich zu privater Kulturförderung zu bekennen.

Wien, 8.11.2017. Private Kulturförderung hat sich international längst zu einer wichtigen Ergänzung zur bestehenden Finanzierung entwickelt und wird künftig auch den Erfolg von Kultureinrichtungen in Österreich maßgeblich mitbestimmen. Immer mehr Institutionen erkennen das Potential und können Förderer im In- und Ausland von ihrem kulturellen Schaffen überzeugen. Insgesamt hat Österreichs Kulturwesen jedoch im internationalen Vergleich großen Aufholbedarf. Die Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring thematisierte heute in Wien neue Wege in der privaten Kulturförderung. In einer angeregten Diskussion sprachen u.a. Agnes Husslein, Rudolf Scholten und Sabine Haag über Chancen und Risiken von mehr privatem Engagement und wie eine österreichische Kulturpolitik der Zukunft aussehen kann. Der Fundraising Verband Austria erwartet von der  kommenden Bundesregierung ein klares Bekenntnis zu privater Kulturförderung und die rasche Umsetzung von Erleichterungen bei der Spendenabsetzbarkeit für diesen Bereich.

Kernstück der Fachtagung war die kulturpolitische Podiumsdiskussion über die Frage, ob Österreichs Kulturschaffende und Kulturpolitiker mehr privates Engagement für Kunst und Kultur anregen wollen oder die bestehende Förderpolitik mit staatlichen Mitteln beibehalten werden soll. Eine Expertenrunde aus Kultur, Politik und dem NGO-Sektor diskutierte über die Möglichkeiten, Bedingungen und Grenzen von mehr privater Kulturfinanzierung. Brisantes Thema war auch die Frage, was sich in der österreichischen Kulturförderung ändern soll.

„Ein klares kulturpolitisches Bekenntnis zu mehr privatem Engagement im österreichischen Kulturwesen sowie längst überfällige Erleichterungen bei der Erlangung der Spendenabsetzbarkeit für Kultureinrichtungen sind dringend notwendig.“, zog Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, ein Resümee. Nur so könne das – derzeit noch eher verhaltene – private Engagement in diesem Bereich nachhaltig angeregt werden. „Für die Kulturnation Österreich gilt es bei diesem wichtigen Zukunftsthema den Anschluss nicht zu verlieren.“ Nach wie vor sind große Teile der Kultureinrichtungen aufgrund nicht nachvollziehbarer Bestimmungen von der Spendenabsetzbarkeit ausgeschlossen, was höhere Spendeneinnahmen für die Kultur verhindert. Von der nächsten Bundesregierung fordert der Fundraising Verband daher, dass das Projekt „Spendenabsetzbarkeit für Alle“, das 2009 begonnen wurde und das Spendenaufkommen jährlich um 10% steigen ließ, schnellstmöglich zu einem Abschluss gebracht wird. „Die derzeit willkürliche Bindung der Absetzbarkeit im Kultursektor an eine Bundes- oder Landesförderung bedeutet eine klare Benachteiligung.“, stellt Lutschinger klar. Von den rund 6700 Einrichtungen auf der BMF-Liste kommen nur 1% oder 59 aus dem Kulturbereich. 

Zwtl.: Internationaler Vergleich: Österreich hat Aufholbedarf beim Spenden für Kultur:
Einige österreichische Kulturinstitutionen wie insbesondere die Bundesmuseen können im Fundraising bereits Erfolge verbuchen. Im Vergleich zu Ländern wie Deutschland, Schweiz oder den Niederlanden hat Österreich beim Spenden für Kultur allerdings großen Aufholbedarf. Zwischen 10 und 15 Mio. Euro, also etwa 2 % des Gesamtspendenvolumens von 625 Mio. Euro wurden in Österreich 2016 für Kultur gespendet. In den Niederlanden, wo der Anreiz der Spendenabsetzbarkeit schon länger besteht, liegt der Wert dagegen bei jährlich ca. 8 %.

Zwtl.: Internationale Trends und Knowhow bei der Fachtagung in Wien:
Im Rahmen der vielfältigen Vorträge und Workshops konnten Marketing-, Sponsoring- und Fundraisingverantwortliche aus dem Kulturbereich neue Ideen, Trends und das praktische Knowhow von anderen Spendensektoren kennenlernen. Fundraisingexperte Bernard Ross von der Arts Fundraising School London machte deutlich, welche Rolle Zwischenmenschlichkeit und damit Psychologie in der Zusammenarbeit mit Großspendern spielt. Was man im Kulturfundraising von karitativen Organisationen lernen kann, zeigte Katharina Steinkellner vom Science Museum in Großbritannien. Außerdem wurden im Fundraising international erfolgreiche Kulturinitiativen vorgestellt: Die gemeinnützige Schweizer Stiftung „Erbprozent Kultur“ lädt SchweizerInnen seit 2015 dazu ein, 1 Prozent ihres Vermögens der Kultur zu vermachen. Das Tanzfestival „Ich bin OK“ und die Initiative „Superar“ sind zwei Beispiele für Organisationen, die in ihrer Ausrichtung den kulturellen mit dem sozialen Auftrag verbinden und genau damit erfolgreich private Geldgeber ansprechen.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




Freiwilligengesetz: Fundraising Verband begrüßt Beschluss im Nationalrat
Nächstes Regierungsprogramm muss Ausbau des Freiwilligenwesens und Stärkung der Gemeinnützigkeit beinhalten.

Wien, 13.10.2017. Gestern wurde im Nationalrat einstimmig eine Novelle zum Freiwilligengesetz beschlossen. Damit wurde das Freiwillige Sozialjahr rechtzeitig vor dem Auslaufen per Jahresende abgesichert und die finanziellen Mittel für Gedenk-, Friedens- und Sozialdienste im Ausland garantiert. Zusätzlich wurde die soziale Absicherung der Freiwilligen verbessert. Von der nächsten Bundesregierung fordert der Fundraising Verband eine konsequente Freiwilligenpolitik und eine breite Unterstützung für den Ausbau der Freiwilligen-Infrastruktur.

Rund 3,3 Millionen Menschen oder 46% der über 15-Jährigen in unserem Land sind Tag für Tag freiwillig und unentgeltlich in allen gesellschaftlichen Bereichen aktiv. Mit der gestern beschlossenen Gesetzesnovelle wurde im Nationalrat ein erster Schritt für die Sicherung des vielfältigen Freiwilligen-Engagements in Österreich gesetzt. Aufgabe der nächsten Bundesregierung wird es sein, notwendige Weiterentwicklungen schnellstmöglich umzusetzen. Der Fundraising Verband – Dachverband der spendenwerbenden Organisationen – fordert den weiteren Ausbau der Infrastruktur durch Freiwilligenzentren und -messen, Rechtssicherheit bei der Sozialversicherungseinstufung von Freiwilligenarbeit, eine nationale Validierung der im Freiwilligeneinsatz erworbenen Qualifikationen sowie Erleichterungen bei der betrieblichen Freistellung von Mitarbeitern für freiwilliges Engagement. Auch sollte der im BMASK angesiedelte Anerkennungsfonds neu ausgerichtet werden und – analog zur Innovationsstiftung für Bildung – gemeinsam mit privaten Förderern neue Initiativen initiieren.  

Zwtl.: Rechtssicherheit und Endbürokratisierung:
Mit dem Gemeinnützigkeitsgesetz 2015 wurde eine erste Maßnahme in Richtung Rechtssicherheit für Gemeinnützige umgesetzt, jedoch nur auf dem Sektor der gemeinnützigen Stiftungen. Der FVA sieht die Notwendigkeit, weitere wichtige Schritte folgen zu lassen und neben der Verbesserung der Rechtssicherheit für Vereine endlich das Gemeinnützigkeitsrecht zu entbürokratisieren. Allein die Vereinsrichtlinie des BMF umfasst mehr als 250 Seiten und ist nur für Experten lesbar. Die Forderung nach Abbau bürokratischer Hürden betrifft auch die Spendenabsetzbarkeit. Über 6500 Organisationen, von den Freiwilligen Feuerwehren bis zu den großen Hilfswerken, sind ab heuer verpflichtet, Spenderdaten im großen Umfang zu sammeln und nach einem komplizierten Verfahren verschlüsselt an das Finanzamt zu melden. Der Fundraising Verband hat sich mit zahlreichen Vereinfachungsvorschlägen an das BMF gewandt, ist aber an den bürokratischen Hürden bislang gescheitert. „Wir fordern die neue Bundesregierung auf, unverzüglich ein einfaches und unkompliziertes Verfahren für die Spendermeldung umzusetzen, um einen Schaden für das österreichische Spendenwesen zu verhindern! Vorschläge liegen seit Monaten auf dem Tisch.“, berichtet Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, und warnt vor einem Chaos bei der Arbeitnehmerveranlagung für 2017: „Tausende Bescheide könnten angefochten werden, da die Spender nach wie vor nicht ausreichend über die Neuerungen informiert wurden und zahlreiche datenschutz- und steuerrechtliche Fragen nicht geklärt sind.“ so Lutschinger.  

Zwtl.: Spendenabsetzbarkeit für Alle:
Hunderte Bildungseinrichtungen, Tierschutzvereine sowie große Teile der Kultureinrichtungen sind aufgrund nicht nachvollziehbarer Bestimmungen von der Spendenabsetzbarkeit ausgeschlossen. Auch hier fordert der FVA, dass das Projekt „Spendenabsetzbarkeit für Alle“, das 2009 begonnen wurde, in der 26. Gesetzgebungsperiode zu einem Abschluss gebracht wird. Die Spendenabsetzbarkeit hat dazu beigetragen, dass das Spendenaufkommen jährlich um 10% gestiegen ist. „Die 625 Mio. Euro, die in Österreich jährlich an Spenden gesammelt werden, könnten durch die Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit auf alle Zwecke und eine ernsthafte Endbürokratisierung bis 2022 auf 800 Mio. gesteigert werden und die Gemeinnützigkeit in Österreich ungemein fördern.“, so Günther Lutschinger.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   
 



Sabine Haag ist Fundraiserin des Jahres
Fundraising Verband zeichnet KHM-Generaldirektorin für ihre Verdienste um das Spendenwesen im Kultursektor aus und vergibt die Fundraising Awards für besondere Leistungen in der Spenderkommunikation.

Wien, 9.10.2017. Der Fundraising Verband zeichnet heute im Rahmen einer feierlichen Abendgala hervorragende Leistungen in der Spender­kommunikation mit den Fundraising Awards 2017 aus. Zahlreiche namhafte NGOs und Agenturen gingen in das Ren­nen um den renommierten Preis in den Kategorien Spendenspot, Innovation, Online-Kampagne, Fundraising Aktion, Spendenmailing sowie Unternehmenspartnerschaft des Jahres 2017. Als Höhepunkt des Abends wird Dr. Sabine Haag – Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums Wien – zur Fundraiserin des Jahres gekürt.

Sabine Haag ist bekannt für ihren unermüdlichen Einsatz für die Weiterentwicklung des Kunsthistorischen Museums Wien. Als Generaldirektorin ist es ihr seit jeher ein zentrales Anliegen, neue Werbekanäle zu öffnen und zusätzliche Finanzierungsquellen für das Museum zu generieren. Dazu unterstützte sie die Umsetzung ausgesprochen vielfältiger, innovativer sowie kreativer Fundraising-Methoden. Aber auch selbst war sie engagiert im Einsatz, Menschen zur Unterstützung zu begeistern und zu motivieren. Damit ist es ihr gelungen, erfolgreich private Fördermittel zu akquirieren. Diese ermöglichten Projekte wie die Kunstkammer-Wiedereröffnung oder sehbehinderten Menschen den Zugang zu Kunst zu erleichtern.

„Sabine Haag hat sowohl auf künstlerischer wie auf wirtschaftlicher Seite Großartiges für das Kunsthistorische Museum und den Kulturstandort Wien geleistet und maßgeblich zum exzellenten internationalen Ruf des Hauses beigetragen. Mit ihrer konsequenten und kreativen Arbeit im Fundraising hat sie zusätzliche finanzielle Mittel gesichert und damit die Zukunft des Museums nachhaltig mitgestaltet.“, unterstrich die Generaldirektorin der Österreichischen Lotterien, Bettina Glatz-Kremsner, in ihrer Laudatio die Verdienste Sabine Haags.

Zuletzt wurden 2016 der langjährige CARITAS-Präsident Franz Küberl, 2015 Alexander Wrabetz in Vertretung für die ORF-Hilfsaktion „HELFEN. WIE WIR“, 2014 Karlheinz Böhm posthum für sein Lebenswerk, 2013 Willi Resetarits, 2012 Chris Lohner und 2011 Gery Keszler für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Zwtl.: Fundraising Awards – Preisträger in den weiteren Kategorien:
Als bester Fundraising Spot des Jahres 2017 setzte sich der Spot „Hilf Hannah“ von Kinderhospitz Netz  durch. Der von der Agentur Direct Mind entwickelte Spot führt vor Augen, wie wichtig gerade für schwerkranke Kinder eine fachgerechte Betreuung im gewohnten und liebevollen Umfeld ihrer Familien und des eigenen Zuhauses ist. 

Die Onlinedienstleister Formunauts und RaiseNow punkteten bei der Jury in der Kategorie beste Fundraising Innovation (in Kooperation mit VSG Direkt) mit dem „Quality Widget“. Dieses Online-Tool ermöglicht ein einfaches und direktes Feedback von SpenderInnen für Face-to-Face Fundraiser. Dies steigert die Gesprächsqualität und senkt die Kosten. 

Den Fundraising Award für die Partnerschaft des Jahres (in Kooperation mit ERSTE Bank) erhält DEBRA Austria gemeinsam mit dem Spezialpapierhersteller delfort. Unglaubliche 21.564 Papierschmetterlinge wurden für „Schmetterlingskinder“ gefaltet und damit nicht nur ein Weltrekord aufgestellt, sondern vor allem eine großartige Spende erzielt: Für jeden gefalteten Schmetterling spendete delfort 1 Euro. 

Ebenfalls siegreich ist DEBRA Austria in diesem Jahr beim besten Direct Mailing des Jahres (in Kooperation mit Österreichische Post AG). Mit dem von der Agentur Direct Mind entwickelten Spendenbrief, in dem  „Schmetterlingskinder“ ihre größten Wünsche ans Christkind sandten, ist der Organisation ein außerordentlich erfolgreiches Weihnachtsmailing gelungen.

Der Fundraising Award für die Fundraising Aktion des Jahres (In Kooperation mit Sextant) geht an SOS Kinderdorf für die Spendenaktion im Rahmen der Nivea-Familienfest Tour 2017. Die Veranstaltung hat sich zu Österreichs größter Sommer-Ferien-Tour entwickelt – mit mittlerweile rund 200.000 Gästen pro Jahr. Die Erlöse aus dem großen Spendenmarathon kommen den SOS-Kinderdörfern zugute.

In der Kategorie Fundraising Online Kampagne des Jahres (In Kooperation mit Grün Software) gibt es gleich zwei Gewinner: Diakonie Österreich wird für das Integrations-Memo und WWF Österreich für ihre Initiative zum Schutz der Wölfe in Österreich ausgezeichnet. Das Integrations-Memo (Agentur Identum) bildet 32 ausgewählte Begriffe sowohl auf Deutsch als auch auf Arabisch ab und unterstützt spielerisch das Erlernen unserer Sprache und Kultur. Persönlichkeiten wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen oder Conchita Wurst haben Texte beigesteuert. Die von Direct Mind konzipierte WWF-Kampagne „Jetzt droht eine Hexenjagd!“ zielt auf den Schutz der seit über 100 Jahren ersten in Österreich ansässigen Wölfe und ein friedliches Miteinander mit Menschen und Nutztieren. 

Zwtl.: Über die Fundraising Awards:
Zum 24. Mal vergibt der Fundraising Verband Austria dieses Jahr die Fundraising Awards. Ziel der in sieben Kategorien vergebenen Awards ist es, hervorragende Leistungen in der Kommunikation mit SpenderInnen vor den Vorhang zu holen. Der Fundraiser des Jahres wird vom Vorstand des Fundraising Verbands ernannt. Die Kür der anderen sechs Kategorien erfolgt durch eine international besetzte Fachjury. Insgesamt wurden heuer 40 Projekte eingereicht.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) – Dachverband der Spendenorganisationen mit über 300 Mitgliedern – hat das Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

Fotomaterial steht auf der Website http://t1p.de/43la ab ca. 23 Uhr zur Verfügung.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: andreas.anker@fundraising.at




Rekord an Neugründungen gemeinnütziger Stiftungen – neues Bundesstiftungsgesetz zeigt Wirkung.
Fundraising Verband Austria zieht anlässlich des Europäischen Tags der Stiftungen am 1. Oktober Bilanz über eineinhalb Jahre neues Stiftungsrecht.

Wien, 29.9.2017. Anfang 2016 ist das neue, gemeinnützige Stiftungsrecht in Kraft getreten. Damit hat die österreichische Bundesregierung nicht nur steuerliche Verbesserungen für den gemeinnützigen Stiftungssektor, sondern ein insgesamt schlankes neues Stiftungsrecht auch Schiene gebracht. Der Stiftungsstandort Österreich wurde dadurch stark belebt. Mehr Neugründungen seit dem Inkrafttreten 2016 als in den letzten 10 Jahren bestätigen die positiven Auswirkungen eindrucksvoll. Der Fundraising Verband Austria erwartet für 2017 25 bis 30 neue gemeinnützige Stiftungen.

Dass die internationale Rolle von Stiftungen wächst, zeigt nicht zuletzt die europaweit steigende Zahl an Stiftungsgründungen und ihr wachsendes Engagement. Etwa 140.000 europäische Stiftungen fördern das Gemeinwohl mit jährlich rund 60 Mrd. Euro. Österreich verfügt neben dem vorwiegend für private Zwecke eingeführten Privatstiftungsgesetz seit dem Vorjahr über ein modernes und international anerkanntes Bundesstiftungsrecht, das positive Wirkung für den gemeinnützigen Sektor zeigt. „In den vergangenen eineinhalb Jahren konnte Österreich ein starkes Wachstum bei den gemeinnützigen Stiftungsgründungen verzeichnen und im internationalen Vergleich aufholen.“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria – Dachverband spendenwerbender Organisationen – mit dieser Entwicklung zufrieden. Allein 2016 erfolgte ein Zuwachs von 21 Stiftungen. Die Freude über die positive Entwicklung wird allerdings getrübt durch einen Blick auf die Nachbarstaaten: Im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es in Deutschland immer noch dreimal so viele Stiftungen und in der Schweiz zwanzigmal so viele. Absolut betrachtet sind in Österreich 706, in Deutschland 21.806 und in der Schweiz 13.075 gemeinnützige Stiftungen eingetragen. Österreich hat somit noch großen Aufholbedarf. In Liechtenstein gibt es mit rund 1.300 Stiftungen fast doppelt so viele wie in Österreich. (Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen) 

Zwtl.: Gemeinnützige Stiftungen weiter auf Wachstumskurs halten:
Um die positive Entwicklung der vergangenen eineinhalb Jahre fortzusetzen, ist die Bundesregierung jetzt gefordert: Während in unseren Nachbarstaaten an weiteren Verbesserungen für die jeweiligen Stiftungsstandorte gearbeitet wird, harrt in Österreich die Novelle zum Privatstiftungsgesetz noch der Beschlussfassung. Ein wichtiger Punkt des Begutachtungs-Entwurfes sieht vor, Änderungen des Stiftungszwecks auf gemeinnützige und mildtätige Zwecke zu erleichtern. Neben weiteren administrativen Erleichterungen für gemeinnützige Bundesstiftungen sollte auch die Absetzbarkeit von Stiftungszuwendungen von derzeit max. 500.000 Euro auf das deutsche Niveau von 1. Mio. Euro angehoben werden. Nur so kann sich der Philanthropie-Standort Österreich zukünftig behaupten.

Zwtl.: Gemeinnützige Stiftungen in Österreich:
Stiftungen spielen eine wesentliche Rolle für die Förderung des Gemeinwohls. Aktuell gewinnen die Bereiche Kultur und Wissenschaft neben dem sozialen Sektor zunehmend an Bedeutung. So wurden 2017 die Otto Nicolai Jubiläumsstiftung der Wiener Philharmoniker, die Stiftung Hohenlohe zur Förderung biologischer und psychosomatischer Medizin in Österreich oder die EFIS Stiftung - Europäische Stiftung für Innovation und soziale Verantwortung ins Leben gerufen. Letztere sichert dem südburgenländischen „jOPERA Jennersdorf Festivalsommer“ durch den Kauf des Schlosses Tabor nachhaltig seine Spielstätte. Die private Forschungsstiftung „Wings for Life“, von Dietrich Mateschitz gegründet, hat das Ziel, Heilmethoden für Querschnittspatienten weltweit zu erforschen.

Nicht nur als Träger und Finanzier gemeinnütziger Projekte spielen Stiftungen eine wichtige Rolle, sie sichern auch tausende Arbeitsplätze in Österreich.

Zwtl.: Europäischer Tag der Stiftungen – 1. Oktober 2017:
DAFNE – der Dachverband von 25 Stiftungsverbänden und rund 7500 gemeinnützigen Stiftungen ruft heuer zum dritten Mal zum „Tag der Stiftungen“ auf. Europaweit stellen Stiftungen ihre Leistungen vor und werben für ihr Anliegen. Weitere Infos unter https://dafne-online.eu
 

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 

T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




„Woche des guten Testaments“ startet Österreichweit
69 gemeinnützige Organisationen informieren ab 11.9. über gemeinnütziges Vererben im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 6.9.2017. Am Montag (11.9.) startet die zweite „Woche des guten Testaments“ in Österreich. Nach dem breiten Interesse an der Veranstaltungsserie im Frühjahr hat die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ eine zweite Themenwoche mit mehr als 30 Veranstaltungen in ganz Österreich organisiert. Experten von der Österreichischen Notariatskammer informieren dabei in neutraler Form, was beim neuen Erbrecht beachtet werden muss und wie man etwas für den guten Zweck hinterlassen kann. Bei freiem Eintritt können BesucherInnen in den Veranstaltungen gemeinnützige Organisationen näher kennenlernen und sich in rechtlichen Fragen von Experten beraten lassen.

Im September werden in vielen Ländern die „International Legacy Days“ begangen – mit einer Reihe an Aktivitäten zum Thema Erben. Bereits zum fünften Mal beteiligt sich auch Österreich mit der „Woche des guten Testaments“ daran. Zu diesem Anlass lädt die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ gemeinsam mit ihren 69 Mitgliederorganisationen zu Informationsveranstaltungen in Wien, Linz, Graz, St. Pölten, Salzburg, Innsbruck oder Dornbirn. Seit genau fünf Jahren macht es sich „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ zur Aufgabe, die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit zu informieren, neben Angehörigen einen Teil des Nachlasses auch einer gemeinnützigen Organisation zu hinterlassen. Fast 15% der über 40-jährigen können sich dies mittlerweile vorstellen.
 
Zwtl.: Infoveranstaltungen in ganz Österreich:
Was beim Vererben für den guten Zweck zu beachten ist und wie man sich im neuen Erbrecht zu Recht findet, darüber beraten Notare im Rahmen der Infoveranstaltungen der „Woche des guten Testaments“. Diese bieten außerdem die Gelegenheit, viele gemeinnützige Organisationen und deren Projekte – ungezwungen und unverbindlich – kennenzulernen. In Wien informieren unter anderem Notar Dr. Christoph Beer am 11. Sept. in den Räumlichkeiten des Naturhistorischen Museums oder Notar Dr. Christoph Mondel am 12. Sept. in der Volksoper. Alle Teilnehmer sind dabei zu einer Führung hinter die Kulissen der Volksoper eingeladen. Erstmals findet in diesem Jahr auch eine Vergissmeinnicht-Veranstaltung in Linz statt: Am 21.9. berät Notarpartner Dr. Roland Gintenreiter Interessierte im Seminarraum des Botanischen Gartens. Als Rahmenprogramm wird eine Führung durch die Gartenanlage geboten. Informationen zu diesen und allen weiteren Veranstaltungen in Österreich finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at/termine.
 
Zwtl.: Mit Testamentsspenden die Zukunft mitgestalten:
„Testamentsspenden bieten die außergewöhnliche Möglichkeit, Anliegen, die einem schon immer wichtig waren, über das eigene Leben hinaus zu unterstützen. Jede Österreicherin und jeder Österreicher kann damit nachhaltig Positives für die Zukunft bewirken.“, verdeutlicht Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigste Motivation für Testamentsspender. In unterschiedlichsten Bereichen und Spendenorganisationen konnte durch den Beitrag Österreichischer TestamentsspenderInnen bereits nachhaltig Positives geschaffen werden.
 
Der Tierschutzverein „Animal Spirit“ konnte durch die großzügige Hinterlassenschaft einer Tierfreundin aus Wien-Gerasdorf zuletzt den neuen Gnadenhof „Engelberg“ in Oberösterreich eröffnen, der für die älteren Pferde-Semester ein ideales Zuhause bietet. „Die tierliebende Dame hatte uns bereits davor viele, viele Jahre immer wieder mit kleineren Spenden unterstützt, dass sie uns dann aber auch ihr Haus vermachen würde, das haben wir in keiner Weise ahnen können.“, so Obmann Dr. Franz-Joseph Plank.

Ein tragisches und zugleich außergewöhnliches Beispiel ist Krankenschwester Christine Gruber, die 2013 im Alter von 54 Jahren bei ihrem Freiwilligeneinsatz für „Jugend eine Welt“ in Ecuador zusammen mit einer Ärztin tödlich verunglückt ist. „Der Schock und die Trauer in unserer Organisation waren unbeschreiblich, als wir von dem Unglück erfuhren. Eine Volontärin zu verlieren, ist die größte Angst, wenn man Menschen zu einem Auslandseinsatz verabschiedet. Überrascht und betroffen erfuhren wir einige Wochen später, dass Christine Gruber vor ihrer Abreise nach Ecuador ein Testament verfasst hatte und darin neben ihren Kindern eine namhafte Summe auch Jugend Eine Welt vermacht hat.“, verrät Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt. Die Legatarin verfügte, dass der Betrag für die gemeinnützige Arbeit mit VolontärInnen verwendet werden soll. Selbst viel zu früh aus dem Leben gerissen, hat Christine Gruber etwas Bleibendes für den guten Zweck hinterlassen und dazu beigetragen, dass benachteiligte Kinder und Jugendliche auch in Zukunft Hilfe erfahren.
 
Zwtl.: Fakten zum gemeinnützigen Vererben:
Erbschaften sind längst ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. 50-55 Millionen Euro werden jährlich auf diesem Wege gespendet. Fast jeder 10. Spendeneuro ist damit eine Testaments-spende. Begründet werden Vermächtnisse zugunsten gemeinnütziger Organisationen vorwiegend mit dem Wunsch, über das eigene Leben Gutes zu leisten. „Vielen Menschen ist es auch ein großes Bedürfnis, selbst zu bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod passiert.“, erklärt Günther Lutschinger. Denn liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft an den Staat (2012-2015 über 12 Mio. Euro).
 
Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





Fundraising als Impuls zur Stärkung des Kulturstandortes Österreich
Fundraising Verband informiert über Möglichkeiten und Chancen für private Kulturfinanzierung in Österreich und blickt auf erfolgreiche Beispiele.

Wien, 9.8.2017. Private Kulturförderung gewinnt international immer mehr an Bedeutung. In Ländern wie den Niederlanden, Deutschland oder der Schweiz ist Spenden für Kultur bereits wesentlich stärker verbreitet als in Österreich. Hierzulande sind die Einnahmen, die im Kulturbereich durch Fundraising erzielt werden, noch relativ gering. Durch die Erweiterung der steuerlichen Absetzbarkeit auf Kultureinrichtungen im Jahr 2016 hat das Thema „Spenden für Kunst und Kultur“ zwar an Relevanz gewonnen, mit den derzeitigen Bestimmungen wird das Potential jedoch nicht ausgeschöpft. Der FVA zeigt aktuelle Entwicklungen in der privaten Kulturfinanzierung, wie sich Österreich im internationalen Vergleich präsentiert sowie Beispiele für erfolgreiches Kulturfundraising.

Zwischen 10 und 15 Mio. Euro, also etwa 2 % des Gesamtspendenvolumens von 625 Mio. Euro wurden in Österreich 2016 für Kultur gespendet. In den Niederlanden, wo der Anreiz der Absetzbarkeit schon länger besteht, entfallen dagegen jährlich ca. 8 % der Spenden auf kulturelle Zwecke. Im Vergleich zu Deutschland oder der Schweiz haben sich in Österreich bislang noch wenig alternative Finanzierungsformen im Kunst- und Kultursektor etabliert. „Dies liegt sicher auch daran, dass in Österreich Kultur primär als Staatsaufgabe gesehen wird.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. Für die Kulturnation Österreich gilt es hier den Anschluss nicht zu verlieren und die brach liegenden Möglichkeiten neben der staatlichen Finanzierung zu nützen. „Ein klares kulturpolitisches Bekenntnis für mehr private Kulturförderung ist vonnöten. Privates Engagement ist niemals ein Ersatz für staatliche Förderungen, soll jedoch eine wichtige Ergänzung darstellen. Um Kulturbetriebe stärker zu Fundraising- und Sponsoringaktivitäten zu motivieren, sollten Kofinanzierungen, wie die Verdoppelung jeder Spende durch den Staat, ebenso wie Erleichterungen bei der Spendenabsetzbarkeit angedacht werden.“, ist Günther Lutschinger überzeugt.

Zwtl.: Eineinhalb Jahre Spendenabsetzbarkeit für Kultureinrichtungen – Eine Zwischenbilanz:
Mit der Erweiterung der Absetzbarkeit wurde 2016 ein erster Schritt gesetzt, um das Spendenaufkommen im Kunst- und Kultursektor anzukurbeln. Doch die geltenden Kriterien zur Erlangung der Absetzbarkeit sind sehr einschränkend. „Mit ihrer Komplexität und der Bindung an eine Bundes- oder Landesförderung fördert die Absetzbarkeit derzeit die großen Einrichtungen und frustriert die kleineren.“, stellt Lutschinger klar. Auf der BMF-Liste begünstigter Einrichtungen stehen eineinhalb Jahre nach Einführung erst 58 Kultureinrichtungen, vorwiegend große Institutionen wie das Burgtheater, die Salzburger Festspiele oder Bundesmuseen. Im Verhältnis zur Gesamtzahl von über 5800 Einrichtungen ist dies gerade einmal 1%. Die Zwischenbilanz fällt also sehr dürftig aus. Mangelnde Informationen und die oft willkürlichen Einschränkungen bei der Erlangung der Absetzbarkeit dürften entscheidende Gründe sein.
Die Bereitschaft zu mehr gesellschaftlichem Engagement für Kultur ist jedenfalls gegeben: Laut aktueller Studie sind 6% der ÖsterreicherInnen bereit für Kunst und Kultur zu spenden (Quelle: Public Opinion).

Zwtl.: Kulturfundraising in und außerhalb von Österreich:
Welche Möglichkeiten Kulturfundraising heute bietet, weiß der gebürtige Österreicher Max Hollein – seit 2016 Direktor der Fine Arts Museums of San Francisco. Bis 2016 leitete Hollein höchst erfolgreich die drei Frankfurter Museen Schirn Kunsthalle, Städel-Museum und Liebieghaus-Skulpturensammlung. Mit Feingespür für bürgerliches Engagement, der gezielten Ansprache von Unternehmen und innovativen Fundraising-Kampagnen schaffte es Hollein unter anderem die Hälfte der Gesamtkosten für den Erweiterungsbau des Städel (52 Mio. Euro) aus privaten Spenden zu akquirieren.

Einige Kulturinstitutionen konnten in Österreich bereits große Erfolge im Fundraising verzeichnen. Breite Unterstützung finden etwa die Projekte des KHM-Museumsverbands oder der Salzburger Festspiele, die mit einer Palette an Fundraising-Instrumenten zahlreiche Förderer und Sponsoren überzeugen und nachhaltig private Mittel generieren.
Einen besonders wichtigen Beitrag zur Kulturförderung leisten in Österreich einzelne Großspender wie Peter Pühringer, der mit der POK Pühringer Privatstiftung unter anderem den 15 Mio. Euro teuren Bau des 2012 eröffneten Konzertsaals „MuTh“ der Wiener Sängerknaben finanziert hat und auch für den laufenden Spielbetrieb aufkommt. Ebenfalls beispielhaft ist das Engagement von Helmut und Kathryn List, deren AVL Cultural Foundation Privatstiftung zahllose innovative Projekte aus den Bereichen Kunst und Wissenschaft ermöglicht. Ein wichtiger Beitrag zur Belebung der Grazer Kulturszene wurde von der Familie List mit dem Bau der Helmut List Halle in einer intensiven Zusammenarbeit von Technikern und Künstlern geleistet.

Ein Beispiel für private Kulturfinanzierung im großen Stil sind die Tiroler Festspiele Erl, die von Gustav Kuhn mit Unterstützung des langjährigen Mäzens Hans Peter Haselsteiner zu einem international renommierten Kulturstandort aufgebaut wurden. Der Bau und die nötige Infrastruktur des Festspielhauses in der Höhe von rund 36 Mio. Euro wurden zum Großteil durch die Haselsteiner Familien-Privatstiftung ermöglicht, die auch die laufenden Betriebskosten trägt. Der finanzielle Beitrag von Bund und Land Tirol beläuft sich auf je 8 Mio. Euro. Erst kürzlich wurden die Festspiele in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht und ihre Finanzierung somit für die Zukunft abgesichert. Stifter sind Bund, Land, die Strabag SE, die Haselsteiner Familien-Privatstiftung sowie der Verein Festspiele Erl. Die Festspiele Erl sind damit ein wunderbares Beispiel für eine fruchtbare Symbiose aus staatlicher und privater Kulturfinanzierung. Zudem zeigt Erl, dass der Philanthropie-Standort Österreich durch das neue, gemeinnützige Stiftungsrecht seit 2016 auch im Kulturbereich belebt wurde.
Das große Engagement von Großspendern wie den Familien Haselsteiner, Pühringer oder List belegen die Chancen für den Kultursektor, stellt in Österreich aber gleichzeitig noch eine Ausnahme dar.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





5-Jahres-Jubiläum der Initiative Vergissmeinnicht.at des Fundraising Verbands
Initiative für das gute Testament informiert seit 2012 über das Thema Erben – FVA sagt Danke und zieht Bilanz.

Wien, 1.8.2017. Vergissmeinnicht.at – die Initiative des Fundraising Verbands Austria für das gute Testament – feiert ihr 5-jähriges Bestehen. Seit Sommer 2012 informiert Vergissmeinnicht.at gemeinsam mit mittlerweile 69 Mitgliederorganisationen, darunter Caritas, WWF, Kindernothilfe Österreich oder Österreichisches Rotes Kreuz, über das sensible Thema Erben und die immer beliebter werdende Möglichkeit, einen Teil des Nachlasses einer gemeinnützigen Organisation zu hinterlassen. Heute werden in Österreich 50-55 Millionen Euro jährlich in Form von Testamentsspenden gespendet. Damit sind Erbschaften längst ein zentraler Faktor im Spendenaufkommen und in Zukunft von noch größerer Bedeutung. Einerseits werden immer mehr Vermögenswerte vererbt und andererseits steigt die Zahl der Menschen ohne Erben. Laut Studie des WU-Ökonomen Stefan Humer wird die Zahl der vererbten Vermögenswerte insgesamt bis 2030 auf 18,2 Mrd. Euro steigen.

 

Die Initiative Vergissmeinnicht wurde 2012 gemeinsam mit 28 Organisationen gegründet, um dem Bedürfnis der ÖsterreicherInnen nach neutralen Informationen zu den Möglichkeiten beim Vererben nachzukommen. „Viele Menschen überlegen, neben Familienangehörigen auch eine gemeinnützige Organisation in ihrem Testament zu bedenken, wissen jedoch nicht was sie dafür tun und beachten müssen.“, berichtet Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. Vergissmeinnicht.at stellt dieses rechtliche Informationsbedürfnis in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Notariatskammer seit nunmehr 5 Jahren sicher. In dieser Zeit ist das Interesse der ÖsterreicherInnen kontinuierlich angestiegen. Mittlerweile können sich fast 15% der über 40-jährigen  vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – 2012 waren es noch 8%.

Dass sich Vergissmeinnicht.at als Informationsplattform etabliert hat, zeigt auch das große Interesse an den Service-Angeboten. Jährlich organisiert die Initiative mehrere Gemeinschaftsveranstaltungen sowie zahlreiche Info-Abende. Insgesamt wurden dabei bisher mehr als 5.000 Interessenten angesprochen. Tausende Menschen konnten darüber hinaus bei mehreren Seniorenmessen pro Jahr erreicht werden. Fast 100.000 Infofolder in mehreren Auflagen wurden seit Bestehen von Vergissmeinnicht.at unter den ÖsterreicherInnen verbreitet.

Zwtl.: Testamentsspenden bewirken Gutes in unterschiedlichsten Bereichen:

Die wichtigste Motivation für Testamentsspender ist der Wunsch, dass die Anliegen, die ihnen schon zu Lebzeiten wichtig waren, auch nach ihrem Leben sichergestellt werden. Die Bereiche, in denen Testamentsspenden nachhaltig Positives bewirken, sind vielfältig und reichen von der Kinderhilfe über Tier- und Umweltschutz bis zur Förderung von Bildungs-, Kunst- und Kultureinrichtungen.
Der Architektin und Autorin Elisabeth Baudisch ist die Unterstützung von Kindern schon seit Jahrzehnten ein großes Anliegen. Durch einen Schicksalsschlag selbst kinderlos, übernahm sie mehrere Patenschaften für notleidende Kinder. Um ihr Vermögen einmal Kindern zugutekommen lassen zu können, bedachte Baudisch 2015 das SOS-Kinderdorf Moosburg in ihrem Testament. So kann die großzügige Spenderin selbst noch miterleben, welche Projekte mit Spendengeldern umgesetzt werden.
Auch der Einsatz für den Schutz unserer Umwelt ist für immer mehr ÖsterreicherInnen ein über den eigenen Tod hinausgehendes Bedürfnis. Vermächtnisse einzelner engagierter Menschen ermöglichen es beispielsweise dem WWF wegweisende Umweltschutz-Projekte in Thailand zu realisieren, wo die wirtschaftliche Entwicklung drastische Folgen für die Natur mit sich bringt. Im Zoo Salzburg konnte der Neubau des Löwenhauses mithilfe der großzügigen Testamentsspende einer Katzenliebhaberin realisiert werden.

Zwtl.: FVA sagt Danke und zieht Bilanz:

„Die ersten 5 Jahre unserer Initiative Vergissmeinnicht.at waren geprägt von dem gemeinsamen Bestreben, Aufklärungsarbeit zum sensiblen Thema Erben zu leisten und Menschen für die Möglichkeit zu sensibilisieren einen Teil ihres Vermögens einer gemeinnützigen Organisation zu vermachen.“, so Günther Lutschinger. „Bei allen, die sich bereits für eine Testamentsspende entschieden haben, möchten wir uns herzlich bedanken!“


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E:
presse@fundraising.at





Datenschutznovelle: „Pfusch“ zu Lasten der NPOs

Fundraising Verband kritisiert Durchpeitschen im Parlament und mangelnde Rechtssicherheit für NPOs.

Wien, 27.6.2017. Eine der wichtigsten und sensibelsten Bereiche des Rechts wird derzeit in Österreich im Schnellverfahren durch die Gesetzgebung gepeitscht. Die teils massiven Bedenken von Experten aus allen Gesellschaftsbereichen werden dabei ignoriert und nicht gehört. Damit ist die Chance vertan, eine moderne Rechtsgrundlage in Österreich zu schaffen. Der Fundraising Verband Austria appelliert daher an alle Nationalratsabgeordneten, am Donnerstag dem Vorschlag in dieser Form nicht zuzustimmen und befürchtet sonst eine massive Rechtsunsicherheit mit diesem Gesetz.

War zunächst unverständlich, warum eine derart wichtige und sensible Rechtsmaterie in einem äußerst kurzem Begutachtungsverfahren vor dem Sommer durchgepeitscht werden muss, ist nun vielmehr nicht akzeptabel, warum keine einzige Position der 109 abgegebenen Stellungnahmen in irgendeiner Form berücksichtigt wurden. „Dies zeigt einmal mehr ein mangelndes Demokratieverständnis im Gesetzgebungsprozess“ ist Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria, erschüttert. Die Datenschutznovelle bringe keine Klärung sondern vielmehr Rechtsunsicherheit für die gemeinnützigen Organisationen. „Wir fordern daher die Nationalratsabgeordneten auf, diesem Gesetzesvorschlag nicht zuzustimmen, um einen Prozess für ein modernes innovatives Datenschutzrecht mit internationaler Vorbildwirkung zu ermöglichen.“


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband
T: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at

 





Saisonstart für qualitätsvolle Straßenwerbung für den guten Zweck

Qualitätsinitiative des Fundraising Verbands garantiert höchste Standards bei NGO-Straßenwerbung.

Wien, 13.6.2017. Bei den immer sommerlicheren Temperaturen begegnet man im öffentlichen Raum vermehrt engagierten MitarbeiterInnen gemeinnütziger Organisationen beim Werben für den guten Zweck. Mitgliederwerbung an öffentlichen Plätzen ist bis heute eines der wichtigsten Standbeine gemeinnütziger Organisationen in der Ansprache und Information neuer UnterstützerInnen. Die in der Fördererwerbung entstehenden Jobs sind eine wichtige Arbeitschance besonders für StudentInnen. Um einheitlich hohe Qualitätsstandards im Umgang mit Passanten zu gewährleisten und Standplatzkonzentrationen der Vereine zu verhindern, organisiert der Fundraising Verband auch 2017 die „Qualitätsinitiative Fördererwerbung“.

Neue Interessenten im öffentlichen Raum anzusprechen, zählt zu den ältesten Formen der Spendenwerbung. Der Erfolg gibt der Methode bis heute recht: Im Schnitt werden zehn Prozent der Menschen, mit denen ein Gespräch geführt wird, als Förderer gewonnen. 80% von ihnen werden langfristige SpenderInnen und bleiben den Organisationen mehrere Jahre treu.

„Mit der Qualitätsinitiative Fördererwerbung setzen wir vom Fundraising Verband klare Maßstäbe für eine nachhaltig qualitätsvolle Mitgliederwerbung im Interesse der NGOs, der Bürgerinnen und Bürger und unserer Gesellschaft!“, betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, der die Initiative ins Leben gerufen hat. „Die NGOs, die sich dem umfangreichen Regelwerk unterwerfen, wollen sich bewusst von jeglicher unprofessioneller Straßenwerbung durch höchste Qualitätsstandards abgrenzen.“, so Lutschinger. Durch die Initiative wurden in den letzten Jahren Standards geschaffen, die die Fördererwerbung in einer qualitätsvollen und professionellen Weise sicherstellen. Dazu zählt auch die laufende Weiterentwicklung und Evaluation. „Die Einhaltung der Standards wird heuer mittels zahlreicher ‚Mystery Shopper‘, die sich testweise in Gesprächssituationen begeben, laufend überprüft.“, führt Lutschinger weiter aus.

Zu den Mitgliedern der Qualitätsinitiative zählen Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Care Österreich, Ärzte ohne Grenzen , Global 2000, Greenpeace, Kinderhilfswerk, Pro Juventute, Global 2000, ROTE NASEN Clowndoctors, Österreichisches Rotes Kreuz, SOS-Kinderdorf, Vier Pfoten, World Vision Österreich, WWF und die Agenturen jener renommierten Organisationen.

„Auch für den WWF ist Straßenwerbung ein wichtiges Standbein im Fundraising. Nirgendwo sonst sind wir so persönlich an den Menschen dran, können im direkten Gespräch über unsere Naturschutzprojekte informieren und neue Unterstützer für unsere Anliegen gewinnen. Als Mitglied der Qualitätsinitiative Fördererwerbung verpflichten wir uns, besonders hohe Standards zu halten und laufend weiterzuentwickeln", erklärt Katharina Jungwirth, Teamleiterin Public Fundraising beim WWF Österreich.

Viele ÖsterreicherInnen schätzen diese Möglichkeit, mit NGOs ins Gespräch zu kommen. Zudem zählt die Spendenform auch zu den beliebtesten in Österreich. Dies zeigt sich in Umfragen zur Zufriedenheit der Mitglieder, aber auch anhand der geringen Beschwerdequote.

Zwtl.: Ombudsstelle für Behörden, Unternehmer und Spender

Sollte ein Problem oder eine Frage zu einer spendenwerbenden Organisation entstehen, empfiehlt der Fundraising Verband, sich an die eigens dafür geschaffene Ombudsstelle zu wenden. Diese ist unter der kostenfreien Hotline 0800/100 382 erreichbar. Alle Informationen zur Qualitätsinitiative Fördererwerbung finden Interessierte unter: www.qualitaetsinitiative.at
 

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





Infowoche zu Erbrecht NEU und Vererben für den guten Zweck startet heute

69 gemeinnützige Organisationen informieren ab 29. Mai über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 29.5.2017. Im Jänner 2017 ist die umfassendste Erbrechtsreform in Österreich seit 1811 in Kraft getreten. Was beim neuen Erbrecht beachtet werden muss und wie man in seinem letzten Willen auch gemeinnützige Organisationen bedenken kann, thematisiert ab Montag „Vergissmeinnicht.at – die Initiative für das gute Testament“ im Rahmen einer großen Informationswoche. Bei Veranstaltungen in Wien, Graz und Klagenfurt informieren Experten von der Österreichischen Notariatskammer in neutraler und umfassender Form. Besucher können dabei gemeinnützige Organisationen, ihre Vertreter und Projekte kennenlernen. Der Eintritt ist frei.

„Bei der Gestaltung eines Testaments entstehen viele Fragen. Durch die mit 1.1.2017 in Kraft getretenen Änderungen im Erbrecht steigt der Informationsbedarf zu diesem Thema weiter.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria. Obwohl unter den Österreichern vielfach der Wunsch besteht, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht, haben nur 35% der über 60-jährigen überhaupt ein Testament verfasst (Umfrage des Market-Institutes). Denn Erben zählt bei den Österreichern noch immer zu den Themen, mit denen man sich nicht auseinandersetzen möchte. Insbesondere im Hinblick auf das neue Erbrecht wissen viele Menschen noch nicht, was sich geändert hat und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind. Ebenfalls wissen noch viel zu wenige Menschen, dass man im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann.

Zwtl.: Vergissmeinnicht klärt auf

„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ lädt daher ab Montag 29.5. gemeinsam mit den 69 teilnehmenden Organisationen aus ganz Österreich zu einer Vielzahl an Infoveranstaltungen ein. „Durch den großen Zuspruch im Vorjahr bieten wir heuer sogar eine verlängerte Infowoche, die sich bis 8. Juni erstreckt.“, freut sich Günther Lutschinger. Im Zentrum der Veranstaltungen steht die rechtliche Beratung durch ExpertInnen über die komplexen Fragen des Erbrechts sowie über die Möglichkeit eines gemeinnützigen Testaments. Im Schnitt werden jährlich mittlerweile 50-55 Millionen Euro an gemeinnützige Organisationen in Form von Vermächtnissen gespendet. Rund 14 Prozent der über 40-jährigen können es sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. „Mit der Vergissmeinnicht-Infowoche möchten wir noch mehr Österreicherinnen und Österreicher auf die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen, aufmerksam machen und neutrale Informationen bieten.“, so Lutschinger. 

Zwtl.: Themenabende zu „Erbrecht, Testament und Patientenverfügung“ in Wien, Klagenfurt und Graz

Am 29. Mai geben Notarsubstitut Mag. Andreas Tschugguel (Notariat Dr. Beer) sowie Notar Mag. Harald Stockinger im Sommerrefektorium der Salvatorianer (Michaelerkirche) in Wien Einblicke in das Erbrecht. Anschließend findet eine Führung durch die Michaelerkirche und das Sommerrefektorium statt. Am 30. Mai folgt eine Infoveranstaltung im Europahaus in Klagenfurt mit Notarsubstitutin Mag. Katharina Haiden und anschließender Führung durch die aktuelle Ausstellung der Stadtgalerie Klagenfurt „Ordnung und Obsession“. Beim Themenabend in Graz informiert Notarsubstitutin Mag. Astrid Leopold im Grazer Glockenspielhaus. Danach wird zur Führung durch die aktuelle Ausstellung des Diözesanmuseums Graz geladen. Den Abschluss bildet ein Infoabend mit Notar Mag. Harald Stockinger und anschließender Führung im mumok – Museum moderner Kunst Wien am 8. Juni. Die Teilnehmer haben bei den Veranstaltungen die Möglichkeit zahlreiche Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenzulernen.

Alle Veranstaltungsinfos finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at. Ein neuer Erbrechtsratgeber zu den Änderungen des Erbrechts und zum Vererben für den guten Zweck kann kostenlos unter 0800 700 111 oder per Email an info@vergissmeinnicht.at bestellt werden.

Zwtl.: Gemeinnütziges Vererben in Österreich

Für immer mehr Österreicher ist es eine Option, gemeinnützige Organisationen im Testament in Form eines Vermächtnisses zu bedenken. Mit 50-55 Millionen Euro jährlich ist mittlerweile fast jeder 10. Spendeneuro eine Testamentsspende. Begründet werden Spenden an gemeinnützige Organisationen vorwiegend mit dem Wunsch, Gutes zu leisten, aber auch als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben. Liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft an den Staat (2012-2015 über 12 Mio. Euro).

Zwtl.: Über Vergissmeinnicht.at

„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 69 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das eigene Leben hinaus Gutes tut.


Rückfragehinweis:

Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at
 


 

Spendenabsetzbarkeit NEU: Fundraising Verband begrüßt BMF-Informationsoffensive!
Utl.: BM Schellings Initiative sorgt für umfassende Information der Bevölkerung über die Neuerungen der Sonderausgaben

Wien, 19.5.2017. Ab sofort startet ein breit angelegter Informationsschwerpunkt des Finanzministeriums zu der mit 1. Jänner eingeführten Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit. Österreichs Spendenorganisationen begrüßen diese Initiative. 6 von 10 Österreichern wissen laut einer aktuellen Umfrage nicht, was sich geändert hat und was sie ab sofort für die steuerliche Absetzbarkeit ihrer Spenden tun müssen. Die Informationsoffensive wird einen wichtigen Beitrag leisten, diese Kluft zu schließen. Durch die Änderungen müssen die Österreicher ihre Spenden nicht mehr selbst in der Steuererklärung geltend machen. Dies übernehmen die Spendenorganisationen, wenn die Spender ihnen die notwendigen Informationen übermittelt haben. Der Fundraising Verband Austria hofft nun auf eine zügige Umsetzung der noch ausstehenden technischen Infrastruktur durch das BMF.

Vor etwa zwei Jahren wurde die antraglose Arbeitnehmerveranlagung mit dem Ziel beschlossen, Erleichterungen für all jene zu bringen, die ihre Spende steuerlich absetzen möchten. Damit wurden Spendenorganisationen verpflichtet, entsprechende Spendendaten zu sammeln und an die Finanzbehörden weiterzuleiten. Dafür müssen SpenderInnen den Organisationen einmalig ihren vollständigen Namen laut Meldezettel und ihr Geburtsdatum übermitteln.Laut aktueller Umfrage wissen 4 von 10 Befragten ansatzweise über diese Änderungen Bescheid (Quelle: Public Opinion). Lediglich 29 Prozent fühlen sich bisher ausreichend vom Finanzamt informiert. Besonders in der für Spendenorganisationen wichtigen Gruppe der über 60 Jährigen herrscht ein hoher Informationsbedarf. Aufgrund des geringen Wissensstandes sind viele ÖsterreicherInnen verunsichert: Auf die Frage, ob sie der Spendenorganisation Geburtsdatum und vollständigen Namen mitteilen würden, antworteten knapp zwei Drittel der Befragten mit Nein. „Umso begrüßenswerter ist der Schritt des BMF, die Österreicherinnen und Österreicher umfassend zu informieren und damit eine gelebte Zivilgesellschaft zu unterstützen.“, macht Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, deutlich.

Zwtl.: Technische Infrastruktur

Durch die Verpflichtung zur Sammlung und Weiterleitung von Spendendaten sehen sich 5.300 betroffene Organisationen in Österreich mit einem immensen Mehraufwand konfrontiert. Damit dieser Aufwand nicht weiter explodiert, appelliert der Fundraising Verband an das BMF, die technische Infrastruktur ebenso rasch bereit zu stellen. „Wir als Dachverband spendenwerbender Organisationen in Österreich appellieren daher an BM Schelling, auch hier schnellstmöglich die Weichen für die noch fehlende Infrastruktur im FinanzOnline zu stellen. Nur so können die Spendenorganisationen die geforderte Abwicklung zeitgerecht und korrekt leisten.“, so Lutschinger. Lutschinger sieht noch weiteren Anpassungs- und Klärungsbedarf bei den rechtlichen Rahmenbedingungen.

Zwtl.: Fakten zur Spendenabsetzbarkeit

Die Spendenabsetzbarkeit wurde 2009 in Österreich eingeführt. Die Absicht des Gesetzgebers war, das Spenden für die Österreicher attraktiver zu machen. Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den SpenderInnen seither eindeutig angekommen und hat sich sehr positiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt: Mit insgesamt 187 Millionen Euro wurde 2016 in Österreich bereits jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht, knapp 1 Mio. Steuerpflichtige machen Spenden geltend.
Seit 1. Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit die neuen Vorschriften: Damit müssen nicht mehr die SpenderInnen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen die Spenden bei den Finanzbehörden melden. SpenderInnen müssen den Organisationen jedoch ihren genauen und vollständigen Namen laut Meldezettel sowie ihr Geburtsdatum übermitteln.

Zwtl.: www.spenden.at  – Das neue Infoportal des FVA rund um das Thema Spenden


Um die zahlreichen Fragen innerhalb der Bevölkerung rund um das Thema Spenden umfassend und neutral beantworten zu können, hat der Fundraising Verband das Infoportal www.spenden.at ins Leben gerufen. Dieses liefert SpenderInnen wichtige Informationen zum Spenden allgemein, insbesondere aber auch zur Spendenabsetzbarkeit NEU. Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet www.spenden.at. Darüber hinaus liefert das Portal aktuelle Informationen über zahlreiche NGOs und ihre Projekte sowie Informationen für spendeninteressierte Unternehmen.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at

 


 

Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender 
Utl.: 69 Vergissmeinnicht.at - Mitglieder setzen Zeichen des Danks im Wiener Volksgarten

Wien, 6.4.2017. Testamentsspenden werden bei den Österreichern immer beliebter. Im Schnitt werden jährlich mittlerweile 50-55 Millionen Euro an gemeinnützige Organisationen in Form von Vermächtnissen gespendet. TestamentsspenderInnen sichern damit gemeinnützige Projekte nachhaltig und gestalten die Zukunft für kommende Generationen mit. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ heute im Wiener Volksgarten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen.


Zwtl.: Jeder zehnte Spendeneuro eine Testamentsspende

Fast 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich (625 Mio. Euro 2016) sind bereits Testamentsspenden. „Mit 50-55 Millionen Euro jährlich haben die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen ein beeindruckendes Niveau erreicht. Jeder 10. Spendeneuro wird mittlerweile über Testamente gespendet!“ zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, erfreut. „Rund 14 Prozent der über 40-jährigen können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – und es werden erfreulicherweise mehr.“ zeigt Lutschinger weiter auf.

Für TestamentsspenderInnen sind der „gute Wille“ und die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen, die wichtigsten Motive. Zudem besteht vielfach der Wunsch, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht. Trotzdem wissen viele Menschen nicht, welche Möglichkeiten es beim Vererben gibt und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind. Denn Erben zählt bei den Österreichern noch immer zu den Themen, mit denen man sich nicht auseinandersetzen möchte. Nur 35 % der über 60-jährigen haben überhaupt ein Testament verfasst und viel zu wenige Menschen wissen, dass man im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann. „Mit der Initiative Vergissmeinnicht.at möchten wir daher ein neutrales Informationspaket bieten und auf diese Möglichkeit aufmerksam machen“, so Lutschinger.


Zwtl.: Über das Leben hinaus Gutes tun mit einer Testamentsspende

Die mittlerweile verstorbene Frau S. und ihr Mann haben der CS Caritas Socialis einen Erbteil vermacht. „Durch diese große Unterstützung konnten wir ein Jahr lang drei Palliativmediziner beschäftigen. Der Wunsch des Ehepaars, auch anderen Menschen eine schmerzfreie und liebevolle Betreuung im Hospiz zu ermöglichen, wurde durch ihre Testamentsspenden erfüllt. Ein großes Dankeschön an Menschen wie diese, die uns mit ihrem Vermächtnis nachhaltig unterstützen.“, erklärte dazu heute Dr. Christine Schäfer, Vorständin der CS Caritas Socialis Privatstiftung. 

Eindrucksvoll schildert auch die Burgschauspielerin Eva Fichte ihre Beweggründe: „Ich möchte selbst bestimmen, was mit meinem Vermögen nach meinem Tod passiert. Mit einem Vermächtnis zugunsten der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen kann ich mich über mein Leben hinaus für blinde und sehschwache Menschen engagieren!“ 

Was Spenden bewirken können, stellt Dr. Suzanne Rödler, Professorin an der MedUni Wien und Fundraising-Verantwortliche für das Zentrum für Präzisionsmedizin, eindrucksvoll dar: "Mit einem Vermächtnis an das Zentrum für Präzisionsmedizin ermöglichen SpenderInnen eine exakt auf die Erkrankung abgestimmte Diagnostik und die Erforschung von Therapien für eine Vielzahl von bisher unheilbaren Erkrankungen. Dies kommt den Patientinnen und Patienten unmittelbar zu Gute und ist ein bedeutender Schritt in die medizinische Zukunft – sowohl für die Ausbildung unserer zukünftigen Ärzte als auch für die zeitgemäße Behandlung der österreichischen Gesamtbevölkerung.“

Zwtl.: Über Vergissmeinnicht.at

Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 69 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das eigene Leben hinaus Gutes tut.


Rückfragehinweis:

FOTOS stehen ab 6.4.2017 ca. 12 Uhr unter folgendem Link http://bit.ly/2mYb54P zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung.

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at

 


Kostenloser Erbrechtsratgeber der Initiative für das gute Testament
Utl.: Vergissmeinnicht.at präsentiert neuen und kostenlosen Erbrechtsratgeber 

Wien, 28.3.2017. Für die meisten ÖsterreicherInnen zählt Erben noch immer zu den Themen, über die man nicht gerne spricht und mit denen man sich nicht auseinandersetzen möchte. Dementsprechend gering ist auch der Wissensstand darüber. Vergissmeinnicht.at – die Initiative für das gute Testament – präsentiert deswegen den neuen kostenfreien Erbrechtsratgeber „Von mir bleibt nur Gutes“. Interessierte erfahren darin, was sie beim Vererben beachten müssen – insbesondere mit den seit Jahresbeginn in Kraft getretenen Neuerungen – und wie sie gemeinnützige Organisationen im Testament bedenken können.

Laut der Studie „Erben in Österreich – privat und geschäftlich“ der Rechtsanwaltskammer Niederösterreich haben sich 47 % der ÖsterreicherInnen über das Thema Erben noch überhaupt keine Gedanken gemacht. Nur 13 % der über 18-jährigen haben definitiv ein Testament verfasst. Wie wichtig ein Testament allerdings ist, zeigt die Tatsache, dass zwischen 2012 und 2015 mehr als 12 Mio. Euro an den Staat fielen, weil kein Testament und keine gesetzlichen Erben gegeben waren.

„Zwar besteht unter den Österreicherinnen und Österreichern vielfach der Wunsch, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht, trotzdem ist der Wissensstand der Bevölkerung zum Thema Erben und Testament sehr gering“, zeigt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, unter Bezug auf die Studie der RAK NÖ auf. 30 % der Bevölkerung wissen etwa nicht, dass auch Schulden vererbt werden können oder wer erbt, wenn kein Testament vorhanden ist. Ebenfalls sehr gering ist der Kenntnisstand über die heuer in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen.

Zwtl.: Testamentsratgeber von Vergissmeinnicht.at klärt auf

Mit dem ab Ende März verfügbaren Testamentsratgeber bietet Vergissmeinnicht.at gemeinsam mit der Österreichischen Notariatskammer ein Serviceinstrument, um den Wissensstand zum Thema Erben zu verbessern. Der kostenfreie Ratgeber informiert über die gesetzliche Erbfolge und das Pflichtteilsrecht ebenso wie über die zentralen Änderungen im Erbrecht. Die ab 1. Jänner geltenden Neuregelungen bringen unter anderem eine Berücksichtigung von Pflegeleistungen durch nahe Angehörige, ein außerordentliches Erbrecht für Lebensgefährten oder neue Formvorschriften für fremdhändige Testamente. Darüber hinaus zeigt der neue Ratgeber „Von mir bleibt nur Gutes“, wie man eine gemeinnützige Organisation im Testament berücksichtigen kann und was dabei zu beachten ist.
Der Ratgeber ist ab sofort unter www.vergissmeinnicht.at oder unter der Hotline 0800 700 111 kostenlos zu bestellen.

Zwtl.: Über „Vergissmeinnicht.at“

Für immer mehr Österreicher ist es eine Option, gemeinnützige Organisationen im Testament in Form eines Vermächtnisses zu bedenken. 2016 wurden durch Testamentsspenden rund 55 Millionen Euro gespendet. Begründet werden Spenden an gemeinnützige Organisationen vorwiegend mit dem Wunsch, Gutes zu leisten, aber auch als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben.

Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint 69 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
T: 0676 914 66 25
E: presse@fundraising.at

 


 

Wien Holding und Variotherm Heizsysteme für gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet
Utl.: Fundraising Verband Austria verleiht „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ für vorbildliches Engagement um das Gemeinwohl in Österreich

Wien, 21.2.2017. Heute Abend verleiht der Fundraising Verband die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“. Diese renommierte Auszeichnung wird an Unternehmen für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement vergeben und prämiert die innovativsten und nachhaltigsten Spendenprojekte. Auch 2016 stellten sich zahlreiche namhafte Unternehmen mit ihren Initiativen einer Expertenjury. Als Gewinner konnten die Wien Holding GmbH und die Variotherm Heizsysteme GmbH überzeugen. Im Rahmen der heutigen Gala findet die offizielle Preisverleihung statt.


Die Wien Holding ist mit über 2.900 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Wien und steht für zukunftsorientierte und nachhaltige Projekte, die den Wirtschaftsstandort sichern und Arbeitsplätze schaffen. Der Konzern steht aber auch für vorbildliches gesellschaftliches Engagement: Durch die Spendeninitiative der Wien Holding wurden ein Kinderhospiz sowie ein Reintegrationsprojekt für Suchtkranke maßgeblich unterstützt. Der Verein Kinderhospiz Netz kann dank dieser Unterstützung ein erweitertes Angebot für schwerstkranke Kinder in neuen Räumlichkeiten zu Verfügung stellen. Die Ausstattung dieser neuen Einrichtung wurde in Zusammenarbeit mit der Organisation gabarage upcycling design umgesetzt, wodurch gleichzeitig die Arbeit mit suchtkranken Menschen unterstützt werden konnte.

Für die Jury der „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ war dies Grund genug, jenes weitsichtige Spendenprojekt der Wien Holding in der Kategorie Großunternehmen zu prämieren. „Unsere MitarbeiterInnen haben das Projekt von der Idee bis zum Ende eigenverantwortlich und selbstorganisiert umgesetzt, was für die Geschäftsführung natürlich eine tolle Erfahrung ist. Umso größer ist nun unsere Freude über diesen Preis. Er zeigt uns, dass sich gesellschaftliches Engagement lohnt.“, so DI Sigrid Oblak, Geschäftsführerin der Wien Holding GmbH.

„Mit ihrem gesellschaftlichen Wirken haben die Wien Holding und ihre MitarbeiterInnen Vorbildcharakter. Ich bin überzeugt der Award wird auch in Zukunft zu solch engagierten Projekten motivieren.“, betonte Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, beim Verlesen der Jurybegründung.

Die Auszeichnung in der Kategorie der Klein- und Mittelunternehmen erhielt das Unternehmen Variotherm für seine Initiative einer Lohn- und Gehalts-Spendenrundung. Die MitarbeiterInnen runden dabei monatlich den Netto-Betrag ihres Entgelts ab. Die so gesammelte Spendensumme wird von Variotherm verdoppelt und kommt regionalen Projekten zugute. Insbesondere werden mit den gesammelten Spenden bedürftige Kinder unterstützt.

„Für unser Unternehmen ist gesellschaftliche Verantwortung schon immer gelebte Praxis und Kultur. Diese Auszeichnung für die Variotherm Lohn- und Spendenrundung ist eine große Ehre für uns. Ich hoffe, dass wir damit für viele andere Projekte beispielgebend sein dürfen.“, zeigt sich Eva Demuth, CSR-Beauftragte von Variotherm, begeistert.

Über die „Aktion Wirtschaft hilft!“ 
Ziel des Fundraising Verbands Austria als Initiator der 2014 gestarteten „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde 2016 zum dritten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Unternehmen werden drin über die Arbeit und Projekte von 50 gemeinnützigen Organisationen informiert. Die Webpage www.wirtschaft-hilft.at liefert Zusatzinformationen und die Onlineversion des Magazins „Spendenguide“. Als Höhepunkt der Initiative werden heute die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ vergeben. 27 Projekte traten in den zwei Kategorien KMU und Großunternehmen an. Eine Jury bestehend aus VertreterInnen des Fundraising Verbands entschied über die Einreichungen. Alle Infos dazu unter: www.wirtschaft-hilft.at

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen.
Jährlich spenden Österreichs Unternehmen rund 100 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke. 73% der Unternehmen engagieren sich durch Geld-, Sach- oder Personalspenden für die Gesellschaft. Das Engagement läuft dabei vornehmlich auf lokaler und nationaler Ebene ab. Durchschnittlich spendet ein Unternehmen knapp 1000€ in Österreich. Für 41% der Unternehmen gehört Spenden zur Unternehmensphilosophie. Geld als Spende geben Unternehmen am liebsten für die Kinderhilfe, für die Sportförderung, für den Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland.

Pressefotos:
Fotomaterial von der Award-Verleihung steht ab ca. 22 Uhr unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.katharinaschiffl.com/170221_WirtschaftHilftAwards.zip 


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
T: 0676 914 66 25
E: presse@fundraising.at
 

 


 

Erbrecht NEU: „Vergissmeinnicht.at“ informiert
Utl. Änderung des Erbrechtsgesetzes mit 1.1. in Kraft. „Vergissmeinnicht.at“ klärt über die wichtigsten Neuerungen und die Möglichkeit des Vererbens für den guten Zweck auf.

Wien, 02.02.2017. Im Jänner 2017 ist die umfassendste Reform des österreichischen Erbrechts seit  1811 in Kraft getreten. Die neuen Regelungen gelten bei Todesfällen ab dem 1. Jänner 2017 und bringen unter anderem eine Berücksichtigung von Pflegeleistungen durch nahe Angehörige, ein außerordentliches Erbrecht für Lebensgefährten, eine Modernisierung des Pflichtteils oder eine automatische Aufhebung von Testamenten bei Scheidungen. Was Sie mit dem neuen Erbrecht beachten müssen und wie Sie gemeinnützige Organisationen im Testament bedenken können, erfahren Sie auf Vergissmeinnicht.at.

 „Das neue Erbrecht bringt mehr Klarheit in die Errichtung von Testamenten und stärkt die Möglichkeiten des Erblassers selbst zu entscheiden, was mit seinem Vermögen geschehen soll.“, weiß Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband spendenwerbender Organisationen. Die neuen erbrechtlichen Rahmenbedingungen unterstützen damit auch den Wunsch vieler Menschen, eine gemeinnützige Organisation testamentarisch zu berücksichtigen.

Die wichtigsten Punkte des neuen Erbrechts:

  • Lebensgefährten kommt unter bestimmten Voraussetzungen ein außerordentliches Erbrecht zu: nämlich vor dem außerordentlichen Erbrecht der Vermächtnisnehmer und der Aneignung durch den Bund (bisher Heimfall an den Staat).

  • Pflegeleistungen, die am Erblasser drei Jahre vor seinem Tod erbracht wurden, werden berücksichtigt. Das Verlassenschaftsverfahren kann als Gelegenheit benützt werden, Pflegeleistungen, die durch Angehörige erbracht wurden, entsprechend abzugelten und damit einen Ausgleich unter Angehörigen herzustellen.

  • Der Pflichtteilsanspruch der Eltern des Erblassers wird abgeschafft. Somit sind nur noch die Nachkommen des Erblassers sowie der Ehe- oder eingetragene Partner pflichtteilsberechtigt, nicht aber dessen Eltern. Liegt kein Testament vor, so tritt das gesetzliche Erbrecht in Kraft.

  • Neu ist, dass Schenkungen zum Schenkungszeitpunkt zu bewerten sind. Anschließend wird aber eine Aufwertung anhand des Verbraucherpreisindex bis zum Todeszeitpunkt vorgenommen.

  • Testamente zu Gunsten des Ehe- oder eingetragenen Partners werden bei Aufhebung dieser gesetzlichen Gemeinschaft (z.B. Ehescheidung) automatisch mit aufgelöst – auch bei nicht abgeschlossenen Scheidungsverfahren.

    Sämtliche Informationen finden Sie im Detail unter: vergissmeinnicht.at


Zwtl. Tipps für das Vererben für den guten Zweck
Für immer mehr Österreicher ist es eine Option, gemeinnützige Organisationen im Testament in Form eines Vermächtnisses zu bedenken. Wichtig ist dabei, dass der Name der Organisation korrekt geschrieben und eine eindeutige Zuordnung möglich ist. Außerdem empfiehlt der Fundraising Verband, die ausgewählte Organisation über das beabsichtigte Vermächtnis zu informieren. Damit kann sichergestellt werden, dass die Wünsche des Spenders erfüllt werden. Liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft an den Staat. (2012-2015 über 12 Mio. Euro).

Zwtl. Gemeinnütziges Vererben in Österreich
2015 wurden durch Testamentsspenden rund 55 Millionen Euro gespendet. Insgesamt gab es 2016 44.000 Erbfälle mit einem Gesamtvolumen von 12 Mrd. Euro. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der vererbten Vermögenswerte laut einer Studie des WU-Ökonomen Stefan Humer auf 18,2  Mrd. Euro steigen. 14 Prozent der über 40-jährigen Österreicher können sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation testamentarisch zu berücksichtigen. Begründet wird dieser Schritt vorwiegend mit dem Wunsch, Gutes zu leisten, aber auch als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben.

Zwtl. Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint 70 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. 


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at   


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FVA: Spendenabsetzbarkeit NEU mit Jahreswechsel in Österreich gestartet
Absetzbarkeit von Spenden seit 1.1.2017 neu geregelt – mit grundlegenden Änderungen für Steuerpflichtige wie für Spendenorganisationen

Wien, 17.01.2017. Seit 1. Jänner 2017 gelten in Österreich neue Regelungen der Spendenabsetzbarkeit. Dies bringt geänderte Bestimmungen für all jene, die ihre Spende steuerlich geltend machen möchten. Vielen SpenderInnen ist das allerdings noch nicht bekannt. Laut einer aktuellen Umfrage wissen acht von zehn ÖsterreicherInnen noch gar nicht darüber Bescheid. Doch was wird eigentlich anders? Was ist ab 2017 zu beachten? Der Fundraising Verband Austria (FVA) beantwortet die wichtigsten Fragen zu den neuen Bestimmungen.


Spenden wurden bisher steuerlich geltend gemacht, indem SpenderInnen belegbare Zahlungen im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung selbst angegeben haben. Dies gilt auch noch für das Jahr 2016, jedoch nicht für Spenden ab 2017: „Die wesentliche Änderung bei der am 1. Jänner in Kraft getretenen Spendenabsetzbarkeit NEU besteht darin, dass ab 2017 nicht mehr die Spenderinnen und Spender, sondern die von ihnen bedachte Organisation die entsprechenden Daten zur geleisteten Spende an die Finanzbehörden weiter gibt“, klärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, auf. 

Durch diese Neuerung werden sowohl Steuerpflichtige als auch die Finanzverwaltung entlastet: SpenderInnen müssen der mit ihrer Spende bedachten Spendenorganisation neben der Spendenhöhe dann nur mehr ihren genauen und vollständigen Namen sowie ihr Geburtsdatum bekannt geben. Diese Daten werden dann automatisch in die ArbeitnehmerInnenveranlagung für das Jahr 2017 übernommen und steuerlich geltend gemacht. Um den Datenschutz zu sichern, werden diese Daten verschlüsselt übertragen und sind ausschließlich vom Finanzamt verwertbar.

Auf die rund 1000 spendenbegünstigten Vereine kommt durch diese Verpflichtung zur Datensammlung und -weitergabe ab 2017 allerdings ein erheblicher Mehraufwand zu. Günther Lutschinger bittet die SpenderInnen daher umso mehr: „Erleichtern Sie den Organisationen die Arbeit, indem Sie sich gut informieren und Ihre Daten korrekt angeben. Damit helfen Sie nicht nur den Spendenorganisationen, sondern haben zukünftig auch selbst weniger Arbeit damit, Ihre Spende steuerlich abzusetzen. Wichtige Informationen zum Thema Spenden und insbesondere zur Spendenabsetzbarkeit NEU bietet ab sofort unser neutrales Infoportal www.spenden.at.“

Spendenabsetzbarkeit auch weiterhin nutzen!

Den SpenderInnen rät Lutschinger in jedem Fall, sich die Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit auch in Zukunft nicht entgehen zu lassen: „Nutzen Sie diese tolle Chance, mehr zu spenden, ohne unterm Strich mehr auszugeben! Wer seine Spende absetzt, erhält vom Finanzamt je nach Steuerklasse zwischen 25 und 55 Prozent wieder zurück!“  

Aktuell wird hierzulande jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen bereits die Möglichkeit, Spenden steuerlich abzusetzen. Die neuen Vorschriften und entsprechenden Vorgangsweisen zur Spendenabsetzbarkeit sind innerhalb der Bevölkerung jedoch noch weitgehend unbekannt. Der Fundraising Verband Austria fordert daher eine rasche und breit angelegte Informationskampagne. Erste Informationen und ein Infofolder werden seitens des BMF erst seit kurzem angeboten („Spendenabsetzbarkeit ab 1.1.2017 – einfach automatisch“).


Die wichtigsten Fragen zur Spendenabsetzbarkeit NEU im Überblick: 


1. Was ist neu ab 2017?

Ab 1. Jänner 2017 werden SpenderInnen, die ihre Spende steuerlich absetzen möchten, entlastet: Nicht mehr sie selbst, sondern die von ihnen bedachten Organisationen sammeln und übermitteln die Spendensumme (aus datenschutzrechtlichen Gründen verschlüsselt) des vergangenen Jahres (also erstmals 2018 für das Jahr 2017) für die Geltendmachung ihrer Spendenabsetzbarkeit im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung . 

 2. Worauf muss ich als Spenderin/Spender in Zukunft achten?
Wer ab dem Jahr 2017 seine Spenden steuerlich als Sonderausgaben geltend machen will, muss seinen Vor- und Zunamen sowie sein Geburtsdatum an die unterstützte Spendenorganisation melden. Wichtig ist, dass der Name so geschrieben wird, wie er auf dem Meldezettel angegeben ist. Wer zum Beispiel „Hans Meier“ angibt,  aber im Melderegister als „Johann Meier“ gemeldet ist,  erschwert den gemeinnützigen Organisationen die Arbeit.
Selbstverständlich können Sie aber in Zukunft auch ohne Bekanntgabe von Name und Geburtsdatum spenden. Wie auch bisher verzichten Sie dadurch allerdings auf die Möglichkeit, Ihre Spende steuerlich absetzen zu können.

 3. Welche Spenden sind von der Steuer absetzbar?
Abgesetzt werden können alle Spenden, die an eine der spendenbegünstigten gemeinnützigen Organisationen gespendet worden sind. Eine Liste finden Sie auf der Website des Finanzministeriums (unter: https://service.bmf.gv.at/Service/allg/spenden/_start.asp).
Auch Kirchenbeiträge sind steuerlich absetzbar. 

 4. Was muss ich bei meiner Steuererklärung für 2016 machen?
Bitte beachten Sie, dass beim Steuerausgleich für das Jahr 2016 noch die „alten“ Regeln gelten. Das bedeutet, dass Sie Ihre in diesem Jahr getätigten Spenden wie bisher selbst an das Finanzamt melden müssen. 


www.spenden.at – Das neue Infoportal rund um das Thema Spenden 

Um die zahlreichen Fragen innerhalb der Bevölkerung rund um das Thema Spenden umfassend und neutral beantworten zu können, hat der Fundraising Verband das Infoportal www.spenden.at ins Leben gerufen. Dieses liefert SpenderInnen wichtige Informationen zum Spenden allgemein, insbesondere aber auch zur Spendenabsetzbarkeit NEU. Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet www.spenden.at. Darüber hinaus liefert das Portal aktuelle Informationen über zahlreiche NGO’s und ihre Projekte sowie Informationen für spendeninteressierte Unternehmen. 

Fakten zur Spendenabsetzbarkeit

Die Spendenabsetzbarkeit wurde 2009 in Österreich eingeführt. Die Absicht des Gesetzgebers war, das Spenden für die Österreicherinnen und Österreicher attraktiver zu machen. Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den SpenderInnen seither eindeutig angekommen und hat sich massiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt: Mit insgesamt 187 Millionen Euro wurde 2016 in Österreich bereits jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Seit 1. Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit neue Vorschriften. 


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at   


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Presseaussendungen

FVA: Gut gerüstet für die Spendenabsetzbarkeit NEU
Fundraising Verband beantwortet die wichtigsten Fragen zu den neuen Vorschriften für Steuerpflichtige, die schon ab Anfang 2017 gelten

Wien, 13.12.2016. Jeder dritte Spenden-Euro wird hierzulande steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen bereits die Möglichkeit Spenden steuerlich geltend zu machen. Doch die neuen Vorschriften, die ab dem neuen Jahr gelten, sorgen für Unsicherheit. Vielen SpenderInnen sind diese noch gar nicht bekannt. Was wird anders? Was ist zu beachten? Der Fundraising Verband Austria (FVA) weiß Rat.

„Die wesentliche Änderung bei der Spendenabsetzbarkeit NEU besteht darin, dass künftig nicht mehr die Spenderinnen und Spender, sondern die von ihnen bedachte Organisation die Spendendaten an die Finanzbehörden weitergeben muss“, weiß Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. Neben der Spendenhöhe benötigen die Organisationen auch den genauen Namen sowie das Geburtsdatum. Um den Datenschutz zu sichern, werden diese Daten verschlüsselt übertragen.

Lutschinger rät den Spenderinnen und Spendern, sich die Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit nicht entgehen zu lassen:  „Nutzen Sie diese tolle Chance, mehr zu spenden, ohne unterm Strich mehr zu bezahlen! Wer seine Spende absetzt, erhält vom Finanzamt je nach Steuerklasse zwischen 25 und 55 Prozent wieder zurück!“  Damit die Spenderinnen und Spender gut gerüstet ins neue Jahr gehen, fordert der Fundraising Verband eine rasche und breit angelegte Informationskampagne für die Bevölkerung. Immerhin wissen laut einer aktuellen Umfrage acht von zehn ÖsterreicherInnen noch gar nicht über die geplanten Änderungen Bescheid.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) hat die fünf wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Spendenabsetzbarkeit NEU zusammengestellt:
 

  1. Was ist  neu ab 2017?
    Ab 1. Jänner 2017 geben nicht mehr die SpenderInnen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen (aus datenschutzrechtlichen Gründen verschlüsselt) die Spendensumme des vergangenen Jahres an die Finanzbehörden weiter.
     
  2. Worauf muss ich als Spenderin/Spender in Zukunft achten?
    Wer ab dem Jahr 2017 seine Spenden steuerlich geltend machen will, der muss seinen Vor- und Zunamen sowie sein Geburtsdatum an die unterstützte Spendenorganisation melden. Wichtig ist, dass der Namen so geschrieben wird, wie er auf dem Meldezettel lautet. Wer zum Beispiel „Hans Meier“ angibt,  aber im Melderegister als „Johann Meier“ gemeldet ist,  erschwert den gemeinnützigen Organisationen die Arbeit.
     
  3. Welche Spenden sind von der Steuer absetzbar?
    Abgesetzt werden können alle Spenden, die an eine der spendenbegünstigten gemeinnützigen Organisationen gespendet worden sind. Eine Liste finden Sie auf der Website des Finanzministeriums (www.bmf.gv.at).  Auch Kirchenbeiträge sind steuerlich absetzbar.
     
  4. Was muss ich bei meiner Steuererklärung für 2016 machen?
    Bitte beachten Sie, dass heuer bei der Spendenabsetzbarkeit noch die „alten“ Regeln gelten. Für Ihren Steuerausgleich für das Jahr 2016 bedeutet dies, dass Sie Ihre in diesem Jahr getätigten Spenden noch selbst an das Finanzamt melden müssen.

  5. Wie kann ich kontrollieren, welche Spendenhöhe von der von mir unterstützten Organisation ans Finanzamt gemeldet wurde?
    Haben Sie einen FinanzOnline-Zugang im Internet? Dann können Sie dort ab März des Folgejahres (also für 2017: ab März 2018) die für Sie angegebene Spendensumme einsehen.  Haben Sie keinen FinanzOnline-Zugang, so können Sie Ihren steuerlich absetzbaren Spendenbetrag in Ihrem Steuerbescheid einsehen.


Fakten zur Spendenabsetzbarkeit
Die Spendenabsetzbarkeit wurde in Österreich im Jahr 2009 eingeführt. Der Gesetzgeber beabsichtigt damit, für die Österreicherinnen und Österreicher das Spenden attraktiver zu machen. Mit insgesamt 187 Millionen Euro wird in Österreich mittlerweile jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen derzeit diese Möglichkeit (Stand: 2016). Ab 1.Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit neue Vorschriften.
 

www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden
Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet seit kurzem das neue Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verband Austria. Die Website bietet SpenderInnen eine neutrale Informationsquelle mit  Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement.
 

Rückfragehinweis:
Dr. Günther Lutschinger
Fundraising Verband Austria
T: 01/276 52 98-22, E: presse@fundraising.at
 

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FVA: ÖsterreicherInnen spenden 625 Millionen Euro
Gemeinnützige Organisationen freuen sich über neuen Spendenrekord/Spitzenwert dürfte heuer halten

Wien, 29.11.2016. Pünktlich zum internationalen Tag des Gebens „Giving Tuesday“ präsentierte der Fundraising Verband Austria (FVA) am Dienstag, den 29. November in Wien den Spendenbericht 2016. Im Vorjahr stieg das Spendenvolumen in Österreich auf das Rekordniveau von 625 Millionen Euro. Für heuer wird dasselbe Spitzenergebnis erwartet. Im Bundeslandvergleich spenden nunmehr die SüdösterreicherInnen am meisten. Unsicherheit und Unwissen herrschen über die „Spendenabsetzbarkeit NEU“, die am 1. Jänner 2017 in Kraft tritt.

Österreichs gemeinnützige Organisationen freuen sich über einen neuen Spendenrekord: „Die Menschen in diesem Land schreiben Solidarität groß: Das zeigt der von uns errechnete Spitzenwert von 625 Millionen Euro für das vergangene Jahr“, ist Günther Lutschinger beeindruckt. Für heuer erwartet der Geschäftsführer des Fundraising Verbands, dass dieser Wert gehalten wird. Abzuwarten bleibt freilich, wie sich die Spenden in der Weihnachtszeit entwickeln. Diese machen in der Regel 25 bis 30 Prozent des Gesamtvolumens aus.

Den aktuellen Spitzenwert erklärt Lutschinger so: „Erstens haben sich die Spenderinnen und Spender von der Situation der Flüchtlinge im Inland und humanitären Katastrophen wie dem Erdbeben in Ecuador berühren lassen. Zweitens ist trotz anhaltender Wirtschaftsflaute die durchschnittliche Spende gestiegen. Und nicht zuletzt spenden immer mehr Menschen für gemeinnützige Organisationen im Kunst- und Kulturbereich.“ Das ursprünglich für das Jahr 2015 erwartete Spendenaufkommen von 600 Millionen Euro haben die ÖsterreicherInnen mit den erwähnten 625 Millionen klar übertroffen. 2014 hatte das Spendenvolumen 570 Millionen Euro betragen.

Jeder Spendeneuro zählt
„Der Spendenbericht 2016 macht Mut, denn die Zahlen zeigen ganz klar eines: Die Österreicherinnen und Österreicher sind bei weitem solidarischer als uns die Politik derzeit zu vermitteln versucht“, so Caritas Generalsekretär Bernd Wachter: „Helfende und spendende Menschen sagen ganz klar: ‚Ja, gemeinsam können wir die großen Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, meistern.‘ Wir als Hilfsorganisationen können mit dieser Unterstützung hier in Österreich und weltweit helfen. Im Namen aller Spenden sammelnden Organisationen darf ich Danke sagen.“ Auch Gabriela Gebhart, Geschäftsführerin der Stiftung Kindertraum, betont: „Jeder Spendeneuro zählt. Ein herzliches Dankeschön im Namen der von uns unterstützten Kinder.“ Die Stiftung Kindertraum erfüllt die Herzenswünsche schwer kranker und behinderter Kinder in Österreich.

SüdösterreicherInnen spenden viel, OstösterreicherInnen häufig
Die Menschen aus der Steiermark und Kärnten sind im Bundesvergleich dieses Jahr am großzügigsten. Mit 178 Euro ist die durchschnittliche Spende hier besonders hoch und liegt klar über dem bundesweiten Schnitt von 122 Euro. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind NiederösterreicherInnen und BurgenländerInnen klar vorne. Hier spenden mit rund drei von vier Personen (74 Prozent) so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Schlusslicht bei der Spendenbeteiligung und -höhe ist derzeit Oberösterreich.

Unsicherheit und Unwissen über „Spendenabsetzbarkeit NEU“
Mit insgesamt 187 Millionen Euro wird in Österreich jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen die Absetzbarkeit. Ab 1. Jänner 2017 ändern sich die Regeln für die Steuerabsetzbarkeit allerdings grundlegend: Dann können nicht mehr die Menschen selbst ihre Spenden als Sonderausgaben geltend machen, sondern die jeweils begünstigten Organisationen müssen die erforderlichen Daten sammeln und  an die Finanzbehörden weiterleiten. Für die SpenderInnen bedeutet dies, dass sie künftig den Empfängerorganisationen Name und Geburtsdatum bekannt geben müssen, wenn sie ihre Spenden absetzen wollen. Für die Organisationen bedeutet dies einen enormen Mehraufwand. Vor allem kleinere Organisationen sind deshalb  alarmiert: „Wir befürchten, dass das für uns massive Investitionen in technische Infrastruktur und einen immensen Kommunikationsaufwand bedeutet. Wir möchten nicht, dass das auf Kosten der von uns unterstützten Kinder geht“, sagt etwa Gabriela Gebhart von der Stiftung Kindertraum.  Die SpenderInnen selbst sind über die kommenden Änderungen schlicht uninformiert, wie eine aktuelle Studie von Public Opinion ergeben hat. Lutschinger wünscht sich deshalb vom Finanzministerium eine Kostenbeteiligung für die nötigen Umstellungen und eine rasche und breit angelegte öffentliche Informationskampagne  für die Bevölkerung.

Sicherheit, Sympathie und Solidarität als Hauptmotive
„Die Beweggründe für das Spenden sind so vielfältig wie die Menschen selbst und nicht auf einzelne Motive reduzierbar“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion: „Die Sicherheit, dass die Spenden zweckgemäß ankommen, Sympathie mit der Organisation und Solidarität mit Armen und Schwachen sind aber die drei Hauptmotive geblieben“. Beim Spenden unterstützen die ÖsterreicherInnen weiterhin am liebsten Kinder, Tiere und die Katastrophenhilfe im Inland. Im internationalen Vergleich befindet sich Österreich im Mittelfeld. Hierzulande spenden zwar vergleichsweise viele Menschen (rund 64 Prozent), die Spendenhöhe ist aber mit 72 Euro geringer als in vielen anderen europäischen Ländern.

Giving Tuesday: Weltweiter Tag des Gebens
Der Giving Tuesday wurde 2012 von den amerikanischen Organisationen 92nd Street Y und United Nations Foundation ins Leben gerufen. Traditionell ist der Giving Tuesday, der Dienstag nach dem „Black Friday” und dem „Cyber Monday”. Im Gegensatz zu diesen beiden Tagen, die den Start des Weihnachtsgeschäfts einläuten, steht beim Giving Tuesday das Geben im Vordergrund. Mittlerweile nehmen knapp 70 Länder weltweit an dieser Aktion teil. Lutschinger: „An diesem Tag dreht sich alles darum, zu geben, Gutes zu tun und anderen eine Freude zu bereiten. Bitte, machen Sie mit.“

Rückfragehinweis:

Fundraising Verband Austria - Öffentlichkeitsarbeit
M: 0677/618 54 303
E: presse@fundraising.at
I: www.fundraising.at

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 Pressebild: v.l.n.r.: Bernd Wachter (Caritas Österreich), Günther Lutschinger (Fundraising Verband Austria), Gabriela Gebhart (Stiftung Kindertraum)

 

FVA: Gut gerüstet für die Spendenabsetzbarkeit NEU
Fundraising Verband beantwortet die wichtigsten Fragen zu den neuen Vorschriften für Steuerpflichtige, die schon ab Anfang 2017 gelten

Wien, 13.12.2016. Jeder dritte Spenden-Euro wird hierzulande steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen bereits die Möglichkeit Spenden steuerlich geltend zu machen. Doch die neuen Vorschriften, die ab dem neuen Jahr gelten, sorgen für Unsicherheit. Vielen SpenderInnen sind diese noch gar nicht bekannt. Was wird anders? Was ist zu beachten? Der Fundraising Verband Austria (FVA) weiß Rat.

„Die wesentliche Änderung bei der Spendenabsetzbarkeit NEU besteht darin, dass künftig nicht mehr die Spenderinnen und Spender, sondern die von ihnen bedachte Organisation die Spendendaten an die Finanzbehörden weitergeben muss“, weiß Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. Neben der Spendenhöhe benötigen die Organisationen auch den genauen Namen sowie das Geburtsdatum. Um den Datenschutz zu sichern, werden diese Daten verschlüsselt übertragen.

Lutschinger rät den Spenderinnen und Spendern, sich die Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit nicht entgehen zu lassen:  „Nutzen Sie diese tolle Chance, mehr zu spenden, ohne unterm Strich mehr zu bezahlen! Wer seine Spende absetzt, erhält vom Finanzamt je nach Steuerklasse zwischen 25 und 55 Prozent wieder zurück!“  Damit die Spenderinnen und Spender gut gerüstet ins neue Jahr gehen, fordert der Fundraising Verband eine rasche und breit angelegte Informationskampagne für die Bevölkerung. Immerhin wissen laut einer aktuellen Umfrage acht von zehn ÖsterreicherInnen noch gar nicht über die geplanten Änderungen Bescheid.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) hat die fünf wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Spendenabsetzbarkeit NEU zusammengestellt:
 

  1. Was ist  neu ab 2017?
    Ab 1. Jänner 2017 geben nicht mehr die SpenderInnen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen (aus datenschutzrechtlichen Gründen verschlüsselt) die Spendensumme des vergangenen Jahres an die Finanzbehörden weiter.
     
  2. Worauf muss ich als Spenderin/Spender in Zukunft achten?
    Wer ab dem Jahr 2017 seine Spenden steuerlich geltend machen will, der muss seinen Vor- und Zunamen sowie sein Geburtsdatum an die unterstützte Spendenorganisation melden. Wichtig ist, dass der Namen so geschrieben wird, wie er auf dem Meldezettel lautet. Wer zum Beispiel „Hans Meier“ angibt,  aber im Melderegister als „Johann Meier“ gemeldet ist,  erschwert den gemeinnützigen Organisationen die Arbeit.
     
  3. Welche Spenden sind von der Steuer absetzbar?
    Abgesetzt werden können alle Spenden, die an eine der spendenbegünstigten gemeinnützigen Organisationen gespendet worden sind. Eine Liste finden Sie auf der Website des Finanzministeriums (www.bmf.gv.at).  Auch Kirchenbeiträge sind steuerlich absetzbar.
     
  4. Was muss ich bei meiner Steuererklärung für 2016 machen?
    Bitte beachten Sie, dass heuer bei der Spendenabsetzbarkeit noch die „alten“ Regeln gelten. Für Ihren Steuerausgleich für das Jahr 2016 bedeutet dies, dass Sie Ihre in diesem Jahr getätigten Spenden noch selbst an das Finanzamt melden müssen.

  5. Wie kann ich kontrollieren, welche Spendenhöhe von der von mir unterstützten Organisation ans Finanzamt gemeldet wurde?
    Haben Sie einen FinanzOnline-Zugang im Internet? Dann können Sie dort ab März des Folgejahres (also für 2017: ab März 2018) die für Sie angegebene Spendensumme einsehen.  Haben Sie keinen FinanzOnline-Zugang, so können Sie Ihren steuerlich absetzbaren Spendenbetrag in Ihrem Steuerbescheid einsehen.


Fakten zur Spendenabsetzbarkeit
Die Spendenabsetzbarkeit wurde in Österreich im Jahr 2009 eingeführt. Der Gesetzgeber beabsichtigt damit, für die Österreicherinnen und Österreicher das Spenden attraktiver zu machen. Mit insgesamt 187 Millionen Euro wird in Österreich mittlerweile jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen derzeit diese Möglichkeit (Stand: 2016). Ab 1.Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit neue Vorschriften.
 

www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden
Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet seit kurzem das neue Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verband Austria. Die Website bietet SpenderInnen eine neutrale Informationsquelle mit  Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement.
 

Rückfragehinweis:
Dr. Günther Lutschinger
Fundraising Verband Austria
T: 01/276 52 98-22, E: presse@fundraising.at
 

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FVA: ÖsterreicherInnen spenden 625 Millionen Euro
Gemeinnützige Organisationen freuen sich über neuen Spendenrekord/Spitzenwert dürfte heuer halten

Wien, 29.11.2016. Pünktlich zum internationalen Tag des Gebens „Giving Tuesday“ präsentierte der Fundraising Verband Austria (FVA) am Dienstag, den 29. November in Wien den Spendenbericht 2016. Im Vorjahr stieg das Spendenvolumen in Österreich auf das Rekordniveau von 625 Millionen Euro. Für heuer wird dasselbe Spitzenergebnis erwartet. Im Bundeslandvergleich spenden nunmehr die SüdösterreicherInnen am meisten. Unsicherheit und Unwissen herrschen über die „Spendenabsetzbarkeit NEU“, die am 1. Jänner 2017 in Kraft tritt.

Österreichs gemeinnützige Organisationen freuen sich über einen neuen Spendenrekord: „Die Menschen in diesem Land schreiben Solidarität groß: Das zeigt der von uns errechnete Spitzenwert von 625 Millionen Euro für das vergangene Jahr“, ist Günther Lutschinger beeindruckt. Für heuer erwartet der Geschäftsführer des Fundraising Verbands, dass dieser Wert gehalten wird. Abzuwarten bleibt freilich, wie sich die Spenden in der Weihnachtszeit entwickeln. Diese machen in der Regel 25 bis 30 Prozent des Gesamtvolumens aus.

Den aktuellen Spitzenwert erklärt Lutschinger so: „Erstens haben sich die Spenderinnen und Spender von der Situation der Flüchtlinge im Inland und humanitären Katastrophen wie dem Erdbeben in Ecuador berühren lassen. Zweitens ist trotz anhaltender Wirtschaftsflaute die durchschnittliche Spende gestiegen. Und nicht zuletzt spenden immer mehr Menschen für gemeinnützige Organisationen im Kunst- und Kulturbereich.“ Das ursprünglich für das Jahr 2015 erwartete Spendenaufkommen von 600 Millionen Euro haben die ÖsterreicherInnen mit den erwähnten 625 Millionen klar übertroffen. 2014 hatte das Spendenvolumen 570 Millionen Euro betragen.

Jeder Spendeneuro zählt
„Der Spendenbericht 2016 macht Mut, denn die Zahlen zeigen ganz klar eines: Die Österreicherinnen und Österreicher sind bei weitem solidarischer als uns die Politik derzeit zu vermitteln versucht“, so Caritas Generalsekretär Bernd Wachter: „Helfende und spendende Menschen sagen ganz klar: ‚Ja, gemeinsam können wir die großen Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, meistern.‘ Wir als Hilfsorganisationen können mit dieser Unterstützung hier in Österreich und weltweit helfen. Im Namen aller Spenden sammelnden Organisationen darf ich Danke sagen.“ Auch Gabriela Gebhart, Geschäftsführerin der Stiftung Kindertraum, betont: „Jeder Spendeneuro zählt. Ein herzliches Dankeschön im Namen der von uns unterstützten Kinder.“ Die Stiftung Kindertraum erfüllt die Herzenswünsche schwer kranker und behinderter Kinder in Österreich.

SüdösterreicherInnen spenden viel, OstösterreicherInnen häufig
Die Menschen aus der Steiermark und Kärnten sind im Bundesvergleich dieses Jahr am großzügigsten. Mit 178 Euro ist die durchschnittliche Spende hier besonders hoch und liegt klar über dem bundesweiten Schnitt von 122 Euro. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind NiederösterreicherInnen und BurgenländerInnen klar vorne. Hier spenden mit rund drei von vier Personen (74 Prozent) so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Schlusslicht bei der Spendenbeteiligung und -höhe ist derzeit Oberösterreich.

Unsicherheit und Unwissen über „Spendenabsetzbarkeit NEU“
Mit insgesamt 187 Millionen Euro wird in Österreich jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen die Absetzbarkeit. Ab 1. Jänner 2017 ändern sich die Regeln für die Steuerabsetzbarkeit allerdings grundlegend: Dann können nicht mehr die Menschen selbst ihre Spenden als Sonderausgaben geltend machen, sondern die jeweils begünstigten Organisationen müssen die erforderlichen Daten sammeln und  an die Finanzbehörden weiterleiten. Für die SpenderInnen bedeutet dies, dass sie künftig den Empfängerorganisationen Name und Geburtsdatum bekannt geben müssen, wenn sie ihre Spenden absetzen wollen. Für die Organisationen bedeutet dies einen enormen Mehraufwand. Vor allem kleinere Organisationen sind deshalb  alarmiert: „Wir befürchten, dass das für uns massive Investitionen in technische Infrastruktur und einen immensen Kommunikationsaufwand bedeutet. Wir möchten nicht, dass das auf Kosten der von uns unterstützten Kinder geht“, sagt etwa Gabriela Gebhart von der Stiftung Kindertraum.  Die SpenderInnen selbst sind über die kommenden Änderungen schlicht uninformiert, wie eine aktuelle Studie von Public Opinion ergeben hat. Lutschinger wünscht sich deshalb vom Finanzministerium eine Kostenbeteiligung für die nötigen Umstellungen und eine rasche und breit angelegte öffentliche Informationskampagne  für die Bevölkerung.

Sicherheit, Sympathie und Solidarität als Hauptmotive
„Die Beweggründe für das Spenden sind so vielfältig wie die Menschen selbst und nicht auf einzelne Motive reduzierbar“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion: „Die Sicherheit, dass die Spenden zweckgemäß ankommen, Sympathie mit der Organisation und Solidarität mit Armen und Schwachen sind aber die drei Hauptmotive geblieben“. Beim Spenden unterstützen die ÖsterreicherInnen weiterhin am liebsten Kinder, Tiere und die Katastrophenhilfe im Inland. Im internationalen Vergleich befindet sich Österreich im Mittelfeld. Hierzulande spenden zwar vergleichsweise viele Menschen (rund 64 Prozent), die Spendenhöhe ist aber mit 72 Euro geringer als in vielen anderen europäischen Ländern.

Giving Tuesday: Weltweiter Tag des Gebens
Der Giving Tuesday wurde 2012 von den amerikanischen Organisationen 92nd Street Y und United Nations Foundation ins Leben gerufen. Traditionell ist der Giving Tuesday, der Dienstag nach dem „Black Friday” und dem „Cyber Monday”. Im Gegensatz zu diesen beiden Tagen, die den Start des Weihnachtsgeschäfts einläuten, steht beim Giving Tuesday das Geben im Vordergrund. Mittlerweile nehmen knapp 70 Länder weltweit an dieser Aktion teil. Lutschinger: „An diesem Tag dreht sich alles darum, zu geben, Gutes zu tun und anderen eine Freude zu bereiten. Bitte, machen Sie mit.“

Rückfragehinweis:

Fundraising Verband Austria - Öffentlichkeitsarbeit
M: 0677/618 54 303
E: presse@fundraising.at
I: www.fundraising.at

Download:

 Pressebild: v.l.n.r.: Bernd Wachter (Caritas Österreich), Günther Lutschinger (Fundraising Verband Austria), Gabriela Gebhart (Stiftung Kindertraum)

 

 
 

FVA: Richtig spenden zur Weihnachtszeit
Fundraising Verband gibt Tipps zum richtigen Spenden in der Weihnachtszeit.

Wien, 23.11.2016. Gutes zu tun ist den Österreichern besonders in der Vorweihnachtszeit ein wichtiges Anliegen. Nur mit ihrer Unterstützung können die gemeinnützigen Vereine ihre wichtigen Anliegen auch im kommenden Jahr verfolgen. Rechtzeitig zum ersten Advent unterstützt der Fundraising Verband Spender in ihrer Entscheidung für eine Organisation mit Tipps.

„Entscheiden Sie sich für zwei bis drei Organisationen und unterstützen Sie sowohl langfristige als auch akute Projekte!“, bringt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigsten Kriterien für eine wirkungsvolle Spende auf den Punkt und ergänzt: „So helfen Sie, einerseits die langfristigen Hilfsprojekte zu erhalten und die Katastrophensoforthilfe zu ermöglichen.“ Für den Erfolg von Projekten ist es nämlich wichtig, dass diese nachhaltig durchgeführt werden können. Dazu muss deren Finanzierung abgesichert sein. „Zu Weihnachten entscheidet sich oft, ob ein Projekt im nächsten Jahr durchgeführt werden kann oder nicht.“

Auch ist es möglich, mehr zu spenden, ohne dass es den Spendern unbedingt mehr kostet: „Nutzen Sie die Spendenabsetzbarkeit! Sie können ohne Mehrkosten mehr spenden, denn das Finanzamt ersetzt bis zu 50 % Ihrer Spende.“, weist Lutschinger auf die Idee hinter der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hin. Wenn Spender eine Organisation nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Spendengütesiegel zu achten. Dieses ist das Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.

Die 5 FVA-Spendentipps:

  1. Hören Sie beim Spenden auf Ihr Herz! Was ist Ihnen persönlich wichtig, was möchten Sie mit Ihrer Spende erreichen?
  2. Geben Sie eine Mindestspende: Einzelne großzügige Spenden sind effizienter als viele kleine Beträge und ermöglichen den Organisationen eine längerfristige Planung. Zu Weihnachten wird eine Spendenhöhe von 30 bis 50 Euro pro Organisation empfohlen. Mit drei bis vier Spenden pro Jahr kann noch nachhaltiger geholfen werden.
  3. Entscheiden Sie sich für 1 bis 3 Organisationen: Suchen Sie sich eine oder wenige Organisationen aus, die Sie besonders gerne fördern wollen, und bleiben Sie ihr treu. So bleibt der Verwaltungsaufwand möglichst gering.
  4. Teilen Sie ihren Steuervorteil: Mit der Spendenabsetzbarkeit können Sie bis zu 50% der Spende vom Finanzamt zurückerhalten. Geben Sie diesen Vorteil in Form einer höheren Spende an die gemeinnützige Organisation weiter! Um Ihre Spenden von der Steuer absetzen zu können, ist es wichtig, sie auch zu belegen. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.
  5. Achten Sie auf das Spendengütesiegel: Das Österreichische Spendengütesiegel steht für geprüfte Spendensicherheit durch strenge Qualitätsstandards, Transparenz und laufende Kontrolle. Alle 254 Organisationen finden Sie unter www.osgs.at.

Fakten zum Spenden in der Weihnachtszeit
Die Vorweihnachtszeit ist für spendenwerbende Organisationen die wichtigste Zeit des Jahres. Rund 25 bis 30 Prozent des jährlichen Aufkommens von zuletzt 600 Mio. Euro werden in dieser Zeit gespendet. Die Österreicher spenden dabei rund ein Drittel an Kinder- und Jugendprojekte gefolgt von  Katastrophenhilfe, Umwelt- und Tierschutz sowie der Kampf gegen den Hunger in der Welt. Über 60 Prozent der Österreicher unterstützen regelmäßig die Arbeit der rund 1100 spendenwerbenden Vereine. Weltweit werden in dieser Zeit Initiativen gesetzt.

www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden
Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet seit kurzem das neue Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verband Austria. Die Website bietet Spendern eine neutrale Informationsquelle mit  Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement.

Pressekonferenz Spendenbericht am 29.11.
Kommende Woche, Dienstag 29.11. um 10 Uhr im Cafe Griensteidl, präsentiert der Fundraising Verband den Spendenbericht 2016. Die Themen: Spendenbilanz 2016, Spenden für die Flüchtlingshilfe, Spendenthemen, -motive und -trends sowie die Auswirkungen der steuerlichen Absetzbarkeit.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at




Aktion Wirtschaft hilft! heute gestartet

Infoinitiative hilft Unternehmen, Weihnachtsspende sinnvoll und effizient zu gestalten.

Wien, 17. November 2016. Gerade jetzt vor Weihnachten stehen Unternehmen vor der Entscheidung, welche Organisation sie mit einer Jahresspende unterstützen möchten. Um Österreichs Unternehmen hier zu helfen, steht ab sofort wieder ein Service für ihr Spenden-Engagement zur Verfügung: Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ und der damit verbundene „Spendenguide für Unternehmen“ informiert zielgruppenorientiert über gemeinnützige Projekte und gibt so Tipps für ihre Spende. Der Initiator, der Fundraising Verband Austria, will damit Unternehmerinnen und Unternehmer zum Spenden und zur Zusammenarbeit mit NGOs motivieren. Als Anregung zum Spenden stellen sich Nonprofit-Organisationen mit ihren aktuellen Projekten vor.

„Ich wünsche mir, dass die Aktion ‚Wirtschaft hilft!‘ viele Wirtschaftstreibende in unserem Land überzeugt, noch bis Jahresende zugunsten einer Nonprofit-Organisation zu spenden. Unsere Gesellschaft braucht das Engagement von Unternehmen für Soziales, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Katastrophenhilfe, Kunst und Kultur, Natur und Umwelt als Investition in ein besseres Österreich!“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria anlässlich des Starts der Aktion heute. Die Initiative informiert in den kommenden Wochen Österreichs Wirtschaftstreibende über Spenden und andere mögliche Formen gesellschaftlichen Engagements. Gerade vor Weihnachten stehen Unternehmen vor der Wahl, welche Organisation sie dieses Jahr unterstützen möchten. Sie haben hier ein hohes Informationsbedürfnis, möchten sie doch ihre Spende effizient und zur Unternehmensphilosophie passend eingesetzt wissen. „Spenden macht glücklich, und zwar nicht nur die Menschen, denen die Spende hilft. Sondern auch diejenigen, die spenden!“, fasst Lutschinger motivierend zusammen.

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen
Rund 100 Millionen Euro spenden Österreichs Unternehmen im Jahr für gemeinnützige Zwecke. Insgesamt engagieren sich rund 73 Prozent der Unternehmen in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Geldbeträge spenden sie dabei in erster Linie für die Kinderhilfe, die Sportförderung, den Natur-, Klima- und Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland. Am meisten spenden die Unternehmen für lokale (65%) und regionale Zwecke (55%), gefolgt von nationalen (41%) und internationalen (33%). Als Hauptmotiv für gesellschaftliches Engagement nennen 73% der Unternehmen ihre humanitäre Einstellung. Für 41% gehört Spenden einfach zur Unternehmensphilosophie.

Über die Aktion „Wirtschaft hilft!“ und das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“

Ziel des Fundraising Verbandes Austria als Initiator der Aktion ist es, mit diesem Serviceinstrument das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde heuer zum dritten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Die Webpage www.wirtschaft-hilft.at liefert Zusatzinformationen und die Onlineversion des Magazins „Spendenguide“. Jährlich werden zudem die Aktion Wirtschaft hilft! Awards an besonders engagierte Unternehmen vergeben.


Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at



UVP-Gesetz: FVA sagt NEIN zu Spendenmeldung!
Fundraising Verband sieht Angriff auf das Spendenwesen und lehnt Gesetzesvorstoß zur UVP-Novelle dezidiert ab.

Wien, 24.10.2016. Der seit wenigen Tagen offiziell vorliegende Verwaltungsreformentwurf von BM Rupprechter soll Vereinfachungen im UVP-Verfahren mit sich bringen. Für die Umweltschutzorganisationen birgt der Entwurf starken Tobak. Neben massiven Eingriffen in die Verfahrensrechte der NPOs werden diese zur Bekanntgabe ihrer Spender gezwungen! Der Fundraising Verband verwehrt sich gegen diesen in der zweiten Republik einmaligen Anschlag auf das Spendenwesen, der durch eine – ursprünglich geplante, und jetzt verlängerte – undemokratische Begutachtungsfrist von nur 5 Tagen (bei 25 betroffenen Gesetzte) durchgepeitscht werden soll.

Im UVP-Verfahren haben Umweltorganisationen seit Langem Parteienstellung. Welche Organisation diese Parteistellung erhält, regelt ein Passus mit Zugangsvoraussetzungen im Gesetz. Im Entwurf wird jetzt erstmals verlangt, „dass die betreffende  Umweltorganisation  eine  entsprechende Veröffentlichung  ihrer Spenden im Internet,  beispielsweise auf ihrer Homepage, vorzunehmen hat“. Es ist dabei vollkommen unklar, in welchem Ausmaß das erfolgen soll. Aus internen Quellen war zu erfahren, dass  hier sehr wohl auch Einzelspenden gemeint sind, ein absolutes No-Go für den FVA-Geschäftsführer Dr. Günther Lutschinger: „Es ist nicht einzusehen, warum Organisationen ihre Einzelspender offenlegen sollen, während Parteien wie die ÖVP dies nicht tun.“ Lutschinger vermutet, dass BM Rupprechter die finanzielle Basis der Umweltorganisationen schwächen und Spender demotivieren möchte. Verfassungsrechtlich bedenklich ist auch die Regelung, die nur NPOs in Form eines Vereines oder einer Stiftung, nicht aber einer gemeinnützige GmbH, einer Genossenschaft oder eines Fonds eine Zulassung erlauben. Und – einmal mehr hat das BMLFUW die von der Bundesregierung beschlossene Mindestbegutachtungsfrist von 6 Wochen ignoriert.

Anders als politische Parteien verpflichten sich NPOs bereits umfassend zu Transparenz. So veröffentlichen die großen Umweltorganisationen ihre Jahresabschlüsse und Rechenschaftsberichte im Internet. Eine noch detailliertere Offenlegung wäre eine regelrechte Schikane und eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Spender. „Demokratiepolitisch würde ich mir eine stärkere Transparenz bei Parteispenden als bei den im Vergleich äußerst transparenten Umweltorganisationen wünschen!“, so Lutschinger. Der Fundraising Verband Austria fordert Bundesminister Andrä Rupprechter auf, diesen Passus ersatzlos zu streichen und den Umweltorganisationen einen fairen und international üblichen Zugang zu ihrem Recht zu gewähren. 

Rückfragehinweis:

Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer
Fundraising Verband Austria
T: +43 /676/44 10 108
E: guenther.lutschinger@fundraising.at 


 

FVA: Richtig spenden zur Weihnachtszeit
Fundraising Verband gibt Tipps zum richtigen Spenden in der Weihnachtszeit.

Wien, 23.11.2016. Gutes zu tun ist den Österreichern besonders in der Vorweihnachtszeit ein wichtiges Anliegen. Nur mit ihrer Unterstützung können die gemeinnützigen Vereine ihre wichtigen Anliegen auch im kommenden Jahr verfolgen. Rechtzeitig zum ersten Advent unterstützt der Fundraising Verband Spender in ihrer Entscheidung für eine Organisation mit Tipps.

„Entscheiden Sie sich für zwei bis drei Organisationen und unterstützen Sie sowohl langfristige als auch akute Projekte!“, bringt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigsten Kriterien für eine wirkungsvolle Spende auf den Punkt und ergänzt: „So helfen Sie, einerseits die langfristigen Hilfsprojekte zu erhalten und die Katastrophensoforthilfe zu ermöglichen.“ Für den Erfolg von Projekten ist es nämlich wichtig, dass diese nachhaltig durchgeführt werden können. Dazu muss deren Finanzierung abgesichert sein. „Zu Weihnachten entscheidet sich oft, ob ein Projekt im nächsten Jahr durchgeführt werden kann oder nicht.“

Auch ist es möglich, mehr zu spenden, ohne dass es den Spendern unbedingt mehr kostet: „Nutzen Sie die Spendenabsetzbarkeit! Sie können ohne Mehrkosten mehr spenden, denn das Finanzamt ersetzt bis zu 50 % Ihrer Spende.“, weist Lutschinger auf die Idee hinter der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hin. Wenn Spender eine Organisation nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Spendengütesiegel zu achten. Dieses ist das Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.

Die 5 FVA-Spendentipps:

  1. Hören Sie beim Spenden auf Ihr Herz! Was ist Ihnen persönlich wichtig, was möchten Sie mit Ihrer Spende erreichen?
  2. Geben Sie eine Mindestspende: Einzelne großzügige Spenden sind effizienter als viele kleine Beträge und ermöglichen den Organisationen eine längerfristige Planung. Zu Weihnachten wird eine Spendenhöhe von 30 bis 50 Euro pro Organisation empfohlen. Mit drei bis vier Spenden pro Jahr kann noch nachhaltiger geholfen werden.
  3. Entscheiden Sie sich für 1 bis 3 Organisationen: Suchen Sie sich eine oder wenige Organisationen aus, die Sie besonders gerne fördern wollen, und bleiben Sie ihr treu. So bleibt der Verwaltungsaufwand möglichst gering.
  4. Teilen Sie ihren Steuervorteil: Mit der Spendenabsetzbarkeit können Sie bis zu 50% der Spende vom Finanzamt zurückerhalten. Geben Sie diesen Vorteil in Form einer höheren Spende an die gemeinnützige Organisation weiter! Um Ihre Spenden von der Steuer absetzen zu können, ist es wichtig, sie auch zu belegen. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.
  5. Achten Sie auf das Spendengütesiegel: Das Österreichische Spendengütesiegel steht für geprüfte Spendensicherheit durch strenge Qualitätsstandards, Transparenz und laufende Kontrolle. Alle 254 Organisationen finden Sie unter www.osgs.at.

Fakten zum Spenden in der Weihnachtszeit
Die Vorweihnachtszeit ist für spendenwerbende Organisationen die wichtigste Zeit des Jahres. Rund 25 bis 30 Prozent des jährlichen Aufkommens von zuletzt 600 Mio. Euro werden in dieser Zeit gespendet. Die Österreicher spenden dabei rund ein Drittel an Kinder- und Jugendprojekte gefolgt von  Katastrophenhilfe, Umwelt- und Tierschutz sowie der Kampf gegen den Hunger in der Welt. Über 60 Prozent der Österreicher unterstützen regelmäßig die Arbeit der rund 1100 spendenwerbenden Vereine. Weltweit werden in dieser Zeit Initiativen gesetzt.

www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden
Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet seit kurzem das neue Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verband Austria. Die Website bietet Spendern eine neutrale Informationsquelle mit  Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement.

Pressekonferenz Spendenbericht am 29.11.
Kommende Woche, Dienstag 29.11. um 10 Uhr im Cafe Griensteidl, präsentiert der Fundraising Verband den Spendenbericht 2016. Die Themen: Spendenbilanz 2016, Spenden für die Flüchtlingshilfe, Spendenthemen, -motive und -trends sowie die Auswirkungen der steuerlichen Absetzbarkeit.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at




Aktion Wirtschaft hilft! heute gestartet

Infoinitiative hilft Unternehmen, Weihnachtsspende sinnvoll und effizient zu gestalten.

Wien, 17. November 2016. Gerade jetzt vor Weihnachten stehen Unternehmen vor der Entscheidung, welche Organisation sie mit einer Jahresspende unterstützen möchten. Um Österreichs Unternehmen hier zu helfen, steht ab sofort wieder ein Service für ihr Spenden-Engagement zur Verfügung: Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ und der damit verbundene „Spendenguide für Unternehmen“ informiert zielgruppenorientiert über gemeinnützige Projekte und gibt so Tipps für ihre Spende. Der Initiator, der Fundraising Verband Austria, will damit Unternehmerinnen und Unternehmer zum Spenden und zur Zusammenarbeit mit NGOs motivieren. Als Anregung zum Spenden stellen sich Nonprofit-Organisationen mit ihren aktuellen Projekten vor.

„Ich wünsche mir, dass die Aktion ‚Wirtschaft hilft!‘ viele Wirtschaftstreibende in unserem Land überzeugt, noch bis Jahresende zugunsten einer Nonprofit-Organisation zu spenden. Unsere Gesellschaft braucht das Engagement von Unternehmen für Soziales, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Katastrophenhilfe, Kunst und Kultur, Natur und Umwelt als Investition in ein besseres Österreich!“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria anlässlich des Starts der Aktion heute. Die Initiative informiert in den kommenden Wochen Österreichs Wirtschaftstreibende über Spenden und andere mögliche Formen gesellschaftlichen Engagements. Gerade vor Weihnachten stehen Unternehmen vor der Wahl, welche Organisation sie dieses Jahr unterstützen möchten. Sie haben hier ein hohes Informationsbedürfnis, möchten sie doch ihre Spende effizient und zur Unternehmensphilosophie passend eingesetzt wissen. „Spenden macht glücklich, und zwar nicht nur die Menschen, denen die Spende hilft. Sondern auch diejenigen, die spenden!“, fasst Lutschinger motivierend zusammen.

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen
Rund 100 Millionen Euro spenden Österreichs Unternehmen im Jahr für gemeinnützige Zwecke. Insgesamt engagieren sich rund 73 Prozent der Unternehmen in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Geldbeträge spenden sie dabei in erster Linie für die Kinderhilfe, die Sportförderung, den Natur-, Klima- und Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland. Am meisten spenden die Unternehmen für lokale (65%) und regionale Zwecke (55%), gefolgt von nationalen (41%) und internationalen (33%). Als Hauptmotiv für gesellschaftliches Engagement nennen 73% der Unternehmen ihre humanitäre Einstellung. Für 41% gehört Spenden einfach zur Unternehmensphilosophie.

Über die Aktion „Wirtschaft hilft!“ und das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“

Ziel des Fundraising Verbandes Austria als Initiator der Aktion ist es, mit diesem Serviceinstrument das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde heuer zum dritten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Die Webpage www.wirtschaft-hilft.at liefert Zusatzinformationen und die Onlineversion des Magazins „Spendenguide“. Jährlich werden zudem die Aktion Wirtschaft hilft! Awards an besonders engagierte Unternehmen vergeben.


Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at



UVP-Gesetz: FVA sagt NEIN zu Spendenmeldung!
Fundraising Verband sieht Angriff auf das Spendenwesen und lehnt Gesetzesvorstoß zur UVP-Novelle dezidiert ab.

Wien, 24.10.2016. Der seit wenigen Tagen offiziell vorliegende Verwaltungsreformentwurf von BM Rupprechter soll Vereinfachungen im UVP-Verfahren mit sich bringen. Für die Umweltschutzorganisationen birgt der Entwurf starken Tobak. Neben massiven Eingriffen in die Verfahrensrechte der NPOs werden diese zur Bekanntgabe ihrer Spender gezwungen! Der Fundraising Verband verwehrt sich gegen diesen in der zweiten Republik einmaligen Anschlag auf das Spendenwesen, der durch eine – ursprünglich geplante, und jetzt verlängerte – undemokratische Begutachtungsfrist von nur 5 Tagen (bei 25 betroffenen Gesetzte) durchgepeitscht werden soll.

Im UVP-Verfahren haben Umweltorganisationen seit Langem Parteienstellung. Welche Organisation diese Parteistellung erhält, regelt ein Passus mit Zugangsvoraussetzungen im Gesetz. Im Entwurf wird jetzt erstmals verlangt, „dass die betreffende  Umweltorganisation  eine  entsprechende Veröffentlichung  ihrer Spenden im Internet,  beispielsweise auf ihrer Homepage, vorzunehmen hat“. Es ist dabei vollkommen unklar, in welchem Ausmaß das erfolgen soll. Aus internen Quellen war zu erfahren, dass  hier sehr wohl auch Einzelspenden gemeint sind, ein absolutes No-Go für den FVA-Geschäftsführer Dr. Günther Lutschinger: „Es ist nicht einzusehen, warum Organisationen ihre Einzelspender offenlegen sollen, während Parteien wie die ÖVP dies nicht tun.“ Lutschinger vermutet, dass BM Rupprechter die finanzielle Basis der Umweltorganisationen schwächen und Spender demotivieren möchte. Verfassungsrechtlich bedenklich ist auch die Regelung, die nur NPOs in Form eines Vereines oder einer Stiftung, nicht aber einer gemeinnützige GmbH, einer Genossenschaft oder eines Fonds eine Zulassung erlauben. Und – einmal mehr hat das BMLFUW die von der Bundesregierung beschlossene Mindestbegutachtungsfrist von 6 Wochen ignoriert.

Anders als politische Parteien verpflichten sich NPOs bereits umfassend zu Transparenz. So veröffentlichen die großen Umweltorganisationen ihre Jahresabschlüsse und Rechenschaftsberichte im Internet. Eine noch detailliertere Offenlegung wäre eine regelrechte Schikane und eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Spender. „Demokratiepolitisch würde ich mir eine stärkere Transparenz bei Parteispenden als bei den im Vergleich äußerst transparenten Umweltorganisationen wünschen!“, so Lutschinger. Der Fundraising Verband Austria fordert Bundesminister Andrä Rupprechter auf, diesen Passus ersatzlos zu streichen und den Umweltorganisationen einen fairen und international üblichen Zugang zu ihrem Recht zu gewähren. 

Rückfragehinweis:

Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer
Fundraising Verband Austria
T: +43 /676/44 10 108
E: guenther.lutschinger@fundraising.at 


 

 
 

FRANZ KÜBERL ist Fundraiser des Jahres
Utl. Fundraising Verband zeichnet Franz Küberl für seine Verdienste um das Spendenwesen aus und vergibt die Fundraising Awards für besondere Leistungen in der Spenderkommunikation. 

Wien, 10.10.2016. Der Fundraising Verband zeichnet heute Abend hervorragende Leistungen in der Spender­kommunikation mit den Fundraising Awards 2016 aus. Zahlreiche namhafte NGOs und Agenturen gingen in das Ren­nen um den Spendenspot, die Innovation, die Online-Kampagne, die Fundraising Aktion, das Spendenmailing sowie die beste Unternehmenspartnerschaft des Jahres 2016. Als Höhepunkt wird der langjährige CARITAS-Präsident Franz Küberl zum Fundraiser des Jahres gekürt.

Franz Küberl ist weithin bekannt für sein gesellschaftliches Engagement und einer der engagiertesten Österreicher für soziale Anliegen. In seiner beruflichen Laufbahn in der CARITAS war er bekannt als Mahner und Botschafter des Zusammenhalts und der Solidarität mit den Schwächeren in unserer Gesellschaft. Er zögerte nie, wenn es darum ging, Menschen für die Situation der Nächsten zu sensibilisieren. Als Spendenkommunikator konnte er zahllose Unternehmen und Menschen motivieren zu geben und zu spenden. Ohne dieses Auftreten würden daher viele soziale Projekte heute nicht in dieser Form bestehen. „Franz Küberl ist ein Vorbild für uns alle! Er konnte so viel bewegen und so vielen Menschen helfen.“, betonte daher profil-Chefredakteur und -Herausgeber Christian Rainer  in seiner Laudatio für Franz Küberl anlässlich der Verleihung der Fundraising Awards. Zuletzt wurden 2015 Alexander Wrabetz in Vertretung für die ORF-Hilfsaktion „HELFEN. WIE WIR“, 2014 Karlheinz Böhm posthum für sein Lebenswerk (Laudatio Michael Seida), 2013 Willi Resetarits (Laudatio Rudolf Semrad), 2012 Chris Lohner (Laudatio Hannelore Veith) und 2011 Gery Keszler (Laudatio Alexander Wrabetz) für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Der Spot „Wir bringen Lachen ins Spital“ von ROTE NASEN Clowndoctors setzt sich als bester Fundraising Spot des Jahres 2016 durch. Der von The Gentlemen Creatives entwickelte Spot zeigt, wie wichtig es ist, kranke Kinder mit Humor und Lebensfreude zu stärken und sie ihre Krankheit eine Zeit lang vergessen zu lassen.

Greenpeace CEE punktet dieses Jahr bei der besten Fundraising Innovation (in Kooperation mit VSG Direktwerbung). Mit Flügen über die Baumkronen des Regenwaldes oder Bootsfahrten auf einem der letzten frei fließenden Flüsse setzt Greenpeace Virtual Reality seit kurzem erfolgreich zur authentischen Sensibilisierung der Österreicher ein.

Den Fundraising Award für die Partnerschaft des Jahres (in Kooperation mit ERSTE Bank) erhält die Medizinische Universität Wien. Mit einem überzeugenden Konzept mobilisiert sie über 70 Partner aus der Wirtschaft für den Krebsforschungslauf und ermöglicht so wichtige Projekte zur Erforschung von Krebserkrankungen.

CARE wird für das beste Direct Mailing des Jahres (In Kooperation mit Österreichische Post AG) ausgezeichnet. Die Agentur fundoffice entwickelte diesen Spendenbrief, der äußerlich dem bekannten CARE-Paket nachempfunden wurde.

Der Fundraising Award für die Fundraising Aktion des Jahres (In Kooperation mit ANT-Informatik) geht an die Volkshilfe Österreich für das „VOICES FOR REFUGEES – Solidaritätskonzert für ein menschliches Europa“. Die gemeinsam mit Nova Music Entertainment organisierte Veranstaltung verstand sich als Weckruf an die Zivilgesellschaft und die politischen Entscheidungsträger, sich wieder an den sozialen Grundwerten Europas auszurichten.

Die Karl-Franzens-Universität Graz setzte sich in der Kategorie Fundraising Online Kampagne des Jahres (In Kooperation mit Grün Software) mit „430 Sessel für die Uni Graz – Nimm Platz in der Geschichte…und in der Zukunft“ durch. In einer von funderful entwickelten Online-Kampagne konnten Absolventen auf einer eigens eingerichteten Website einen Hörsaalsitzplatz mit Namensnennung und persönlichem Lieblings-Zitat stiften.

Zwtl.: Über die Fundraising Awards

Zum 23. Mal vergibt der Fundraising Verband Austria dieses Jahr die Fundraising Awards. Ziel, der in sieben Kategorien vergebenen Awards, ist es, hervorragende Leistungen in der Kommunikation mit den Spendern vor den Vorhang zu holen. Der Fundraiser des Jahres wird vom Vorstand des Fundraising Verbands ernannt. Die Kür der anderen sechs Kategorien erfolgt durch eine international besetzte Fachjury. Insgesamt wurden dieses Jahr 46 Projekte eingereicht.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) ist eine Service- und Mitgliedsorganisation von 270 spendenwerbenden Organisationen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

Rückfragehinweis:

Fotomaterial steht auf der Website http://bit.ly/2d2XQxy ab ca. 23 Uhr zur Verfügung.


Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at




Gemeinnützige und nicht-gewinnorientierte Stiftungen wichtige Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in Österreich
Utl. Fundraising Verband zieht erste positive Bilanz zu neuer Stiftungsgesetzgebung anlässlich des Europäischen Tags der Stiftungen am 1.10..

Wien, 30.9.2016. Seit Anfang des Jahres wurde der Stiftungsstandort Österreich durch ein neues, gemeinnütziges Stiftungsrecht wesentlich attraktiver. Erste Erfolgsbeispiele zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig gewählt wurde. Eine Stärkung der Rechte der Stifter, flexible Gestaltung der Urkunde sowie interessante steuerliche Verbesserungen bei der Gründung werden den Philanthropie-Standort Österreich weiter beleben.

Mit 1. Jänner trat das grundlegend reformierte neue Bundesstiftungs- und Fondsgesetz in Kraft. Vorher noch totes Recht, stößt es bei philanthropisch interessierten Menschen und Einrichtungen auf großes Interesse: „Das neue Bundes-Stiftungsrecht bietet dem Stifter mehr Rechte als etwa das deutsche Stiftungsrecht und darüber hinaus noch die Möglichkeit die Stifterrechte zu vererben,“ erläutert Stiftungsexperte Dr. Martin Melzer von der Rechtsanwaltkanzlei Müller Partner die Vorteile und erklärt: „Anfang des Jahres wurde vor allem vom gemeinnützigen Sektor gestiftet, seit Mitte des Jahres dreht sich der Trend jetzt zu Philanthropen“. Insgesamt erwartet der Fundraising Verband für 2016 rund 30-40 neue Stiftungen. „Bewahrheitet sich der jetzige Trend werden dreimal so viel gemeinnützige Stiftungen im ersten Jahr gegründet wie 1993 bei der Einführung des Privatstiftungsgesetzes (12)“  zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria – Dachverband spendenwerbender Organisationen, mit dieser Entwicklung sehr zufrieden. Auf Grund einiger kleiner Rechtsunsicherheiten werden aber gemeinnützige Stiftungen vereinzelt noch nach dem Privatstiftungsgesetz errichtet. „Der Reformeifer darf jetzt nicht stehen bleiben! Die Erfahrungen aus der Praxis sollten zeitnah in eine Novelle zum Bundesstiftungsgesetz eingearbeitet werden.“, fordert daher Lutschinger. Vor allem bei den Übergangsbestimmungen, unnötiger Bürokratie und unklaren Auslegungen liege eindeutiger Handlungsbedarf.

Zwtl.: Gemeinnützige und nicht-gewinn orientierte Stiftungen sichern tausende Arbeitsplätze in Österreich
Stiftungen spielen nicht nur als Träger und Finanzier gemeinnütziger Projekte eine wichtige Rolle, sie sind auch wichtige Arbeitgeber. Neben den gemeinnützigen Bundes -, Landes- und Privatstiftungen entwickelte sich in den letzten Jahren ein wenig bemerkter, überwiegend gemeinnütziger Unternehmens-Stiftungssektor. Ihr Stiftungszweck ist aber im Wesentlichen, ein Unternehmen in ihrem Bestand zu sichern. Ausschüttungen spielen im Verhältnis zur Stärkung des Eigenkapitals dabei eine untergeordnete Rolle. So befinden sich die internationale JUFA Hotelkette, das steirische Traditionsunternehmen Anton Paar GesmbH oder der größte private Spitalsbetreiber, die Vinzenz-Gruppe, im Besitz gemeinnütziger Stiftungen. Damit sichern diese nicht nur tausende Arbeitsplätze in Österreich sondern bilden als strategischer Eigentümer das Rückgrat ganzer Branchen. So lösen etwa beim Banken- und Versicherungssektor Stiftungen die historischen Trägervereine als moderne Eigentümerstruktur ab und bieten eine langfristig stabilere Struktur. Von den klassischen Privatstiftungen unterscheiden sie sich durch ein Ausschüttungsverbot an Familienmitglieder oder Verwandte.  Diese Stiftungen gehören zu den bedeutendsten Förderern von Wissenschaft, Kunst oder Sozialem in Österreich.

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Die Woche des guten Testaments startet am Sonntag

70 gemeinnützige Organisationen informieren über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 7.9.2016. Am Sonntag (11.9.) startet die „Woche des guten Testaments“. Die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ informiert in dieser Zeit über die Spendenmöglichkeit, gemeinnützige Organisationen im Testament zu bedenken. Bei zahlreichen Informationsveranstaltungen haben die Besucher die Möglichkeit, gemeinnützige Organisationen kennenzulernen und sich in rechtlichen Fragen von Experten beraten zu lassen.

Alljährlich werden im September in zahlreichen Ländern die International Legacy Days begangen. Auch Österreich beteiligt sich 2016 schon zum vierten Mal mit „Der Woche des guten Testaments“ von 11. bis 18. September daran. In Wien, St. Pölten, Linz, Graz, Innsbruck, Baden, Ried, Braunau, und Rohrbach   laden  die an „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ teilnehmenden Organisationen zu Informationsveranstaltungen: Im Zentrum der Veranstaltungen steht jeweils das gemeinnützige Testament sowie die rechtliche Beratung durch Notare. „Viele Menschen möchten selbst bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod passiert. Sie möchten, dass es jenen gemeinnützigen Zwecken zu Gute kommt, die ihnen schon immer am Herzen gelegen sind.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands – Dachverband spendenwerbender Organisationen. Im Rahmen der Woche des guten Testaments informieren Experten Interessierte über viele Fragen rund um das Testament. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die immer beliebter werdende Möglichkeit, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken, gelegt. Außerdem bieten die Veranstaltungen die Gelegenheit, viele gemeinnützige Organisationen und deren Projekte geballt – ungezwungen und unverbindlich – kennenzulernen.

Infoveranstaltungen von Wien bis Innsbruck
Wie man sich im Erbrecht zu Recht findet und wie man mit seinem Testament Gutes tun kann, sind die Schwerpunkte der zahlreichen Veranstaltungen von Wien bis Innsbruck in der Woche des guten Testaments. So werden in Wien bei zwei Themenabenden am 13. September im Kunsthistorischen Museum und am 14. September im Albert-Schweitzer-Haus Notar Christoph Beer und Notarsubstitut Tobias Linzer Vorträge mit Tipps&Tricks zum Erbrecht halten. Auch in St. Pölten findet im Bildungshaus St. Hippolyt am 12. September ein Themenabend zu Erbrecht und Testament mit Notar Leopold Dirnegger statt. Besucher haben bei allen Veranstaltungen die Möglichkeit, gemeinnützige Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenzulernen. Sie können damit rechtliche Beratung einholen und gleichzeitig die Projekte der Organisationen kennenlernen.

Informationen zu diesen und allen weiteren Veranstaltungen in ganz Österreich finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at/termine.

Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. 2015 wurden durch Testamentsspenden rund 55 Millionen Euro gespendet. Schätzungen zufolge wird es 2016 44.000 Erbfälle mit einem Gesamtvolumen von 12 Mrd. Euro geben. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der vererbten Vermögenswerte laut einer Studie des WU-Ökonomen Stefan Humer auf 18,2  Mrd. Euro steigen. 14 Prozent (circa 630.000 Personen) der über 40-jährigen Österreicher können sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation testamentarisch zu berücksichtigen. Begründet wird dieser Schritt vorwiegend mit dem Wunsch, nach dem Ableben Gutes zu leisten (47 Prozent). Aber auch der Beweggrund zählt, mit der Spende als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben (16 Prozent).

Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 70 österreichische gemeinnützige Organisationen, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen.  Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at

 

 

 


 



Infowoche rund um die Themen "neues Erbrecht" und "Vererben für den guten Zweck" startet am 30.5.2016

70 gemeinnützige Organisationen informieren ab Montag über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 25.5.2016. Mit 1.1.2017 tritt die erste große Erbrechtsreform seit 200 Jahren in Österreich in Kraft. Welche Folgen diese Novelle hat und wie man in seinem letzten Willen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann, thematisiert ab Montag „Vergissmeinnicht.at – die Initiative für das gute Testament“ im Rahmen einer Informationswoche. Bei Veranstaltungen der teilnehmenden Organisationen erhalten Interessierte rechtliche Informationen durch Experten – dank der Partnerschaft mit der Österreichischen Notariatskammer in einer neutralen und umfassenden Form. Besucher können gemeinnützige Organisationen und ihre Vertreter kennenlernen. Der Eintritt ist frei.

„Bei der Gestaltung eines Testaments entstehen viele Fragen. Durch die mit 1.1.2017 in Kraft tretenden Änderungen im Erbrecht steigt der Informationsbedarf zu diesem Thema weiter.“ erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria. „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ lädt daher ab Montag 30.5. bis Freitag 3.6. mit den teilnehmenden Organisationen zu einer Vielzahl an Informationsveranstaltungen in insgesamt sechs Bundesländern ein. Im Zentrum der Veranstaltungen stehen jeweils das gemeinnützige Testament sowie die rechtliche Beratung über die komplexen Fragen des Erbrechts durch RechtsexpertInnen.  „Immer mehr Menschen wollen selbst bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Ableben passiert. Wir möchten jenen, die dabei gemeinnützige Zwecke mit einer Testamentsspende unterstützen möchten, neutrale Informationen und die Möglichkeit zum Austausch bieten.“ , Lutschinger weiter. 

Themenabende am 30.5. und 2.6.2016: „Erbrecht, Testament und Patientenverfügung“
Wie man sich im Dschungel des Erbrechts zu Recht findet und wie man mit seinem Testament Gutes tun kann, ist auch der Schwerpunkt von zwei  Themenabenden in Wien am 30. Mai im Sommerrefektorium der Salvatorianer und am 2. Juni im Oratorium der Österreichischen Nationalbibliothek.  Notar Dr. Christoph Beer sowie die Notarsubstitutinnen Mag. Anna-Theresa Schmidinger und Mag. Nicole Malleg geben Einblicke in das Erbrecht. Besucher können zahlreiche Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenzulernen. Als Rahmenprogramm wird eine Führung durch die aktuelle Ausstellung „Kaiser Franz-Joseph – der ewige Kaiser“ und ein Orgelkonzert in der Michaelerkirche geboten.

Alle Veranstaltungsinfos finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at. Eine Informationsbroschüre zum neuen Erbrecht und rund um das Vererben für den guten Zweck kann kostenlos unter 01/2765298-16 oder per Email an info@vergissmeinnicht.at bestellt werden. 

Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. Jährlich werden auf diese Weise rund 55 Millionen Euro gespendet. Zum Vergleich:  Das gesamte Spendenaufkommen betrug zuletzt 600 Mio. Euro. Die Beweggründe der Testamentsspender sind dabei unterschiedlich. Oft ist es der Wunsch, das eigene soziale Engagement über das Leben hinaus fortzuführen und etwas Bleibendes für künftige Generationen zu hinterlassen. Viele Menschen wählen diese Art des Vererbens aber auch, weil sie keine Angehörigen oder andere Erben haben. 14 % (oder 650.000 ÖsterreicherInnen) über 40 Jahren können sich vorstellen, ihr Vermögen an eine gemeinnützige Organisation zu vererben. 2012 waren dies nur 8 %. Gibt es keine Erben, fällt das Vermögen dem Fiskus zu – wie es jedes Jahr in 200 bis 300 Fällen mit mehreren Millionen Euro an Vermögenswerten geschieht. 

Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 70 österreichische gemeinnützige Organisationen wie das Österreichische Rote Kreuz, Menschen für Menschen, das Naturhistorische Museum oder KIRCHE IN NOT, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen.  Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.
 

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